Die Rohkosttherapie

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Viel Spaß!

Grundsätzlich möchte ich mich an dieser Stelle nochmal von den weiterführenden Aussagen von GC Burger zum Thema Sexualität und Metapsychoanalyse distanzieren, damit da niemand auf falsche Ideen kommt.

Einige Kritiker bei Amazon:

Warum gibt es so viele kranke Menschen, aber in der freien Natur keine Tiere mit Karies, Multipler Sklerose, Arthritis etc? Dieser Frage geht Guy-Claude Burger in seinem Buch nach. Das Tier frißt nur rohe, unbehandelte, naturbelassene Produkte in den Mengen, die sein Geruchs- und Geschmackssinn (und damit sein Instinkt) für angemessen hält. Der Mensch dagegen benutzt den Kochtopf, um das genießbar zu machen, was sein Instinkt roh nicht akzeptieren würde, er mischt, würzt, brät, backt, dämpft... Dadurch werden chemische Reaktionen in Gang gesetzt, neue komplexe Moleküle entstehen, die sich im Körper ablagern können und auf Dauer zu Krankheiten und Altersprozessen führen können. Der Instinkt schützt vor behandelten Produkten nicht, weil wir nicht genetisch an diese neuen Moleküle angepaßt sind. Der Schlüssel zur Gesundheit liegt demnach in der instinktiven, durch Geruchs- und Geschmackssinn geleiteten Auswahl von naturbelassenen Nahrungsmitteln. Ein sehr interessantes, provokatives Werk, das sich auf Experimente gründet (Der Autor Burger lebt schon seit 30 Jahren nach der instinktiven Ernährung und er und seine Kinder erfreuen sich bester Gesundheit).

In dem Buch von Burger steht tatsächlich die biologische Wahrheit über den Menschen. Jeder kann das testen. Jeder wird unglaubliche Erfahrungen machen. Aber jeder sei gewarnt: Die anstehenden Selbsterfahrungen auf allen Ebenen rund um das Essen haben es in sich. Trotzdem empfehle ich dieses Buch uneingeschränkt.

Wer sich mit der Thematik Rohkost beschäftigt, begegnet vielen Autoren, darunter Konz, Wandmaker, Walker, Möller, Bieder, Gerras, Spiller, Peitier u.a. Die Gedanken und Erfahrungen des promovierten Physikers und de-facto-Anopsologen Guy-Claude Burger jedoch sind die konsequenteste, eleganteste, ganzheitlichste, ja einfach schönste (!) Umsetzung der an sich schon im frühen Mittelalter schriftlich festgehaltenen Idee einer rein rohköstlichen Ernährung.

Vieles ist schon aus dem Netz verschwunden. Früher hab ich mir einiges aber aus Interesse kopiert. Hier z.B. ein Interview aus dem Jahr 1994 mit dem Autor zum Thema (ich hab den Namen des Interviewers unkenntlich gemacht, da ich weiss, dass er nicht mehr roh ist und ich ihn hier nicht namentlich nennen möchte):

"Die Zufriedenheit kommt durch Streben, nicht durch Besitzen. Offensichtlich ist dies nicht immer richtig, denn wir sehen oft geschäftige Menschen, die sehr unglücklich und unzufrieden sind.
Irgend Jemand hat einmal gesagt: `Der Mensch ist glücklich, der seine Bestimmung gefunden hat´. Dies bedeutet, daß er völlig mit seiner Arbeit beschäftigt und zufrieden ist und nicht nur mit der Bezahlung. Kein Mensch wird mit einer Arbeit zufrieden sein, die er lediglich wegen des Geldes, das er als Bezahlung erhält, erledigt. Nichts anderes als kreative Arbeit befriedigt den Geist."
(John H. Tilden: Mit Toxämie fangen alle Krankheiten an, S. 105)

Die Instincto-Therapie nach Guy Claude Burger
(von xxxx)

Heute ein Beitrag über ein Thema, das ich für das wichtigste und globalste überhaupt erachte, auch wenn es von vielen oftmals belächelt wird: DIE ERNÄHRUNG.

Vielleicht kennt Ihr das lat. Sprichwort "mens sana in corpore sano" (In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist). Dies halte ich für unumstritten - daß allerdings unser tägliches Essen den wahrscheinlich wichtigsten Beitrag zur Gesunderhaltung beiträgt (und somit auch die geistigen und kreativen Fähigkeiten fördert!), wird in unserer Fast-Food-Gesellschaft übersehen.

Einführung in das Thema

Wer komplizierte Phänomene einfach zu erklären versucht und sich nicht hinter einem Berg von Fremdwörtern verschanzt, um vielleicht sein eigenes Unvermögen zu überdecken, der wird leicht als unwissenschaftlich abgestempelt.
Der Schweizer Guy Claude Burger (geb. 1934) zählt zu den Pionieren der Rohkost-Bewegung. Burger kam über die eigene Krankheit zur Rohkost: Mit 26 Jahren erkrankte er an Kehlkopfkrebs. Von den Ärzten als unheilbar entlassen, heilt er sich selbst - und dies ohne komplizierte Medizin, sondern nur über den Faktor der Ernährung. Seitdem forscht er auf diesem Gebiet und begründet u.a. die "Instincto-Therapie". Er hat das Thema ERNÄHRUNG neu aufgemischt und ist dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.
Der Dank der Schulmedizin: Burger wird als Kurpfuscher und Scharlatan beschimpft, ist in Frankreich, wo er lebt, für ungesetzliche Praxis der Arznei beschuldigt - und das, obwohl (oder gerade weil ?) er gar keine Arznei empfiehlt...

Die "Instincto-Theorie" stützt sich auf die Lehren der Evolution: Bis zur Entdeckung des Feuers nahm der Mensch all seine Nahrung in rohem Zustand zu sich. Folglich sei anzunehmen, daß der Mensch genetisch auf rohe Lebensmittel eingestellt ist. Kein Wunder also, daß unser Körper bei regelmäßigem Genuß von Pizza, Hamburgern oder Rinderschmorbraten aus dem Gleichgewicht gerät. Kochen, Zubereiten, Würzen und Mischen, all dies sind Kunstgriffe des Menschen, die erst seit einigen Tausend Jahren existieren.
Wenn die Menschen zu "vollkommener" Gesundheit (falls es die gibt) zurückfinden wollen, müssen sie wieder gemäß ihrer Instinkte leben, sagt Burger, so, wie es die Tiere in der freien Natur tun.
In der Praxis sieht die Instincto-Ernährung wie folgt aus: Zwei Mahlzeiten am Tag - kein Frühstück, zu Mittag Obst, zu Abend proteinhaltige Produkte und Gemüse. Alle Lebensmittel werden unzubereitet verzehrt. Der Ernährungsinstinkt (daher auch der Name "Instincto-Ernährung) drückt sich hierbei über die Änderungen der geruchlichen und geschmacklichen Empfindungen beim Essen aus: Jedes naturbelassene Lebensmittel erscheint angenehm, solange es für den Körper nützlich ist, und unangenehm, sobald es nutzlos oder ihm gar schädlich wäre.

Das Kochen setzt den Ernährungsinstinkt außer kraft und stellt den Körper vor vielleicht unlösbare Probleme: Wie bestimmte Drogen stören die nicht-natürlichen Moleküle aus einer Nahrung, für die unser Organismus genetisch nicht vorgesehen ist - wie etwa Zucker, Brot, Getreideprodukte, gegrilltes Fleisch oder Milchprodukte - auf verschiedenen Ebenen das richtige Funktionieren des Nervensystems.
Es ist wissenschaftlich anerkannt, daß etwa der Gluten (z.B. im Weizen) die Symptome der Schizophrenie verschlimmert, indem er die Erregungsfähigkeit des Kranken erhöht.

Guy Claude Burger lebt und arbeitet mit seinem Team auf dem Chateau de Motramé in Frankreich. Dort hält er auch Wochenkurse in deutscher Sprache über die Instincto-Therapie und die Metapsychoanalyse ab. Außerdem betreibt er von dort aus sein (nicht-kommerzielles!) Versandunternehmen Orkos, das Naturprodukte in wohl einmaliger biologischer Qualität auch nach Deutschland liefert: z.B. hat Orkos mehr als 30 Dattelsorten im Angebot, Früchte wie Cherimoyas, Durian, Jackfrucht, Cempedaks, Sapotillen, etliche Bananensorten u.v.a.m., von denen Ihr wahrscheinlich noch nie etwas gehört habt.
Außer den Kursen gibt es zwei weitere Möglichkeiten, das Schloß Motramé zu besuchen: Einmal im Rahmen einer sogenannten "Kur Natur" mit vollem Service (Rezeption, Sekretariat, Tischdienst, individuelle Tischführung, Zimmerservice, täglicher praktischer Unterricht, Animation, Meditation etc.). Andererseits ist es möglich, nach Absprache für eine gewisse Zeit auf Motramé zu leben und dort mitzuarbeiten. Dies ist z.B. für Studierende attraktiv, die sich aufgrund ihres oft eher schmalen Budgets längere Aufenthalte sonst nicht leisten könnten. Adresse und Information: Chateau de Motramé, Soisy-Bouy, F-77650 Longueville, Tel. 0033-1-64 60 20 80.

Mir scheint Instincto die optimalste und vollkommenste Ernährungsform zu sein, von der ich bereits viel gelernt habe und noch viel lernen will.

Am 11.4.94 hatte ich in Düsseldorf nach einem Vortrag die Möglichkeit, mit Guy Claude Burger persönlich zu sprechen.

Interview mit Guy Claude Burger
(J = xxxxxxxxxxxx; B = Guy Claude Burger)

J: Woher stammt das Kochen?
B: Die Kochkunst verankert sich in den Wurzeln der Zivilisation. Alles, was in unserem Körper vorgeht, ist genetisch programmiert, so nehmen wir an. Die Genetik vererbt sich von Generation zu Generation, verändert sich aber äußerst langsam - und war zunächst auf eine natürliche rohe Ernährung vorbereitet. Es ist klar, daß die Entwicklung, die natürliche Auslese zuerst in einer Zeit stattgefunden haben, als noch keine Kochkunst existierte. Die Kochkunst ist ungefähr 10.000 Jahre alt, so auch Getreide, Brot, Milch und Milchprodukte wie Käse. Die Mythologie erzählt uns, daß Prometheus das Feuer von den Laternen gestohlen hat, um den Menschen das Kochen zu ermöglichen. Heute ist Kochen so allgemein verbreitet, daß man sich zuerst die Frage stellen muß: Gehört die Kochkunst zur menschlichen Beschaffenheit oder nicht? Oder ist das ein Experiment, ein Umweg, eine Erforschung, die die Menschen befallen hat mit vielleicht gefährlichen Konsequenzen?

J: Was ist denn die Alternative?
B: Alle Tiere ernähren sich roh und naturgemäß - man sieht keine Hühner, die ihre Körner backen, bevor sie sie picken, man sieht keine Füchse, die ihre Beute braten. In der Natur ist jedes Geschöpf roh und naturbelassen ernährt. Der Mensch allein hat da mit der Zeit andere Gewohnheiten entwickelt.
Er bereitet seine Nahrung zu, kocht fast jede Speise - ist das jetzt normal oder nicht?

J: Wie hat die Instincto-Lehre begonnen?
B: Meine Frau, ich und unsere ersten Kinder hatten den Entschluß gefaßt, alles, was von der Zivilisation herrührt, in Frage zu stellen. Wir haben eine alte Farm gekauft - ohne Elektrizität, fließendes Wasser, Telefon, Fernsehen, Bücher, Zeitungen usw. Wir haben selbst unser Gemüse im Garten angebaut und probiert, einfach so zu leben und mit dem Kochen aufzuhören. Wir haben uns roh mit ganz naturbelassenen Produkten ernährt -Gemüse, Obst, Ölfrüchte, alles, was man in der Natur finden kann und in der Form, in der es auch ein Tier verzehren würde, also ohne Salatsoße etc. Es ist vielleicht das blödeste Experiment, das man vielleicht machen kann, denn dieses Experiment macht jedes Tier. Aber es ist doch ein Experiment, weil die Menschen sich nur sehr selten so ernähren. Wir wußten nicht, wohin dieses Experiment uns führen würde. Man kann sich ja auch die Frage stellen: Wenn die Menschen jetzt seit Jahrtausenden immer gekocht gegessen haben, sind sie noch fähig, sich roh zu ernähren, ist es noch möglich, so zu überleben? Diese Frage hat die Wissenschaft bisher nicht beantwortet.

J: Was haben Sie also bei sich feststellen können?
B: Zuerst verschwanden die Verdauungsprobleme. Weitere Änderungen: Ein wunderbarer Schlaf, eine entspanntere, ruhigere innere Einstellung, kein Schnupfen mehr, keine Anstekung bei Krankheiten mit sog. Anstekungsgefahr, Verschwinden von "Käse"-Füßen -unbewußt scheint die Bezeichnung hier auf die richtige Ursache hinzudeuten!-, von Heuschnupfen und Allergien, ein geruchloser Kot und vieles mehr.

J: Änderten sich auch die Geschmacksinne dabei? Ist die Instincto-Ernährung in jeder Hinsicht ausgewogen?
B: Die Geschmäcker der naturbelassenen Ernährung änderten sich ständig: Z.B. waren Äpfel an einem Tag für eine Person sehr gut mit einem herrlichen Geschmack, und am nächsten Tag sauer, unangenehm, herb, einige Tage später wieder sehr gut usw. Also wir konnten nicht essen, was wir wollten, da funktionierte unser Geschmackssinn ganz anders als mit den zubereiteten Produkten - ein Erdbeerkuchen schmeckt immer wie ein Erdbeerkuchen. Aber Erdbeeren hatten manchmal den Geschmack von Erdbeeren, und nach einiger Zeit des Essens auf einmal einen ungenießbaren Geschmack, sodaß ich mir die Frage stellen mußte: Ist das vielleicht eine Funktion, geht da vielleicht etwas im Körper vor? Schließlich ist eine Erdbeere immer eine Erdbeere etc., und wenn der Geschmack sich ändert, dann gibt es sicher etwas im Körper, das diese Änderung ermöglicht oder steuert. Hier kann man einen Zusammenhang mit der Tierwelt herstellen: Man sieht, daß Tiere nicht einfach irgendetwas essen, sondern immer erst daran riechen - und wenn etwas nicht gut schmeckt, essen sie es nicht. Die Tiere haben also einen sicheren Instinkt, der ihnen ermöglicht, sich richtig zu ernähren. Wäre das nicht so, gäbe es überall Tiere, die sich über- oder unterernähren würden, es gäbe Mangelerscheinungen usw. Diese Probleme existieren aber in der Natur nicht! Daß die Geschmäker sich ständig änderten, führte mich zu einer ersten Hypothese, daß diese Geschmacksänderungen den Bedürfnissen des Körpers entsprechen sollten, daß dies Teil eines Ernährungsinstinkts ist. So haben wir alle Diätetik-Schemen abgebaut, und einfach dem Geschmack und Genuß nach gegessen. Die Geschmäker, die wir so nach und nach entdeckten, wurden viel besser als die der Kochkunst - und ich war immer ein Feinschmecker, d.h. ich kenne sehr gut die Geheimnisse der besseren Kochkunst. Die Geschmäcker der naturbelassenen Lebensmittel wurden besser, aber nur in dem Moment, wo der Organismus wirklich bereit war. Die nächste große Frage war: Werden so unsere Bedürfnisse richtig gedeckt? Wenn der Geschmack nicht richtig funktioniert hätte, hätten wir z.B. viel zu viele zukerhaltige Produkte essen können und nicht genug Proteine oder nicht genug eisenhaltige Gemüse usw. Die Tatsachen haben uns gezeigt, daß die Ernährung sich sehr gut ausgewogen hat, daß Mangelerscheinungen nicht entstanden sind, im Gegenteil, bestehende Mängel kompensieren sich sofort.
Unsere Kinder haben sich hervorragend -auch ohne Milch- entwickelt: Keine Kinderkrankheiten, keine Karies etc.

J: Ich habe gehört, daß Sie auch mit Marielle, Ihrem ersten "rohen" Kind, experimentiert haben?
B: 3 Stunden nach der Geburt, also vor dem ersten Tropfen Muttermilch, habe ich diesem Baby alle möglichen naturbelassenen Produkte unter die Nase gestellt. Nur bei Banane öffnete sich regelmäßig der Mund, und da hat meine Frau die Banane vorgekaut, und einen Löffel Banane hineingesteckt, und tatsächlich hat das Baby einen Kau- und Schluckreflex gehabt. Wenn das Produkt den Bedürfnissen des Kindes entspricht, dann haben auch Neugeborene schon den Kaureflex, das ist weithin unbekannt. Marielle hat 3/4 einer großen Banane gegessen. Am Ende öffnete sich der Mund nicht mehr, da habe ich gedacht: Wahrscheinlich hat sie genug, aber was würde passieren, wenn ich doch einen Löffel mehr in den Mund reinsteckte? Die Banane kam wieder heraus - das Baby hatte auch den Spuckreflex! Dies zeigt, daß der Instinkt angeboren ist. In derselben Mahlzeit hat das Baby noch 1/4 Papaya und 3-5 Löffel Thunfisch gegessen.

J: Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie verbringen Sie den Tag?
B: Die erste Tatsache, die man feststellen kann, ist, daß jedes Loch im Magen, jedes Gefühl eines leeren Magens verschwindet, wenn man naturgemäß mit naturbelassenen Produkten ernährt ist. So haben wir niemals Lust, ein Frühstück zu nehmen, man fühlt sich viel besser ohne Frühstück - viel klarer, viel schneller, viel leichter. Es ist viel besser, und man spart auch Zeit noch dazu. Und dann essen wir meist zweimal am Tage: Zu Mittag Obst oder andere naturbelassene Produkte, und am Abend proteinhaltige Produkte wie Ölfrüchte, Meeresfrüchte, Getreide usw., und nachher Gemüse und evtl. noch Obst. In der Instincto ist der Schlüssel dieser: Genuß und Freiheit - man ist prinzipiell frei, zu machen, was man will, und der Genuß ist maßgebend.

J: Instincto oder roh zu essen bedeutet ja auch, ökologisch zu essen. Kann man, vorausgesetzt, die ganze Menschheit ernährte sich so, auf diese Weise die Umweltprobleme lösen?
B: Sehr interessante Frage, tatsächlich. Ich glaube, wenn die Leute, z.B. die Menschen der 3. Welt, ihre einheimischen Produkte genießen und verwerten würden, wie wir das eben mit der Instincto-Ernährung machen können, wären die Probleme der Getreide, der Trockenheiten, all diese Probleme der Abhängigkeiten von den entwickelten Ländern ganz anders. Ich habe probiert -das ist natürlich schwer, da exakte Ergebnisse eine große Forschung benötigen würden- abzuschätzen, wieviele Menschen pro Hektar ernährt werden könnten mit solch einer naturbelassenen Ernährung; und ich glaube, es würde das Problem der Hungersnot auf dem Planeten lösen.

J: Ernährung ist ein globales Thema. Was ist mit Problemen wie z.B. den Kriegen?
B: Ernährung ist ein Faktor, der vielleicht schon ausreicht, um viel Unordnung zu verursachen. Man weiß z.B. nicht, daß das Nervensystem gestört ist durch die traditionelle Ernährung - das merkt man sehr leicht bei Tieren, die man naturgemäß ernährt oder mit menschlicher Ernährung. Die verhalten sich ganz anders: Die, die die menschliche Ernährung bekommen, werden ein bißchen "verrückt". Vielleicht erklärt sich so, daß die Menschen auch ein bißchen "verrückt" aussehen.

J: Sie haben in Frankreich Verbote. Haben die Menschen Angst vor einer neuen Ernährung wie z.B. Instincto oder Rohkost?
B: Ich glaube, die Menschen haben allgemein Angst um Ihre Gesundheit. Irgendwo wissen Sie auch, daß diese ernährungsbedingt ist. So entstehen immer große Kräfte, wenn man das Problem der Ernährung etwas umrührt und erschüttert, wieder von Null anfängt. Das ist normal - und ich bin jetzt in Frankreich tatsächlich für ungesetzliche Praxis der Arznei beschuldigt, obwohl ich nur rohe Ernährung empfehle und nicht einmal Vorschriften gebe. Die anderen wissen nicht, was wir erklären und wollen, so entstehen einfach unbewußte Existenzängste. Nachher suchen dann alle Rationalisierungen, um das Problem loszuwerden, um denken zu können, mit unserer "guten" traditionellen Ernährung sind wir keiner Gefahr ausgesetzt.

J: Wie reagieren die Medien auf Sie?
B: Das hängt von den Personen, wie z.b. den Moderatoren der Sendungen ab. Manchmal gibt es sehr gute Sendungen, sehr offene Leute, manchmal hingegen konnte ich nicht einmal sprechen, man hat mir einfach das Wort nicht gegeben, um ganz blöde Angriffe zu beantworten. Das kommt darauf an. Aber es wird besser: Vor 30 Jahren, als ich angefangen habe mit der Forschung um instinktive Rohkost und mit der Instincto-Therapie, verstand keiner die Sache, kein Arzt wollte etwas davon hören. Ich sagte, vielleicht sei Krebs auch ernährungsbedingt, da hat man mich nur ausgespottet. Aber heute hat die Schulmedizin selber feststellen müssen dank der Statistiken, daß der Krebs ernährungsbedingt ist - mindestens zu 70% wird heute angenommen. Das gleiche gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc.; und die jungendliche Diabetes ist durch die Kuhmilch induziert. Überall in den Zeitungen liest man, man müsse mehr Gemüse und Obst, wenn möglich roh, essen. Das war früher gar nicht der Fall und ist für mich sehr hoffnungsvoll.

J: Ist Aids heilbar?
B: Wir haben viele Beobachtungen mit Aids machen können. Mit einer naturbelassenen Ernährung -instinktiv ganz genau ausgewogen, das ist eine ganz wichtige Bedingung bei solch einen Fall- verringern sich regelmäßig alle Symptome. Wir haben eine Statistik gemacht über 27 Fälle, seitdem haben wir im ganzen 80 Fälle. Aber es ist ein gefährlicher Virus, kleine Irrtümer, kleine Ausweichungen reichen schon aus, daß Symptome wieder entstehen. Hier muß man sich sehr weise ernähren, wie ein Tier in der Natur! Die Tiere in der Natur haben übrigens den Aids-Virus auch, aber sie zeigen keine Symptome - sie praktizieren Instincto!

J: Gab es da nicht Versuche, Aids auf Tiere zu übertragen...
B: Z.B. Schimpansen in der Natur haben das HIV, aber keine Symptome. Und wenn man sie jetzt mit diesem Virus infiziert, haben sie auch keine Symptome. Aber Schimpansen muß man roh ernähren, weil sie die gekochte Ernährung absolut nicht ertragen, sie sterben gleich.

J: Was ist mit der Milch?
B: Es ist ja klar, daß Muttermilch eine ursprüngliche Ernährung gewesen ist seit Millionen Jahren für jedes Neugeborene. Aber die Milch einer anderen Art, z.B. Kuhmilch für Menschen zu benützen, ist etwas ganz neues in der Natur gewesen. In jeder Art bekommt das Kind die Milch der Mutter, nicht sehr lange, nur, bis es groß geworden ist. Beim Menschen gibt es da zwei Unterschiede: Zuerst nehmen wir die Milch von anderen Tierarten, die nicht dieselben biochemischen und geschmacklichen Eigenschaften haben, und wir benützen Milch und Derivate bis zum Tod. Das ist eine abnormale, unnatürliche Gewohnheit, deren Konsequenzen kaum erforscht sind.

J: Was ist mit dem Problem der Tropenfrüchte? Viele Menschen meinen, man solle nur Produkte aus den eigenen heimischen Regionen essen?
B: Wir leben hier in einer Gegend, in der diese Früchte nicht existieren. Aber wir haben schon bei den Babies gemerkt, daß diese sehr oft die Tropenfrüchte bevorzugen, d.h. die Babies verlangen und brauchen diese Früchte instinktiv. Die Ergebnisse sind sehr gut, wenn die Babies die Früchte tatsächlich auch bekommen, und so könnte man folgern, daß das menschliche Erbgut aus den Zeiten herrührt, als der Mensch in den Tropen lebte. Wahrscheinlich sind wir noch heute für solche Früchte genetisch programmiert. Generell würde ich sagen: Man sollte zwar nur die Produkte, die in dem Land, wo man lebt, wachsen, essen, aber dazu müßten wir dann auch in einem Land leben, wo die Produkte, die man braucht, wachsen...

J: Was trinken Sie?
B: Der liebe Gott hat das Wasser erfunden - also wenn man etwas braucht, um den Durst zu stillen, ist das Wasser -sofern es rein ist- das natürliche Getränk.

J: Begreifen Sie die Ausarbeitung der Instincto-Therapie als den Sinn Ihres Lebens?
B: Der echte Sinn, die echte Bedeutung der Existenz besteht in der geistigen Dimension, nicht in der Wissenschaft. Aber für meine eigene Gesundheit und für die Gesundheit von Unmengen von Menschen sind solche Forschungen sehr wichtig, und ich staune, daß die Wissenschaft diese grundsätzliche Frage bis jetzt nicht gestellt hat: Sind wir für die heutige, traditionelle bürgerliche Ernährung genetisch angepaßt oder für die ursprüngliche Ernährungsweise? Ich habe probiert, selbst zu experimentieren, wie der Organismus und die Psyche sich allgemein verhalten mit der ursprünglichen Ernährung - das hätte eigentlich die Medizin schon längst machen müssen!

J: Gibt es Probleme, wenn man sich heute naturbelassen ernähren will?
B: Ja, alle Produkte, die man im Geschäft kauft, sind in der Regel denaturiert, Cashew-Nüsse sind erhitzt, für den Honig werden die Bienen mit Zucker gefüttert etc. - es sind überall Denaturierungen.

J: Die Evolution hat sich durch Selektion weiterentwickelt. Wird der degenerierte, kochende Mensch aussterben?
B: Ich hoffe, daß der Mensch doch klug genug ist, um zu unterscheiden, welche Ernährung die richtige ist, und daß er nicht aussterben muß, um das zu verstehen.

J: Gibt es für Sie Träume, die Sie sich noch erfüllen möchten?
B: Ich glaube, der schönste Traum ist die Gegenwart.

J: Das ist ein schönes Schlußwort. Danke für das Gespräch!

Ein weiteres Interview aus dem Jahr 1995:

G.C.Burger - "Ernährung und Psyche" - Vortrag 10. Oktober 1995 in Gunzenhausen

Publikums-Fragen und Antworten


(Reihenfolge chronologisch)

Frage aus dem Publikum: Seit ich mich nur von Rohkost ernähre friert es mich ständig. Ist das bei Instinkto-Ernährung auch so?
Antwort von Burger: Nein. Nur bei Rohkost ohne Beachtung des Instinkts entstehen Ausscheidungsprobleme. Z.B. Essen von zu vielen Äpfeln bringt eine zu große Ausscheidung in Gang, die schädlich ist. Mein Sohn betätigte sich bei Umbauarbeiten auf Montrame bis minus(!) 10 Grad Celsius Temperatur mit nacktem Oberkörper zum Erstaunen der anderen Bauarbeiter. Bei ihm stören keine alten eingelagerten Moleküle.(zeigte im Vortrag bereits ein Dia-Bild vom Sohn)

F: Warum ist Hitze ein Problem?
A: Hitze führt zu höherer Atomgeschwindigkeit. -> enger (...)

F: Warum ist Weizen problematisch?
A: Weizen erfuhr über die Generationen eine sehr hohe Auslese. Dadurch entstanden neue Mutationen, die so in der Natur nicht überlebt hätten. Etwas unkritischer ist Dinkel. Er hat weniger Mutationen hinter sich. Ist aber trotzdem bereits problematisch.

F: Ist rohes Fleisch unbedingt notwendig?
A: Nein, rohes Fleisch ist nicht notwendig. Es stellt lediglich eine Eventualität dar, es ist nicht Bedingung. Fleisch ist gefährlich.

F: Brot?
A: Verstopfung; hat leider Suchtwirkung; hat Wirkung auf das Hirn -> schauen Sie sich unser Sittenverhalten an.

F: Fleisch ohne Instinkt?
A: Ohne Anwendung des Instinkts ißt man in der Regel zuviel Fleisch. Die Vegetarier haben in diesem Punkt recht! Bei Heilungen kann Fleisch aber manchmal eine Abkürzung darstellen. Die erlaubte Einnahmemenge kann durch Dosis-Befragung an den Instinkt erfolgen.

F: Wie schnell funktioniert der Instinkt wieder?
A: Die Instinktofunktion regelt bereits nach wenigen Tagen wieder zuverlässig.

F: Ist Essener Brot eine Alternative, da dies nicht gemahlen, nicht erhitzt, nur gedrückt und leicht getrocknet ist?
A: Nein. Ich habe damit bereits vor 22 Jahren Versuche unternommen. Bei Instinkto fehlt der Entzündungsschmerz, mit Brot, auch Essener Brot ist dieser vorhanden. Warum wollen Sie einen Zwischenschritt mit dem Essener Brot machen? Gehen Sie gleich auf die nächste Stufe und essen nur Rohkost, das ist noch besser!

F: Wie lange dauert Heilung bei Instinkto?
A: Das kann relativ schnell gehen. Schmerzen bei Arthrose oder Migräne verschwinden z.B. bereits nach ca. 3 bis 5 Tagen.

F: Müssen Monomahlzeiten eingehalten werden?
A: Nein, es sind keine Monomahlzeiten notwendig, ich habe festgestellt, daß lediglich die Nahrungsreihenfolge wichtig ist.

F: "Eine Frau, die 6 Monate bei ihnen war" (Jamilla Peiter ist gemeint) versucht in Deutschland Instinkto ohne Fleisch. Funktioniert das auch?
A: Ohne Fleisch (wenn vom Organismus benötigt) entstehen Depressionen.

F: Darf für Rohkost ein Fleischwolf verwendet werden?
A: Ein Fleischwolf stört bei der Rohkostzubereitung. Diese mechanische Veränderung ist bereits problematisch.

F: Unser Gemüse ist doch durch Züchtungen bereits auch vielen Mutationen unterworfen?
A: Diese Mutationen sind aber 100-fach geringer als solche durch Kochen.

F: Was haben Sie heute gegessen?
A: Mal sehen, ob ich das noch zusammenbekomme: Mittag: Piel del Sapo Melone und Trauben, schmeckt viel besser als Kochkunst. Und zum Abendessen: Kenari, da hatte ich eine absolute himmlische Phase, ekstatisch! Dann 1/4 Paprika, 1/2 Tomate und abschließend zwei Scheiben vom Durian. Kennen Sie Durian? Ist etwa so groß, hat außen Stacheln und innen Kammern mit weichem Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch schmeckt wie Vanille-Creme, Schokotrüffel und Marasquino-Likör.

F: Warum werden Sie beim Geschmack des Durians an Kochkunstgerichte erinnert?
A: Der als Kind erlernte Eindruck bleibt bestehen auch nach Jahrzehnten.

F: Obstallergie?
A: Es gibt keine Obstallergie, auch keine Naturallergie.

F: Heilt Instinkto Diabetes?
A: Diabetes entsteht meiner Meinung nach durch Konsum von Kuhmilch und kann mit Instinkto geheilt werden. Ein wissenschaftliches Experiment dazu fehlt noch. In der Wissenschaft gibt es leider keine Differenzierung zwischen natürlichen und unnatürlichen Molekülen.

F: Ich ernähre mich seit drei Jahren durch Rohkost und habe immer noch Psoriasis (Schuppen). Warum?
A: Das sind Getreidemoleküle von früher.

F: Wie stehen Sie zur Muttermilch?
A: Muttermilch ist sehr wichtig für ein Baby. Es muß von der eigenen Mutter kommen, und diese stellt auch einen sehr guten Filter dar.
Ergänzend: Da fällt mir ein Experiment ein, das wir 3 Stunden nach der Geburt meiner Tochter Marielle gemacht haben. Sie hatte die Augen noch verschlossen. Wir hielten ihr verschiedene Früchte vor die Nase. Nichts passierte. Bis auf die Banane, damals eine große Chiquita, bei der ging der Mund auf. Meine Frau schob ihr vorgekaut dann davon etwas in den Mund, bis 3/4 der Banane gegessen waren. Dann plötzlich ging der Mund nicht mehr auf und Marielle schlug das Köpfchen zur Seite. Beim Versuch trotzdem was reinzukriegen, wurde die Ladung jedesmal wieder ausgespuckt. Kennen Sie den Effekt vom "Ein Löffel für Papi, ..."? Bei den nächsten Mahlzeiten folgten dann genauso instinktiv 1/2 Papaya und ein Stück Thunfisch roh! Die Verdauung verlief den Anzeichen nach hervorragend, denn: keine Blähungen, kein Aufstoßen, geruchloser Stuhl. Das stellt man auch in der Natur fest, daß dieser normalerweise nicht stinkt. Dieses Experiment beweist, daß die Alliästesie bereits in den Genen programmiert ist, da Marielle erst drei Stunden alt war.

F: Wieviel Wasser trinkt ein Instinkto?
A: Das kann zwischen null und 8 Liter pro Tag betragen. Ich trinke etwa einen halben Liter jeden Tag. Auf jeden Fall sollte man nicht jeden Tag das selbe Wasser trinken, sondern auch dabei instinktiv aus unterschiedlichen Wässern auswählen. Manchmal braucht der Mensch sogar sehr mineralhaltiges Mineralwasser.

F: Was halten Sie von destilliertem Wasser?
A: Kalt destilliertes Wasser, wie Regenwasser ist in Ordnung. Ich bin aber nicht für heiß destilliertes Wasser. Ich bin eher für Osmose-Wasser. Gegen heiß destilliert, weil man braucht organische und anorganische Mineralien, die dadurch evtl. verändert werden. Ein zuviel vom falschen Wasser ist nätürlich auch wieder eine falsche Dosierung.

F: Was sagen Sie zu den von Rohköstlern verzehrten Mengen?
A: Rohköstler essen vor allem anfangs zuviel. Unter Verwendung des Instinkts sucht man sich eher das richtige benötigte Lebensmittel aus und braucht so insgesamt weniger. Dadurch kommt man natürlich auch billiger weg.

F: Muß man Instinkto immer machen?
A: Ab und zu eine Instinkto-Kur kann evtl. ausreichen.

(Keine Fragen mehr. Offizielles Ende.)
(Während die Menschenmenge den Saal verläßt, wird Burger noch in weitere Fragen verwickelt.)

u.a.
F(ältere Dame): Herr Burger, ich muß meine Karotten einfach immer raspeln, sonst krieg ich die nicht runter, die schmecken mir sonst nicht.
A: Das Raspeln verändert die Karotten bereits. Die natürliche Eß-Sperre wird verschoben. Man kann dann davon mehr essen. Aber dadurch wird der Organismus bereits unbewußt überlastet. Haben Sie schon mal überlegt warum ihnen die Karotten ungeraspelt nicht schmecken? Vermutlich will Ihnen Ihr Körper sagen, daß er momentan keine Karotten gebrauchen kann. Sie müssen keine Karotten essen. Es gibt viele andere leckere Produkte. Irgendwann können Sie dann vermutlich Karotten wieder ungeraspelt geniessen.

Ende.