Absurdes

13.05.2016 08:49

Gestern gab es einen interessanten Beitrag auf den Nachdenkseiten, in dem Albrecht Müller den Artikel wie folgt einleitet:

Es ist immer wieder erstaunlich, feststellen zu müssen, dass es in der Entwicklung der Menschheit so etwas wie eine Regression, also einen Niedergang, eine Rückwärtsentwicklung des Wissens und der Erkenntnis gibt. Heiner Flassbeck hat dies heute am Beispiel der rentenpolitischen Debatte belegt. www.flassbeck-economics.de/journalistischer-renten-mischmasch-oder-wie-man-ein-wichtiges-thema-mit-vorurteilen-erledigt-obwohl-die-loesung-auf-der-hand-liegt/

Im vorliegenden Fall geht es um die Rente. Aber auch in vielen anderen Bereichen muss man eine Zunahme der Unwissenheit, beziehungsweise eine Abnahme des Verständnisses bescheinigen. So gab es mal im Spiegel eine Artikel, der das Thema Zahnfehlstellungen zum Thema hatte. Der Autor, ein Wissenschaftsjournalist, behauptete dort, dass die Grössenzunahme des Gehirns dazu führte, dass für die Zähne weniger Platz bleibt. 

Das ist aber genauso absurd wie viele im verlinkten Artikel (und weitere auf den Nachdenkseiten und Flassbeck-Economics) aufgezeigte Denkfehler. Man weiss doch seit nunmehr 100 Jahren, woran es liegt. Weston Price hat das ja eindrucksvoll beschrieben. 

Und in vielen Bereichen ist die Entwicklung besorgniserregend. So geistert auf Facebook ein Thema rum, dass mich nur noch sprachlos macht: die Erde sei garnicht rund, sondern eine Scheibe. Dabei kann man mit einigen Überlegungen und Beobachtungen ja sehen, dass das unmöglich ist. Da reicht schon ein Flug und ein Blick aus dem Fenster, um die Erdkrümmung zu sehen und ein Blick aufs Meer, um Schiffe hinter den Horizont verschwinden zu sehen. 

Und auch in der Physik, so beklagte sich ja auch Harald Lesch, nimmt die Bereitschaft, Theorien als solche zu sehen, statt als ideologische Dogmen, mehr und mehr ab. Da waren wir in der vergangenheit wirklich schoonmal weiter. 

Auf Danisch.de zeigt der Autor ja auch Beispiele, dass die politische Korrektness und der Gender Mainstream (ich weiss garnicht, was das alles ist) zu immer wilderen Auswüchsen führt und zu immer absurderen Situationen. Anscheinend hat sich in den USA ein Mann den Zugang zur Frauenumkleidekabine erklagt. 

Gab ja neulich schon mal so einen Fall, wo sich jemand in die Mädchenumkleide reingeklagt hat.

www.danisch.de/blog/2016/05/12/warum-die-us-praesidentenwahl-an-der-kloschluessel-entschieden-wird/#more-13289

Wir verlassen anscheinend zunehmend den Boden der Vernunft und es kommen immer verrücktere Ideen zum Vorschein. Aber das ist eben auch der Fall, wenn Gesellschaften lange in Frieden und Reichtum leben. Dann macht man sich am Ende Gedanken über Kuhglocken und wieviele Geschlechter es eigentlich gibt. Dann werden die Probleme immer kleinkarierter und das Verständnis für allgemeine Probleme nimmt ab. Weil man sich eben nicht mehr mit wirklich lebensnotwendigen beschäftigen muss, sondern sich im Geschwafel über solche Wohlstandsprobleme verheddert. Und irgendwann traut man sich dann nicht mal mehr zu sagen, dass Naturvölker aus den und den Gründen (tierische Fette und Innereien) bessere Zähne hatten als viele Menschen heute, weil das politisch nicht korrekt wäre. Und man wird von einem Transsexuellen Mann, der sich aber als Frau fühlt, verklagt, wenn man schreibt, dass Frauen bei Naturvölkern bevorzugt die gehaltvollen Teile der Nahrung bekamen. Da er sich ja als Frau fühle, stehe im das auch zu. Dass er keine Kinder bekommen kann, für die diese Nährstoffe ja gedacht sind, soweit wird dann nicht mehr gedacht. 

Absurd. 

Auf Facebook sehe ich auch immer viele "Ich kuschele mit Hunden / Katzen / Kühen / Schweinen" - Videos und Fotos. Irgendwann wird einer (oder eine) auf Mehrehe mit Tieren klagen.

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