Ach, sag bloß!

27.10.2019 14:21

Eine Meldung aus der Kategorie Ach nee!

Vegane Kost verbessert Darmflora und senkt Körpergewicht

Eine 16-wöchige fettarme pflanzliche Ernährung verändert die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, bewirkt eine Gewichtsabnahme und fördert die Insulinfunktion.

www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Vegane_Kost_verbessert_Darmflora_und_senkt_Koerpergewicht1771015590746.html

Na ja, also dass eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten die Zusammensetzung der Darmflora bewirkt, sollte ja logisch sein. Und wenn ich nur pflanzlich esse, dann fehlen da oft auch Kalorien und ... ach, da fällt mir gerade ein, dass meine damalige Veganphase genau das Gegenteil bewirkte.

Ich habe kurz bevor ich auf die Rohkost gestoßen bin, ja den typischen Werdegang hinter mir: Normalesser - Vegetarier - Veganer - Rohveganer... gescheiterter Rohköstler - (frustrierter und suchender Rohie - Instincto - langjähriger Rohie).

Meine damalige Freundin und ich haben also so 1998 mal ein halbes Jahr vegetarisch, vegan gelebt. Und wir sind beide fett geworden. Sie war eine eher schlanke, sportliche Person, aber nach einem halben Jahr hatte sie eine richtige Schwalle am Bauch. Es gab dann eben kein tierischen Produkte mehr, sondern Vollkornreis, selbstgebackenes Brot, Gemüsepfannen, Aufläufe... alles überwiegend rein pflanzlich. Und am Ende waren wir fett.

Die Darmbakterien unterstützen nicht nur die Verdauung. Sie setzen dabei auch Produkte frei, die die Nahrungsaufnahme und andere Körperfunktionen beeinflussen. Dadurch wirkt das sogenannte Mikrobiom des Darms bei der Regulation des Körpergewichts mit. Amerikanische Forscher haben jetzt untersucht, wie sich das Artenspektrum des Mikrobioms nach Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung verändert. Bei den übergewichtigen Testpersonen stieg der Anteil an Bakterien, die gesundheitsfördernde kurzkettige Fettsäuren freisetzen. Innerhalb von 16 Wochen sank das Körpergewicht deutlich und die Kontrolle des Blutzuckerspiegels verbesserte sich, berichteten die Wissenschaftler auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Barcelona.

Wir waren damals ja normalgewichtig, bevor wir auf dieses Experiment gingen. Danach waren wir gemästet. Man frisst ja dann mehr Kohlenhydrate und das eben in Form von Reis, Brot, Nudeln, Kartoffeln. Also genau das, wie mein Großvater schon Schweine gemästet hat. Und das Ergebnis war auch das Gleiche. Wenn man Schweine mästet, dann wirft man denen ja auch die ganzen Kohlenhydratreste hin. Altes Brot, gekochte Kartoffeln, Schrot...davon werden die dann auch schön fett.

Klar, wenn jemand eh schon übergewichtig ist, kann eine Umstellung schon einiges bewirken. Aber das würde auch mit Carnivor funktionieren oder einer gesunden Mischkost mit Augenmerk auf die Kalorien.

„Ein hoher Gehalt an Ballaststoffen in der Nahrung scheint für die in unserer Studie beobachteten Veränderungen notwendig zu sein“, erklärten die Forscher um Hana Kahleova vom Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) in Washington. „Mehr Ballaststoffe zu essen, steht daher an erster Stelle der Ernährungsempfehlungen für ein gesundes Darm-Mikrobiom.“

Jetzt muss ich etwas ins Detail gehen: bevor wir auf diese vegetarisch - vegane Kochdiät gingen, war zumindest mein Stuhlgang normal und auch normal geformt. Mit der genannten ballaststoffreichen Diät aus Reis, Nudeln, Brot aus eigener Herstellung und Kartoffeln habe ich dann aber plötzlich riesige Berge geschissen! Ehrlich. Die waren zum Teil gigantisch!! Da kam dann der ganze Reis und Kram quasi in der gleichen Menge wieder raus, wie ich ihn aufgenommen hatte. Ich konnte es zum Teil garnicht glauben, was das für riesige Scheißberge waren! Und auch nicht mehr so wohlgeformt, sondern so ein richtig breiiger riesiger Haufen lag da im Klo und stank vor sich in!

Der war zum Teil auch noch so frech und stur, dass ich mehrmal spülen musste, um den loszuwerden. Der hat sich zum Teil nicht gerührt bei der ersten Spühlung. Der lag einfach faul da rum und rührte sich keinen Millimeter.

Ob das auch die Darmflora verbessert hat? Keine Ahnung.

An der Studie beteiligten sich 147 übergewichtige Personen, die im Schnitt 56 Jahre alt waren und keine Anzeichen von Diabetes zeigten. Die eine Hälfte ernährte sich 16 Wochen lang mit einer fettarmen veganen Kost, die andere Hälfte änderte ihre Essgewohnheiten nicht. Zu Beginn und am Ende des Untersuchungszeitraums ermittelten die Forscher mit molekularbiologischen Methoden die Zusammensetzung der jeweiligen Darmflora und zusätzlich das Körpergewicht, die Masse an Körperfett sowie die Insulinfunktion bei jedem Einzelnen.

Na gut, also das ist schon etwas blamabel, sowas als Wissenschaft zu auszugeben. Also wenn die einen auf eine gesündere und kalorienärmere Diät gehen und die anderen nicht, sollte es logisch sein, wieso die einen abnehmen und die Organe wieder in die Gänge kommen, während die anderen, na ja, eben keine Veränderungen zeigen.

Die Veränderung der Darmflora, so die Forscher, erhöhte den Anteil an Bakterienarten, die Ballaststoffe und andere komplexe pflanzliche Kohlenhydrate abbauen und dabei kurzkettige Fettsäuren freisetzen. Dazu zählen Buttersäure (Butyrat) und Propionsäure (Propionat), von denen bekannt ist, dass sie zu einem gesunden Körpergewicht und einer Normalisierung der Insulinfunktion beitragen können.

Kurzkettige Fettsäuren entstehen auch bei der Fructosemnalabsorbtion. Die verursachen dann Durchfall und Blähungen. Hier wirds als Erfolg gewertet.

Neben einer Fruktoseintoleranz (Fruktose-Stoffwechselstörung, HFI) können auch Fruktose-Resorptions-Probleme eine Fruchtzuckerunverträglichkeit verursachen. Diese Malabsorption kann nach Schädigung des Dünndarmepithels infolge einer HFI auftreten, wird aber auch relativ häufig unabhängig von einer HFI manifest. Bei dieser als Fruktose-Malabsorption bezeichneten Unverträglichkeit liegt eine eingeschränkte Transportkapazität des Transportproteins GLUT5 in der Dünndarmschleimhaut vor, wodurch die Fruktose im Dünndarm nur unzureichend resorbiert wird. Die dadurch im Dickdarm angeflutete Fruktose wird durch Bakterien zersetzt. Die dabei entstehenden Gärungsprodukte (CO2, Methan, kurzkettige Fettsäuren, H2) führen zu Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen. Zusätzlich sind die Fruktose-Moleküle osmotisch wirksam und bedingen daher in vielen Fällen Diarrhoe.

www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/nahrungsmittelunvertraeglichkeiten/fruktosemalabsorption.html

Also mich würde mal interessieren, wie die auf diese Diät gefurzt haben. Die ganzen Ballasstoffe sind ja zumeist auch dahingegehend sehr anregend.

Alles in allem eine eher, ja... was soll man noch dazu sagen? Wenn man dick und übergewichtig ist und dann auf eine fettarme vegane Diät geht, nimmt man halt ab. Würde man aber auch bei eienr Carnivordiät oder einer entsprechenden gesunden Mischkost. Das ist jetzt alles nicht so spannend.

Und langfristig nicht so toll. Die Silke Rosenbusch, die hat sich ja mal in ihrem Blog und auf Facebook sehr für diese fettarme vegane Kost stark gemacht. Und dann wäre sie fast an der falschen Zahnpasta eingegangen.

Was machen die, wenn es mal kein künstliches B12 mehr gibt?

Hier sieht man erstmal, wie sehr es hier um eine Wohlstandserfindung handelt.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück