Alles so schlimm...

12.03.2020 14:29

Wie schreibt man das eigentlich richtig? Auf oder bei Facebook? Auf Facebook...oder? Na ja auf Facebook kriegt man in der Timeline ja öfters mal so Werbung oder irgendwelche Sachen von Leuten, die man nicht kennt. Wieso die da eingeblendet werden, weiß ich nicht, aber das gibt es ziemlich oft auf Facebook.

Aktuell:

Jörgs Bärenhund- und Storywelt.

Desert Greening

Vegan Youngster

Stiftung Volkssolidarität Halle

Wir in Weiler.world

Das sind meist so gesponsorte Sachen oder irgendwer findet, dass das etwas für mich sein könnte, keine Ahnung.

Zumeist klickt man das auch weg, bzw. man scrollt einfach drüber.

Vorgestern aber dachte ich, ich falle hier vom Stuhl, weil ich mal wieder mit der vollen Breitseite des "Gutmenschentums" konfrontiert wurde.

Da war in meiner Timeline, oder heisst das Newsfeed (?), na was weiß ich, jedenfalls gab es da einen Beitrag des Paritätischen Wohlfahrstverbandes - Gesamtverband. Keine Ahnung, was das für eien Truppe ist, aber sie wähnen sich anscheinend im vollen Beseitz der Wahrheit und sind im vollen Gutmenschenmodus, denn sie schreiben:

Vielfalt, Toleranz und Offenheit: dafür stehen wir jeden Tag ein! Rechte Kräfte stehen für genau das Gegen­teil: sie wollen ausgrenzen und verbreiten ihre menschenfeindlichen Parolen. Unser aktuelles Verbandsmagazin widmet sich dem leider sehr aktuellen Thema Rechtsextremismus. Wir stellen Projekte aus unserer Mitgliedschaft vor, die sich gegen Rechts engagieren – ob in der Bildungsarbeit oder als Hilfe für Opfer rechter Gewalt.

Da müsste es eine Funktion geben, dass wenn jemand so einen Schwachsinn schreibt, er sofort einen übelsten Stromschlag bekommt. Eine KI, die sofort auf solche Unlogik und auf solche Widersprüche reagiert und erstmal so richtig den User durchschüttelt, am besten so, dass er vom Stuhl fällt und ab da vorsichtshalber eine Windel trägt.

Dann würde er zwar schimpfen und zetern, aber vielleicht merken, auch wenn ihn die KI mit einer sanften Stimme darauf hinweist, was für einen unlogischen Stuss er da schreibt.

Denn die merken es nicht mehr, und das ist die eigentliche Tragik und das eigentlich Schlimme. Da sind Menschen unterwegs, die ihre eigene Unlogik nicht mehr mitbekommen und vergnatzt reagieren, wenn man dann eine Gegenmeinung äussert.

Ich habe dann auch geantworte, ich kommentiere gerne mal sowas:

Also Ideologie muss dumm machen!! Wie sehr muss man schon vernebelt sein, um die eigenen Widersprüche nicht zu erkennen!!!
Wer vielfältig, offen und tolerant ist, der muss ZWINGEND LOGISCH; auch offen und tolerant gegen Rechte sein und diese Meinungen als Teil der VIELFALT akzeptieren! Ja, sogar begrüßen!!
Seht ihr denn eure eigene Verschlossenheit, Intoleranz und Engstirnigkeit nicht?
Es ist sagenhaft, wie kann man solche Texte schreiben und nicht eine Sekunde die eigenen Widersprüche erkennen? Wahnsinn!
Wie groß muss das Bedürfniss sein, zu den Guten zu gehören und das eigene unbewältigte Böse auf die Rechten zu projizieren?
Unsere Gesellschaft wird an den Vielfältigen, Offenen und Toleranten zerbrechen, nicht an den Rechten.

Ich habe dann noch in einem anderen Kommentar ein Video vom Maaz verlinkt (Vortrag in Bautzen), von dem ich zwar dieses Kommentar inhaltlich geklaut habe, aber, die allwissende Müllhalde ist mein Zeuge, ich habe da schon vor Maaz bissige Kommentare dieser Coleur geschrieben. Das Video wurde gelöscht, wegen "Verweis auf eine Seite mit rechtsextremen und / oder verschwörungstheoretischem Inhalt".

WTF!

Also wie schlimm muss es bei diesen Menschen im Inneren aussehen, dass sie sich als so gut, moralisch überlegen, offen, tolerant und vielfältig wähnen, aber bei der ersten Gelegenheit erkennen lassen, dass sie genau das sind, was sie am politischen Gegner kritisieren. Nämlich intolerant, vergnatz, verschlossen und ziemlich einfältig.

UNGLAUBLICH. Man ist absolut fassungslos.

Man muss doch immer mal schauen, ups, was an anderen ich hab zu kritisieren, muss ich selber auskurieren.

Und genau das trifft es doch.

Alles, was ich an anderen nicht mag, mag ich auch an mir selber nicht. Das ist zwar eine bittere Einsicht, aber es hilft ja nichts, das zu leugnen. Das Leben ist immer auch ein Spiegel und wenn einem nicht gefällt, was man da sieht, dann muss man das in sich ändern.

Es geht wirklich darum, den inneren Nazi, den inneren Kapitalisten, den eigenen inneren Schweinehund, Lügner, geilen Bock, Fresssack, Dummschwätzer, Sozialisten, Kapitalisten, Nazi, Gierhals, Angsthasen ... also alles, was man der dunklen Seite der Seele zuschreiben könnte, anzunehmen und zu umarmen.

Man umarmt dann IMMER plötzlich auch sein inneres Kind, kann ja jeder mal bei sich ausprobieren, denn dahinter stehen zumeist wirklich Probleme, die man schon als Kind hatte und wenn man diese "Schatten" annimmt, dann heilt man oft auch diese aus der Kindheit stammenden Probleme.

Oder es ist eben Teil meiner Natur, meines Wesens, meiner Göttlichkeit und dann umarme ich das und bin vollständiger in mir selbst.

Diese Leute hier im Beispiel sehen also bei den Rechten Intoleranz, Verschlossenheit und Einfältigkeit, und na ja, das ist doch genau das, was sie selber sind. Und sie beweisen das ja auch, indem sie die Rechten nicht begrüßen als Teil der Vielfalt, was sie ja sind, nicht offen sind für deren Kritik und Argumente und auch nicht tolerant sind, wenn die Wahrheit von rechts ebenfalls mit fragwürdigen Ballast ankommt.

Sie sind also genau das Gegenteil von dem, was sie vorgeben zu sein.

Die leben eine gigantische Selbstlüge.

Und die Heilung ist eben wirklich diese innerseelische Demokratisierung. Sprich, das annehmen und akzeptieren, das tolerieren und integrieren von genau dem, was man als unangehem empfindet, und was man am liebsten niemandem zeigen will. 

Aber nur so wird man heil, ganz, allumfassend.

Aber genau das machen diese Leute nicht, sie projizieren auf Teufel komm raus (was für ein genialer Wortwitz - den Teufel, die eigene dunkle Seite rausholen und ihn bei anderen sehen, nur nicht bei sich selber) und meinen aber, und hier wirds jetzt gefährlich, dass sie moralisch dazu im Recht sind.

Tja.. das dachte die Nazis auch, das dachten auch Kommunisten und die Sozialisten.

Jede dieser gesellschaftlichen Verwerfungen benötigte eine Vielzahl an Menschen, die eben den inneren Teufel nicht akzeptierten, sondern ihn bei anderen sahen.

Und uns drohen jetzt auch zunehmend, es eskaliert ja täglich, wieder solche Strukturen, wo die Masse meint, sie sei moralisch überlegen und das rechtfertige eben die Zwangsmaßnahmen bei den politischen Gegnern.

Also ich persönlich lese ziemlich quer und schaue, wo ich Perlen finde. Ich lese bei den linken Nachdenkseiten und Telepolis, bei Danisch, der ist ja eher konservativ, bei Tichy und ich schaue mir auch Bundestagsreden der AfD an. Und überall findet man Wahrheiten und Verblendung / Ideologien / Entfremdung. Und die Kunst besteht eben darin, die Wahrheiten, also die Infos, die quasi an eine göttliche Wahrheit angeschlossen sind, zu erkennen. Also die Wahrheiten, wo das Kundalini involviert ist und das Gefühl und wo man merkt: hier hat jemand Recht, weist auf ein Problem hin, hier wird was Wichtiges gesagt. Oder wie es die Leute hier sagen: "Der / die sagt wenigstens mal die Wahrheit!" - die Menschen haben da schon ein Gesprür dafür. "Die belügen einen doch eh bloss!" - auch das höre ich hier oft. Und warum, na weil es stimmt.

Die Menschen hier spüren sehr genau, wenn sie mit der Wahrheit konfrontiert werden, egal ob das von Sahra Wagenknecht oder von wem kommt, und wenn sie manipuliert und belogen werden.

Und wenn man sich eine innere Freiheit bewahrt, dann kann man überall Wahrheiten finden und man muss sich nicht irgendein Lager suchen, was einem dann Halt gibt und den Gegner entmenschlichen.

Ich hoffe, dass meine Impulse, die ich da als Kommentar hier und da einstreue, ankommen. Oder ob die alle schon in ihren Türmen sitzen, dass man sie nicht mehr erreicht. Dann bedeutet das aber am Ende massive Verwerfungen, Spaltungen und vielleicht sogar Straßenschlachten.

Egal wie, man kann sich auch mal richtig streiten und zanken, aber irgendwann muss auch mal wieder gut sein und dann besinnt man sich auf das Gemeinsame und fertig... aber manche sind so in ihre fixen Ideen vernarrt...und da wird es dann destruktiv.

Ich habe da auch noch keine Lösung, wie man damit wirklich so umgeht. Ich gebe da eben immer mal Impulse und vielleicht kommt der ein oder andere ja doch mal zur Besinnung. Ein winziger Gedanke reicht: wieso kritisiert der mich? Liegt das an mir? Das reicht schon... eine winzige Spur des Zweifels, dass vielleicht ich da falsch liege. Es braucht nur diese kleine Öffnung, und schon kann es magische Veränderungen geben.

Na, mal am Ende etwas positive Energie aussenden:

All you need is love!

Kuschel statt Gewalt.

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Ich freu mich über jeden Beitrag!

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