Alles so schlimm

10.05.2020 14:49

Habe mir gerade auf Twitter einige Diskussionen mit einigen "besorgten Bürgern" geleistet. Erstaunlich: es bestätigt im Grunde meine Analyse von vorhin. Es geht wie schon bei der Migrationskrise nicht um die Migranten, bei der Ukrainekrise nicht um die Ukrainer und bei der Klimakrise nicht ums Klima, sondern es sind narzisstische Probleme, die wir hier sehen. Man will Recht haben, auf der richtigen Seite stehen, aber es geht im Grunde nicht um die Oma, den Migranten, den Ukrainer, das Klima, die Umwelt.

Es geht um die betreffenden Menschen selber. Um ihr Wohlgefühl.

Wie komme ich darauf? Naja, die Mehrzahl der Menschen zeigt ja in Wahlen, wo sie zu diesen Themen stehen.

Aber hat sich deswegen irgendwas zum Positiven verändert?

Noch immer wird auf die Äcker fleissig Gift gespritzt, noch immer hausen die Migranten in Flüchtlingsheimen, noch immer klappt Integration nicht.

Weil es NIE darum ging!!

Es ging darum, sich wohl zu fühlen, auf der richtigen Seite zu stehen, das Böse abzuwehren, sich als Held zu fühlen...man sieht da so die ganzen narzisstischen Regungen.

Wer von denen hat sich je um einen Migranten gekümmert? Hat wirklich die harte Integrationsarbeit gemacht? Hat sein Leben so geändert, dass es klimaneutral ist?

Wir hetzen eine Sau nach der anderen durchs Dorf und bieten jedesmal den Menschen Gelegenheit sich daran im Grunde einen runterzuholen. Sich daran in ihrem Gutsein zu befriedigen.

Nach Corona wird niemand mehr an die Omas und Opas denken, die dann an was auch immer sterben. Keiner wird mehr einen Risikopatienten schützen. Spätestens in ein paar Jahren ist das alles durch, so wie sich keiner der "Refugees welcome"-Rufer heute noch um Migraten kümmert. Die haben längst andere Themen. Die Karavane ist weitergezogen.

Das ist dann vorbei und ein neues Thema wird es geben, wo wir uns wieder auf die richtige Seite schlagen können, gegen die Bösen / Kritiker. Und wir können dann in den Kampf gegen diese Covidioten, Klimaleugner, Putinversteher, Nazis, Rechte, Faschisten zu Felde ziehen.

Es ist erbärmlich.

Ich schreib ja kürzlich:

Control the Media - Control the Narrativ - Control the People. 

Und einer, der recht kühl sagt: Wir brauchen keine Angst haben, ist der Hamburger Arzt Püschel.

www.merkur.de/welt/coronavirus-studie-deutschland-hamburg-mortalitaet-tote-obduktion-angst-pueschel-rechtsmedizin-zr-13756926.html

Und jetzt muss man schauen, wie das gedreht wird:

Prof. Dr. Klaus Püschel polarisiert:

Oh oh.. das ist schonmal ein Zeichen, dass der wohl doch nicht Recht hat, sonst würden dem ja alle zustimmen! Oder?

Man sagt aber nicht, wer ihm nicht zustimmt. Vielleicht sind sich die Kollegen ja einig und nur ein paar Holzköpfe sehen es anders.

Im Großen und Ganzen decken sich seine Forschungsergebnisse mit anderen Forschungen zum Coronavirus - doch was er kommuniziert, ist oft mit klaren Handlungsanweisungen verbunden sowie eher emotional und persönlich - und er zieht andere Folgerungen als manch anderer Forscher.

Merkt ihr es?

Der hat im Grunde Recht, aber... so geht das. So wird jemand mit wenigen Sätzen in eine nicht mehr ganz so seriöse Ecke geschoben.

Warum?

Alles so schlimm.

Wir leben im Zeitalter massiver Desinformation, Massenverblödung und massiver Manipulationen.

Oder wie es meine Mutter immer sagt: "Ach, man kann doch niemanden mehr glauben! Die Wahrheit sagt dir eh keiner!"

So, ich geh noch ne Runde laufen.. habe wieder Lust dazu.

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