Ananas

09.01.2016 17:29

Ich bin immer wieder überrascht, dass in der Rohkostszene oft gewisse Synchronitäten, sprich Gleichzeitigkeiten vorkommen. Sowie einer mal was hat, kann man sicher sein, dass auch irgendwo anders jemande unter was ähnlichem leidet. Und jetzt hat es ja vergangenen Dezember einige Rohköstler "erwischt", die mit gesundheitlichen Störungen zu kämpfen hatten. Gestern habe ich gelesen, dass auch Susanne einen eitrigen Abzess am Zahn hatte. Erstaunlich! Also sind das jetzt auf Anhieb mal sechs Leute, die sich mit Störungen rumschlagen mussten. 

Ansonsten fühle ich mich heute sehr ausgeruht und erfrischt. So ausgeruht wie schon ewig nicht mehr. Ich war dann einkaufen und wollte mal schauen, ob es irgendwo ein paar Cherimoyas gibt. Irgendwie hatte ich Lust auf etwas leichtes. Gestern gab es ja einiges an Äpfel, wobei die Demeter-Elstar am Ende eine leichte allergische Reaktion auslösten. Plötzlich war die Nase zu. Mit den eigenen hatte ich diese Probleme nicht. Und es gab dann sogar doch noch etwas selbstgemachten Schinken! lol - der war so genial und hat sich ohne Probleme verdaut.

Im Grunde sind es die beiden Produktgruppen, die sich am leichtesten verdauen: Obst und rohes Fleisch. Alles andere geht ja schwerer verdaulich. Wer immer noch vom besser verdaulichen erhitzten Fleisch redet, der ist einfach nur ein Theorektiker ohne Praxisbezug. Und da gibt es ja leider viel zu viele, zumal die dann auch oft noch die große Klappe haben. Dummheit, gepaart mit Arroganz - das war schon immer am schwersten verdaulich.

Ich war dann also heute im Laden, wo es natürlich keine Cherimoyas gab, was wahrscheinlich angesichts des Preises von knapp zwei Euro pro Stück auch besser war. Plötzlich duftete etwas ganz angenehm und siehe da, die Ananas waren es. Habe mir dann welche gekauft und auch schon gegessen.

Abschließend noch ein paar Winterimpressionen:

Blauer Himmel und eine weite zugeschneite Landschaft - dann macht auch der Winter in Sachsen-Anhalt Spaß. 

Ach, und fast hätte ich es vergessen: es ist wieder wunderbar zu beobachten, wie der Körper mit der Natur geht. Hatte ich wie jedes Jahr im Dezember ein unglaubliches Loch, so geht es jetzt so peu a peu wieder aufwärts. So wie die Sonne jeden Tag wieder ein Stück weiter westlich untergeht, so wird auch die Energie wieder mehr. 

Leider gehen diese Biorythmen, das tägliche, jährliche und bei Frauen auch monatliche Auf - und Ab des Lebens, zumeist im Alltag vollkommen unter. Ich habe mal den Brauenbären gemacht und eine Winterruhe eingelegt und schon fühlt man sich erfrischt und ausgeruht. Ich fühle mich da fast eins mit der Natur.

Und jetzt geht auch schon langsam die Gartenplanung los. Welches Saatgut muss nachbestellt werden? Wo wollen wir noch Bäume pflanzen? Welche müssen weg? Wo könnte man noch ein paar Tiere halten?

Ich habe es ja immer als reine Hölle empfunden, im Dezember noch den meisten Streß zu haben, weil bis Weihnachten wollte immer jeder noch irgendeinen Bericht.

Diesen Winter habe ich das mal anders machen dürfen: Danke dafür, liebes Universum!! :-D

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