Andere Menschen - gleiche Erkenntnisse

14.05.2016 12:07

Ich hatte ja hier schonmal Folgendes geschrieben:

"Nahrung, Energie, Hausbau usw. das ist aufgrund der extrem gesteigerten Produktivität ja alles von immer wenigen Leuten zu produzieren. Der Rest wird einfach nicht mehr gebraucht. Und so muss man eben die ganze Sache irgendwie aufblähen, sonst würde es noch mehr Menschen geben, die von der Erwerbstätigkeit ausgeschlossen wären."

Und andere Leute kommen anscheinend auf den gleichen Trichter:

Was eigentlich meine These voll bestätigt, wonach nur ein geringer Teil der Bevölkerung ernstlich arbeitet und tatsächlich gebraucht wird (die Schätzung lief ja so auf ungefähr 10% der Arbeitsplätze für effektive geistige und weitere 10% für körperliche Tätigkeiten), während der Rest eigentlich nur Pseudo-Jobs hat, vorgegaukelte Jobs.

www.danisch.de/blog/2016/05/14/das-endlager-problem-der-bildungspolitik/#more-13310

Danisch gehen noch weiter, dass Ganze auch entsprechend zu analysieren (wobei mir der Blog etwas zu sehr Anti-Frauen eingestellt ist, aber der ein oder andere Artikel ist dennoch lesenswert.):

Manchmal glaubt man, dieses ganze Akademisierungsgedöns dient nur dazu, einem großen Teil der Bevölkerung eine Volkswirtschaft vorzugaukeln, die es gar nicht gibt. Und die Ghetto-Zustände zu vermeiden, die herrschten, wenn 60, 70, 80 Prozent der Bevölkerung einfach arbeitslos und ohne Ausbildung herumsäßen und ihr Geld einfach so bekämen, das eine Minderheit erwirtschaftet hat. 
Sehe ich ähnlich. Die meisten Menschen werden einfach nicht mehr gebraucht. Was in einer auf äusserste Effizienz und Produktivität ausgerichtete Gesellschaft ja zwangsläufig so sein MUSS. 
 
Die Lösung, wie ich im eigenen Artikel schon geschrieben habe, kann nur ein bedigungsloses Grundeinkommen sein. 
 
Auch stellt sich für mich die Frage, ob Burn-out und Bore-out nicht Reaktionen des Unterbewussen auf diese tiefere Erkenntnis ist, dass das, was ich da eigentlich mache, sinnlos ist und mich von dem abhält, zuwas man eigentlich wirklich auf der Erde ist. 
 
Man stelle sich nur mal noch vor, dass man mit der heutigen Produktivität Produkte produziert, die ein Leben lang halten, dazu Kleider, die zeitlos schön sind oder Nahrungsmittel, die wirklich gesund sind. Und dann denke man sich ein einfaches Steuersystem aus, einfache Gesetzgebung, einfache Bürokratie. Und man denke sich die ganzen sinnlosen Entwicklungen weg, wie massenhafte Wärmedämmung an Häusern oder die oftmals sinnlosen Solaranlagen, und dann noch sparsamen Ressourchenverbrauch, Strom- und Wassersparen. Es bräuchte tatsächlich nur noch 10% der Menschen maximal bei der derzeitigen Produktivität, um alle Menschen zu versorgen. Der Rest würde nicht mehr gebraucht. 
 
Also muss man im derzeitigen System die Überflüssigen zunehmend irgendwo verstecken und das System immer mehr ankurbeln. Hat man ja zu DDR-Zeiten auch schon so gemacht. Da wurden auch viele Menschen in Werke und Fabriken versteckt. Und haben eben dort rumgelungert. Denn schon zu DDR-Zeiten war man so effizient, dass man nicht alle brauchte. 
 
Im Job hatte ich ja oft den Eindruck, dass man viele Projekte nur deshalb durchzieht, um wieder massenhaft Menschen, vom Planer über die Behörden über die Angestellten der Betreiberfirmen bis hin zu den Baufirmen und den Erhaltern, ein Einkommen zu ermöglichen. Von Seiten der Bürgerinitiativen gab es ja oft (berechtigte?) Kritik, dass die Zahlen der Verkehrsentwicklung oder des Stromverbrauchs oder was auch immer viel zu optimistisch angesetzt waren, nur um die Projekte zu rechtfertigen. Ich sprach damals schon von einer unterbewussten "Verschwörung", sprich, man ist sich im Grunde zwischen ALLEN Beteiligten einig, dass man die Projekte umsetzt, auf dem Rücken der Natur, die eben keinen Player in der Runde hat, weil das eben auch für ALLE ein Einkommen / Existenzberechtigung begründet. Der ganze Streit ist oft nur simuliert, um den Schein zu wahren. Nur ganz selten, dann zumeist von Seiten wirklich Betroffener wie Anwohner, wurden Projekte vollkommen abgelehnt. 
 
Zuwas diese "sinnlose" Arbeit aber im Endeffekt führt, kann man sich weltweit anschauen: Plastikberge, Entwaldung, Wüstenbildung, riesige Städte, Klimawandel. Die Liste liesse sich noch lange fortführen. 
 
Irgendwann werden die Menschen nicht mehr bereit sein, sich mit simulierter Arbeit abzufinden.
 

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