Apfelernte 2017

11.09.2017 01:53

Heute waren wir zur Apfelernte in ein paar verlassenen Gärten in der Nähe. Sehr schade, aber es werden immer weniger Gärten genutzt und gepflegt. Und so verwildern sie eben mit der Zeit. Es stehen aber noch ein paar (ungepflegte) Apfelbäume auf den Flächen und so haben wir heute einiges ernten können.

1. Das Wetter war sehr schön, also gings los zur Apfelernte. Wobei wir nicht wussten, ob es überhaupt was zu ernten gibt, aber anscheinend haben die Spätfröste im Frühjahr hier keinen so starken Schaden angerichtet wie anderswo.

2. Voller Einsatz! :-)

3. Ich fühle mich einfach wohl in Bäumen. Keine Ahnung wieso, aber schon seit Kindesbeinen klettere ich gerne auf Bäume. Zumal wenn es darüber hinaus noch was zu ernten gibt.

3. Es gab doch einiges zu ernten. Wie man aber sieht, müssten die Bäume mal verschnitten werden. Äpfel sind eben Kulturfrüchte und brauchen auch entsprechende Pflege, sonst altern sie zu schnell. Hier mal einige Bäume, die wir gefunden haben:

4. Und das war die Ausbeute! Nicht schlecht für knapp zwei Stunden Arbeit inklusive Fahrzeit.

Es gibt ja nun fast überall Streuobstwiesen, die nicht mehr genutzt werden, viele suchen ja sogar Baumpaten. Wenn man die Augen offen halt, kann man oft noch was entdecken. Aber klar, wenn man im Armenhaus Deutschlands lebt, wo viele weggegangen sind, dann sind die Chancen größer, auf eine ander Form von Fülle und Reichtum zu treffen. Und die Äppfel sind wirklich auch gut!

Ende der Woche wollen wir nochmal, denn es gibt noch weiterer Bäume, aber die waren noch nicht pflückreif. Ist ja erst Anfang September... da muss man auch etwas Geduld haben, nicht dass man die zu früh erntet. Die heute waren aber perfekt, gingen ganz leicht abzuernten. Das gibt ja mehrere Zeichen, ob Äpfel erntereif sind: zum Einen wenn schon einige unten liegen und vor allem auch wenn sie leicht abzuernten sind. Der Geschmack ist hier kein sicheres Zeichen, denn viele Lageräpfel entwickeln erst im Laufe der Zeit ihren Geschmack. Da darf man sich dann nicht täuschen lassen. Wie gesagt, wenn schon einige unten liegen und wenn sie leicht vom Zweig zu trennen sind, sind die beiden wichtigsten Merkmale. Da muss man einfach auch etwas ein Gespür haben, ob der Baum bereit ist, seine Früchte zu geben. Das merkt man dann schon, oder auch ob er sie noch festhalten möchte. Wer da ein bisschen feinfühliger ist, spürt das ja sofort.

Und aus Spaß haben wir das ganze auch mal gefilmt! lol Kann man die verrückten Rohköstler auch mal in Action sehen...

Man kommt sich in so verwilderten Gärten schon vor wie ein Jäger- und Sammler in der Savanne! :-) Und wenn man da mit der Sippe unterwegs ist, gleich nochmal mehr. Da springen auch gleich irgendwie Gene an und es wird mit Wohlgefühl belohnt.

So muss es sein. Dann ist es auch keine Arbeit ...

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