Arschkalt

25.05.2019 20:15

Kommt nur mir so vor, oder ist es es in diesem Jahr besonders lange einfach nur arschkalt? Man hat ja das Gefühl, es wird nicht mal mehr Frühling! lol

Brrr...

Aber vielleicht ist das auch gut so, irgendwo eine Erholung und ein Ausgleich zum Extremjahr 2018.

Man sieht aber auch im Garten, dass die Wärme fehlt. Vieles noch recht klein und mindestens zwei Wochen hinterher. Gerade das Gemüse.

Apropos:

Je höher der Obst- und Gemüsekonsum, desto besser das subjektive und objektiv ermittelte psychische Wohlbefinden – Zwei Studien liefern Hinweise auf kausalen Zusammenhang.

www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Gemuese_fuer_die_Psyche1771015590678.html

Sehr interessant!

Dabei ergab sich eine erstaunlich enge Beziehung zwischen dem Ausmaß des Obst- und Gemüsekonsums und der selbst beurteilten psychischen Verfassung. Einen möglicherweise positiven Effekt der Pflanzenkost bestätigt auch eine weitere Studie mit Daten aus Australien. Diese Forscher dokumentierten anstelle einer Selbstauskunft der Beteiligten medizinisch nachgewiesene Depressionen und Angststörungen. Die im Fachblatt „Social Science and Medicine“ publizierten Ergebnisse sprechen nach Ansicht beider Forschergruppen dafür, dass ein gesteigerter Konsum von Obst und Gemüse das psychische Befinden verbessern kann.

Für mich als Rohköstler ist das schon lange klar. Je gesünder ich mich ernähre, desto besser komme ich auch mit Stress und Ausnahmesituationen klar. Man fühlt sich einfach besser, ausgeglichener und "runder", wenn man sich gut ernährt.

Freilich, wenn es dauerhaft zu viel wird im Job oder im Leben und man es übertreibt, kommt auch die Ernährung an ihre Grenzen, aber bis dahin kann man mit gesunder Ernährung auch im Bereich "Psyche" enorme Verbesserungen erleben. Ist ja auch logisch. Gutes Essen wirkt sich eben auf alle Körperfunktionen aus. Auch auf das psychische Befinden.

„Die Wirkung von Obst und Gemüse könnte bisher unterschätzt worden sein“, schreiben Redzo Mujcica und Andrew Oswald von der University of Warwick. Sie nutzten Daten von 7108 Menschen im Alter von mindestens 15 Jahren, die bei zwei Befragungen im Abstand von zwei Jahren in Australien erhoben worden waren. Unter anderem gaben die Befragten an, ob bei ihnen jemals eine Depression oder Angststörung diagnostiziert wurde, die mindestens sechs Monate andauerte. Das war insgesamt bei 17 Prozent der Fall. Die Wahrscheinlichkeit, zwischen beiden Befragungsterminen erstmals an einer solchen psychischen Störung zu erkranken, war umso größer, je geringer der Verzehr von Obst und Gemüse war. Einflussfaktoren wie Alter, Schulbildung und Einkommen wurden bei der statistischen Auswertung berücksichtigt. Das deutet darauf hin, dass eine verstärkte Pflanzenkost einen Schutzeffekt haben könnte.

Bei den alten Rohkostärzten, welche in der Doktorarbeit von Edmund Semler zusammengefasst sind, gibt es auch einige Hinweise, dass (hier vegetarische) Rohkost gerade auch bei psychischen Erkrankungen eine positive Rolle spielen kann. Depressionen, Angstzustände, Phobien sollen sehr positiv auf eine Rohkosternährung ansprechen.

Man weiß das also schon länger, nur ist eben Vieles von damals schlichtweg verloren gegangen.

Je häufiger der Obst- und Gemüsekonsum pro Woche und je größer die pro Tag verzehrten Mengen, desto besser waren die Werte für psychisches Befinden und Zufriedenheit. Eine noch nicht erwiesene ursächliche Beziehung vorausgesetzt, weisen die Ergebnisse darauf hin, dass schon eine geringfügige Zunahme an pflanzlicher Kost die Psyche positiv beeinflussen kann, schreiben die Forscher. Noch sei nicht geklärt, wie ein kausaler Zusammenhang zu erklären wäre. Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Vitamine oder Antioxidantien und Abbauprodukte komplexer Kohlenhydrate könnten auf das Gehirn einwirken und die Stimmung verbessern. Es wäre zudem denkbar, dass ein starker Konsum von Obst und Gemüse den Verzehr eher schädlicher Nahrungsmittel verringert und dadurch indirekt die Gesundheit fördert.

Im Grunde ist es ja wurscht, wie es wirkt. Zumindest für den Normalsterblichen. Die tieferen ZUsammenhänge sind dann wieder für die Industrie interessant. Wenn rausgefunden wird, was genau nun die Stimmung aufhellt, kann man das synthetisch herstellen und in Tablettenform verticken.

Für jeden anderen reicht es zu erfahren, dass Obst - und Gemüse auch für die psychische Gesundheit gut tun.

Sollte aber schon roh sein. Weil, heute im Zug hat es plötzlich übelst gestunken. Wie ein alter Käsefuß. Also so richtig "igitt". Und was wars? Ein Typ hat da seine Tupperdose mit gekochtem Brokkolie aufgemacht und angefangen, den zu fressen. Also das ist dann wirklich auch Gestank! Selbiges habe ich mal auf einem Rohkosttreffen in Italien erlebt, wo die Freundin eines Besuchers nicht roh war und dann irgendeinen gekochten Kohl, es war entweder Blumenkohl oder Brokkoli, gegessen hatte. Ich war ja völlig überrascht, weil es plötzlich nach "Arrrg puhh.. hier stinkts!" - gerochen hat. Ich dachte erst, da hat einer einen übelsten Furz gelassen, so einen richtig ekelhaften Schleicher, der man nicht hört, der aber von hinten angreift, einen die Tränen in die Augen treibt und mittunter das Bewusstsein verlieren lässt. War aber "nur" ein Teller gekochter Blumenkohl oder heute Brokkoli. Aber klar, mit sowas rechnet man ja nicht auf einem Rohkosttreffen. Das trifft einen dann vollkommen unvorbereitet...

Na ja, man sagt ja auch, Kochen sei eine Art Vorverdauung ... in dem Fall riechts auch wie gut durchgewurstelt.

Roh wiederum entwickeln sich solche Gerüche nicht. Alles bleibt da eher dezent und fein. Auch Blumenkohl oder Brokkoli. Kein Problem! Man muss sich die Gemüse mitunter richtig unter die Nase halten, um den Geruch überhaupt wahrzunehmen. Gekocht allerdings... Da wird dann was verändert und freigelassen. Und das stinkt dann wirklich wie der Fuß eines 80jährigen Diabetikers.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was das Erhitzen für Effekte hat.

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