Ausflug Harz I - Roßtrappe

05.11.2018 14:16

Nun haben wir ja dieses Jahr extrem viel bewässern müssen und das Wasser fällt ja nun nicht vom Himmel (hehe), sondern es wird von den Wasserwerken bereit gestellt. Für unsere Region kommt das Wasser aus dem Harz, genau gesagt aus der Rappbodetalsperre.

Da die Rappbode aber nicht nur ein paar Döfer versorgt, sondern eine Region mit ca. vielen tausend Nutzern, wollte ich mal wissen, wieviel Wasser da eigentlich noch drin ist.

Das gestaute Wasser ist vor allem eine Trinkwasserreserve, auf die nordöstlich und östlich des Harzes gelegene Ortschaften zurückgreifen können. Den Transport des Trinkwassers in die Region führt die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz durch. Deren Druckleitungen verlaufen bis Aschersleben, Halberstadt, Bernburg (Saale), Halle (Saale) und sogar Leipzig. Von der Staumauer führt ein 3,1 km langer, zumeist unterirdischer Wasserstollen zum nahe Wienrode gelegenen Wasserwerk, wo die Trinkwasseraufbereitung stattfindet.[2] Die Wasserqualität ist ausgesprochen gut, die Wasserhärte liegt im Durchschnitt bei 3° deutscher Härte. Damit ist das Wasser besonders gut geeignet für den Einsatz in Dampferzeugungs- und Waschanlagen, hat aber wegen der fehlenden Neigung zur Verkalkung auch erhebliche Vorteile im häuslichen Gebrauch.

de.wikipedia.org/wiki/Rappbode-Talsperre

Und da das Wetter schön herbstlich war und eine schöne Novemberstimmung herrschte, haben wir gleich mit einem sonntäglichen Harzausflug verbunden.

Erste Station - Thale und die Roßtrappe.

1. In der Nähe von Thale gibt es die Teufelsmauer.

Dabei handelt es sich um

eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland, die auf etwa 20 km Länge von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg (Harz) verläuft. Zahlreiche herausragende Einzelfelsen tragen Eigennamen. Die Teufelsmauer bei Weddersleben wird auch Adlersklippen genannt.

de.wikipedia.org/wiki/Teufelsmauer_(Harz)

Im Foto die "Adlersklippen" bei Weddersleben. Einmal die Östliche.

2. Und einmal die Westliche.

Man kann die auch begehen, aber dazu hatten wir keine Lust. Wir wollten ja noch weiter...

3. Wunderschöne Herbstfärbung. Hier auf dem Weg zur Rosstrappe.

Es ist eben schon schöner, wenn man den natürlichen Bewuchs, hier eben vor allem die Rotbuche, stehen lässt und nicht mit Fichten ersetzt. Gerade die Rotbuche macht im Herbst ja überwältigend schöne Stimmungen.

2. Roßtrappe.

Ich glaube, ich war bisher schon vier oder fünfmal hier. Schon als Kind natürlich. Das letzte Mal im Mai 2005 mit zwei Studienfreunden. Da sind wir dann das Bodetal entlang gewandert. War ein schöner Tag.

 

3. Es war ja nun kein wunderschöner Sommertag, sondern eher ein atmossphärisch schöner Novembertag. Und so hielt sich der Besucherandrang natürlich in Grenzen. Dennoch waren einige Leute unterwegs. Mehr als ich dachte....

4. Blick auf Thale und das nordöstliche Harzvorland.

5. Das Bodetal ist ein Naturschutzgebiet und hat einiges an Besonderheiten zu bieten. Aber dazu muss man mal im Mai / Juni hinfahren (ist eine gute Stunde von uns weg, wenn man über die Dörfer fährt), wenn alles blüht und im Bodetal wandern. Gestern stand eher ein netter Ausflug ohne große Wanderaktivitäten auf dem Programm.

6. Der Weg hin zur Roßtrappe. Wieso das so heisst, dazu komme ich gleich. Auch hier: schöne Herbststimmung.

7. Die Roßtrappe schon im Blick!

8. Blick ins Bodetal. Man kann von der Roßtrappe in einem schönen Serpentinenweg ins Bodetal runter wandern, die Bode über die Teufelsbrücke (auf der anderen Seite liegt ja der Hexentanzplatz, wo immer Walburgisnacht gefeiert wird, das ganze ist also so etwas in diese Richtung aufgebaut) queren und dann links der Bode das Bodetal durchwandern.

9. So, das erste Ziel erreicht. Die kleine Felsklippe mit der schönen Aussicht ins Bodetal und der Roßtrappe.

10. Und da ist sie. Die berühmte "Roßtrappe". Also der überdimensionale Abdruck eines Pferdefußes samt Hufeisen.

Wie der entstanden ist, weiß eigentlich niemand. Einer Theorie zufolge könnte sich um ein altes germanisches Opferbecken handeln, dass mit der Zeit verwitterte. 

Ein faszinierender Gedanke.

Die Lage passt ja. So auf einer solchen Feldnase gelegen, mit Blick in eine schöne Landschaft. Ich kann mir schon vorstellen, dass die damals dort Feste und Rituale abgehalten haben. Würde Sinn machen.

Wenn ich das nächste Mal hinfahre, nehme ich mal eine eigene Opfergabe mit. Oder man macht selber mal ein Ritual, schließlich ist es ja frei zugänglich dort. Und man wird dann sicherlich auch von der Energie der Landschaft gespeist.

Freund von mir macht gerade eine schamanische Ausbildung. Vielleicht bietet sich da was an. Schauen wir mal... (und keine Angst, liebe Tourismusbehörde, nichts wird beschädigt!! :-))

10. Auf der anderen Seite des Tals befindet sich der Hexentanzplatz.

Der Hexentanzplatz ist angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem v. a. in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Der Überlieferung nach wurde der Platz, zur Kontrolle des Verbots, von fränkischen Soldaten bewacht, die von als Hexen verkleideten und auf Besen anreitenden Sachsen verjagt wurden. Ein weiterer alter Kultplatz der Sachsen befindet sich auf dem Brocken.

de.wikipedia.org/wiki/Hexentanzplatz_(Harz)

Ist ja oft so, dass Eroberer die Kultur der Einheimischen zerstören. Damit schwächt man ja Völker auch nachhaltig und schneidet sie von ihren Wurzeln und ihrer Energiequelle und auch von der Verbindung zu den Ahnen ab.

Deswegen wird das ja überall gemacht, wo Menschen andere erobern und unterdrücken. Im Grunde ist das auch nach 1945 hier passiert. Da wurde ja auch die Kultur der Amerikaner und Engländer übernommen. Musik, Filme (also Geschichten) und Literatur waren dann ja zumeist amerikanisch und selbst das Essen wurde in die Richtung gelenkt (Burger, Pommes und Supermärkte). Kleidung dito (Jeans, Tshirt usw.).

Aber das ist ja weltweit passiert.

Egal wo man hinschaut... aber es haben sich oft eben auch noch Reste alter "Religionen" erhalten.

Am Hexentanzplatz wird am 30.April immer noch "Walburgisnacht" gefeiert.

11. Es gibt auch eine Sage, wie die Roßtrappe entstanden ist.

12. Nochmal ein Blick ins Bodetal und auf einige markante Felsvorsprünge.

13. Hier sieht man eine Gesteinsader, ich meine es ist Quarz, quer durch den Felsen gehen...schon cool.

14. Steht natürlich alles unter Naturschutz.

Ja... das war mal der erste Teil des Ausflugs!

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