Australien 2009 und 2020

07.01.2020 17:50

So, heute die erste Trainingseinheit für 2020 absolviert. Aber erstmal wieder ruhig anfangen.

Ich hatte ja zuletzt wieder acht Tage rein karnivor gelebt, aber dann bekam ich plötzlich Lust auf Ananas und Granatäpfel und weil ich nicht dazu neige, mir was aufzuwingen, bin ich dem auch nachgegangen. War auch gut so! Dazu noch Haselnüsse, Yacon und auch Rindfleisch.

Aber schon erstaunlich, wie satt und zufrieden man nur mit fettem Fleisch sein kann... im Grunde wie Muttermilch irgendwo. lol

Ich hatte ja den Tag schonmal einen Beitrag zum Thema Australien: rohkost4.webnode.com/news/australien/

Es wird ja jetzt groß Klimawandel gerufen. Andere wiederum sagen, dass sind hausgemachte probleme, weil man die wälder nicht mehr kontrolliert abbrennt im Winter.

Interessant ist, wie sich die linken Medien da positionieren. Ein Beispiel.

Der Guardian schrieb nach verheerenden Feuern 2009:

Australian firestorms prompt call to return to Aboriginal bush control

Modern woodland management practices over 30-40 years have created 'highest ever fuel concentrations' in south-eastern state

www.theguardian.com/environment/2009/feb/09/fire-australia-aborigine

Das heisst, was wird später noch wichtig, dass das damalige Waldmanagementprogramm die Wälder quasi zu Feuerbomben gemacht hat, weil sich da das ganze Totholz als Brennmaterial angesammelt hat. Und jetzt ist es unbedingt notwendig, wieder zum traditionellen Waldmanagement zurückzugehen, wie es die Aborigenies gemacht haben.

For thousands of years, Aborigines lived with the flames too, using them to improve forest access and increase the size of hunting grounds.

But as more people have moved to live in the bush and the urban fringes, the risk to them and their property has grown.

Die Aborigenies haben da über tausend Jahre gelebt und Brandmanagement betrieben, aber das wurde zu gefährlich, nachdem immer mehr Menschen in den Bush zogen.

Und so hat man das nicht mehr gemacht:

There are also questions about the consequences of fire risk reduction measures practised over the last few decades: preventing regular fires means the amount of burnable wood grows year-by-year, risking even greater firestorms.

"The mismanagement of the south-eastern forests of Australia over the last 30 or 40 years by excluding prescribed burning and fuel management has lead to the highest fuel concentrations we have ever had in human occupation," said David Packham, a bush fire researcher at Monash University, Australia. "The state has never been as dangerous as what it is now and this has been quite obvious for some time."

Das führte zum Ansammeln von immer mehr Totholz und wenn es dann mal brennt...

Man hat also damals erkannt, dass man die Probleme durch Missmanagement noch verschärft hat.

The best way to reduce fire risk is to allow regular, smaller fires that break out naturally to run their course and use up available fuel, he said. "Though clearly that's easier said than done when people are around," said Doerr. A zero-tolerance approach to fire, as practiced through much of the US, can simply store up the problem, he said. "The bottom line is that as long as we are willing to live in areas that are very flammable then we are going to have to live with the risk of fire."

Man sollte also einfach Feuer, die natürlich ausbrechen, durchlaufen lassen, so dass sie eben das ganze Totholz vernichten, statt die zu löschen und somit das Ansammeln von Totholz überhaupt erst zu ermöglichen.

Halten wir fest: der Guardian schreibt 2009, dass man da ein Missmanament gemacht hat und dass es nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, sondern man muss wieder zur altbewährten Tradition der Aborigenies zurück, die Wälder quasi garnicht erst in den Zustand kommen zu lassen, dass sie sich zu Brandbomben (Eukalyptus ist ja ein ätherisches Öl und brennt wie Zunder) entwickeln.

Also Katastrophe durch Missmanagement.

Und jetzt schreiben sie 2019:

Explainer: how effective is bushfire hazard reduction on Australia's fires?

Despite the evidence a claim persists that a major contributing factor of Australia’s devastating fire season – and the deaths, loss of homes and environmental devastation they have caused – is not climate change but a conspiracy by environmentalists to “lock up” national parks and prevent hazard reduction activities such as prescribed burning and clearing of the forest floor.

www.theguardian.com/australia-news/2020/jan/05/explainer-how-effective-is-bushfire-hazard-reduction-on-australias-fires

Also nochmal: 2009 sagte man, es sei das Missmanagement. 2020 sagt man, es sei der Klimawandel, und wer behautptet, es sei das viele Totholz, dass sich da angesammelt hat, weil man keine kontrollierten Brände mehr durchführen dürfe, na ja, da sei eben eine Verschwörungstheorie.

Man habe ja alles getan, so im Text, nur macht der Klimawandel das immer unmöglicher und es fehle am Geld.

Guardian 2020: der Klimawandel ist schuld. Es wird immer heißer und immer trockern. Jetzt ist man voll und ganz auf dem Klimawandel fixiert und alles andere ist Verschwörungstheorie.

Nun hat sich mal einer mit den Daten in den Kommentarspalten bei Telepolis beschäftigt. Also sich die Daten zum Teil direkt angeschaut:

Apropos BMO (Australisches Meteorologisches Institut)

Australien ist schon vor 110-130 Jahren durch eine Warmphase gegangen. Besonders 1906 war wohl schlimm.

Und was sagt das BMO ueber die damalige Zeit? Nun Warmphasen in der Vergangenheit sind nicht so beliebt bei Klimastrologen. Deswegen weist das BMO in all seinen Statistiken und Grafiken nur die Entwicklung seit 1910 aus obwohl deren Daten viel weiter zurueckreichen. Selbst die Nasa hat in ihren Statistiken australische Daten die teilweise bis 1880 zurueckreichen (wo alle Nasadaten anfangen; viele Stationen gehen in Wirklichkeit noch deutlich weiter zurueck).

Uebrigens, wenn man sich die Giss-Daten (Nasa) anschaut dann findet man ueber 30 Stationen fuer die sowohl die "unadjusted" Version der Temperaturen als auch die "homogeneized" Version der Daten schon vor 1910 zur Verfuegung stehen. Mehr als ein Dutzend gehen in die 1880er zurueck. Dazu gibt es noch eine ganze Reihe an Stationen fuer die die unadjusted data bis 1880 zurueckgehen aber die homogenisierten erst 10 oder 15 Jahre spaeter anfangen.

Wenn man sich fuer diese Stationen anschaut wie sich die Temperaturen entwickelt haben dann faellt einem erstmal die Kinnlade runter. Ueber die Homogenisierung haben die die Temperaturen am Ende des 19Jh (+ Anfang 20Jh) um bis zu 0.8-0.9 Grad runtergekuehlt im Vergleich zu den letzten Jahren (in Wirklichkeit wurde die Vergangenheit um 0.5-0.6 runtergekuehlt und die Gegenwart um 0.2-0-3 aufgeheizt).

Das laufende zehnjaehrige Mittel der unadjusted data lag in den letzten Jahren nur um 0.2-0.25 C ueber dem am Beginn der Datenreihen (die fangen in 1880ern an, man hat also ein zehnjaehriges Mittel ab den 1890ern); nicht ausgeschlossen dass es davor noch hoeher lag. Nach der Homogenisierung hat man fuer die gleichen Vergleichszeitraeume eine Erwaermung von etwa 1.1 C.

Sollte sich jeder selbst anschauen. Ich verwende dabei die neueste Version der Giss Daten (V4).

PS: Dieser Beitrag ist nicht an die crowd gerichtet welche immer die Position einnimmt "nur Verschwoerungstheoretiker schauen sich Daten selber an und sollten dafuer eingesperrt werden; und zwar selbst dann wenn es sich um frei verfuegbare Daten von Regierungsinstitutionen handelt".

Also wenn das stimmt, wäre das schon ein dickes Ding!

Dann hat man, das hat man ja auch dem Klimafritzen Michael E. Mann vorgeworfen, durch Datenharmonisierung das gewünschte Bild erzeugt. Stimmt das? Mal sehen, ob ich mir das mal anschaue... Datenanalyse quasi.

Zweites Apropos zum BMO: Wie man Temperaturen hochrechnet im Vgl

zur Vergangenheit.

Das BMO hat ab den 90ern angefangen die klassischen Wetterstationen durch digitale Stationen zu ersetzen. Die neuen elektronischen Sensoren reagieren viel schneller auf Temperaturvariationen als die alten. Wenn also an einer Messstation die Temperaturen im Schnitt bei 20 Grad liegen und dort immer mal wieder Windstoesse waermere oder kaeltere Luft zur Wetterstation hinblasen dann wird die elektronische Wetterstation diese ganz kurzfristigen Veraenderungen registrieren. Eine analoge Station wuerde darauf aber ueberhaupt nicht reagieren.

Um also Messungen zur Uhrzeit X vergleichbar zu halten mit den Messungen mit den nichtelektronischen Methoden sollte man nicht die Temperatur zu diesem exakten Zeitpunkt hernehmen sondern sowas wie einen fuenf- oder Zehnminutenschnitt. Genau das aber hat das BOM nicht getan. Das hatte zur Folge dass es in Australien nur so Temperaturrekorde geregnet hat.

Jetzt koennte man vermuten dass das ein Versehen war. Aber dass dem nicht so war kann man daran erkennen dass das BOM solche Probleme bei den Mindestemperaturen zu verhindern wusste indem man Untergrenzen fuer zulaessige Messwerte eingefuehrt hat. Zum Beispiel gab es vor zwei oder drei Jahren den Fall einer Station wo Leute zu einer Station hingefahren sind bei der man erwartet hat dass es eventuell sehr kalt werden koennte (die Leute wollten das selbst erleben und die Temperaturmessung vor Ort fotografieren). Dabei kam es dann zu einer Temperatur von -10.7 C, was um 0.7 Grad unter dem vorherigen Rekord an dieser Station lag. Nach ein paar Wochen hat das BOM dann die offiziellen Messungen veroeffentlicht und dort stand eine Temperatur von genau -10.0 C drin (was der vorherige Rekord fuer die Station war). Daraufhin haben die Leute angefangen Stress zu machen und nach einer Untersuchung hat sich rausgestellt dass BOM festgelegt hatte Temperaturen unter -10 C einfach zu ignorieren weil das "unglaubwuerdig" waer. Sprich man hat ein Unterbieten des bisherigen Rekords einfach a priori ausgeschlossen.

Wow.. der hat sich auch die Daten zur artischen Eisdickemessung und Schneebedeckung angeschaut und da einige Unregelmäßigkeiten gefunden. Da wurden auch einfach Jahre, wo das Eis schonmal geringer war, der spricht von den 60er Jahren, einfach weggelassen. Passt nicht ins Bild.

Auch habe man beim Dänischen Meteorlogischen Institut nun die Rohdaten nicht mehr veröffentlicht und viele andere Tricks hat der da gefunden...

Ich muss diese Kommentare mal noch suchen.

Re: Logik ist nicht so ganz Ihres, wie?

Frau Drebbin, weil ich heute gut gelaunt bin und weil Sie ja hinreichend priviligiert sind um nichts verstehen zu muessen, will ich Ihnen das jetzt EINMAL erklaeren. Es ist mir zwar klar dass es angesichts Ihres Privilegienstatus voellig sinnlos ist sachlich zu argumentieren, aber heute ist halt nun einmal dieser Tage wo ich Ihnen Ihre Hetze nachsehen will.

Also hier der Hinweis: Ich werfe 10 mal einen Wuerfel und berechne mir die durchschnittlich gewuerfelte Augenzahl. Was ist jetzt hoeher? Das Maximum der Sequenz der Augenzahlen die bei den 10 Wuerfen erzielt wurden oder ist der Durchschnitt hoeher?

Nehmen wir erst das klassische Thermometer. Sagen wir dass das nur eine hoehere Temperatur anzeigt wenn diese mindestens 1 Minute anhaelt. Sprich wenn ich die Umgebungstemperatur von 20 auf 21 Grad erhoehe dann dauert es a Min bis das Geraet reagiert. Egal ob das jetzt realistisch ist, wichtig ist nur dass kurze Windstoesse die die Umgebung nur fuer ein paar Sekunden aendern nicht reichen wuerden um bei der Messung was zu aendern.

Ein digitales Geraet hingegen ist in der Lage die Temperatur innerhalb von ein paar Sekunden zu messen.

So und jetzt stellen wir uns zwei Stationen in der gleichen Gegend vor. Die Durchschnittstemperatur zum Zeitpunkt X ist 20.0 C. Die Luft ist relativ ruhig aber es gibt in jedem 5 Sekunden-Zeitintervall eine gewisse Chance dass ein warmer oder ein kalter Luftstoss kommt. Sagen wir mal dass diese Luftstoesse einen Unterschied von einem Grad ausmachen koennen. Die Luftstoesse dauern nie mehr als 10 Sekunden.

Das bedeutet dass das klassische Thermometer zum Messzeitpunkt X 20.0 C anzeigen wird. Das analoge zeigt entweder 19, 20 oder 21 Grad (jeweils mit irgendeiner positiven Wahrscheinlichkeit).

Jetzt wiederholen wir die Messung waehrend des gesamten Sommers und ueber 10 Jahre hinweg und am Ende fragen wir uns: Was ist die hoechste je mit dem klassischen Thermometer gemessene Temperatur, was ist die hoechste je mit dem digitalen Geraet gemessene Temperatur? Wenn wir das festgestellt haben koennen wir fragen welcher der beiden Rekordwerte hoeher ist. Und jeder der nicht vom privilegienbedingten Mitlaeufergeist beseelt ist wird wissen welcher Wert hoeher sein muss ohne vorher zu ueberlegen was die politisch korrekte Reaktion ist.

Das Problem der Nichtvergleichbarkeit der Extremwerte wuerde praktisch verschwinden wenn man die Messungen mit dem digitalen Geraet ueber den Zeitraum von ein paar Minuten mitteln wuerde. Genau das hat das BOM aber nicht getan! Und genau das war mein Punkt.

Also alleine die Umstellung von analoger Temperaturmessung auf Digitalmessung scheint da enorme Verzerrungen und Probleme mit der Vergleichbarkeit mit sich zu bringen...

Hm...

Ich habe Hunger.

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