Bewegung und ein paar ökologische Betrachtungen

21.07.2017 19:37

Für alle, die mal wieder ein paar Bilder aus dem Garten sehen wollen: sorry, bin nicht dazu gekommen. Hatte in der letzten Zeit einiges zu tun mit Gartenarbeit, viel Sport, Blogschreiben, Recherchieren für den Garten, Vorbereitungen fürs Treffen und natürlich wollte ich mich ja auch ab und an mal etwas erholen.

Ich muss sagen, soviel wie in den letzten 12 Wochen habe ich mich wohl noch nie bewegt! Selbst zu meinen besten Zeiten in Österreich nicht, wo ich ja auch nach Feierabend und am Wochenende viel Sport getrieben habe. Aber nun habe ich viel Sport getrieben UND noch den Garten gemacht. Und so bin ich jetzt nach 12 Wochen auch urlaubsreif.

Wie gesagt, ich wollte gerne noch Fotos vom Garten machen, bevor ich nach Frankreich zum Treffen abdüse, aber ich bin in der letzten Zeit einfach nicht dazu gekommen. Zumal es ja nicht einfach nur Fotos sind, sondern ich muss die ja auch immer noch bearbeiten und verkleinern, damit die im Blog auch gut rein passen. Und dann sitzt man eben auch gerne mal zwei Stunden an einem Artikel.

Na gut, dann gibt es eben später welche.

Ansonsten muss ich meinem Körper aber wirklich mal etwas Ruhe gönnen, aber es ist schon so, wenn man einmal so richtig drin ist im Training, ist es garnicht so einfach, da eine Pause zu machen. Aber ich merke jetzt schon, dass ich müde werde. Zumal ich ja auch recht intensiv trainiere. Für so Opasport bin ich noch nicht zu haben. Irgendwie habe ich da immernoch den Trieb, mich auch gut auszupowern, egal, was ich mache.

Wie ist eigentlich der Sternenhimmel zur Zeit? Mir fällt gerade auf, dass ich lange keine Sterne geschaut habe.

www.astrowetter.com/sternseiten/sternenhimmel.php

Wow - offensichtlich sieht man gerade den Staturn. Also wer ein Teleskop hat, sollte sich den unbedingt mal anschauen. Das ist absolut beeindruckend! Jupiter ist schon cool, aber der Saturn mit seinen Ringen ist der Oberhammer.

Blick aus dem Fenster.... hm....Mist...bewölket!

Aber ich will mich nicht beschweren. Bisher war es ja ein recht schöner Sommer. Nicht zu heiß, aber auch nicht zu kühl, viel Sonne,  aber auch ausreichend Niederschläge, schöne Wolkenformationen, fließende Energien. Man merkt es der Natur auch an. Sie steht gut da. Wirkt belebt und "normal". Die Tiere sind fleissig an ihren Geschäften nachgehen. Die Vögel brüten rund ums Haus. Wir haben mindestens drei Hausspatzenpärchen, die in irgendwelchen Ritzen und geschützten Bereichen brüten, ein Rauchschwalbenpaar, dass sich kurioserweise direkt vor der Terrassentür ein Nest gebaut hat. Dazu habe ich auch schon einige Rotschwänzen, Grünfinken, natürlich Kohl- und Blaumeisen, Bachstelzen, Stieglitze und viele Stare gesehen. Amseln und Buchfink gibt es auch, dazu Tauben, Elstern, Saatkrähen, Raben, Feldlerche, Roter Milan, Buntspecht und auch Mauersegler habe ich heuer schon beobachtet.

Wir leben ja am Dorfrand und hier gibt es ja einen sogenannten Übergansbereich zwischen Siedlung und Offenland. Diese Übergangsbreiche, im Fachchinesich Ökotone genannt, sind zumeist sehr artenreich, da sich hier speziell angepasste Arten finden und es zu Überlappungen mit den Arten der angrenzenden Biotope, hier Siedlungsbereich und Offenland, kommen kann.

Und machen wir uns mal nichts vor: im Offenland finden die Vogelarten kaum noch was zu fressen, ist ja alles intensive Landwirtschaft und in den Dörfern werden die Vogelarten auch weniger. Ställe werden voll verschlossen, Ritzen und Fugen zugemauert, Kirchenfenster verschlossen. Und so nimmt die Population der Schwalben und anderer Kulturfolger eben auch in den Ortschaften immer mehr ab. Wenn dann auch noch die Insekten weniger werden aufgrund der intensiven Landwirtschaft, dann führt das eben auch zur Abnahme der Vogelarten an sich und auch der jeweiligen Brutpaare. Sprich: wir verarmen.

Wir haben im Garten extra eine flache Schüssel mit Wasser stehen, damit die Tiere auch was zu trinken finden. Das wird gut angenommen und man kann dort die Singvögel beim Baden beobachten. Und die Tiere werden auch nicht bekämpft. Viele maulen und meckern ja, wenn da Spatzen brüten, oder was auch immer. Für mich sind das Mitarbeiter. Die sind fleissige Helfer im Garten und ich erinnere mich noch, wie im letzten Jahr eine Amsel alle Raupen von einer Kohlpflanze gepickt hat. Da war danach nichts mehr zu sehen. Das war einfach gute Arbeit, die ich nicht machen musste.

Aber ich glaube schon, dass es weniger Arten wie früher sind. Laut NABU sind ja ca. 40 Arten typisch für so Garten- und Dorfrandbereiche. 

Ich habe heuer 19 Arten nachweisen können. Wobei ich aber auch nicht gezielt geschaut habe, sondern nur dass aufgezählt habe, was mir so "über den Weg" gelaufen ist. Ich hoffe ja, wenn die Hecke hinten mal größer und dichter wird, dass dann noch mehr Arten einwandern. In der Nachbarschaft finden sich ja zum Teil schon gute Strukturen und halbwilde Areale, weil man mit der Pflege nicht hinterherkommt. Was natürlich super für die Natur ist.

Was ich hier etwas vermisse, sind die Feldgrillen, die es in Österreich ja zuhauf gab. Ich finde das ja den lieblichsten Gesang in der Natur überhaupt. Aber vielleicht habe ich den Tag beim Joggen sogar eine gehört, ich bin mir aber nicht sicher, weil genau in dem Moment jemand mit einem Hund aufkreuzte.

Aber das wäre schon genial!

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