Chance verpasst!

30.04.2020 18:50

Fällt euch was auf?

Die Coronakrise ist im Grunde vorbei. So langsam sickert es durch, dass es eben nicht so gefährlich ist, wie vorab kommuniziert, es gibt schon politische Rückzugsgefechte, wo man sich hinstellt, und "Ich liebe euch doch alle!" ruft. Der Österreicher Kurz ist ja gerade massiv unter Druck wegen seiner Angstmacherei am Anfang der Pandemie.

Aber wie immer zeigt sich eben, das Corona einer gewöhnlichen Grippe ähnelt:

media.tag24.de/951x634/m/l/mldv5fhg0j1nwus12d0xjfq8gfffbnm7.jpg

Die perfekte Welle.

Na ja und gestern habe ich mal wieder die Wochenschau auf Radio Emergency gehört. Diesmal live, nicht den Upload auf Youtube. Und die haben da erstmal eine Stunde über die Maskenpflicht geredet und irgendwann wurde es mir so langweilig, dass ich ausgeschalten habe.

Und mir fiel dann auf: es wird überall nur über die Symptome geredet.

Maskenpflicht, Lockdown (engl. für Gefängnis), Reproduktionsraten, Schule ja / nein, Händewaschen usw usw... und da wird stundenlang geschafelt und gestritten und gezetert, aber es ist eben nur ein Gequatsche auf Symptomebene.

Wir haben hier eine riesen Chance verpasst, eine wirkliche Diskussion zu führen, wie wir nach Corona weiterleben wollen! Wie wir wieder gesündern, besser, lebensfroher leben können!

Wurde nicht gemacht.

Dabei braucht es diese gesamtgesellschaftliche Diskussion, weil nur so kann sich auch gesamtgesellschaftlich was ändern, damit eben der Einzelne auch wieder mehr Freiraum für eigene Entscheidungen bekommt und wieder mehr so leben kann, wie es gesünder ist. Statt dessen haben wir Maskenpflicht und Abstandsregeln und den ganzen absurden Bohai, und darüber wird sich nun gezankt.

Aber müssten wir nicht mal fragen: was macht uns gesünder? Was macht das Leben lebenswerter? Wieso empfinden wir es als Erleichterung, wenn die Kinder endlich wieder fremdbetreut werden? Wieso brauchen wir den Alkohol, die Drogen, den Zigarettenrauch? Das Shopping! Einkaufen darf man ja, aber nicht demonstrieren! Kaufland war heute voller als die letzte Demo in Berlin, die wegen des Infektionsschutzes aufgelöst wurde. Da sieht man die ganze Absurdität der Corona-Zeit.

Am Anfang haben viele ja noch was von Chance geredet, aber das ist lange vorbei. Man hat als Gesellschaft hier eine enorme Chance vertan und freut sich endlich wieder, dass es sich normalisiert, man also wieder mit dem falschen Leben weitermachen kann. Deswegen werden die auch in der Mehrzahl pro Impfung sein, weil man meint, nur so das süchtige Leben weiterführen kann.

Ich finde das fast tragisch!

Im Gegenteil, es steht zu befürchten, dass es nach Corona noch viel schlimmer werden wird. Dass sich das Leben nochmal für viele verschlechtert und es mit zunehmender Digitalisierung für die Gesellschaft noch schlimmer wird.

Schon jetzt bin ich überzeugt, dass die Maskenpflicht eher dazu dient, unterbewusst wahrscheinlich gesteuert, die Menschen voneinander zu entfremden und auseinander zu bringen und man in diese Lücke zwischen den Menschen mit Internettechnik drängen wird.

Ich erinnere mich noch gut an das Treffen 2010. Damals gab es zwar schon Mobiltelefone, aber mehr als SMS und Anrufen ging nicht. Die Treffen waren noch sehr viel mehr von Mensch zu Mensch. 10 Jahre später, trotz Bitte, den Bereich des Treffens von den Smartphonen frei zu lassen, haben diese Dinger alles erobert.

Ohne bewusste Entscheidung und ohne Anstrengung, mal ohne das Ding auszukommen und der Sucht zu widerstehen, geht es eben nicht.

Ich bedauere das, weil es nicht nur auf Ebene der Daten mehr Überwachung bedeutet, sondern weil es auch von Mensch zu Mensch zu weniger Freiheit gekommen ist. Wenn jemand dauernd auf sein Telefon glotzen muss, dann stört das natürlich die Kommunikation. Die ist dann einfach weniger frei.

Und genau jetzt wäre mal die Zeit gewesen, dass alles zu diskutieren: wie können wir wieder freier und gesünder leben. Statt dessen scheint alles noch schlimmer zu werden.

Es gibt keine gesellschaftlichen Übereinkommen, seien es Gesetze, Institutionen, Bräuche oder ethische Normen, die einen permanenten Schutz gegen die Technologie gewähren können. Die Geschichte hat gezeigt, daß alle Gesellschaftsverträge nur vorübergehend gelten. Sie ändern sich im Laufe der Zeit oder werden schließlich aufgehoben, während der technologische Fortschritt einer Zivilisation überdauert. Angenommen, man würde eine gesellschaftliche Übereinkunft dahingehend erreichen, daß genetische Manipulationen an Menschen oder da, wo sie Freiheit und Würde bedrohen, nicht zugelassen sind, dann würde die Technologie dafür doch schon vorhanden sein. Kurz über lang könnte der dies bezügliche Gesellschaftsvertrag ungültig werden, eher früher als später, wenn man die Geschwindigkeit dergesellschaftlichen Veränderungen betrachtet. Dann würde genetische Manipulation unsere Freiheit bedrohen und diese Bedrohung wäre unumkehrbar (kurz vor dem Zusammenbruch der ganzen technologischen Zivilisation). Man sollte sich keinen Illusionen hingeben, daß man durch Übereinkunft eine dauerhafte Veränderung erreichen könnte, so wie man es jetzt durch Umweltgesetzgebung versucht. Noch vor einigen Jahren dachte man, daß es juristische Hürden gäbe, die wenigstens EINIGE der schlimmsten Formen von Umweltzerstörung verhindern könnten. Nachdem ein politischer Klimawechsel erfolgte, zerbröckeln diese Schutzwälle allmählich.

Wenn man hier aus Sicht einer Sucht denkt, die eben auch den einzelnen Menschen immer mehr fesselt und unfrei werden lässt, dann versteht man diesen Prozess. Es ist eine Sucht, die immer stärker wird, je mehr man sie befreiedigt!

Und am Ende sind wir dann vollkommen unfrei. Wie der Alki, der keine drei Schritte mehr gehen kann, ohne eine Panikattakte zu bekommen. Deswegen ist der Flachmann immer dabei.

Und jetzt haben alle ihren digitalen Flachmann mit und nehmen regelmäßig einen Schluck.

Und warum? Wahrscheinlich Einsamkeit, Mangel an echter Liebe, geringes Selbstwertgefühl, Schwatzsucht, Ablenkung / Betäubung von dem tristen Leben, dass eigentlich paradisisch sein sollte, voller Liebe, guter Sexualität, Genuss und Energie!

Und weil das fehlt, weil es einfach stinktlangweilig ist, trist, weil man dann mit seinen eigenen Mängeln konfrontiert wird, dazu braucht man den gläsernen und den digitalen Flachmann.

Weil man träumt, aber die Träume sich nicht erfüllen.

Es ist unendlich traurig!

So wie hinter jedem Süchtigen eine unendlich traurige Geschichte zu finden ist.

Und wie jede Sucht ist sie am Ende eben zerstörerisch. Gesundheit, Beziehungen, Freundschaften, Finanzen. Vorher macht sie noch die reich, die den Stoff liefern, aber am Ende steht die Zerstörung.

Und das Schlimme: es gibt einen gesellschaftlichen Druck, da mitzumachen. Hier iß doch auch was! Möchtest Du was trinken? Gibst Du mir mal deine Mobilnummer? Bist Du schon in unserer Whatapp-Gruppe?

Danke, aber ich mag lieber Bananen! Sorry, aber ich trinke nicht! Nee, ich habe kein Mobiltelefon!! Was ist Whattsapp?

Genau diese Fehlentwicklung hätte man jetzt mal diskutieren können, statt dessen wird Corona (der Name einer Biersorte, also Alkohol, ich liebe solche "Zufälle") den Einstieg zu noch mehr Digitalisierung und noch weniger Realität bedeuten.

Ja aber, das ist doch Fortschritt!

Klar.. nur wohin?

Wohin schreiten wir denn fort?

Alles nützlich, alles positiv zu Anfang, alles klasse.. aber wohin bringt es uns?

Ich war ja 2013-14 in Mittelamerika und ich habe da extrem viele junge Leute gesehen, die da ganz genau wussten, wo sie hin wollten, die da extrem gut unterwegs waren, die die ganzen modernen Mittel nutzen.

Ich habe es aber mal anders gemacht und habe mich oft treiben lassen. Mal dem Leben vertrauen und sich statt ins Internet ins große mophogenetische Lebensfeld einklinken. Und irgendwie habe ich da immer alles gefunden, was ich finden wollte (und mehr) und ich habe das gesehen, was ich sehen sollte und das erlebt, was ich erleben sollte.

Und würde ich hier vor dem PC sitzen, wenn ich in einer liebevollen Gemeinschaft leben würde? Wohl kaum.

Und genau DAS hätten wir mal in der Coronapause diskutieren können.

Haben wir aber nicht.

Aus den aufgezeigten Gründen ist die Technologie eine viel stärkere gesellschaftliche Kraft als das Streben nach Freiheit. Aber diese Behauptung erfordert eine wichtige Einschränkung. Es scheint, daß das industrielle-technologische System in den nächsten Jahrzehnten unter wirtschaftlichen und umweltbedingten Problemen leiden wird, besonders werden auch Probleme bei menschlichen Verhaltensformen auftreten (Geisteskrankheiten, Aufruhr, Feindseligkeit, andere soziale undpsychologische Schwierigkeiten). Wir hegen die Hoffnung, daß das System diesem Druck nicht standhalten wird und in sich zusammenbricht, oder wenigstens so geschwächt wird, daß dadurch eine Revolution möglich ist. Sollte eine Revolution stattfinden und erfolgreich sein, würde dies beweisen, daß das Streben nach Freiheit stärker ist als Technologie.

Der hat das genau richtig vorhergesehen. Und das Streben nach Freiheit ist immer auch ein Streben nach Suchtfreiheit. Nach der Freiheit, nichts tun zu müssen, nur weil mein Belohnungszentrum gehackt wurde.

Freiheit von den künstlichen Elektroden im Gehirn, die den Dopaminausstoß triggern und mich so in die Sucht bringen. 

Ja, wir hatten jetzt mal die Chance, eine Atempause einzulegen und uns zu fragen, was wir wirklich wollen!!!

Wie wir gesünder und wieder mehr im Einklang mit der Natur, als auch mit unserer eigenen, leben könnten.

Diese Chance ist jetzt vertan ...

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück