Coronafolgen

16.05.2020 20:31

Heute war ich fleißig. Die Tomatenbeete vorbereitet. Wir haben heute wirklich viel geschafft. Nur das Wetter nervt mich. Die Nächte sind einfach noch recht frisch und für Tomaten sollte es schon etwas wärmer sein. Aber wenn man zum Himmel blickt, dann sieht man derzeit sehr viel Schönheit! Wundervolle "Schäfchenwolken" (um mal den Kindersprech zu verwenden). Die Atmosphäre ist derzeit lebensenergetisch sehr erfüllt.

Nur der Regen kommt wieder etwas zu knapp.

Tja.. und insgesamt steigen ausgerechnet die Preise für frische Lebensmittel.

Die aktuelle Corona-Krise senkt die Warenmenge bei frischem Obst und Gemüse. Die zwangsläufige Folge: Die knappen Produkte werden teurer. Die jüngsten Zahlen zeigen, wie stark die Preise im April nach oben geschossen sind.

Die Nahrungsmittelpreise kletterten auf Jahressicht von April 2019 bis April diesen Jahres um 4,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Wörtlich schreibt die Behörde:  "Hier wurden die Auswirkungen der Corona-Krise insbesondere durch die Preisanstiege bei Obst mit 11,0 Prozent und Gemüse (6,5 % Prozent) deutlich.

www.focus.de/finanzen/news/lebensmittelpreise-pandemie-laesst-preise-fuer-frische-lebensmittel-explodieren_id_11986910.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online&fbc=facebook-focus-online&ts=202005141056&cid=14052020

Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, dass in Frankreich vor allem dort die Todeszahlen durch Corona nach oben gingen, wo die Leute wenig Geld haben und sich zumeist auch schlecht ernährten. Die wohnen dann in Hochhäusern und dort breitet sich jede Krankheit entsprechend schnell aus.

Und wenn jetzt noch die frischen Lebensmittel teurer werden, dann trifft es wieder als erstes diese Menschen, die dann auch noch auf den letzten Pestizidapfel verzichten müssen.

Also wenn ich mir sowas immer durchdenke, dann sieht man eigentlich mal, was für ein Elend hinter der modernen Glitzerfassade lauert. Unsagbares Elend.

Die Preise für landwirtschaftliche Produkte schwanken immer wieder, das lässt sich nicht gänzlich vermeiden. Doch zuletzt spielte die Corona-Pandemie eine wichtige Rolle. Und zwar sowohl bei einem geänderten Einkaufsverhalten der Verbraucher als auch bei geringeren Angebotsmengen.

Da beginnt jetzt langsam die Inflation. Eine hohe Geldmenge trifft auf ein reduziertes Angebot, die Folge ist eine Entwertung des Geldes.

Und das geht jetzt erst los. Niemand weiß, was da noch auf uns zurollt.

Wenn wir Pech haben, werden ganze Lebensleistungen entwertet. Eine grausige Vorstellung. Dann werden die Selbstmorde die Coronatoten um den Faktor 10-20 übersteigen, schätze ich.

Das war übrigens auch nach 1929 so. Da schnellten die Suizide massiv in die Höhe. Die Menschen verloren alles und viele verließ der Lebensmut. Und das kann auch jetzt noch kommen, wenn Menschen ihre hart aufgebauten Geschäfte den Bach gehen sehen oder es gar zur befürchteten Hyperinflation kommt.

Dann werden Selbstmorde rasant zunehmen, aber auch Alkoholismus, Tablettensucht und was es da an Begleiterscheinungen gibt.

Meine ehemalige Nachbarin, die mit knapp 99 vor 10 Jahren verstarb, wurde aus dem Sudetenland vertrieben. Ihr Mann hat das nie verwunden, dass sie da ihren Bauernhof verloren haben und starb mit knapp 60 an Kummer und Verlust der Heimat.

Man darf also solche wirtschaftlichen Verluste nicht rein monetär bewerten, sondern da hängt ja wirklich auch Herzblut und viel Kraft drin und wenn man das unter den Finger wegsterben sieht, und wenn dann noch rauskommt, dass die Maßnahmen vielleicht sogar ungerechtfertigt waren, na, da rollt noch einiges auf uns zu.

Das ist dann wie in der Migrationskrise, die auch erst so richtig zwei Jahre später zuschlug, als die Menschen hier waren und die Einheimischen merkten: die gehen nicht wieder! Und plötzlich waren sie in der Nachbarschaft, in den Schulen usw. damit konfrontiert.

Und mit ähnlicher Verspätung kann diese Krise nun auch durchschlagen.

Die Preise ziehen zumindest schonmal an...

So habe die Corona-Krise „den Obst- und Gemüsekonsum insgesamt gepusht“. Nach einer Analyse der AMI auf Basis des GfK-Haushaltspanels kauften Konsumenten im März 11,3 Prozent mehr Obst und Gemüse als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Beim Gemüse zählten die Lagergemüse wie Kopfkohl (+ 39 %), Zwiebeln (+ 25 %) und Karotten (+ 20 %) zu den begehrtesten Waren. Auch deshalb legten bereits im März die Preise gegenüber dem Vorjahr zu.

Immerhin. Auch die ganzen Gärten, die keinen Nutzer mehr fanden, sind wohl alle weg, wie ich kürzlich in der Regionalpresse las. Da hat die Krise etwas in die richtige Richtung geschoben. Schauen wir mal wie es weitergeht.

Aber die Menschen wenden sich dann in der Krise doch instinktiv wieder dem Obst und dem Gemüse zu. Man weiß da schon, was gesund ist und gesund erhält und das wird dann auch vermehrt gekauft.

Man sieht aber, das arme Menschen wieder hinten runterfallen.

Die trifft es immer als erstes, egal, wo es Preissteigerungen gibt.

Dieser Trend setzte sich im April weiter fort. Das lag auch daran, dass die rigorosen Reisebeschränkungen zu einem Mangel an Saisonarbeitskräften aus Osteuropa führten. An vielen Stellen fehlten Erntehelfer, auch Pack- und Sortierbetriebe meldeten offene Stellen. Hinzu kam: Die  außergewöhnliche Trockenheit in Deutschland führte zu manchen Ernteausfällen.

Also ich befürchte ja tatsächlich Hungersnöte, wenn es ganz schlecht läuft. OK, Corona ist im Grunde vorbei und jetzt muss man schauen, wie das alles wieder hochfährt, aber wenn es ganz blöd läuft, Stichwort Trockenheit, dann kann das wirklich auch mal Probleme geben. Wir sind über 80 Millionen in einem relativ kleinen Land und weil das nicht gereicht hat, hat man ja noch massiv aufgestockt.

Und dann kommt so eine Krise, bzw. es kommen mehrere Sachen zusammen und schon merkt man: Oh... da können auch mal Sachen knapp werden.

Einige Gemüsesorten verdoppeln sich fast im Preis.Ein weiterer Faktor gründet auf den zerrissenen Lieferketten. Erst am 13. Mai berichtete die AMI unter Berufung auf das französische Landwirtschaftsforschungszentrum, dass „die aktuelle Gesundheitskrise die Mangoversorgung und den -vertrieb schwer“ treffe, „wie bei anderen Frischerzeugnissen“ auch, heißt es. All diese Faktoren ließen die Preise für einige Frischwaren förmlich explodieren.

Nun ist das alles noch Jammern auf hohem Niveau. Aber man sieht tatsächlich jetzt die ersten Auswirkungen der Krise. Der Krisen! Es kommen ja mehrere Sachen zusammen.

Und natürlich packen die Anbieter auch drauf.

Weitere Infos zum Thema: www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/frische-nahrungsmittel-preise-fuer-lebensmittel-steigen-um-fast-zehn-prozent-so-teuer-sind-die-einzelnen-produkte/25774446.html?utm_term=Autofeed&social=fb-hb_hk-li-ne-or-&utm_medium=Social&utm_content=hb_hk&utm_source=Facebook&ticket=ST-5595692-RzIPEep9Qoyqzv4ya2rX-ap5#Echobox=1587892810

Ja, schauen wir mal ...

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