Darmflora und Gemütszustand

09.02.2019 21:57

Du bist, was Du isst. Was der Volksmund schon wusste, findet seine Bestätigung immer wieder auch durch die moderne Wissenschaft: www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Studie_bestaetigt_moeglichen_Einfluss_der_Darmflora_auf_die_Psyche1771015590667.html

Das Gehirn des Menschen steht durch Nerven, Hormone und das Immunsystem in engem Kontakt mit der Darmflora. Doch die Kommunikation erfolgt in beiden Richtungen, denn auch die Darmmikroben beeinflussen Entwicklungs- und Stoffwechselprozesse, möglicherweise sogar Psyche und Verhalten ihres Wirtes. Jetzt konnten belgische Forscher einzelne Gruppen von Darmbakterien identifizieren, deren Vorkommen mit einem geringeren oder größeren Risiko für Depressionen und generellem Wohlbefinden verbunden ist. Aus genetischen Analysen schließen sie zudem, dass zahlreiche Bakterien des Darm-Mikrobioms neuroaktive Stoffwechselprodukte freisetzen, von denen sich einige als Neurotransmitter positiv oder negativ auf die psychische Gesundheit auswirken könnten, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Microbiology“. Die Ergebnisse weiterer Forschungsarbeiten würden sich daher für Diagnose und Therapie psychischer Störungen möglicherweise als nützlich erweisen.

Burger schrieb in "Die Rohkosttherapie", dass man mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung permanente Glücksgefühle hat, die da aus dem Bauch hochströmen. Was ich bestätigen kann. Die richtige Diät, das Richtige zu essen, macht wirklich glücklich.

Umgekehrt kann ein Ungleichgewicht zu Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit oder gar Depressionen führen.

Bei mir besonders ausgeprägt ist die "Zuckerdepression", sprich, wenn ich zuviel Süßkram esse, dann bekomme ich Darmprobleme und werde leicht depressiv.

Ich hatte das Thema schon mehrfach im Blog :

rohkost4.webnode.com/news/ich-ess-doch-roh-und-dennoch-hab-ich-verdauungsprobleme-/

rohkost4.webnode.com/news/depressive-verstimmung-und-fruchtzucker/

rohkost4.webnode.com/news/rosenkohl/

(Biotinmangel)

rohkost4.webnode.com/news/interessantes/

(Vegetarier haben häufiger Depressionen / Burger: ohne Fleisch, wenn benötigt, entstehen Depressionen)

Und ich hatte schon länger die Darmflora im Verdacht, dass die dann Depressionen auslöst. So wie eine ausgewogene Kost eben glücklich macht und dieses Glück eben aus dem Bauch aufsteigt, so kann unausgewogene und unharmonische Ernährung aus dem Bauch heraus unglücklich machen.

Es ergab sich ein enger statistischer Zusammenhang zwischen der Diagnose von Depressionen und verminderten Keimzahlen von Bakterien der Gattungen Coprococcus und Dialister. Diese Beziehung war unabhängig von der Einnahme eines Antidepressivums. Menschen mit einem hohen Anteil an Faecalibacterium- und Coprococcus-Arten, die Buttersäure bilden, stuften ihre Lebensqualität höher ein als andere. Bei denen, die gegen Depressionen behandelt wurden, kamen größere Mengen an Butyricicoccus-Arten vor. Die Resultate bestätigten sich bei einer weiteren Gruppe von 1063 Menschen.

Was die Frage aufwirft, ob das Gemüt die Darmflora hervorbingt oder die Darmflora das Gemüt oder ob das zwei sich gegenseitig bedingende Sachen sind. Stichwort glücklich machender oder unglücklich machender Regelkreis. Gutes Essen -> gute Darmflora -> glücklich -> dadurch noch besseres Essen. Oder eben die Abfloge unglücklich -> unausgewogene Ernährung -> Veränderung Darmflora -> unglücklich.

Oder hat das auch was mit Antibiotika zu tun? Das findet sich hier leider nicht im Text.

Interessant ist, dass wenn die Darmflora hier wie auch immer involviert ist, so kann man da bei gemütskranken (schönes altes Wort) Menschen eben tatsächlich dort auch ansetzen und kann vielleicht über die Ernährung Verbesserungen erzielen.

Es erklärt auch, wieso eine ausgewogene Rohkost auch so heilsam wirkt, eben auch auf das Gemüt. Man kann sich wirklich glücklich essen!

Aber natürlich auch umgekehrt. Aber weil man eh schon den Fokus auf der Ernährung hat, ist man eher auch geneigt, hier wieder mehr zu experimentieren. Und siehe da, zumeist hat man hier wirklich auch die tieferen Ursachen gefunden.

Beindruckt waren ja hier auch die Schilderungen von Jordan Peterson und seiner Tochter, die beide familiär bedingt unter Dpressionen litten und diese mit einer Carnivordiät bezwangen. Hier kann man auch spekulieren, dass sich die Darmflora vllt zum Besseren verändert hat.

Nun ist Depression nicht gleich Depression.

Es gibt eben die Zuckerdepression, wie in den Links ausführlicher beschrieben, aber dann auch die Liebesdepression, die sich zumeist aus frühkindlichen Traumats und unterdrückten Emotionen speist. Die muss dann auch psychoanalytisch - bioenergetisch behandeln, damit sich da die angestaunten Energien, oft rasende Wut und Hass, von denen man oft selber garnichts weiß, weil unterdrückt, lösen.

Schließlich suchten die Forscher in den Genomen von 532 Arten der Darmbakterien nach Genen, die die Produktion oder den Abbau von 56 neuroaktiven Substanzen steuern. Ihre spezielle Analysetechnik ergab, dass zahlreiche Mikroben über solche Gene verfügen, die unter anderem zur Bildung des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA) führen oder zu einem Abbauprodukt des Dopamins. „Im menschlichen Darm werden zahlreiche neuroaktive Verbindungen produziert“, sagt Erstautorin Mireia Valles-Colomer. „Wir wollten untersuchen, welche Keimarten solche Moleküle freisetzen, abbauen oder verändern.“ Dann könnte eine gestörte Darmflora als Ursache psychischer Störungen erkannt und ein Patient gezielt behandelt werden. Noch steht allerdings der definitive Nachweis kausaler Beziehungen aus.

Der Körper ist eben eine Einheit und alles hängt miteinander zusammen. Und von diesem Blickwinkel aus ist es durchaus logisch, dass sich Störungen eben auf verschiedenen Ebene gleichzeitig zeigen und dass die Organe nicht abgekoppelt vom Rest des Körpers betrachtet werden können.

Körper- Geist - und Seele bilden eben eine Einheit und beeinflussen sich gegenseitig. Wo da jetzt die eigentlichen Wirkzusammenhängen sind, muss man noch rausfinden, aber es zeigt sich eben immer wieder, das der Körper ein hochkomplexes System ist, dass immer wieder beeindruckende Zusammenhänge offenbart.

Vor diesem Hintergrund auch interessant: www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Darm_Hirn_Achse_des_Boesen__Darmkeime_koennen_psychische_Stoerungen_ausloesen1771015590329.html

Vor diesem Hintergrund macht eine ausgewogen eund naturbelassene Ernährung noch mehr Sinn.

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