Das Bezugssystem ist falsch

28.02.2016 20:05

Ab jetzt wird auf Facebook ja anscheinend kontrolliert, was "genehm" ist und was nicht. Die Gedankenpolizei wird also mehr und mehr installiert. Natürlich sind Hasspostings unerträglich, aber wo beginnt ein Hassposting, und wo eine differentzierte Meinungsäußerung? Wie will man diesen Übergang definieren? Normalerweise prüfen dies Gerichte! Und wer sagt, dass es beim Löschen von "Hasspostings" bleibt?

Facebook hat in dieser Woche mit der Kontrolle von Postings auf seiner Website begonnen. Das Unternehmen teilte mit, es werde sicherstellen, dass „schlechte Inhalte“ entfernt werden. Diese Inhalte werden Facebook von Nutzern gemeldet und dann von einem deutschen Dienstleister entfernt.

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Es ist äußerst fraglich, ob ausgerechnet Facebook, dem erst vor wenigen Monaten klar geworden ist, dass Hass-Postings ein Problem sind, die geeignete Instanz ist, um über Inhalte auf deutschsprachigen Websites zu befinden. Offenbar geht es auch um die Kontrolle von politischen Themen: So wurden die Deutsch-Türkischen Nachrichten zensuriert, weil in einer Artikelüberschrift die PKK genannt wurde. Die Administratoren der DTN wurden für 24 Stunden gesperrt. Eine Reaktion von Facebook liegt nicht vor.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/27/facebook-loescht-user-inhalte-im-auftrag-der-bundesregierung/

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben schon Konsequenzen gezogen und stellen ihre Facebookpostings ein. Das sind alles keine guten Entwicklungen und man muss natürlich mal die Frage stellen, wie es dazu gekommen ist, dass Menschen solche heftigen Impulse haben, dass sie "Hasspostings" schreiben.

Klar, vielleicht gibt es unverbesserliche und hartleibige Menschen, aber normalerweise entstehen diese Impulse nur, weil etwas grundsätzlich nicht in Ordnung ist. Und ich glaube, dass hat etwas mit Mitbestimmung zu tun. Sowie man das Gefühl hat, man wird übergangen, verraten und verkauft, kommen ungute Impulse auf. Wenn die dann ins Leere laufen, wird man entweder noch aggressiver, zynisch oder gar verbittert. Oder man versucht das Beste draus zu machen. Was aber nicht heisst, dass es nicht dennoch Belastungen und Einschränkungen bedeutet, die eigentlich unnnötig waren.

Mir ist auch eines aufgefallen: Jede Generation handelt unterschwellig oder offen gegen die Interessen ihrer Kinder. 

Ich will das erklären: normalerweise sollte man so leben, dass es die Kinder besser, oder zumindest nicht schlechter haben. Mittlerweile glaube ich aber, dass die Menschen seit einigen Generationen immer so leben, dass ihre Kinder und Enkel irgendwas ausbaden müssen. Als Beispiel möchte ich hier nur mal kurz die Generation hernehmen, die den ERSTEN Weltkrieg ausgefochten hat. Die Generation später musste dieses Versagen im zweiten Weltkrieg ausbaden, weil man keinen wirklichen Frieden herstellen konnte. Die Generation danach waren in der Wahrnehmung alles Nazis. Und mussten, obwohl erst nach dem Krieg geboren, dafür "büßen".

Irgendwann müssen die Kinder, die jetzt leben, mal den Irrsinn der Umweltverschmutzung, der Überbevölkerung, der Massenmigrationen und der Vergiftung der Ökosphäre mit Umweltgiften ausbaden. Man redet zwar oft blumig von der "nächsten Generation", an die man denken müsse, aber man handelt, als ob NUR die Jetzige wichtig wäre.

Ich halte dies für extrem schadhaftes Verhalten. Irgendwas hat da unseren Fürsorgetrieb gehackt. 

Und das ist Geld! Das ist unser Gott, unser Fetisch, unser goldenes Kalb.

Nur EIN Beispiel: wir erlauben weiter die Verwendung von Glyphosat, was offensichtlich krebserregend ist. Aber nicht, weil es dem gegenüber Eigenschaften hat, die man nicht andersweitig bekommt, sondern weil es riesige Profite bringt!! Es geht nur noch um die Kohle!

Noch eines: wir diskutieren den Klimawandel. Aber statt das Geld jetzt in Alternativen zu stecken und den Ölpreis rauf zu setzten, wird dieser aus geopolitischen gründen künstlich unten gehalten und in den Abbau von Methanhydrat investiert. Gehts noch irrer?

Kommt man da mal raus aus diesem Desaster?

Aus meiner Sicht nur mittels Verzicht! Rückfahren der Produktion, mehr Menschen wieder zurück in die Landwirtschaft bringen, um von Giften unabhängig zu werden, Abschaffung des Zinsgeldes, Bevölkerung nicht mehr anwachsen lassen. Nur mal so als kleine Beispiele...

Wird das demnächst mal passieren in großem Stil? Na, da mache ich mir aber gar keine Illusionen.

Mit meiner Einstellung (mehr Verzicht) ist man darüber hinaus für Weibchen nicht besonders attraktiv. Wenn man aber viel Geld hat, egal wie das verdient wird, erhöht sich sofort die Auswahl an potentiellen Partnerinnen.

Das, was im natürlichen Kontext mal das Überleben gesichert hat, dass der beste Jäger am begehrtesten war, fällt uns heute auf die Füße. Diese Erkenntnis hatte ich schon vor Jahren in einem anderen Kontext, als einige Rohköstlerinnen sich beklagten, dass die Großeltern ihre Anstrengungen torpedierten, indem Kindern z.B. Schokoloade etc. gefüttert wurde. Aber auch da: das Bezugssystem ist schief! Im natürlichen Kontext ist das sinnvoll und logisch, dass die Enkel die besten Happen bekommen. In unserem widernatürlichen System wird das vollkommen pervertiert!

So ja auch die Vorliebe der Frauen für erfolgreiche Männer. In dieser Welt, wo sich die Umweltbedingungen geändert haben, fällt uns dieses genetische Programm jetzt auf die Füße, da jeder Mann sich entsprechend anstrengen muss, erfolgreich zu sein und das mit entsprechenden Statussymbolen auch zu zeigen! Und diese Anstrengungen führen in dieser widernatürlichen Welt zu NOCH MEHR Müll und Verschmutzung.  

Wer das nicht glaubt, muss sich nur mal die Schwellenländer anschauen.

Der Mensch hat sich also eine Welt erschaffen, wo er bald selber nicht mehr reinpasst und wo sein genetisches Programm zum Untergang führt! Was für eine Ironie!! 

Dazu der Dalai Lama: "Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten." - recht hat er.

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