Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu.

12.11.2017 17:18

Also ich bin ja wirklich geschockt von dieser Arte-Doku. Das ist so ein riesiger Wahnsinn! Das gab ja schon einige Dokus wie "Unser täglich Gift" und "Die Akte Aluminium", wo man sich nur fragt, was genau mit den Menschen schief gelaufen ist, dass sie ohne den Hauch eines Zweifels ihre Welt mit allerlei Chemikalien vergiften, aber Todesangst empfinden, wenn sie einen Bio-Blumenkohl roh essen sollen. Da denken wirklich viel, sie müssten dann sterben.

Es steht eben alles Kopf!

Apropos Gemüse und Obst:

1. Noch gibt es ein paar Birnen. Wunderbare Sorte. Die Birne ist ja eigentlich hier im Norden die Königin der Früchte, so reichhaltig und exotisch ist ihr Geschmack zum Teil! Die Sorte im Bild erinnert stark an Sapote Blanco. Nur besser!

2. Sellerie, Möhren, Rettich, Rote Beete, Herbstrübchen - Gemüse gibt es noch richtig gutes.

3. Rosenkohl - eines meiner Lieblingsgemüse. Die Pflanzen haben wir selber gezogen. Saatgut kam von Dreschflegel. Jetzt im Herbst einfach nur genial.

4. Knollensellerie - diesjährige Ernte. Die habe ich heute rausgemacht. November ist ja die beste Zeit um Sellerie zu ernten. Vor dem ersten Frost sollten die raus, damit sie, da sie ja überirdisch wachsen, keinen Frostschaden bekommen. Wurzelgemüse, dass tief in die Erde geht wie Möhren, kann auch mal eine Nacht mit leichten Frösten ab, da die Temperaturen im Boden ja nicht so schnell reagieren wie in der Luft.

Auf alle Fälle kommt morgen noch der Rettich raus, da er auch zum Teil überirdisch wächst und die Salate müssen abgedeckt werden. Es soll Dienstag auf Mittwoch den ersten Frost geben. Na schauen wir mal!

Na ja, ich habe versucht, in meinem ganz kleinen Rahmen so viel zu ändern, wie es ging. Jeder kann nur immer vor seiner Haustüre kehren, aber grundsätzlich erscheint mir die Entwicklung auf vielen Ebenen schlichtweg in die Katastrophe zu führen. Auf so vielen Ebenen gibt es Entwicklungen, wo man eigentlich sofort heftigst umsteuern müsste. Passieren tut leider nicht viel.

Wie gesagt, ich kann nur in meinem sehr sehr sehr sehr begrenzten Rahmen etwas machen. Aber genau da versuche ich das auch anzupacken.

In der Doku sieht man aber auch, das zum Beispiel Rohkost alleine nicht reicht. Die Änderung muss tiefer gehen, da man ja sonst weiterhin mit vielen Umweltchemikalien in Kontakt kommt. Für mich als Erwachsener ist das vielleicht nicht mehr ganz so dramatisch, aber gerade in sehr sensiblen Phasen der Entwicklung, wie in der Schwangerschaft, sollte man da wirklich drauf achten.

Je weniger Konsumschrott und je mehr Natürlichkeit, desto besser. Das Problem: dann bricht das System zusammen. Und da alle maßgeblich am Tropf hängen, kann man auch mit entsprechenden Widerstände rechnen. Nichts bringt das besser auf den Punkt als der Film "Die Matrix".

Und als Rohköstler muss ich mich natürlich auch fragen, ob ich Teil der Lösung oder Teil des Problems bin, wenn ich mir die Mangos aus Thailand einfliegen lasse. Darüber hinaus möchte ich garnicht wissen, was die verschiedenen Versender damals für pestizidbelasteten Schrott verkauft haben. Das war ja alles nicht zertifiziert, sondern war eher so ein bisschen Eigenkontrolle.

Im Grunde hat der Hans-Joachim Maaz es ja auf den Punkt gebracht, wenn er sagt, wir leben alle ein falsches Leben. Und dass dieses falsche Leben eben immer wieder Symptome hervorbringt, die eben immer heftiger werden, wenn das falsche Leben weiter geführt wird. Eben weil das gesunde Leben sich über diese Symptome Geltung verschaffen will.

Die Frage ist also im Grunde nur: wie schlimm wird es noch, bevor es ein Aufwachen und Umdenken gibt?

Aus sich selbst heraus scheint es kein Umsteuern zu geben. Und dass es schon in der Vergangenheit sehr schlimm wurde, um bestimmte "krankhafte" Entwicklungen zu überkommen, zeigten zwei Weltkriege und andere Katastrophen. Hier verweise ich nochmal auf den entsprechenden Vortrag von Hans-Joachim Maaz hier (ab Minute 17:40).

Wie schlimm wird alles noch werden? Das ist die große Frage auf die auch niemand eine Antwort weiß. Aber eine Antwort kann jeder geben: Was bin ich bereit zu tun?

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