Das große Jammern

27.11.2019 22:09

So, heute war mein letzter Carnivortag. Alles soweit aufgefressen. Am Ende noch das Knochenmark rausgelöffelt. Das wars. Immerhin 14 Tage. Jetzt träume ich von Datteln! lol

Zum Sport war ich heute auch wieder, obwohl die Energie so langsam aber sicher in den Wintermodus geht. Aber ich habe dennoch einiges an Gewichten bewegt. Nur mit Ausdauer brauch mir derzeit keiner kommen... mal sehen, wie lange ich insgesamt noch Lust habe.

Ansonsten bin ich gerade über den Artikel bei Telepolis gestolpert.

www.heise.de/tp/features/Wie-die-Energiewende-sabotiert-wird-4596123.html

Da jammert einer, dass die Energiewende sabotiert wird.

Kommentar: Die Energiewende ist unumgänglich, wird aber von allen, die an den fossilen Technologien verdienen, erbittert bekämpft.

Schuld haben mal wieder die anderen. Nicht der eigene Unsinn, die Missachtung physikalischer Gesetze und die neoliberale Staatsunfähigkeit, große Projekte, wo das Zusammenspiel vieler Beteiligter koordinieren werden muss, in den Griff zu kriegen sind Schuld am Versagen, sondern die "Anderen".

Der Analitik hatte das hier einfach treffend auf den Punkt gebracht:

Das war schon mit der Energiewende so, weshalb sie in der Sackgasse angekommen ist. Während man überall Solaranlagen und Windkrafträder hingeklatscht hat, kümmerte sich niemand darum, das Problem der Energiespeicherung und des Netzausbaus zu lösen. Was nützt es, wenn bei viel Sonnenschein und günstigem Wind der gesamte tägliche Energiebedarf Deutschlands mit Wind- und Solarstrom gedeckt werden kann? Am nächsten Tag ist es bedeckt und windstill – aber 100% der Wirtschaft und der Bevölkerung erwarten Strom aus der Steckdose in dem Ausmaß, in dem sie es lustig haben. Das bedeutet, dass die konventionellen Stromerzeuger, die unabhängig von der Witterung arbeiten, in einem Umfang erhalten werden müssen, um den Großteil der täglichen Energieerzeugung zu decken. Das sind keine überraschenden Erkenntnisse, die uns erst jetzt offenbar werden. Jeder vernünftige Ingenieur konnte das vor dem Bau des ersten Windrades vorrechnen. Aus der Erkenntnis bevorstehender Probleme ergibt sich die Notwendigkeit eines Plans, der die Problemlösung beinhaltet, und dann die Notwendigkeit der Durchsetzung des Plans.

analitik.de/2018/11/16/zur-liberalen-selbstkastration-der-politik/

Und jetzt wird da gejammert, dass ich die Balken biegen. Es wird geweint, gezetert, geschimpft, geleugnet. Alle Phasen der Abwehr werden durchlaufen, bis man akzeptiert, was da passiert: diese Energiewende ist gescheitert. Ohne Erdöl, Erdgas und Kohle wirds so schnell nüscht.

Das kann man je nach dem gut oder schlecht finden, egal.. es ist wie es ist und das sind die Realitäten.

Gegen die Energiewende agieren nicht nur die Stromversorger und die Atom- und Kohlelobby, sondern auch die Ölkonzerne. Nachdem es den Lobbys nicht möglich war, das EEG zu verhindern, wurde und wird die Strategie verfolgt, den Umstieg auf Ökostrom so teuer wie möglich zu machen und dann aus Kostengründen den Zubau neuer Anlagen zu deckeln.

Ich dachte, es wird immer billiger! Wie viele User in den Kommentarspalten haben da geschrieben, dass es immer billiger werden wird? Anscheinend platzt da jetzt auch eine Illusionsblase.

Jetzt das große Gejammer.

Nochmal der Analitik:

Der Staat hätte die notwendigen Arbeiten bestimmen, verteilen und über die Durchführung wachen sollen – im Gegenzug hätte er Geld an diejenigen verteilt, die sich an der Arbeit beteiligen. Stattdessen hat der Staat den Wunsch nach einer Energiewende ausgesprochen und Geld regnen lassen. Jeder tat, wozu er Lust hatte oder was die meisten Gewinne abwarf. Das, was zusätzlich getan werden musste, aber schwieriger oder nicht gewinnbringend erschien, wurde einfach nicht getan. Und so hat Deutschland eine medial gefeierte Energiewende, die sich darin erschöpft, parallele Strukturen der Energieerzeugung zu pflegen (was der Verbraucher bezahlt) und seine Nachbarstaaten mit dem Auffangen der Schwankungen in der Energieproduktion zu belasten.

Wir werden von Ideologen regiert. Also es ist schon erschreckend, wie sehr sich das Land mittlerweile zum Schlechteren verändert hat. Früher konnte man die Uhr nach der Deutschen Bahn stellen.. heute? Ich bin ja in den letzten zwei Jahren aus purem Idealismus (ja, ich lebe so, wie es die Grünen gerne wollen) mehrmals mit dem Zug gefahren. Was habe ich da für Odyseen durchlebt. Einmal in Halle gestrandet, mein Bruder musste mich abholen, einmal in Hannover, ging mit dem Taxi heim, dann endlose Zugausfälle mal in Kassel, hunderte frutrierte und genervte und gestrandete Reisende... funktioniert einfach nicht mehr.

Gleichzeitig werden die extra hochgetriebenen Ökostromkosten über die EEG-Umlage auf die Strompreise für die Bevölkerung umgelegt und diese damit gegen das EEG und die Energiewende aufgehetzt.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, aber gut... erstmal die Schuld für das Scheitern anderen in die Schuhe schieben.

Für das sinnlose Hochtreiben der Investitionskosten gibt es viele Beispiele. Nehmen wir die offshore-Windparks. In anderen Ländern, z.B. Großbritannien, werden diese relativ nahe an der Küste im flachen Wasser errichtet. Bei uns wurde das per Gesetz aus Landschaftsschutzgründen verboten, weil der Anblick der Windräder die Aussicht störe.

Am Besten, wir stellen sie in die Ortschaften. Dann bleibt die Landschaft frei..

Ich habe das ja gesehen bei meiner Schiffsreise 2013. Da war alles zugebaut in der Nordsee.

Ähnlich ist es bei den neuen Stromtrassen. Diese sind für die sinnvolle Nutzung des Ökostroms aus Norddeutschland absolut notwendig. Das liegt aber nicht im Interesse der Gegner der Energiewende.

Vor allem viele Anwohner sind da zurecht dagegen! Und wenn, dann fordern sie Erdkabel, was nochmehr um ein Vielfaches teurer wird.

Wenn wir entsprechende Nord-Süd-Stromtrassen hätten, könnten wir den in Norddeutschland zu viel erzeugten Ökostrom in die süddeutschen industriellen Ballungszentren transportieren und dort sinnvoll verbrauchen.

Mein Vorschlag: wir verlagern die ganzen Industrien, die so stromintensiv sind, nach Norddeutschland, wo der Strom produziert wird, sparen uns die Stromkabel und machen aus Bayern wieder ein nettes Agrarland. Dito Baden-Würtemberg. Mit vielen Streuobstwiesen und Schafsherden! Wie damals, als man hier schon die großen Industrien in Leuna und Buna hatte, in Dresden und im Ruhrgebiet. Da war der Süden ja auch noch voll das Agrarland.

Jetzt weht der Wind nur an der Küste, also müssen wir das ganze Zeugs in den Norden verlegen.

Macht ja keinen Sinn, den Strom erst durch die halbe Republik zu leiten, wenn man die Verbraucher auch vor Ort ansiedeln könnte.

Sorry Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Südhessen und Baden-Würtemberg. *lol*

Kein Wind = kein Wohlstand.

Aber mal im Ernst: im Grunde soll ja der jetzt erzeugte Zustand mit einer Ökostromerzeugung nachhaltig und dauerhaft sein. Also müsste man wirklich überlegen, ob es nicht Sinn macht, die ganzen Anlagen im Süden abzubauen und im Norden wieder aufzubauen. Das wäre tatsächlich das nachhaltigere Konzept. Das wäre mal eine große Kraftanstrengung und dann hätte man alles vor Ort, da wo der Strom produziert wird. Im Süden wird ja auch in 100 Jahren nicht ausreichend Wind produziert, also machen die Ballungszentren da im Grunde keinen Sinn.

Die sinnvollste, einfachste und billigste Variante, die Stromtrassen zu errichten, wäre, sie als Freileitung zu bauen, wie das bei Hochspannungsleitungen seit jeher üblich ist. Aber dagegen wurde mit dem Argument, dass das die Landschaft verschandelt und damit den Fremdenverkehr gefährdet, in Bayern so lange Stimmung gemacht, bis viele Leute um ihre Existenz und den Wert ihrer Grundstücke fürchteten und deshalb gegen das Projekt Front machten.

Ich sage ja: Industrien in den Norden, Bayern und BW wieder Agrar- und Tourismusbundesländer. Im Grunde ist das die logische Konsequenz. Wenn wir keinen Strom in den Süden bekommen, dazu erst gigantische Leitungen legen müssen, die Menschen sich vehement dagegen wehren, dann muss man eben die Verbraucher näher an die Erzeuger bringen.

Man fordert ja immer regionale Wirtschaftskreisläufe.

Und damit sich das Ganze für die Energiekonzerne auch wirklich rechnet, wird der in Norddeutschland erzeugte Ökostrom, der im deutschen Netz nicht abtransportiert werden kann und deshalb überschüssig ist, dann zu Schleuderpreisen in die Niederlande und über Polen und Tschechien nach Österreich und in die Schweiz verkauft.

Ökoström (auch so ein Euphimismus - was ist dran "öko"?) ist Flatterstrom! Die Natur hat ihre Rhythmen. Mal gibts wenig Wind, mal ausreichend, mal ist Sturm. Naturmenschen haben sich immer an diese Rhythmen angepasst. Egal ob Jäger und Sammler oder die frühen Ackerbaukulturen. Man hat mit der Natur gelebt und hat sich angepasst.

Dann kam das Industriezeitalter, man entdeckte Kohle und Erdöl, baute Kraftwerke, die beständig Strom lieferten und konnte so eine ganz neue Struktur, geannt Industrie-Zivilisation, aufbauen.

Jetzt will man diese Zivilisation erhalten, aber wieder dem Rhythmus der Natur folgen.

Bääp - klappt nicht.

Was JEDER Ingenieur und Mensch jenseits der ideologischen Verblendung, und ich war auch verblendet, also was solls, haben genau DAS vorhergesagt.

Aber siehe Analitik...

Der Extremfall sind negative Preise am Spotmarkt. Diese kommen daher, dass der erzeugte Strom just in time verbraucht werden muss, sonst lassen sich Spannung und Frequenz des Netzes nicht konstant halten und die Netzsteuerung bricht zusammen. Wenn also zu einem Zeitpunkt mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, müssen entweder zusätzliche Verbraucher zugeschaltet oder die Stromproduktion gedrosselt werden.

Na ja, also im Grunde sind diese ganzen Marktreligionen ja absurd. Im Grunde ist die Rechnung ja ganz einfach: wir wissen, was wir an Strom brauchen, wir wissen, welche Energieträger vorhanden sind, wir wissen, welche Kosten wir haben (Lohnkosten, Betriebskosten, Produktionskosten) und dann haben wir einen Strompreis. Die Stromproduktion hätte man als strategisch wichtiges Feld auch in der Hand der Gemeinschaft, sprich Staat, belassen können. Dann hätte man auch staatliche Aktiengesellschaften gründen können, um Kapital einzusammen usw... wäre alles gegangen. Dann hätte man eben staatliche Energieerzeuger mit entsprechenden Preisen und fertig.

Aber nee... wie schon bei der Bahn, die man privatisierte, den Beamtenstatus der Lokführer aufhob und ihnen so den normalen Arbeitskampf ermöglichte, war dann das Geschrei groß, als die dann eben gestreikt haben. Und jetzt ist das Geschrei wieder groß...

Im Grunde hätte man das Ganze viel umfassender anfassen müssen. Also nicht einfach mal ne Energiewende hinzaubern, sondern es hätte viel tiefgreifendere Änderungen geben müssen. Das geht bis zur Lebensmittelproduktion vor Ort, dem Stromsparen, alternative Gesellschaftsformen, wo wir nicht mehr um alles in der Welt wachsen müssen... wer wieder mehr "Öko" will, muss eben ALLES anfassen und ändern.

Im Grunde ist das wie die Umstellung auf Rohkost. Das ergreift auch alles und jeder Aspekt des Lebens wird beeinflusst.

So hat man aber denacht: alles bleibt beim Alten, nur die Stromprdouktion wird jetzt "Öko".

Wenn wir eine Öko-Energie als Versorgungen haben wollen, müssen wir auch als GANZES Öko werden. Sonst wirds nüscht... sieht man ja auch.

Und jetzt wird gejammert...

Viel sinnvoller wäre natürlich, die Stromnetze schnell ordentlich auszubauen und den Peakstrom für Heizzwecke und zum Laden der E-Autos just in time zu verwenden. Aber daran hat niemand ein Interesse.

Was für ein Geschätz! Also das ist so dumm... das ist in dieser Kategorie:

Arbeitet beim ZDF.

Unsere Elite.

Also der kapiert nicht, dass wir dann unser ganzes Leben ummodeln müssen. Dann werden wir wieder wie die frühen Ackerbauern. Wenns regnet, bleiben wir zuhause, wenn die Sonne scheint gehts raus auf den Acker. Wenn die Schwalben kommen, säen wir, wenn die Kraniche fliegen, ernten wir.

Sprich, wenn der Wind weht, heizen wir (wenn man Pech hat, dann eben im Sommer), und wir laden die Autos, wenn wir Wind haben.

Also man ist fassungslos angesichts solcher Aussagen.

Wie oft hatten wir gerade im Januar und Februar viele windstille Tage mit Sonnenschein und Frost. Hochdruckgebiete. Dann bleibt die Bude kalt. Dann glitzert es nicht nur draussen, sondern auch drin. Und zur Arbeit fahren? Da gehts uns dann wie die alten Seemänner. Bei Flaute rudern. Sprich Fahrrad.

Es geht nicht zusammen. Moderne Industriegesellschaft und Naturrhythmus passt nicht. Das beisst sich. Und genau DAS kommt jetzt auf die große Bühne. Ist ja nicht nur da so: wir haben ja ALLES getan, um von der Natur unabhängig zu werden und den Erfordernissen der modernen Industrie untergeordnet. Es gibt so viele Rhythmen der Natur. Tag und Nacht. Mondzyklen. Jahreszeiten. Biorhytmen. Wir haben uns durch die Dauerverfügbarkeit von Energie vollkommen davon losgelöst. Wenn wir wollen, machen wir die Nacht zum Tag, bauen Anlagen, wo wir im Sommer Ski fahren und im Winter schwimmen, arbeiten mitten in der Nacht ... unsere ganze Zivilisation ist ein Zeugnis der Naturentrückung. Und jetzt wollen wir wieder mehr ÖKO, aber natürlich ohne das Ganze in Frage zu stellen.

Das funktioniert nicht.

Es wird nur eine Rundumänderung geben, oder wir bleiben bei Kohle und Erdöl. Anders wirds nicht gehen.

Entweder roh oder gekocht.. so halbgares Zeug ist zumeist nicht der wahre Jakob.

Aber natürlich ist nur der böse Ökostrom an den hohen Strompreisen in Deutschland schuld.

Ja, ist er. Siehe Analitik.

Die deutsche Autoindustrie hat sich lange geweigert, ihr Sortiment auf Elektroautos umzustellen. Das ist jetzt vorbei und offiziell wird der Umstieg auf Elektroautos verkündet.

Angebot und Nachfrage. Wer will denn so ein Ding haben? Das ist doch auch wieder so eine halbgare Sache! Man zwingt die Konzerne da was anzubieten, was keiner kauft, wo es keine Infrastruktur dazu gibt und wundert sich, dass die da nur ganz unwillig reagieren.

Man will in Zukunft "echte" E-Autos mit ca. 300-400 km Reichweite bauen. Dafür benötigt man dann 60-100 kWh Akkukapazität pro Fahrzeug. Da die Akkus Mangelware sind, ist damit schon gesichert, dass nicht zu viele E-Autos gebaut werden können.

Wenn ich sowas lese, könnte ich die Hände vors Gesicht schlagen und bitterlich heulen und schluchzen. Diese Dummheit tut so weh.. wie muss dieser Mensch leiden. Also wenn ich sowas lese, ich schwörs euch, ich könnte da quäken. So als Überlastungsreaktion. Wenn man mit etwas konfrontiert wird, hier Dummheit, und man so überfordert ist, dass es ein Ventil braucht... eben Tränen.

Mein Gott!!! Mein Ford ist mit einer Tankfüllung über Tausend Kilometer gerollt! Und der verkauft da 300km schon als Errungenschaft und wundert sich, dass diese Scheißbuden keine Sau haben will.

Und Akkus gibts eh nicht... und weil es keine Akkus gibt, sind die Konzerne Schuld, und sabotieren den Ausbau der E-Mobilität...

Jetzt wurden in Berlin gerade neue Förderprogramme für den Ausbau des Ladesäulennetzes beschlossen. Damit will man bis 2030 eine Million Ladesäulen bauen. Und bis dahin bleiben die E-Autos dann eben Ladenhüter, denn die schlecht ausgebaute Ladeinfrastruktur schreckt natürlich viele potenzielle Käufer ab.

Ja Potztausend! Watt nu? 555-Dr. Schuh? Ja, dann gehts eben nicht schneller. Oder wie soll  das laufen? Kaufzwang trotz fehlender Ladesäulen?

Die Plug-In-Hybridfahrzeuge werden zwar immer schlecht geredet, weil sie mit ihren zwei Antriebssystemen zu aufwändig und teuer in der Herstellung seien, aber die eingesparte Akkukapazität kostet mehr als der komplette Verbrennungsmotor mit allem Drum und Dran.

Wie schön war der Diesel. Und für die Städte hätte man eben die E-Mobilität ausgebaut und vor allem die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch Park and Ride wäre möglich. Die wollen wieder alles über einen Kamm scheren.. bzw. es ist eh sehr stadtzentriert alles... die ganze Denke.

Und was mich immer wundert: wieso ziehen die Leute nicht aufs Land, wenn sie die Luft in den Städten schlecht finden?

Wenn wir im Zuge der Energiewende die doppelte Strommenge verbrauchen, müssen wir diese natürlich auch durch die Netze transportieren. Und die sind gegenwärtig dafür nicht ausgelegt. Aber es ist ein großer Unterschied, ob man ein vorhandenes Netz ausbaut, indem man Engpässe gezielt aufbohrt, oder ob man ein völlig neues Netz aus dem Boden stampft.

Dazu kommt, dass ein E-Auto für die CO2-Bilanz nur etwas bringt, wenn es mit Ökostrom betrieben wird. Wenn mit Kohlestrom gefahren wird, hat das E-Auto eine schlechtere Bilanz als ein vergleichbares normales Auto mit Verbrennungsmotor.

Also das beisst sich alles hinten und vorne. Im Grunde müssten wir mal ehrlich die Fakten auf den Tisch legen und dann würde rauskommen, dass wir SO nicht weiterleben können. Das ist dann am Ende wirklich (und das ist es ja auch irgendwo) wie eine Ernährungsumstellung.

Und man würde eben merken, dass das Leben so nicht mehr weitergeht. Mit der Umstellung auf Bio-Energie ändert sich eben auch das ganze Leben und wir können dann nicht einfach so fortfahren und nur alles eben mit E-Autos und Öko-Strom. Diese Diskussion fehlt vollkommen. Da hat man die Grünen, die fordern die Umstellung und die Konservativen, die sagen, das wird so nichts. Der Wähler / Bürger / Leidtragende sitzt in der Mitte und sieht, was die da für einen Zoff machen, dass das alles hinten und vorne nicht zusammenpasst, dass er immer mehr zahlen muss, und bei E-Autos fürs Geld weniger bekommt, aber niemand sagt mal klar und deutlich, dass wir uns als GANZES ändern müssten. Und wie das dann aussehen soll...

Mir fällt da nur der Maaz ein, der das anspricht.

Das ganze ist ein großes Desaster und passt hinten und vorne nicht zusammen.

Damit die E-Autos dann auch wirklich mit Ökostrom geladen werden, müssen auf den Parkplätzen vor den Betrieben und Arbeitsstellen genügend Ladesäulen installiert werden, so dass alle E-Autos den ganzen Tag über am Netz hängen können. Dabei reicht eine Ladeleistung von 10 kW völlig aus. Allerdings müssten die Ladepunkte intelligent sein und von der Netzsteuerung dann zugeschaltet werden, wenn Überschussstrom im Netz ist.

Riesiger Aufwand! Dann den ganzen Tag an der Ladesäule... wer kann, kauft sich einen Benziner oder Diesel. Und wie leicht sind Ladestationen zu sabotieren? Ist das dann wie eine Tankstelle, wo immer einer ist, oder wie läuft das? Würde mich nicht wundern, wenn dann ein neuer Volkssport entsteht: Ladesäulen crashen.

Man macht ja eh alles kaputt, wenn keiner aufpasst. Die Züge sind beschmiert und verdreckt, die Hauswände bekritzelt, die Busse versifft, die Carsharingautos vollgeschissen zum Teil.

Dabei steht uns das Wasser bis zum Hals. Einmal wegen der sich anbahnenden Klimakatastrophe und zum anderen, weil unsere derzeitige Energieversorgung entgegen allen anderslautenden Beteuerungen eben nicht wirklich sicher ist. Dazu noch eine aktuelle Meldung: US-Sanktionen könnten deutsche Treibstoffversorgung gefährden".

Da sieht man mal, was so die Motivation ist: Todesangst vor der Klimakatastrophe. Kleiner Funfact: Obama und seine Frau haben sich gerade ein neues Haus gekauft. Am Meer.

www.forbes.com/sites/kathleenhowley/2019/09/01/inside-the-obamas-new-marthas-vineyard-estate/

Man möge mal hier schauen, um zu sehen, wie nah das am Meer liegt: thumbor.forbes.com/thumbor/960x0/https%3A%2F%2Fblogs-images.forbes.com%2Fkathleenhowley%2Ffiles%2F2019%2F09%2Fabove-showing-ocean-e1567361304212.jpg

Soviel zum Thema Klimakatastrophe. Was weiß Obama, was wir nicht wissen? Wieso investiert der 15 Millionen in einen sicheren Absaufkandidaten?

Die ganze Öko-Strom, E-Mobilität scheint mir entweder ein Fake zu sein, ist vollkommen irrational oder es geht um neues Wachstum. Wirklich Sinn macht das nicht, zumal wenn Klimapräsidenten wie Obama plötzlich direkt in der Gefahrenzone residieren. Das scheint mir alles irgendwie hysterisch und apokalypthisch zu sein.

Speichertechnologien sind erst sinnvoll, wenn alle direkten Möglichkeiten dazu ausgeschöpft sind. Das wird voraussichtlich bei einem Anteil 60-70 % regenerativer Energie am Gesamtverbrauch der Fall sein. Aber da sind wir noch lange nicht. Gegenwärtig beträgt der Anteil gerade einmal 14 %.

Tja.. mein Reden hier schon lange. Wir haben das ganze Land verspargelt, stellen überall Solarpannels auf und haben die letzte Feuchtwiese für Energie-Mais umgebrochen und sind bei 14% angelangt.

Und diese 14% sind Flatterstrom, den uns bei Sturm die Nachbarn plus Kohle obendrauf (lol) abnehmen müssen.

Niemand fragt, wie wir den Strom- und Energieverbrauch senken könnten. Und was wir statt dessen machen und die wir den dann sich ergebenden Wohlstandsabbau anderweitig kompensieren. Durch Beziehungskultur zum Beispiel... aber auch das muss man erstmal lernen!!! Und wieso wir Millionen Migranten aufnehmen, die hier das Wachstum ankurbeln sollen (die gleichen Leute, ungelogen, die damals sagten, dass wir Migration brauchen, weil sonst das Wachstum abschmiert und wir Wohlsstand verlieren, sagen heute, wir müssen das Wachstum einbremsen..WTF!!!).

Aber wenn wir wirklich mal offen und ehrlich reden, würden wir sehen: wir sind für ein Land wie Deutschland zu viele. Wir schrumpfen und das war eine gute Entwicklung. Dann hätte man alles auf Bio und Öko umstellen können, Permakultur usw usw..

Darüber redet aber niemand, auch nicht, wieso immer alles wachsen muss, wieso Menschen von Berlin nach Dresden und von Dresden nach Berlin pendeln usw usw..

Im Grunde ist das wirklich wie bei der Umstellung auf Rohkost: man denkt, och, das mache ich jetzt mal und dann wird man mit dem ganzen Rattenschwanz konfrontiert, der da noch dran hängt. Da sieht man dann, dass es so einfach nicht ist, dass man so auch nicht weiterleben kann, nur eben auf Rohkost und man vieles ändern muss und viele unangenehme Wahrheiten ans Licht kommen, wenn man dann scheitert und sich fragt: wieso?!

Das wird nicht gemacht.

Zum Beispiel: Windräder verschandeln die Landschaft, sie verursachen Lärm, sie können nach Blitzeinschlägen brennen, Rotorblätter verlieren und umfallen, sie töten ab und zu unvorsichtige Vögel, die von Rotorblättern erschlagen werden und sie müssen nach Ende ihrer Lebensdauer rückgebaut und entsorgt werden. Bis hierhin alles richtig, aber nicht weltbewegend.

Da sieht man mal, was so alles für die eigene Ideologie an kruden Verbiegungen gemacht werden... ein paar unvorsichtige Vögel...bisschen Lärm...ganze Landschaften zu Industrieparks gemacht... na ja, das sind eben die Opfer für den klimapolitischen Endsieg.

Hier kann man auf keinem Weg mehr joggen gehen, weil alles verschottert wurde. Früher schöne Feldwege, heute grobe Schotterpisten... aber OK.. wenns fürs Klima gut ist.. gehe ich eben aufs Laufband! Da brauche ich Strom für Licht und Betrieb, die Herstellung hat Ressourcen verbraucht.. zum Sport kommen viele mit dem Auto.

Die Landschaft ist oft schon durch ganz andere Maßnahmen verschandelt, der Lärm stört meist niemand, da die Anlagen auf freien Feld errichtet werden...

Wenn hier der Wind richtig weht, hört es sich an wie Düsenjets, so einen Lärm machen die Dinger... aber das nur nebenbei.

Auch das Argument "Vogelkiller" ist nach meiner Auffassung zumindest zweifelhaft. Natürlich wird ab und an ein Vogel durch ein Windrad getötet, aber wie viele sind das im Vergleich zu Todesfällen durch Flüge gegen Glasscheiben? Von Verlusten durch Hauskatzen mal ganz abgesehen.

Hauskatzen jagen sogenannte "Allerweltsarten". Also zumeist kleine Singvögel. Rotorblätter schreddern zumeist die eh schon gefährdeten Arten wie Milane usw.. Fledermäuse dito. Das hat der Naturschutzbund schon vor Jahren genauso analysiert.

Ach ist das alles bitter...

Der Rückgang unserer Vogelpopulationen geht sicher nicht ursächlich auf die Windräder zurück, eher auf die Zerstörung der Lebensräume der Vögel durch großflächige Umgestaltung der Landschaft, z.B. durch intensive großflächige Landwirtschaft und Nahrungsmangel durch Insektensterben.

Ja.. und in diese Landschaften stellen wir dann noch als Sahnehäubchen die Windräder.. damit auch noch die letzten Individuen erledigt werden.

:-/

Neben dem richtigen Argument, das ein E-Auto eine schlechtere Klimabilanz hat als ein Verbrenner, wenn es mit Strom aus fossilen Brennstoffen betrieben wird, wird hier vor allem mit dem umweltschädlichen Abbau von Lithium und Kobalt sowie menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in den Minen der entsprechenden Entwicklungsländer Stimmung gemacht. Das sind echte Missstände und Verbrechen, aber das liegt nicht an der E-Mobilität und auch der Rohstoffabbau an sich ist nicht die Hauptursache, sondern die Tatsache, dass aus Profitstreben der Konzerne ordentliche Abbauverfahren und Förderbedingungen verhindert werden.

Und mit E-Autos ist das Profitstreben dann vorbei und alles wird besser? Gerechter Lohn für die ganzen Geknechteten?

Man darf das bezweifeln.

Das Ganze passt vorne und hinten nicht... und deswegen funktioniert es auch nicht. Ist im Grunde tatsächlich wie eine Ernährungsumstellung. Das geht nicht halbherzig, da muss man ganz ran und ALLES kommt dann auf die große Bühne. Aber genau das will man ja verhindern, deswegen so ein Wischiwaschigemäre, ein Haufen Zank und Streit und am Ende ist nicht mal sicher, ob es überhaupt was bringt für den Klimaschutz.

Also wie gesagt, ich würde gerne ein gesundes Land sehen, mit glücklichen Menschen, liebevollen Gemeinschaften, gesunden Kids, alternativen Schulen, Permakultur, Paradieslandschaften, Ökostrom... aber das ist denn eine Gesellschaft, die ganz anders ist als das, was wir heute haben.

Und nun muss man sich klar machen, was es braucht, um vom Ist-Zustand dahin zu kommen.

Da wird deutlich, was wirklich für Veränderungen gebraucht werden...

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