Das Grundproblem!

24.03.2017 23:07

Noch eine Anmerkung zum vorhergehenden Artikel: woher kommen diese destruktiven Impulse? Woher kommt der Trieb, trotz besseren Wissens einen aggressiven Krieg gegen die Natur zu führen, mit allen Mitteln selbst der Propaganda, die da reichen von Neusprech wie "Pflanzenschutzmittel", "Tiertransporte" und was es da nicht alles gibt. Von Herrscharen an bezahlten Agitatoren ganz zu schweigen, die überall die Interessen der Kriegindustrie vertreten.

Im Endeffekt muss man sich aber fragen: woher kommt dieser Hass gegen das Lebendige? Dieser Zynismus? (schaut euch mal das Foto an):

Wie zynisch ist sowas eigentlich?

Irgendetwas scheint ja in den Menschen nicht mehr zu stimmen, so dass sie immens destruktive Impulse entwickeln, die sie dann gegen andere Lebewesen und die lebendige Natur an sich richten.

Wilhelm Reich hat hier schon 1927 eschrieben:

'Die Stärke des destruktiven Impulses hängt vom Zustand der sexuellen Befriedigung und dem Ausmass der somatischen Libidostauung ab...'

Wilhelm Reich hat ja das Konzept des biologischen Destruktivität abgelehnt, also dass es quasi in der Natur angelegt ist, destrukiv zu sein. Reich hat ja gezeigt,

dass die irrationalen destruktiven Impulse Folge allgemeiner und speziell sexueller Frustration sind, dass der Grundkonflikt somit nicht zwischen Eros und Todestrieb besteht, sondern zwischen Bedürfnis und versagender Aussenwelt.

Und wir kommen mit immer neuen Gesetzen an, die aber immer nur der Destruktivität, die sich immer neue Spielwiesen sucht, hinterherrennt, weil wir den Grundkonflikt nicht erkennen.

"Das darfst du nicht!" - OK, dann mache ich eben das da kaputt. "Das darfst Du aber nicht!!" - OK, dann mache ich das kaputt. "Du darfst überhaupt nichts kaputt machen!"- Ok, dann schlage ich den Hund.

Und so helfen Gesetze und Verbote nicht viel, weil sich das Grundproblem so nicht lösen lässt. Die Probleme verschieben sich nur. Wie ich schon anhand der Mikroplastik gezeigt habe. Da rennt man dem Problem auch immer nur hinterher. Sowie man irgendwie ein Problem in den Griff bekommen hat, irgendwelche Chemikalien, die dann verboten werden, poppt woanders wieder was hoch. Diesmal ist es eben die Mikroplastik. Es ist vollkommen wurscht, wenn man die auch verbietet, danach kommt das Nächste.

Und so ist es auch mit der Destruktivität.

Wobei sich das natürlich mit dem Ausbringen von irgendwelchen Stoffen überlappt. Das ist ja auch destruktiv.

Wir kriegen aber das Grundproblem nicht gelöst! Wir kriegen die Destruktivität nicht gestoppt. Man muss nur schauen, was der Kapitalismus alles zerstört hat: die halbe Welt! Wälder abgeholzt des Profits willen, Meere leergefischt, Groß-Familien zerstört, ja die Gesellschaft regelrecht atomarisiert, es gibt weltweit ein kulturelles "Artensterben", Klimaerwärmung usw usw... dem allen liegen ja immense destruktive Impulse der Menschenmassen zugrunde. Menschenmassen, die genau dieses System erfinden, etablieren und übernehmen.

Eine Masse an Menschen mit destruktiven Impulsen hält ein destruktives System am Laufen.

 

Das heisst also, das "System" ist nur so, wie es ist, weil die Masse der Menschen es hervorbringt und am Laufen hält. Und wenn das System destruktiv ist, und der Kapitalismus zerlegt sich ja gerade selber, dann doch nur, weil die Masse der Menschen destruktiv sind.

Und das MUSS auch so sein, schließlich sind fast alle Menschen beschädigt.

Wenn man keine destuktiven Impulse hätte, würde man dann jemanden überhaupt einen Kredit gegen Zins geben können? Würde man dann überhaupt Gifte auf die Äcker sprühen können? Würde es einem nicht zutiefst erschrecken, wenn plötzlich die Bienen sterben? Statt dessen wird versucht, das Zeug weiter zu verkaufen.

Das ist krank!

Wir versuchen nun mit Gesetzen und Verordnungen einer Krankheit beizukommen! Und vielleicht gibt es, anders wie bei Hollywoodfilmen, kein Happy End. Vielleicht ist es schon zu weit fortgeschritten.

Aber wie heisst es so schön: es gibt keine Alternative zum Optimismus! :-)

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