Dauerkrise oder Heilung?

08.03.2020 12:50

Ich schaue gerade so ein bisschen Nachrichten und ich muss sagen: dadurch, dass wir die Krise von 2015 nicht genutzt haben, um als Gesellschaft zu wachsen, zu mehr Bewusstheit und Gesundheit zu kommen, scheinen wir dazu verdammt, dass es jetzt noch schlimmer wird.

Derzeit gibt es ja wieder tausende Menschen, die sich ein besseres Leben in der EU, und hier nicht in Polen, Tschechien oder Ungarn, sondern in Westdeutschland, Schweden, Frankreich und anderen reichen Ländern, erhoffen und zum Teil gewaltsam Einlass verlangen, was die Frage aufwirft, ob man da noch von Flucht sprechen kann.

Als Ostdeutscher kann ich diese Menschen aber voll und ganz verstehen. Zumeist machen sich die Menschen in West-Deutschland keinen Begriff, welchen Kahlschlag es hier in den 1990ern gab und welche Umbrüche damit einhergingen, welche Unsicherheiten, Ängste und massive Einschnitte es in so ziemlich jeder Familie gab.

Auch damals sind die Menschen zu Tausenden, wenn nicht gar Millionen, in den Westen geströmt, um dort ein besseres Leben zu finden. 

Nur waren das eben zumeist sehr gut ausgebildetet, fleissige Menschen, die sich relativ schnell anpassten (manche, die hier weggingen, kamen nach einem Jahr zu Besuch und sprachen schon den schwäbischen oder bayrischen Akzent oder redeten ganz hochdeutsch, weil sie nach Niedersachsen gingen - was so mache hochgezogene Augenbraue verursachte, aber man sah eben einen immensen Integrationswillen). Die meisten von denen haben sich also aufgemacht und haben im Westen fleissig mitgeholfen, den Reichtum und den Wohlstand zu mehren.

Man kann die Menschen also verstehen, die aus unsicheren und prekären Lebenslagen fliehen wollen und sich woanders ein neues und besseres Leben erhoffen.

2015 hat man ja die Migranten (Flüchtlinge sind es rein rechtlich nicht, weil der Status "Flüchtling" nur für das erste sichere Land gilt, in das man flüchtet, zieht man weiter, ist es rein rechtlich Migration) oft mit den Ostdeutschen verglichen, oder mit den Kriegsflüchtlingen aus den Ostgebieten Deutschlands, die vor der anrückenden Roten Armee flüchteten. Man war sich da nicht zu schade, zwei innerdeutsche Migrations- und Fluchtbewegungen herzunehmen und daraus eine moralische Pflicht zur Hilfe zu basteln.

Es kam aber anders, weil man erkennen musste, dass da eben vorwiegend junge Männer kamen, die zum einen das Geschlechterverhältnis hier im Land massiv veränderten und dass in weiterer Folge eben die Illusion des "edlen Wilden", der da nun kommt, an der Realität zerschellt. Es gab viele Vergewaltigungen, Morde, seitdem sind Messerstechereien, bis dahin eigentlich nie ein Problem gewesen, rasant angestiegen, und das ganze Land hat sich daraufhin an dieser Thematik gespalten.

Es gab Befürworter dieser Migration, die entweder wirtschaftliche Argumente anführten, oder eine ethisch-moralische Positionen einnahmen, und es gab Kritiker, die auf die Verwerfungen hinwiesen.

Die Tragik bestand in den letzten fünf Jahren darin, dass man die Kritik massiv abwertete und eigentlich von Tag eins an als rechts, rechtsradikal, rechtsextrem, nationalsozialistisch diffamierte. Das hat bei den Kritikern sofort massive Abwehrhaltungen und auch Hass erzeugt, weil es eben ein ungerechtfertigter Vorwurf war und schon entstand eine tiefe Spaltung in der Gesellschaft, die bis heute nicht mal im Ansatz überwunden ist und die sich nun auch in Wahlergebnissen ausdrückt.

Die Farce, die man da in Thüringen nun erleben musste, ist ja Ausdruck dieser Spaltung.

Jetzt stehen wir wieder an einem Punkt, wo es um Migration geht. Die nächste Generation an jungen Männern steht bereit, einzuwandern und wir erleben wieder die ganze Manipulation in den Medien und dieselbe ethisch-moralische Rechtfertigung wie 2015. Es werden nur Kinderbilder gezeigt, es heisst "Europa der Schade" usw.. also es findet da keine wirkliche objektive Berichterstattung mehr statt, sondern es werden alle Register gezogen, um auf manipulative Art und Weise die Menschen wieder für den nächsten Migrationsschub zu gewinnen.

Der hier hat das recht prägnat auf den Punkt gebracht, wie ich gerade sehe: www.youtube.com/watch?v=k-Iry9aebQc

Das erklärt sich im Grunde einfach daraus:

Germanypop.svg
Von Graph created by User:Kmf164 - UN estimates, World Population Prospects: The 2017 Revision, Gemeinfrei, Link

In 10 Jahren gehen die Babyboomer in Rente, aber es kommt nichts nach. Auf 10 Babyboomer, die in Rente gehen, kommen nur 5- 6 junge Menschen, die ins Leben starten.

Und aus diesem Grund braucht man Migration, weil man mit schrumpfenden Bevölkerungen kein Wachstum generieren kann. Und die Migranten kommen genau aus den Gebieten, wo es umgekehrt ist, wo also auf einen Menschen, der in Rente geht, 2-3 junge Menschen kommen, die ins Leben starten.

Und genau deswegen haben nun die Kapitalisten und die Sozialisten bei diesem Thema eine Allianz gebildet. Nirgends sieht man das so schön wie in Thüringen, wo nun die Neoliberalen von der CDU einen Linken zum Ministerpräsidenten gemacht haben.

Die Kapitalisten brauchen die Migration (und zwar zu Millionen!!!), um das System irgendwie am Laufen zu halten, die Sozialisten wollen Migration für ihre Ziele. Die einen wollen einfach Geld scheffeln und Profite generieren, die anderen das verhasste Land "Deutschland" verändern und abschaffen.

Und genau deswegen treffen sich nun diese beiden Interessen und gehen seit 2015 ein Zweckbündnis ein, dass man nun in Thüringen auch auf der großen Bühne sieht. Schon 2015 / 2016 haben die Linken die Kanzlerin gelobt und nun hat die CDU die Linken in Thüringen an die Macht gebracht.

Jetzt steht die nächste Welle an der europäischen Aussengrenze und schon geht alles von vorne los.

Jetzt demonstrieren wieder viele junge Menschen für die Öffnung der Grenzen.

www.sueddeutsche.de/politik/migration-hamburg-tausende-demonstrieren-fuer-aufnahme-von-fluechtlingen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200307-99-229010

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: ein Freund von mir, Arzt und langjähriger Rohi, wollte für längere Zeit nach Kamerun. Er musste da immense Handstände machen, um ein Visum zu bekommen. Das hat Monate gedauert und war extrem aufwendig.

Nach Deutschland einzuwandern ist dagegen ein Witz und man hat sofort ein Recht auf Hartz4, also einem bedingungslosen Grundeinkommen, denn viele Migranten werden nicht wie Deutsche sanktioniert.

Müsste man eine Chronologie der Flüchtlingskrise schreiben, würde alles mit einer fast schon historischen Dummheit beginnen: Das Bundesverfassungsgericht kippte 2012 die Regeln zur Versorgung von Asylbewerbern und schuf in Deutschland eine Art Hartz-IV-Anspruch für alle Armen dieser Welt: 1500 Euro netto für eine fünfköpfige Familie, dazu kostenloses Wohnen – das ist das Angebot, das Deutschland seitdem der Welt macht. Kaum hatte sich das herumgesprochen, kamen die Armen vom Balkan, die bis heute fast 40 Prozent aller Asylbewerber ausmachen.

www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.leitartikel-zur-fluechtlingskrise-liebe-deinen-uebernaechsten.ef6e2003-3a3e-466a-bed8-d601ebf88cb6.html

(Hervorhebung von mir)

Jetzt demonstriert man da wieder pro Grenzöffnung.

Man wird damit aber nur das Land weiter spalten. Eine neuerliche Migrationswelle kann hier zu einer echten Staatskrise führen. Da können Sachen passieren, die man sich so noch garnicht ausdenken kann. Das kann bis hin zu echten Abspaltungen von Bundesländern kommen (bei den Sachsen könnte ich mir da vorstellen, dass die aus der Bundesrepublik austreten). Die Spaltung wird sich irgendwann auch auf dieser Ebene zeigen.

Also statt endlich die bisherige Spaltung zu überwinden, verschlimmert man es noch.

Da muss man sich die Frage stellen, wie groß der innere Druck der Migrationsbefürworter sein muss, wenn sie trotz der massiven Probleme, die wir jetzt schon haben, mit ermordeten und vergewaltigten Mädchen, mit Kindern, die einfach mal (destruktive Entladung bei stark gepanzerten Menschen) vor Züge gestoßen werden usw, dennoch die Grenzen wieder aufmachen wollen.

Und da kann man sich auch vorstellen, unter welchen Druck die Wirtschaft steht, die dann über ihre Medien (da ist ja NICHTS unabhängig) die Propaganda neu aufrollen und wieder mit Kinderaugen manipulieren und die ethisch-moralische Keule schwingen lassen.

Aber nicht einmal die Wirtschaftsverbände sagen etwas dagegen, im Gegenteil: Sie begrüßen die Flüchtlinge, hoffen auf billige und willige Arbeitskräfte. Dass höchstens zehn Prozent der Flüchtlinge arbeitsfähig sind, wie dies unlängst Arbeitsministerin Andrea Nahles einräumte, wird ignoriert. Die Wirtschaft nimmt lieber die 10 von 100, als sich Gedanken darüber zu machen, was mit den restlichen 90 passiert.

Ich hätte das nie so erwartet, dass es Menschen gibt, die so ein immeses Bedürfnis haben, nun endlich gut sein zu wollen, die die Schuldgefühle, die sie haben, weil sie eben wohlhabender sind als der Rest der Welt und auch der Rest der Gesellschaft (oder weil sie immer noch an Schuldgefühlen aus der NS-Zeit leiden), so exorzieren wollen (und dabei neues Leid verursachen), oder die so voller Hass sind, dass sie ihre Heimat regelrecht zerstören wollen, oder die so einen Druck haben, ihre Profitsucht zu befriedigen, dass sie regelrecht über Leichen gehen und mit dem Erzfeind, den Kommunisten, packtieren und pro Migration trommeln, weil wenigsten ein paar brauchbare Leute darunter sind.

Genau das sehen wir hier: eine Mischung aus Kapitalisten, Gutmenschen und Heimathassern. Die haben sich gerade zusammengetan und, jeder aus seiner eigenen Motivation heraus, rufen nun "Grenzen auf!"

Also eine Mischung aus Suchtdruck, Schuldgefühlen und Selbsthass.

Und das wird uns um die Ohren fliegen.

Wisst ihr, wie mir das vorkommt: wie jemand kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Und da muss man sich die Frage stellen, ob wir diesen Zusammenbruch, wie auch immer der aussieht, nicht tatsächlich auch auf der großen Bühne erleben werden.

Wenn sich das Land noch weiter spalten wird, wird es irgendwann mal verheerende Auswirkungen haben.

"Einigkeit, Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand" - na ja, also das sind ja weise Worte.

Und wir erleben nun immer mehr das Gegenteil. Spaltung, Abbau des Rechststaates und zunehmende Einschränkung der Freiheit - Ergebnis: die Zeiten werden dunkler.

Im Grunde müsste genau das: der Suchtdruck, die Schuldgefühle und der Selbsthass, mal auf die große Bühne.

Wir müssten nach neuen Wirtschaftsformen suchen, wo wir diesen Suchtdruck nicht mehr haben!

...was bedeuten würde, dass jeder Einzelne auch mit seiner Gier, seiner Sucht und seinen Mängeln konfrontiert wird. Und das ist eben sehr unangenehm. Im Grunde passiert genau das bei der instinktiven Rohkost. Nirgends wird man mit seinen Süchten so konfrontiert als dort. Oder generell bei einer instinktiven, naturbelassenen Lebensweise. Die Anziehung und die "Sperren" gibt es ja überall. Beim Essen, in der Liebe, beim Spiel, beim Arbeiten.. überall. Und genau dort wird man dann auch mit seinen ganzen Süchten und Fehlprogrammierungen konfrontiert.

Aber wenn die Menschen da gesünder werden, erschaffen sie auch gesündere Wirtschaftssysteme. Wie auch immer die dann aussehen mögen.

Wir bräuchten neue soziale Modelle, wo wir nicht mehr in die Schuldgefühle abrutschen.

Aber auch das würde unangenehme Einsichten erforderlich machen. Zum Beispiel die Frage, wieso man nicht teilen kann (Ressourcen zum Beispiel) usw.

Der Mensch ist ja so gestrickt, dass er immer geteilt hat. Kooperation und Liebe nach innen. Teilen, egoistischer Altruismus - wenn es dir gut geht, geht es auch mir gut! Konsensgesellschaft, statt Diktatur der Mehrheit, weil sonst Wut und Zorn entsteht.

So ist eigentlich unsere genetische Grundstruktur. Weil so eben die Gruppe am besten funktioniert, es am entspanntesten und stressfreiesten ist und sich somit eben die Überlebenschancen des Nachwuchses deutlich erhöhen! In Gruppen, wo es anders ist, Paviane usw.. da sterben ja viel mehr Junge als bei den Bonobos oder bei Naturvölkern.

Und wir müssten eben auch als Gesellschaft teilen, statt andere Länder auszubeuten. Ich schrieb ja oft, dass wir die Probleme des Kapitalismus (ungleich Marktwirtschaft, beim Kapitalismus geht es um die Akkumulation von Kapital, Marktwirtschaft ist sehr viel älter) bis heute nicht gelöst, sondern nur verlagert haben. Waren die Flüsse, die Luft und das Wasser vor 40 Jahren noch dreckig, so sind sie jetzt schön sauber. Aber dafür sind sie heute in Indien, China und Bagladesh total verschmutzt. KEIN Problem wurde wirklich gelöst, es wurde nur verlagert.

Und genau daraus entstehen viele Schuldgefühle bei den reichen Mittelklassekids. Und das machen sich dann die Menschenfänger, die die Migration für ihre Ziele brauchen, zu nutze.

Es braucht also Strukturen, wo diese Schuldgefühle nicht mehr aufkommen, was eben nur geht, wenn man gerecht teilt.

Wie man das erreicht? Gute Frage, muss ich hier jetzt nicht beantworten, weil es dazu auch die Gruppenintelligenz braucht.

Und wir bräuchten eine Struktur, die endlich den Kindern eine schöne, liebevolle und erfüllte Kindheit ermöglicht, so dass sie nicht in den Selbsthass, die Gier und den Egoismus abgleiten. 

Das wäre die Hauptsache.

Wie es aussieht, werden wir aber auf die harte Tour lernen.. aber gut, vielleicht passieren ja noch Wunder.

Schauen wir mal.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich habe eigentlich keine Lust auf noch mehr Drama.

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