Der amerikanische Traum

06.11.2015 15:42

Der Kapitalismus frisst seine Kinder:

Bis 2013 würden statistisch 96.000 Weiße im mittleren Alter noch leben, wenn die Lebenserwartung auf dem Level von 1998 geblieben wäre. Und wenn die Lebenserwartung wie eigentlich erwartbar weiter kontinuierlich gestiegen wäre, wären statistisch fast eine halbe Million Menschen nicht gestorben. Die Mortalitätsrate der Schwarzen im mittleren Alter ist weiter höher als bei den Weißen, aber die Kluft schließt sich,  

Auffällig ist, dass ein Anstieg vor allem bei Medikamenten wie Antidepressiva, lipidsenkende Mittel, Protonpumpenhemmer und Muskelrelaxantien zu beobachten ist. 8 von 10 der am meisten verschriebenen Medikamentengruppen dienen zur Behandlung von kardiometabolischen Erkrankungen. Die Autoren vermuten, dass dies mit dem Anstieg des Übergewichts oder Fettleibigkeit zusammenhängen dürfte. Interessant ist, dass Weiße deutlich mehr verschreibungspflichtige Medikamente als Latinos einnehmen.

www.heise.de/tp/artikel/46/46471/1.html

Das ist dann eben die Schattenseite einer Gesellschaft, die immer nur auf Wachstum und Produktivitätssteigerung setzt und die Menschen als Produktionsfaktoren und Humankapital betrachtet. Wo man im Job funktionieren muss oder erst garkeinen hat. Wo man oft vom Verdienst nicht mehr leben kann und sich billig produzierte Lebensmittel kaufen muss, die man sich zum Stressabbau dann übermässig reinzieht. 

Obwohl die Sonne scheint, leben wir doch seit Jahrhunderten in der Dunkelheit. 

Aus meiner Sicht ist es deswegen wirklich wichtig, sich auf die Dinge zu konzentrieren die wirklich wichtig sind und Alternativen zu unterstützen, die Wege abseits der ausgetretenen Wachstumspfade in die Zukunft weisen. Und davon gibt es ja so einige. Carstens Finca hier in Nerja gehört auch dazu!

Viele alternative Projekte finden sich hier: www.berndsenf.de/Links.htm#alternativen

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