Der Weg der Jedi.

08.05.2020 20:33

Den Tag kam ein Interview mit H. Danisch auf der Achse des Guten. Nachzuhören hier: www.achgut.com/artikel/indubio_win_wuetender_weisser_mann

Der Hadmut ist ja eigentlich ein Lieber, wenn man ihn mal so hört, dem aber wohl übel mitgespielt wurde.

Was mir aber auffällt: es ist natürlich einfacher, Erfolg zu haben, wenn man ein klares Feindbild hat und denen quasi alle Schuld aufladen kann. Wenn man sagt: "Die Linken sind Schuld!" (oder die Rechten, oder die "Feuertöpfler"). Dann kann man natürlich alle Menschen hinter sich versammeln, die auch ein Feindbild brauchen und die ähnlich denken.

Ich habe mir mal überlegt, ob man genausoviel Erfolg haben würde, wenn man sagt: ja, aber wir müssen uns auch ändern! Die Typen da links sind zwar richtig Scheiße und zwar aus den hier genannten Gründen, aber WIR müssen uns auch ändern, denn wir sind Teil der Fehlentwicklung.

Ich vermute, dass man relativ schnell alleine da steht und viele weg sind und sich einen Blog suchen, dem man folgt, wo man sich aber selber nicht hinterfragen muss.

Na ja, ich halte es im Grunde für Quatsch, irgendeiner Gruppe eine Schuld aufzuhalsen, ohne gleichzeitig zu schauen, wo man selber das Problem ist. Mal ehrlich, was haben die Menschen schon alles verzapft, die ihre Nahrung massiv verändern und somit unterbewusst eine Entfremdung von der Natur erleben?

Die Kochkost hat die Welt so massiv verändert wie keine Erfindung davor und danach. Kochkost hat schon vor tausenden Jahren zur massiven Entwaldung geführt, zum Anschwellen der Population, zur Wüstenbildung und einer Entfremdung von der alles umgebenden Natur.

Wenn man diese Messlatte ansetzt, sind wir ALLE Sünder!!!

Aber bringt es was, da jetzt Wut zu haben? Oder da Schuld zu suchen? Es ist wie es ist und man kann ja Lösungen und Alternativen anbieten und für mich ist die instinktive / omnivore Rohkost DIE Alternative schlechthin.

Es ist eben das Gegenteil dessen, was gerade praktiziert wird. Und mein Versuch der Heilung.

Und wenn man die Welt verändern möchte, muss man eben bei sich selber anfangen.

Für mich in dieser Hinsicht ein bemerkenswerter Ausbruch vom Maaz:

youtu.be/CF32CpEqwkE?t=3204

Und zuletzt ist der Danisch ja massiv dafür kritisiert worden (auch ich habe ihm die ein oder andere Mail geschrieben, aber mit konstruktiver Kritik), dass er nichts zur Coronakrise geschrieben hat. Und da merkt man eben auch, was passiert, wenn man Feindbilder bedient und wenn man damit viele Menschen anspricht, plötzlich aber, aus welchen Gründen auch immer, im Interview führt er nachvollziehbar aus, dass er eben kein Virologe ist und nicht genug weiß, einfach mal nichts sagt.

Da sind  wohl viele ausgerastet. Da hat das Sprachrohr versagt, da hat die Frustableitung plötzlich versagt und der arme Kerl hat das dann alles abbekommen.

"Schreib endlich unsere Meinung wie bisher in die Welt!!!"

Das hat etwas von der Szene aus Star Wars hier:

Beim Versuch, Mace Windu zu zerstören, schleudert der Imperator seine Wut- und Hassblitze gegen den Jedi. Und diese fallen wieder auf ihn zurück. Und zerstören ihn. Deswegen ist es eben so gefährlich, Wut und Zorn als Energien zu verwenden und diese für sich einzusetzen. Dann sammelt man auch lauter wütende und zornige Menschen um sich, und sowie man deren Erwartungen nicht mehr erfüllt, wird man selber zur Zielscheibe dieser Wut und dieses Zorns. Und wenn man Pech hat, wird man davon zerstört.

So ähnlich muss sich der Danisch gefühlt haben, der sich immer recht klar positioniert und eben wütend "gegen links" schreibt, da den Schuldigen ausmacht und drauf haut und dafür viel positives Feedback bekommt. Weil, das zieht eben viele Menschen an, die ebenfalls wütend sind und da einen Menschen finden, der ihnen quasi "aus der Seele spricht". Und die eben so ihren Frust, ihren Zorn und ihre Wut quasi nach links ableiten.

Und jetzt während der Coronakrise hat diese Energieabfuhr nicht mehr funktioniert. Das Sprachrohr, der Blitzableiter, der Transporteur des Zorns und der Wut funktionierte nicht mehr. Die Hassblitze haben einfach ihre Wirkung nicht entfaltet und das hat die Menschen, mich auch anfangs, frustriert. Und dann hat der Danisch diese Hassblitze abbekommen. Diese Energie der dunklen Seite hat sich eben gegen ihn gewandt.

"Sonst hat der doch immer das große Maul und jetzt... Nichts!!!???? Der muss doch sehen, was gerade passiert!" - so haben bestimmt viele gedacht. Und wahrscheinlich "Der ist doch gekauft!". Die dunkle Seite macht dann eben auch paranoid.

Ich persönlich suche mir dann einfach andere Seiten, wo ich die Infos finde, und natürlich auch jemanden, der meine Meinung in die Welt trägt.

In der Krise hat der Ken Jebsen Charakter gezeigt. Keine Ahnung, ob das alles nun perfekt war, aber er hat das Maul aufgemacht und klar Position bezogen und auch gute Infos und guten Gesprächspartner gebracht.

Und er hat eben das angesprochen, was ich auch so empfunden habe und bis heute so empfinde (wobei die Coronakrise für mich eigentlich vorbei ist, wie immer flaut sowas gen Sommer massiv ab), aber er ruft auch jeden auf, selber aktiv zu werden und sich als Problem zu erkennen.

Und solche Sprachrohre braucht es eben auch, weil ansonsten Menschen, die es anders sehen, aber keine Möglichkeit haben, sich Gehör zu verschaffen, an ihrem Bedürfnis, gehört zu werden, ersticken. Krank werden.

Nun kann man fast metaphysisch fragen, ob da nicht wieder eine Lungenkrankheit irgendwie passend ist.

Werden Menschen lungenkrank, weil ihre (stummen? lauten?) Schreie, ihre Bedürfnisse, nicht gehört werden? Vielleicht auch über den Umweg Rauchen oder eben Corona?

Ersticken zu viele Menschen innerlich?

Werden zuviele Menschen nicht gehört, in ihren Bedürfnissen nicht ernst genommen?

Bin ich damals krank geworden (Lungenentzündung), weil man meine Schreie nicht gehört und ernst genommen hat?

Wurden diese ganzen Internetmedien überhaupt erst erfunden, bzw. entsprechend mit Energie versorgt (Klicks, Spenden, Likes), weil viele Menschen ansonsten angesichts der Fehlentwicklungen ersticken wären?

Hat es da etwas gebraucht, um laut eine Kritik an einer Fehlentwicklung zu äußern. Um eben nicht krank zu werden? Und was passiert, wenn man diese laute Kritik immer noch nicht hören will? Nicht empathisch darauf eingeht?

Anders: was wäre, wenn wir kein Internet hätten und nur die, ich nenne es mal so, Staatsmedien?

Man würde krank werden!

Man würde eine Fehlentwicklung sehen, etwas Falsches, Lügen sogar, aber man könnte nichts sagen. Man hätte das Gefühl, zu ersticken!

Deswegen: Es musste raus! Sonst wird man krank. Und mittlerweile gibt es eben viele alternative Seiten und Blogs, die da jetzt auch andere Sichtweisen in die Arena tragen. Natürlich werden die gemobbt, aber das ist immer noch besser, als keine Möglichkeit zu haben, sich zu äußern. Was passiert, wenn das ein Dauerzustand wird (nicht gehört werden), na ja, das werden wir dann in Zukunft sehen. Wird aber wohl eher nicht lustig werden.

Es geht also immer wieder um Äußerungen, die ein entsprechendes Feedback benötigen.

Deswegen schreien halt Babys. Weil sie sonst sterben würden! Sie müssen es rauslassen, wenn etwas nicht passt. Sie müssen es zeigen und lautstark darauf aufmerksam machen! Und genau DAS machen sie! Ansonsten würden sie krank werden und schlußendlich sterben.

Deswegen schreien die!

Weil etwas nicht passt! Und was das ist, dass ist die Aufgabe der Mutter, das empathisch heraus zu finden.

Und wenn man Babys falsch behandelt, wenn die gute Mütterlichkeit , das Verständnis, die Annahme und die Empathie fehlt, dann schreien die eben bis zum Abwinken. Und wenn es dann immer noch nicht gehört wird, werden die wahrscheinlich ernstlich krank. Dann schaltet da im Gehirn was ab und man wandert später zur dunklen Seite der Macht. Wut, Zorn, Aggressionen. Weil eben solche Gefühle, quasi wie eine Entzündung, eine tiefe Kränkung (!!!), ein tiefes Gefühl von Fehlbehandlung, schlussendlich also eine seelische Wunde, begleiten. Es ist quasi der seelische Entzündungschmerz.

Und auch in Star Wars wurde genau diese Mutter-Kind-Beziehung als Ursache dargestellt. Anakin wurde zornig und wütend, weil er eben seine Mutter verlassen musste, um ein Jedi zu werden. Und Angst hatte, sie nicht mehr wiederzusehen.

Man sieht eben, dass es in jedem Alter wichtig ist, dass man gehört wird! Dass diese Äußerungen (verbal oder nonverbal) auf eine empathische Meisterschaft (statt Gesellen-schaft) treffen. Egal ob Baby, Kleinkind, Teenager, Jugendlicher, Erwachsener, alter Mensch. Nur so bleiben die Menschen einigermaßen gesund! Deswegen braucht es die offene Diskussion, den Austausch, wo alle ihre Meinung, auch noch so verrückt, einbringen können, wo jeder sagen kann, was er auf dem Herzen hat, ohne dafür gemobbt zu werden.

So wie gute Eltern / Sippen eben darauf achten, dass die Kleinen gehört werden und wo auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird.

Das beginnt im Kleinen und geht bis zum Ende des Lebens. Und weil das der natürliche Weg ist, muss es Gesellschaften geben oder gegeben haben, die das genau so praktizieren oder praktiziert haben.

Weil das ist der natürliche, der gesunde Weg!

Sich um die Babys richtig kümmern, auf die Bedürfnisse eingehen, die Lautäußerungen empathisch verstehen, später dann das offene Einbringen in die Gesellschaft (wobei Gesellen ja keine Meister sind, also besser in die Meisterschaft).

So sieht der gesunde Weg aus.

Der Weg der Jedi im Grunde.

Und jetzt kann jeder mal schauen, wie es derzeit tatsächlich aussieht und welche Rolle "Mutti" dabei spielt!

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Matthias Brautschek

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