Die DDRifizierung schreitet voran

01.10.2018 19:02

Wer es nicht glaubt:

Ein Ziel bei der Einführung des Elterngeldes vor zehn Jahren war die frühe Rückkehr von Müttern in den Arbeitsmarkt. Eine Studie belegt nun, dass das Instrument anzukommen scheint. Dank des Kita-Ausbaus stieg zugleich der Anteil in Vollzeit arbeitender Mütter.

www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/iw-studie-elterngeld-wirkt-mehr-muetter-zurueck-im-beruf-100.html

Jedes Kind, das geboren wird, möchte zwei Dinge ganz besonders: Liebe und Geborgenheit. Diese Liebe und diese Geborgenheit hat es jahrhunderttausende lang zuallererst bei der Mutter gefunden, natürlich auch bei der Großmutter, bei der Sippe und im Stamm. In diesen Strukturen sind die Menschen groß geworden.

Sie bekamen Liebe, Zuneigung, Führung, Halt, Sicherheit und Geborgenheit in diesen ganz natürlichen Strukturen.

Das sieht man heute noch bei vielen ungepanzerten Naturvölkern, bei Jäger- und Sammlern, bei "primitiveren" Kulturen.

Wenn die Kinder das bekommen, was sie brauchen, dann sind sie gesättigt. Das ist der gleiche Effekt, der einsetzt, wenn man das isst, was man braucht. Man ist satt, gut genährt und entwickelt sich entsprechend zu einem gesunden und starken Mitgleid der Gemeinschaft. Und wenn man seelisch gesättigt wird, dann gilt hier das Geschrieben genauso. Und das geht schon so seit Beginn der Menschwerdung. Eine Generation an gesunden und gesättigten Menschen folgte der nächsten. Die waren alle so gut drauf, dass sie auch keine Gefängnisse kannten und auch keine Klapsmühlen (siehe Weston Price). 

Damit konnte sowohl der Sozialismus nichts anfangen, als auch der Kapitalismus hat für Natürlichkeit keine Verwendung.

Also hat man im Sozialismus die Kinder frühzeitig in Krippen gegeben. Ich war so ein DDR-Krippenkind. Mit 8 Monaten wurde ich abgeschoben. Weil meine Mutter musste. Das Ziel war einmal, die Frauen wieder in den Arbeitsprozess zu stecken, damit sie dort für den sozialistischen Endsieg arbeiten sollten und weiters war es ein Ziel, die Familien zu zerstören und die Kinder frühzeitig ans Kollektiv zu gewöhnen.

Beides hat geklappt.

Nun wird diese Methode zunehmend auch im Kapitalismus angewand. Warum? Weil man auch hier zweierlei Ziele erreichen möchte.

1. Die Frauen, oft ja gut ausgebildet, so schnell es geht, wieder der Gewinnmaximierung zuzuführen.

2. Absolut leistungsbereite und gleichzeitig unglückliche junge Menschen zu erschaffen, die sich halb tot arbeiten und ihren Mangel mit Konsum zu heilen versuchen.

Nach dem neolinksliberalen Einheitsbrei im Bundestag, der mehr und mehr der Volkskammer glich am Ende bevor nun die Rechten einzogen (da gabs ja auch viele Parteien), einer fast völlig gleichgeschalteten Medienlandschaft (die Nachdenkseiten haben mal zu einem Thema die ganzen Titelblätter gezeigt, alle haben das gleiche geschrieben), die Einschränkung der Meinungsfreiheit, bzw. die Gefahr von Sanktionen und Jobverlust bei abweichender Meinung (gerade gefunden, auch Die Anstalt soll nun auf Staatslinie eingeschwenkt sein), die zunehmende Zensur unter dem Deckmantel von Hatespeech und Fakenews und einem echten Staasfunk, nun eben auch die DDRifizierung der frühkindlichen Betreuung.

Also dafür bin ich 89 nicht auf die Straße gegangen und wurde von der Stasi drangsaliert!

Diese ganze Krippengeschichte ist schlichtweg Scheiße und schadet den Kindern massiv. Ich spreche hier als Opfer! Das ist der Horror! Kinder brauchen LIEBE und FÜRSORGE und keine Tante Erna, für die die Kinder der Job ist und die einige mag, die haben dann Glück, einige Kinder neutral gegenübersteht, die haben dann schon massive Mängel und einige Kinder sogar nicht leiden kann, die dann massiv traumatisiert werden.

Weil die das SPÜREN!!!

Die spüren genau, dass sie nicht wie gebraucht geliebt werden oder vielleicht nicht mal gemocht werden, dass sie eben "der Job" sind.

Aber gut, eine gierige und süchtige Gesellschaft degradiert am Ende seine Kinder eben zur Ware und zum Kunden, um selber weiter maximal süchtig leben zu können.

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt. Da stören Kinder nur.

Ich finds schlimm und habe auch gesehen, was es mit den Menschen macht. Ich sehe das bei so vielen Freunden, die mit mir in der Krippe gehockt haben. Das ist an KEINEM spurlos vorbei gegangen. Viele geben das natürlich nicht zu, weil der Schmerz dann hochkommt, aber wenn ich so sehe und SPÜRE, wie sie so drauf sind, dann weiß man sofort, dass die alle einen Schaden davongetragen haben.

Hans Joachim Maaz hat das hier ja eindrucksvoll auf die Bühne gebracht: youtu.be/k7uOpBfvtJA?t=256

Viel Mütter nutzen das Elterngeld und kehren danach schneller wieder in den Beruf zurück. Eine Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt damit, dass dieses familienpolitische Instrument wirkt.

Es wirkt.

Die Pferde sollen sich nicht um die Fohlen kümmern. Die kann man ruhig auch sammeln und dann betreut da eine Pflegerin die ganze Jungherde. Die Stuten sollen gefälligst der Gewinnmaximierung dienen.

Nur darum gehts.

Die Befreiung der Frau vom Problemfall "Kind", damit die dann wieder schnell arbeiten gehen kann.

Und das ist politisch so gewollt. Wie eben in der DDR damals. Dasselbe in grün.

Demnach erhöhte sich im zweiten Lebensjahr des Kindes der Anteil von arbeitenden Müttern binnen zehn Jahren um fast zehn Prozentpunkte auf 44 Prozent. Bei Müttern mit Kindern über drei Jahren stieg der Anteil der Erwerbstätigen demnach sogar um 16 Prozentpunkte auf 60 Prozent.

Wir züchten uns eine Generation an Dachschaden- und Mangelkindern nach der nächsten. Waren wir schon mit der Krippe "gesegnet" und haben das nicht unbeschadet überstanden, so waren wir aber noch einigermaßen körperlich gesund und intelligent.

Jetzt kriegen wir immer mehr unsportliche, hyperaktive, fehlernährte, hypersensible, minderintelligente, hochallergische und ideologisierte Jugendliche. Und für jedes dieser Adjektive kann ich dutzende Quellen bringen. Die können zwar keine Prozentrechnung mehr, wenn sie aus der Schule kommen und können zum Teil kein Rad mehr fahren, aber wissen, welche Medikamente es braucht, um zu funktionieren.

Es ist so schlimm.

Aber aus dem System heraus gedacht zwingend logisch.

Auch der Anteil der in Vollzeit arbeitenden Mütter war dem Bericht zufolge 2017 deutlich höher als noch 2006. Das führen die Autoren vor allem auf den Kita-Ausbau zurück.

Das feiern die als Erfolg!

Muss man sich klarmachen: die ganze Psychologen- und Psychoanalytiker rufen "Um Gottes Willen!!" und die Politik setzt das dennoch um. Warum? Weil es um Wirtschaftswachstum geht und das ist eben die Folge einer süchtigen und gierigen Gesellschaft, die nie genug hat.

Wir opfern die Kinder auf dem Altar von Wohlstand und Profit.

Nun kann man den Frauen gar keine großen Vorwürfe machen. Oft braucht man ja auch das Geld und tja.. was will man machen? Oft sind einfach die ganzen schädlichen Systemmeme schon massiv wirksam, ohne es zu merken.

Man muss der Politik, die ja nur Handlanger der Wirtschaft und der Finanzoligarchie ist, hier Vorwürfe machen.

Danisch hat das mal hier auf den Punkt gebacht:

Schon bisher stottert die Wirtschaft, weil der ständige Zuwachs nicht mehr funktioniert. Schon die „Gastarbeiter”-Welle der 60er und 70er Jahre, die Frauenemanzipation, Verkürzung der Schulzeit waren Versuche, einer Wirtschaft am oberen Anschlag noch ein paar Jahre Wachstum zu verschaffen.

Dieses familienpolitische Instrument ist nichts anderes: noch etwas mehr Wachstum rausquetschen. Die Weiber sollen gefälligst arbeiten! Die Kinderbetreuung organisieren wir dann schon, dass ist weitaus effizienter als Einzelbetreuung.

Da wird man als Opfer schon sarkastisch.

Das Elterngeld war am 1. Januar 2007 eingeführt worden. Es federt Einkommensverluste ab, wenn Eltern für die Kleinkindbetreuung ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken wollen. Es wird zwölf Monate gezahlt. Zwei Monate kommen hinzu, wenn sich auch der Partner Zeit für das Kind nimmt und seine Erwerbstätigkeit reduziert oder aussetzt.

Das Elterngeld soll Familien im ersten Lebensjahr ihres Kindes finanziell unterstützen und eine frühe Rückkehr der Mütter in ihren Job fördern. Daneben gibt es auch das ElterngeldPlus für Mütter und Väter, die in Teilzeit arbeiten wollen. Sie erhalten dann doppelt so lange Elterngeld, jedoch in maximal halber Höhe und können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen.

Schwarz auf weiß wird hier gesagt, dass die Frauen so schnell es geht, wieder in den Arbeitsprozess einsteigen sollen. Es geht eben wieder nur um Gewinnmaximierung.

Also ich glaube, dass wir als "Volk", Bevölkerung, Gesellschaft den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen sind mit einem Heer an hypersensiblen, süchtigen, wütenden, halbkranken und nicht mehr so intelligenten jungen Menschen und ich schrieb ja schon oft, dass eine Gesellschaft, die die Jugendlichen ausbildet (Psychologen, Werbefachleute, Designer, Lebensmitteltechnologen, Biotechnolgen usw), um schon die jüngste Generation zu verführen und zu vergiften, keine Chance hat. Eine Gesellschaft, die aus purem Gewinnstreben ihre Kinder so schlecht behandelt, wird untergehen oder zumindest erhebliche Probleme bekommen.

Das ist einfach die logische Konsequenz.

Doch trotz der Fortschritte bei der Geschlechtergleichstellung sind es weiterhin vor allem die Frauen, die nach der Geburt eines Kindes beruflich kürzertreten. Das liegt in der Regel daran, dass Männer mehr verdienen.

Das ist mal wieder so der Genderblickwinkel.

Also, als ob es egal wäre, wer zuhause bleibt und das Kind betreut! Schon meine Oma sagte immer: eine Mutter kann man nicht ersetzen! Na ja, die waren eben noch etwas näher an der Natur und an der Realität als die ganzen Genderspinner.

Wie weit die ideologische Indoktrinierung und die Entfernung von der Natur schon geht, musste ich mal auf einer Party erleben. Wer heute sagt, es wäre eigentlich gut (nicht mal fordert, nur sagt, es wäre für das Kind besser und eigentlich gut), wenn die Frauen zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern, wenn sie denn welche haben wollen, wird massivst angefeindet.

Aber nur hier!

In Costa Rica würde sich da keiner aufregen. Weil das für die Normalität ist.

Im vollkommen entnaturalisierten und ideologisierten Westen löst das wütende Proteste aus. War übrigens auch ganz im Westen des Landes damals.

Ich war da dann echt der Reaktionär auf der Party. Die sind über mich hergefallen wie Hyänen. Wie kannst du das sagen, dass ist doch von vorgestern, solche reaktionäre Sichtweise, wir leben nicht mehr im 19.Jahrhundert, soll die Frau wieder zurück an den Herd? So ein Chauvinismus!

Eine verstieg sich dann sogar zu der Aussage: es kann doch auch der Mann zuhause bleiben!! Ich frug dann zurück: und wer stillt?

Ja äh... wie stillen? Das muss man doch eh nicht mehr...und wenn, kann man auch abpumpen.

Mein Fazit: das wird in die Hose gehen. Und zwar brutal!

Den Scheißberg, den wir da in der Hose finden werden, wird so brutal groß sein und so abgrundtief eklig stinken, dass es keiner mehr aushalten wird. Es wird bleiche, grüne und rote Gesichter geben. Man wird sich schütteln und sich fragen, wie konnte so ein Malheur nur passieren? Wie konnte das so dermaßen massiv und stinkend in die Hose gehen?

Und gerade hier in der Ex-DDR verteidigen viele das noch. Das hat schon was von Opfer, die zu Tätern werden.

Es kommt noch schlimmer!

Man muss dann auch mal untersuchen, in welche Jobs die Frauen dann zurückgehen!

Der US-amerikanische Anthropologe Graeber, der an der London School of Economics lehrt, ist mit Bullshit-Jobs einem Phänomen auf der Spur, das viele kennen dürften – aus der eigenen Erwerbsbiografie, aus dem Bekanntenkreis oder der erweiterten Familie –, das aber bisher nie als radikale Kritik des Arbeitswerts formuliert wurde.

Dass es sich bei Bullshit-Jobs um ein Massenphänomen mit explosionsartiger Verbreitung handelt, lassen jüngste Zahlen vermuten: Die Krankmeldungen in Deutschland sind zwischen 2008 und 2016 um mehr als 60 Prozent gestiegen. Zu den wichtigsten Ursachen zählte die Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag “Fehlentwicklungen des Arbeitsalltags”.

www.nachdenkseiten.de/?p=46280#more-46280

Muss man sich klarmachen. Zurück in den Job. Den Bullshit-Job.

Ich habe das ja schon oft gesagt, dass wir eigentlich nur mehr Arbeit simulieren. Wir tun so, als seien wir ausgelastet und arbeiten wie die Verrückten, schaut man aber genau hin, ist es bestenfalls sinnlos. Schlimmstenfalls sogar schädlich.

Aber jeder Job, egal wie deppert, ist eben auch ein kleiner Transmissionsriemen, der wieder dafür sorgt, dass die Umverteilung stattfindet.

Graeber geht davon aus, dass die Vorhersage des britischen Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes aus dem Jahre 1930 tatsächlich eingetreten sei. Die technologische Entwicklung würde im Jahr 2000 so weit fortgeschritten sein, prophezeite Keynes, dass gesamtgesellschaftlich nur noch 15 Stunden Arbeit nötig sein würden. Dass es nicht dazu gekommen ist, führt Graeber auf verschiedene Gründe zurück:

„Die herrschende Klasse hat gemerkt, dass eine glückliche, produktive Bevölkerung, der viel Freizeit zur Verfügung steht, eine tödliche Gefahr ist.“ Diese Lehre wurde aus der 68-er Revolte gezogen.

Wir könnten morgen eine ganz andere Gesellschaft haben, im Grunde ist ja alles da und wartet nur, dass es umgesetzt wird. Von wirklich guten Jobs wie die auf so kleinen, aber hochproduktiven Farmen wie bei Paul Kaiser, über Permakultur, Biolandwirtschaft und wer mag eben auch in anderen, aber eben wirklich produktiven Jobs. Dazu dann wieder echte Gesundheits- und Pflegeberufe usw.

Na ja... es ist eben alles ein Bewusstwerdungsprozess und wie gesagt, vielleicht braucht es eben mal eine richtig brutal vollgeschissene Hose, um zu erkennen, dass es so auch nicht weiter gehen kann.

Für so manchen Alkoholiker war das der entscheidende Weckruf, mit vollgepisster und vollgeschissener Hose aufgewacht zu sein.

Vielleicht braucht diese Suchtgesellschaft das.

Schauen wir mal.

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