Die Frauen sind schuld! :-)

17.07.2016 09:29

Oder man könnte auch sagen: wie die Kochkost alles pervertiert.

Ich hatte ja schon an anderer Stelle mehrfach geschrieben, dass die Kochkost ursprünglich natürliches und positives Verhalten pervertiert. Wenn Großmütter im natürlichen Kontext die besten Happen für die Enkel aufsparen, so wird dies ja im gekochten System oft genau ins Gegenteil verkehrt. Da gibt es statt der saftigsten Früchte, der besten Stücke von der Jagdbeute oder den besten Honig halt Bonbons, Schokolade und anderen Schrott. Ein im natürlichen Kontext sinnvolles und vorteilhaftes Verhalten wird vollkommen pervertiert und mit Frust und Schuldgefühlen belastet.

So also auch beim Paarungsverhalten:

Männer, die riskantes Verhalten zeigen, gewinnen demzufolge an Attraktivität, zumindest wenn es darum geht, wer mit wem die Nacht verbringt. "Rauchen und Trinken führen zu mehr Attraktivität beim ersten Treffen, so Vincke. Bad Boys, also die Machotypen, sind sicher nicht allein über das Rauchen und Trinken zu definieren, aber dieses Verhalten bietet zumindest Anhaltspunkte.  www.welt.de/wissenschaft/article157038748/Es-sind-die-Bad-Boys-die-bei-den-Frauen-landen.html

Man begründet es zwar nicht mit evolutionären Effekten, sondern mit kulturellen, aber das ist aus meiner Sicht Unsinn. Denn es zeigt sich schon, dass Frauen solche Männer gerade dann auswählen, wenn sie empfängnisbereit sind. So jedenfalls mal eine Studie, die ich gelesen habe.

Wie es auch sei, auch hier zeigt sich, dass ein im natürlichen Kontext vorteilhaftes Verhalten, durch die Kochkost, in dem Fall Rauchen und Trinken als Produkte des Erhitzungsprozesses, vollkommen pervertiert werden.

Als Indikatoren für riskantes Verhalten dienen dabei Alkohol trinken und Rauchen, schließlich ist allgemein bekannt, wie enorm dies der Gesundheit schadet. Wer es trotzdem tut, mag die Gefahr. Und darauf wiederum stehen der Studie zufolge Frauen.

Man kann den Frauen ja da keinen Vorwurf machen. Es ist steckt eben irgendwie drin. Wenn früher der Mann noch ganz hoch in den Baum gekrabbelt ist, unter enormen Risiko, und dann doch noch den besten Honig ergatterte, oder noch eine Durian erwischte und sie den Mädels schenkte, war das eben attraktiv. Und wenn sich einer furchtlos den Löwen entgegengestellt hat und enorme Risiken dabei eingeht, wirkt er eben attraktiv. Zu Recht!

Was haben wir heute? Rauchen und Saufen. Mehr ist nicht mehr geblieben, um sich als Mann attraktiv zu machen. Statt sich zum erfolgreichen Jäger, dem furchtlosen Verteidiger gegen Raubtiere oder dem wagemutigen Honigsammler hingezogen zu fühlen, sucht man sich Männer aus, die Rauchen und Saufen, um damit ihren Wagemut zu beweisen. Das ist ja eigentlich schon das Ende. Schlimmer kanns ja bald nicht mehr kommen.

Professor Tristan Bridges von der Universität in New York erklärt darin, warum sich Männer so verhalten. Für ihn ist riskantes Verhalten eher ein soziales Phänomen denn genetisch als "männlich" vorbestimmt. "Was sollen Männer denn tun? Wie sollen sie heutzutage denn anders ihre männliche Identität finden? Riskantes Verhalten ist eine Methode, die oft von Männern gewählt wird", sagt er.

Also ich würde es schon auch genetisch verankert betrachten, aber wie auch immer: es bleibt die Erkenntnis, dass die kochende Gesellschaft am Ende rauchende und saufende Männer hervorrbingt, die damit ihre Risikobereitschaft zeigen wollen und dass das für die kochende Frau attraktiv ist. 

Was soll aus einer Gesellschaft werden, die natürliche Verhaltensweisen so pervertiert?

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