Die linke Gehirnhälfte weiß nicht, was die rechte macht.

12.01.2018 16:17

Also ich muss ja sagen, wenn man sich mal mit den Zahlen beschäftigt, kann man Angst bekommen.

Ich hatte ja vor ein paar Tagen mal etwas über CO2 und Erneuerbare Energien geschrieben. Und heute hatte ich einen kleine Diskussion auf Facebook. Gerade sind ja Koalitionsverhandlungen und es geht auch um das Nachholen der Familien von Menschen, die hier 2015, 2016 und 2017 herkamen und Asyl beantragt und auch bekommen haben.

Der Familiennachzug wird ja von linker-grüner Seite vehement gefordert.

Was aber mal wieder keiner bedenkt ist folgendes:

Also das sind ja die Zahlen.

2015: 476.649 Asylanträge.
2016: 745.545 Erst- und Folgeanträge auf Asyl

2017: 207.157 Asylanträge
Macht insgesamt 1.429.351 Anträge.

www.bpb.de/politik/innenpolitik/flucht/218788/zahlen-zu-asyl-in-deutschland#Antraege

Man könnte jetzt noch viel detaillierter analysieren, aber ich mache jetzt einfach mal eine sehr konservative Schätzung, dass von den rund 1.5 Millionen Anträgen 30% positiv beschieden werden. Das hiesst, dass dann knapp 500.000 Menschen ein Recht auf Familiennachzug hätten.

Zur Familie gehören bei einem alleinreisenden Jugendlichen Vater, Mutter und Geschwister. Je nach Land wären das also 3-7 Familienmitglieder.

In Syrien ist die Durchschnittsfamilie 5 Personen (zwei Eltern plus 2,9 Kinder).

Im Irak ist die Durchschnittsfamilie 6 Personen (zwei Eltern plus 4,2 Kinder).

Nehmen wir nur mal diese beiden Länder her.

Das heisst, wir sprechen nochmal von 1.5 - 4 Millionen Menschen. Je nachdem, wer jetzt genau Asyl bekommen hat und wieviele da nachgeholt werden.

Deutschlands Bevölkerung ist aber jetzt schon bei 82,7 Millionen angelangt. Und würde sich dann sprunghaft auf 84 - 87 Millionen erhöhen. 

Alle diese neu dazukommenden Menschen verbrauchen hier wesentlich mehr Ressourcen als in ihren Herkunftsländern. Das heisst, die Emmission klimaschädlicher Gase erhöht sich durch den Bevölkerungszuwachs entsprechend. Es bedarf in Deutschland einfach schonmal mehr Heizleistung als in den Herkunftsländern. Und das ist nur der geringste Unterschied!

Wie will man die Klimaziele erreichen, wenn man gleichzeitig die Bevölkerung immer weiter erhöht, statt, ökologisch vernünftig und notwendig, schrumpfen zu lassen?

Wäre es nicht viel sinnvoller, die Regionen zu befrieden, zum Beispiel die Sanktionen über Syrien aufzuheben und die Menchen in ihren Heimatländern zusammen zu führen?

Ökologisch betrachtet ist der weitere Bevölkerungsanstieg in Deutschland eine Katastrophe. Die CO2 Emmissionen steigen, die Landwirtschaft muss intensiviert werden, die Städte werden weiter wachsen, was zusätzliche Versiegelung bedeutet und der Ressourcenverbrauch insgesamt wird weiter anwachsen. Der Lebensstandard ist hier eben generell höher als in Syrien und dem Irak und in anderen Herkunftsländern und man möchte die Menschen ja auch integrieren, sprich, Zugang zu Waren und Dienstleistungen ermöglichen und entsprechende energie- und ressourcenverbrauchende Arbeitsplätze besetzen.

Es soll ja weiteres Wachstum generiert werden.

Gleichzeitig sollen aber die CO2 Emissionen sinken und die Energieerzeugung auf Erneuerbare umgestellt werden.

Die CO2 Emissionen liegen in Deutschland pro Kopf bei ca. 8,93 Tonnen pro Jahr. In den Herkunftsländern Syrien, Irak, Länder Nordafrikas und Afrikas aber zwischen 1 und 5 Tonnen. Deutschland hat immerhin einen Anteil von 2,23% am jährlichen weltweiten CO2 Ausstoß, hat aber nur knapp 1,12% Anteil an der Weltbevölkerung.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d4/CO2_Emissions_in_1990_and_2012_de.svg/2000px-CO2_Emissions_in_1990_and_2012_de.svg.png

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Mit einem Bevölkerungswachstum in D erhöhen sich also auch entsprechend die CO2 Emissionen überproportional. Mehr Menschen bedeuten eben auch mehr Verbrauch, mehr Heizleistungen, mehr Nachfrage = mehr CO2 Ausstoß.

Ich frage mich mittlerweile, was genau da in den Köpfen der Plaudertaschen, die sowohl Migration als auch Ausstieg aus Kohle und Atomkraft (was sinnvoll ist) fordern, vorgeht!

Wie soll das gehen?

Das ist alles der völlig falsche Weg!

Jeder Mensch, der in die Zentren der Megamaschine gebracht wird, wo er sich integrieren (also arbeiten und konsumieren) soll, erhöht den CO2 Ausstoß des Landes.

Wir müssten eigentlich schrumpfen!

Nur dann würden die Forderungen der Grünen / Linken nach Ausstieg aus Kohle und Atomkraft und Umstellung der Landwirtschaft möglich sein. Weniger Menschen bedeuten einfach weniger Nachfrage und dann weniger Bedarf an Energie und Ressourcen. Und 50 oder gar nur 40 Millionen Menschen würden dann hier wirklich gut leben! Biolandwirtschaft, Energieversorgung aus erneuerbaren Energieträgern, Elektroautos, gut bezahlte Arbeitsplätze. Mit der Abnahme der Bevölkerungszahlen würden die Menschen auch gut bezahlt werden, weil die Nachfrage nach Arbeitskräften entsprechend hoch wäre.

So würde man Deutschland wirklich fit für die Zukunft machen.

Die gleichen Leute, die heute den Ausstieg aus Kohle und Atomenergie und die Umstellung auf Biolandwirtschaft fordern, sind aber die, die am lautesten nach neuer Migration schreien. Das sind auch die, die sich am vehementesten für Feminismus stark machen, aber am lautesten nach Männern aus stark patriachalen, also schlichtweg frauenunterdrückenden Ländern rufen.

Also wir haben es hier mit dem puren Irrsinn zu tun. Die kriegen die beiden Sachen, die sie da fordern nicht zusammen gedanklich.

OK, ich gebe zu, ich kenne nicht alle Daten, vielleicht ist es auch ganz anders und am Ende wartet ein wunderschöne Zukunft auf uns. Aber anhand der vorliegenden Daten muss kann man nur sagen: das wird nicht gut gehen!

Und da sprechen wir noch nicht von sozial-kulturellen Aspekten.

Ökonomie - Ökologie - Soziales bilden ein Dreieck. Wenn das im Gleichgewicht ist, geht es den Menschen gut. Dann kann man nachhaltig (man verbraucht nur das, was nachwächst / sich recyclen lässt) und somit zukunftssichern leben.

https://konsumrauschversusdiy.files.wordpress.com/2015/11/nachhaltigkeit___nachhaltigkeitsdreieck.jpg

konsumrauschversusdiy.files.wordpress.com/2015/11/nachhaltigkeit___nachhaltigkeitsdreieck.jpg

Derzeit ist es aber in Richtung Ökonomie verschoben. Wachstum über alles! Und um die ganzen Zinsen im System zu bezahlen, braucht es eben auch immer steigende Nachfrage. Es bläht sich immer mehr auf. Und das geht eben zunehmend auf Kosten der Umwelt, hier eben der Klimawandel und des sozialen Gefüges.

Deswegen ist es wirklich NOTWENDIG, das Geldsystem zu refomieren, die Menschen die ganzen falschen und schädlichen Systemmeme von der Festplatte zu löschen und zur Vernunft zukommen. Sonst wird das wohl alles noch sehr chaotisch enden.

Zum Thema Systemmeme und Memetik habe ich hier schon viel geschrieben. Und den Tag hat ein Freund mir einen Link auf ein Video geschickt, dass so in Richtung Aufklärung, Medienkritik ging. Der Typ im Video ist schon älter und verdient seinen Lebensunterhalt offenichtlich mit dem Verkauf von Whisky. In der Mitte des Videos, das ich absichtlich nicht verlinke, bringt er dann so Sachen, dass DDT ja super wäre, und dass es einen Genozid gab, weil DDT damals verboten wurde, das einzige Mittel, was gegen Mücken in Afrika usw hilft, und das Glyphosat super wäre, weil das ja die Erträge steigert und lauter so ein Zeugs. Auch sterbe der Mensch eben an Krebs, weil er immer älter wird usw usw...

Und da ist mir klargeworden, wie die Memetik (oder Memik) funktioniert, bzw. ich hatte hier ein echtes Lehrbeispiel vor mir. 

Dieser Menschen verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von hochprozentigen Alkohol. UND er erzählt dem Zuschauern GESCHICHTEN, wo eben auch andere Gifte als harmlos und positiv dargestellt werden. Und das MUSS er machen! Weil er ja sonst den eigenen Verkauf und in weiterer Folge die Existenz gefährden würde, wenn er die Geschichte "DDT und Glyphosat = Gift (was sie ja sind, schließlich sterben dadurch Lebewesen ab) erzählen würde. Man kann nicht selber ein Gift (hochprozentiger Alkohl ist ein starkes Nervengift und der Rausch ist eben die Wirkung dieses Giftes auf das Nervensystem und kann bei Überdosierung eben bis zur Atemlähmung und Tod führen) verkaufen und andere Gifte verteufeln. Deswegen bekommt man dann andere Geschichten erzählt, die eben den Verkauf nicht schaden. Whisky in Maßen sei harmlos für den Körper und der gesundheit zuträglich. DDT und andere Pestizide für den Organismus Erde und demnach für den Menschen auch nicht wirklich schädlich. Krebs ist eben irgendwo auch normal ab einem gewissen Alter.

Das aber schon geringe Mengen Alkohol das Darmkrebsrisiko erhöhen, das sagt er nicht.

Gesunde Männer sollten am Tag nicht mehr als 24 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen. Das entspricht in etwa einem halben Liter Bier oder einem Viertelliter Wein.

www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/alkohol.php#inhalt2

Also hier bräuchte es neben einem alternativen Geldsystem auch eine Korrektur der Anreize! Eine anreizkorrigierte Wirt- und Wissenschaft.

Das sind alles Herausforderungen, wo man eigentlich vor der schieren Größe des Widerspruches zwischen dem, was notwendig wäre und das was gerade läuft, ertarren könnte.

Als ob man alleine mitten auf dem Meer ist nur nirgends ist Land in Sicht.

Und die Wellen schlagen immer höher!

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