Die Zeitachse

09.09.2017 22:50

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich nach dem Treffen im August eine richtig heftige Heilkrise hatte, die mich nochmal ganz tief an ein frühkindliches Trauma herangeführt hat. Ich möchte noch nicht mehr verraten, denn es soll ja noch ein Bericht folgen. Aber es zeigt sich auch, wie lange es mitunter dauern kann, bis man schlussendlich irgendwo ankommt und das Gefühl hat, das war jetzt wirklich ein Durchbruch. In meinem Fall sind das nun bald 19 Jahre auf dem Rohkostweg.

Und das bringt mich zu folgender Überlegung: wenn es mitunter so lange dauert, bis bestimmte Sachen ausheilen (je nach Tiefe und Schwere der Krankheit / Trauma), dann muss man umsomehr auf den Aspekt der langfristigen Praktizierbarkeit der Rohkost hinweisen!

Und ich mache ja die Rohkost nun wirklich zu 100% dafür verantwortlich, dass ich gerade in seelischer Hinsicht solche Heilerfahrungen machen durfte. Also verantwortlich in positiver Hinsicht. Vieles, was dazu auch nötig war, habe ich eben auch auf Rohkosttreffen erlebt und mit anderen Rohköstlern und der Energie, die da herrschte.

Ich bin ja schon lange der Meinung, dass etwas Magisches passiert, wenn man sich mal längere Zeit komplett auf den Rohkostweg begibt. Da fließen schlussendlich einfach nochmal ein paar feinere Energien, die so vielleicht auch durch die Kochkost gedämpft werden. Kochkost ist ja nun auch von der lebensenergetischen Spannung doch ganz anders als rohe, naturbelassene Nahrung, zumal wenn sie dazu noch frisch aus dem Garten oder der Natur kommen. Man braucht sich ja nur mal rohen Weißkohl neben gekochtem anschauen. Da sieht man, wenn man sensibel genug ist, doch, wo die Lebendigkeit sitzt. Und wenn man das Lebendige in sich aufnimmt, dann verändert das natürlich auch irgendwie die Schwingung des Menschen. Und viele halten das auch nicht aus, weil dann ja auch bestimmte Sachen hochkommen, die zu dieser Schwingung nicht mehr passen. Aber wenn man das, was da hochkommt nicht annimmt, durchlebt und somit gewissermaßen transzendiert, na gut, dann muss man es unterdrücken und es braucht dann eben noch mehr Zeit. Wenn es anders wäre, wäre die Welt "gottlos" im Sinne von, dann würde etwas Fundamentales nicht stimmen.

Evers schreibt, dass seine Diät monate- und oft jahrelang durchgeführt werden muss.

(Edmund Semler)

Bedenkt man, wie lange es mitunter dauert, bis Sachen ausheilen, je nach Schwere eben, dann wird auch klar, dass man die Heilnahrung Rohkost eben auch lange genug machen muss. Nur, wenn man dann eine Variante wählt, die zu Mängeln führt, dann kann man diese Rohkost einfach nicht lange genug machen, bis es überhaupt bis in die Tiefe wirkt und man kommt auch nicht in den Genuss der "Vollversorgung". Denn wenn da Mängel vorliegen, ja gut, dann hat der Körper ganz andere Sachen als Priorität. Nämlich überleben und schnell noch fortpflanzen.

Und schon verschließen sich diese feineren Energien. Da kommt man nicht in die Liebe, die aber so immens notwendig ist, um bestimmte Sachen, gerade seelischer Natur, und wir sind ja ALLE nicht wie die Kinder aus Jean Liedloffs Buch aufgewachsen, aufzulösen. Wenn man unterbewusst im Überlebenskampf verstrickt ist und das Programm Fortpflanzung läuft, dann kann man wahrscheinlich nicht auf diese Ebene der umfänglichen Liebe kommen, die eben auch dann entsteht, wenn alle körperlichen Bedüfnisse mal befriedigt sind und ein Rundherum-Wohlgefühl aufkommt. Dann öffnen sich auch diese feineren Energien, die es ermöglichen, ohne Druck zu lieben.

Es gibt ja den Spruch, der da lautet:

Erst das Fressen, dann die Moral.

Aber es muss heissen:

Erst kommt die Vollversorgung, dann die Liebe.

Und das ist auch ganz wichig zu verstehen, dass für seelische Verletzungen die Liebe heilt. Und diese Liebe hat umso mehr Chancen, sich zu zeigen, wenn das Körperliche entspannt und zufrieden ist.

(Vielleicht halten irgendwelche Leute oder die Menschen selber sich permanent im Hamsterrad bei schlechter Nahrung gefangen, damit niemand in diese heilsamen Schwingungen gerät, die ja auch befreiend sind - nur so eine Überlegung.)

Aus diesem Grund ist die omnivore Rohkost, die bisher als Einzige ansatzweise bewiesen hat, dass sie auch jahrzehnte praktizierbar ist (Jean Marie Burger praktiziert seit 43 Jahren Rohkost, seine Schwester seit 46 Jahren, Burger seit 53 Jahren, viele Franzosen auch seit 30 Jahren und mehr), so wichtig!

Und es ist auch wichtig, dass die Produkte einwandfrei sind und man nicht solche Schludersachen konsumiert, die irgendwer wieder als Superfood anpreist.

Man muss sich doch immer fragen: wie ist die lebensenergetische Spannung dieser Produkte.

Und klar: manchmal kann es für manche notwendig sein, sich selber mittels solcher Produkte irgendwie herunterzubringen. Aber das sollte auch mal hinterfragt werden, wieso.

Ich halte die omnivore Rohkost mit entsprechenden Produkten tatsächlich für eine wirkungsvolle Heilnahrung.

So zumindest mein derzeitiger Stand.

Und es wäre schade, wenn diese wirkungsvolle Sache vollends in Vergessenheit gerät.

Natürlich ist und bleibt die größte Herausforderung, diese Ernährungsweise auch langfristig zu praktizieren. Sie im Alltag zu leben und auch entsprechend heilsame und liebevolle Gemeinschaften aufzubauen.

Das sind IMMENSE Herausforderungen! Für alle und jeden. Da möchte man sich ja am liebsten gleich wegducken. Aber es hilft ja nichts. Klar, die Versuche auf Montamé sind ja offensichtlich gescheitert. Aber es geht ja weiter. Was soll denn werden?

Also was ich in den knapp 20 Jahren an Positives erlebt habe mit dieser Ernährungsweise, an Liebevolles und Heilsames... also da kann ich nur sagen:

Danke liebes Universum, dass Du mich damals in den Buchladen geführt hast!!! :-D

Und danke auch an mein damaliges Selbst, weil es den Arsch in der Hose hatte, das alles durchzuziehen! lol

—————

Zurück