Dienstag

02.07.2019 21:03

1. Heute hats schon wieder gebrannt. War irgendwo hinter Bernburg. Habs aus dem Dachfenster heraus fotografiert.

Hinter unserem Haus gibts ja auch viel Acker und da muss man sich mal einen Brandschutzplan für den Fall der Fälle überlegen. lol

2. Wenn man schon mal im Krähennest sitzt...

Von oben siehts ja recht klein aus.

Erstaunt mich immer wieder. Wirkt alles so klein und übersichtlich und dann kann man sich doch jeden Tag wieder beschäftigen und viel Arbeit bleibt sogar liegen.

Mal sehen, wann die Menschen auf die Idee kommen, aus den ganzen Ackerfächen wieder Gärten zu machen. Würde sicherlich auch fürs Klima gut sein, wenn statt öder Getreidefelder Obstwiesen, kleine Teiche zur Wasserversorgung und zur Fischzucht, Gärten und Weiden für die Tiere da wären.

Die Entwicklung sieht aber insgesamt nicht gut aus. Man fragt sich ja mittlerweile, ob sich Bäumepflanzen überhaupt noch lohnt. Ich war den Tag Kirschen essen und dort sind schon einige Bäume abgestorben. Wassermangel. Die waren noch garnicht so alt. Da habe ich im Studium schon genascht und da waren sie noch sehr jung. Schätze die auf 15 Jahre.

Dann heute an der B6n mal die Ausgleichspflanzungen betrachtet. Guten 25% der Bäume sind tot oder schwer geschädigt.

Unsere Esche hier auf dem Grundstück wird auch immer lichter und bildet vermehrt Totholz. Die Süßkirsche hat den Totenschein schon in der Tasche.

Von den Tausenden an Fichten, die 2018 hier in der Gegend abgestorben sind, ganz zu schweigen.

Kann sein, dass es hier Steppe wird. Sieht dann aus wie in Kasachstan.

Es ist erschreckend, wie ein Extremtag wie Sonntag ausreicht, um alles von Grün zu Braun zu verändert. Das war wirklich ein Schock. Heiß war es ja schon vorher, aber dieser heisse Wind hat alles an Flüssigkeit rausgezogen, was noch im Boden war.

Na gut, solange die Rappbodetalsperre noch Wasser rausrückt, solange kann man ja noch bewässern. Aber es ist stressig. Man kommt nicht zur Ruhe...

Und alles, was denen einfällt, sind neue Steuern! CO2-Steuer. Die trifft dann auch noch die Leute am Land am stärksten. Also die, die eh schon als Bauern und Gärtner mit dem Klimawandel zu kämpfen haben, werden dann auch noch mit Zusatzkosten belastet, damit sich die Menschen in der Stadt besser fühlen können. Wenn Diesel, Heizöl und Energie noch teurer werden, dann trifft das ja vor allem die Landbevölkerung, die auf Autos angewiesen sind und wo eh schon alles immer unattraktiver zu werden scheint.

Um das Klima zu "retten" bräuchte es wahrscheinlich ganz anderer Konzepte.

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