Dienstag

10.03.2020 19:43

Heute waren Brust und Arme an der Reihe. Also irgendwas muss ich was richtig machen, entweder den neuen Trainingssplit ist gerade optimal, oder die Ernährung passt, weil ich habe mittlerweile so einen Pumpeffekt im trainierten Muskel, das ist brutal!

Wer nicht weiß, was das ist:

Beim Pumpeffekt werden die Muskeln und das Zwischengewebe für einen befristeten Zeitraum mit einer sehr großen Menge Blut gefüllt. Somit erscheinen die betroffenen Muskel  besonders umfangreich.

www.nutrition-discount.de/nutrition-discount-deutsch/blog/der-pumpeffekt

Und den hatte ich zuletzt wirklich immer gut ausgeprägt. Was ein gutes Zeichen ist, denn wenn man trotz Training keinen Pumpeffekt hat, dann ist das oft ein Hinweis auf Übertraining.

Aber heute hatte ich den sogar brutal im Trizeps, was nicht so oft vorkommt.

Tja, hat vielleicht was mit der Instinktiven Rohkost zu tun. Man weiß ja, nie, was da auf der biochemischen Ebene alles passiert, welche Regel- und Steuermechansimen es da gibt und wieso man einmal einen echt krassen Effekt hat und manchmal passiert schlichtweg garnichts.

Ich esse derzeit auch immer / täglich Gemüse in guten Mengen. Vor allem Grünkohl, Vogelmiere, Süßkartoffeln, Knollensellerie, Möhren ... Gemüse steht täglich auf dem Programm. Dazu auch Fenchel, Porreé und ab und an getrocknete Algen. Beim Süßkram halte ich mich zurück. Es gibt zwar Früchte, aber zumeist nur eine Sorte pro Tag. Ananas hatte ich zuletzt. Am Wochenende einmal Datteln und einmal Cherimoyas.

Selten gibt es zwei Sorten, dann zumeist Datteln als zweite Sorte, einfach um der Energie willen. 

Wenn ich bei den Früchten nicht ins Fressen komme, geht es erstaunlich gut. Fleisch hatte ich am Wochenende richtig viel. Rindfleisch und Biohackfleisch. Unter der Woche mag ich aber lieber Fisch und Haselnüsse. Also jeden Tag mag ich gerade kein Fleisch essen. Reicht, wenn ich das übers Wochenende habe, dann aber gerne auch größere Mengen. Das ist dann eh die Zeit, wo der Körper maximal regeneriert.

Ansonsten höre ich derzeit viel Bar Jazz.

Ich liebe diese Musik schon, solange ich denken kann. Anderen Jazz finde ich oft nervig und halte es nicht lange aus, geht mir einfach auffn Sack. Aber Bar Jazz ist eine wundervolle Musik. Inspiriert auch immer mein Gitarrenspiel. So im Hintergrund sitzen und entspannte Sachen spielen, die Leute können sich noch unterhalten und es dient dem Ambiente.

Tja, und da ich mich derzeit auch irgendwie von den ganzen Internetsachen etwas zurückziehe, habe ich das Lesen wiederentdeckt. Noch ist das Wetter ja beschissen, da kann man draussen noch nicht viel machen. Klar, der Yacon, den wir angesetzt haben, spitzelt schon raus und morgen wollen wir Paprika ansetzen, aber ansonsten ist es oft kühl, nass und stürmisch und die Lust, da aktiv zu werden, hält sich noch in Grenzen.

Lesen... ja...

Empfehlen kann ich das neueste Buch vom Frank Schätzig "Die Tyrannei des Schmetterlings". Da gehts um Paralleluniversen, künstliche Intelligenz und insgesamt fand ich das Buch erstaunlich gut. Wobei die Kritiken da auseinandergehen, aber gut.

Klar, es darf die moderne Politische Korrektheit nicht fehlen. Manchmal frage ich mich, ob die das vom Verlag aus schreiben müssen (Du horch mal, aber da brauchen wir noch...), oder ob die da selber drauf kommen, aber es fällt schon auf. Fast wie in den alten Sowjet-Sci-Fi-Romanen, die ich hier noch habe und die zum Teil erstaunlich mutig sind und regelrecht kühne Zukunftsvisionen und kühne Aufbruchstimmung vermitteln, wo aber am Ende eben immer die Partei und der Sozialismus siegen.

Und im Buch vom Schätzing kriegt, Achtung Spoiler, dann auch Trump sein Fett weg, bei der Firma, die die KI entwickelt, arbeiten vor allem Programmiererinnen, der Held hat(te) eine Mixed-Race-Ehe und die Kollegin ist ne Lesbe und der Bösewicht ist natürlich ein blonder weißer Mann im mittleren Alter. Also alles dabei, was es heute so braucht. Hahaha... (Oh Mann, ist das alles schlimm ... wie Aljoscha und Nadja, die auf der Venus nach abenteuerlichem Flug, den sie nur dank der Ingenieure des Volkes überstehen, die Sowjetflagge hissen).

Wenn man über diese ganze groteskte PC-Scheisse mal hinwegsieht, ist das Buch nicht schlecht. Las sich zügig, war spannend und gut geschrieben.

Als ich damit fertig war, habe ich mir wieder mal Dan Simmons "Illium" vorgenommen. Und da sieht man dann schon, was ein wirklicher Meister ist. Das Buch ist einfach nur der Oberhammer. Finde ich zumindest.

Und da sieht man auch mal, wie verherrend sich die Ausbreitung des Patrismus auswirkt. Da gehts ja zum Teil um den Tojanischen Krieg, um die griechischen Götter und da merkt man schon, dass da die Gewalt ein massives Problem geworden ist.

Aus der Zeit stammen ja auch einige Gräber, die man hier in Sachsen-Anhalt fand und die von brutaler Gewalt zeugen.

Und das war wahrscheinlich die direkte Folge der Sesshaftwerdung, der Getreideernährung, des Alkoholkonsums.

Ich fand das mal bei Eibl-Eibesfeld spannend, der schrieb, dass der Mensch genetisch auf "Liebe deinen nächsten wie dich selbst!" geprägt ist, aber eben aufgrund der Umstände dann zum Krieger und Mörder wird und dass das eben immer zu Schuldgefühlen bei den Betreffenden führt, weil sie eben gegen dieses in den Genen verankerte Gebot verstoßen und deswegen immer wieder Reinigungsritale durchführen oder wo es Speisevorschriften gibt, so dass man eben irgendwie "büsst" oder sich reinigt, weil man eben wirklich gegen die Liebe verstossen hat.

Das fand Eibl-Eibesfeld bei allen Völkern, die eben irgendwie mit Mord und Totschlag zu tun hatten.

Jäger wiederum danken der Seele des Tieres und führen Rituale durch, den Geist des Tieres zu besänftigen.

Aber sie haben keine Schuldgefühle wie die sich gegenseitig mordenden Völker.

Man muss ja nur mal so Kriegsreportagen schauen, wieviele Zeitzeugen dann in Tränen ausbrechen, wenn sie mal erzählen müssen.

Und die Kunst des Lebens besteht wahrscheinlich wirklich darin, so zu leben, dass man seiner Genetik entsprechend lebt, so dass keine Schuldgefühle aufkommen. Und das kann nur mit dem Wort "liebevoll" umschrieben werden. Der Mensch ist ja "die Liebe" und die Erde ist der Planet der Liebe.

Sowie man Schuldgefühle hat, der Mensch kann sich ja gegen seine Instinkte und gegen die Liebe entscheiden (freier Wille), ist das ein Zeichen, dass man genau das macht, nämlich gegen die Gesetze der Liebe / inneres Wissen verstossen. Die direkte Folge ist immer die Rechtfertigung und die Entfremdung von sich und anderen. Das Gegenteil ist dann eben die Annäherung und Verbundenheit - und da sind wir dann beim Leim, der die Urgruppen der Menschen zusammengehalten hat. Liebe und Verbundenheit. Da hat sich das entwickelt und das Überleben garantiert, ein relativ stressfreies Leben (anders als Paviane, wo es nur Stress gibt, oder auch Schimpansen, wo die weibliche Tiere regelmäßig verprügelt werden) ermöglicht und so die Überlebenschancen des Nachwuchses dramatisch erhöht hat.

Da haben dann auch zwei oder drei Kinder pro Frau gereicht, um sich zu reproduzieren und frau musste nicht dauerschwanger sein, um die Verluste durch Krieg, Hunger, Terror, männlicher Aggressionen (wie bei den Pavianen) auszugleichen. Das sind ja alles eher "Folgeschäden".

Die Natur hat es schon gut eingerichtet und eben aufgrund der langen Entwicklungszeit, in unsere Gene geschrieben.

Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us22

Genau da findet sich das noch, wenn auch schon patriachal verzerrt. Aber man ahnt noch, um was es da geht: Liebe der Liebe, Befolgen der Gesetze der Liebe und der Natur, den nächsten Lieben, wie sich selbst, sich also nicht erhöhen, sondern Gemeinschaft.

So haben wir wahrscheinlich tausende von Jahren gelebt und das hat sich in unsere Genetik eingeschrieben... dann kamen die Drogen, die Süchte und Ackerbau und Viehzucht... na ja, da geriet das wahrscheinlich alles auch aus den Fugen.

Dennoch gab es immer wieder Versuche, an diese ursprüngliche Prägung anzuknüpfen. In der Bibel selbst wurde das ja beschrieben. Das Urchristentum war ja so strukturiert und, ich finde gerade die Stelle nicht, Jesus mahnte ja seine Jünger, dass sie sich immer lieben sollten. Petrus dito. Aber so bibelfest bin ich dann auch nicht. Aber hier finden sich eben noch diese Ansätze, die eben auf unser eigentliches genetisches Erbe hinweisen.

Man kann sich ja auch mal die Frage stellen, wie es aussieht, wenn die größte Kraft im Universum die Liebe ist (kriegen die Physiker deswegen keine vereinigte Theorie zusammen, weil sie etwas Elementares verpassen?), wie sich das dann im Materiellen äussert.

Also wie muss es aussehen, wenn ein Geist (Liebe) quasi materialisiert?

Na ja, da kann nur sowas wie Säugetiere (Mutter-Kind-Verbindung), Familien (Mann-Frau-Kind) und Gruppen (liebevolle Verbindungen über die Mutter-Kind und Mann-Frau-Beziehung hinaus zu allen Mitgliedern der Gruppe) rauskommen.

Und am Ende sich seiner selbst bewusste Wesen, wie der Mensch, sowie eben entsprechende Gruppen und Gemeinschaften. Und um das alles bewusst zu erfahren, braucht es die Möglichkeit, quasi auch den anderen Weg zu gehen, quasi die Dunkelheit zu erfahren.

Und so kommt es, dass heute eben ALLE ursprünglichen Liebesbeziehungen mehr oder weniger gestört sind. Mutter-Kind-Verbindungen, Mann -Frau -(Kind) und in Gruppen auch. Wir leben im Zeitalter der gestörten Liebesbeziehungen.

Und was stört?

Na einmal falsche Ernährung. Fremdmoleküle parasitieren da im Körper und somit auch im Geist und stören eben. Und dann sind es eben die Nachwirkungen irgendwelcher Urtraumata, wie vielleicht Wüstenbildung, oder was auch immer da schief gelaufen ist.

Irgendwann gabs da mal ein oder mehrere einschneidende Sachen und das setzt sich nun wie Wellen durch die Zeit fort und vererbt sich eben immer wieder von einer Generation auf die nächste, aber nicht durch die Gene, sondern durch die Meme, also den kuturell wirkenden Glaubensinhalten.

Die Erde ist wahrscheinlich ein Bewusstwerdungsplanet, wo sich Geist und Materie verbunden haben und wo der Geist, die Liebe, sich seiner Selbst bewusst wird. Und auch erforscht, was nicht funktioniert und wie es sich anfühlt, gegen sich selber zu verstoßen und wie es ist, wieder zu heilen.

Darum gehts ja im Endeffekt.

Und wir mittendrin... :-D

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