Dienstag

10.03.2015 20:16

So, heute mittags gab es 3 Fenchelknollen, 4 Möhren und 150g Haselnüsse. Abends dann Salat mit 2 Avocados, viel Rotkohl, Peperonis, Linsen, Sesam, Zwiebel und Algen. Sehr nahrhafte Mischung, wie ich finde.

Ansonsten gab es heute in der Arbeit eine Diskussion übers Impfen. Also ich war mehr oder weniger nur Zuhörer. Aber schon abgefahren, wie sehr solche Themen doch trennen und emotionalisieren können. Mein Kollege hat folgendes Buch empfohlen:

https://www.sprangsrade.de/pics/Impfentscheidung.jpg

www.amazon.de/Die-Impfentscheidung-%C3%9Cberlegungen-Informationen-Ausf%C3%BChrung/dp/393404803X

Ich habe es noch nicht gelesen, soll aber gut sein. Insgesamt ist das Thema Impfen natürlich bisher noch immer nicht wirklich erschöpfend geklärt für mich, ich bin aber derzeit auf dem Trichter, dass es wohl wie immer nur ums Geld geht. Ich halte die Kommerzialisierung von vielen Lebensbereichen wie Gesundheit, Wasserversorgung, Altenpflege, öffentlicher Nahverkehr usw für nicht zielführend, da es die Bereiche sind, wo die Maßstäbe der Gewinnmaximierung nichts zu suchen haben. Hier geht es schlichtweg um Versorgungsleistungen. Die Entscheidung, welche Behandlungsmethode durchgeführt wird, darf nicht unter finanziellen Gesichtspunkten getroffen werden, bzw darf das nicht primär der Fall sein. Ist es aber und das bringt eben diese ganzen Strukturen hervor, die man schon als mafiaartig, wie gestern verlinkt, beschreiben kann.

Selbiges gilt für die Trinkwasserversorgung, die Altenpflege, Rente, Post, öffentlicher Nahverkehr usw. Die Idee, dies der Gemeinschaft zu überlassen, fußt einfach auf der Erkenntnis, dass diese Tätigkeiten im Grunde keine Geschäfte sind, sondern der Organisation des Lebens dienen. Die Idee, dass alle je nach Stärke Geld in die Gemeinschaftskasse einzahlen, und davon dann diese Leistungen dargeboten werden, scheint mir ein besserer Weg zu sein als die neokonservative Privatisierung aller Lebensbereiche. Die dann zu ruinösen Wettbewerben führt, zu prekären Arbeitsverhältnissen und anderen Sauereien. Oder die Steuerflucht. Was nichts anderes bedeutet, als dass man nichts mehr in die Gemeinschaftskasse einzahlt, aber davon dennoch partizipiert, was so betrachtet ziemlich asozial ist.

Wer will schon im Altenheim nur noch ein Kostenfaktor sein oder im Krankenhaus einen Kaiserschnitt bekommen, nur weil er profitabler ist? Diese Bereiche sollten wieder in die Hand der Gemeinschaft übertragen werden. Und aus einer Gemeinschaftskasse, wo eben ALLE einzahlen, bezahlt werden.

Die Auswüchse der neoliberalien Denkweise sehen wir ja nicht nur in Griechenland, wo man unter vollkommen falscher Denkweisen annahm, dass wenn man die Löhne um 30% kürzt, mehr Arbeit nachgefragt wird. Aber jeder Hans von der Strasse weiss mit einigermassen gesundem Menschenverstand, dass sofort auch 30% weniger ausgegeben wird. Und zwar Schlag Umsetzung. Und so muss man mit ansehen, wie hochbezahlte Leute vollkommen irre Poltik machen, sich dann, wenn die geknechteten Länder (Griechenland ist ja nur eines, nur wird da grade heftig drüber berichtet), aufbegehren, auch noch beleidigt zeigen. Dann kommt selbst in den "besseren" Mainstreammedien purer Rassismus offen zum tragen. Ein schönes Europa ist das geworden, nicht wahr?

Und was hat man den Griechen auch aufgehalst? Privatisierungen! Und hierzulande beschweren sich die selben, die das fordern, dass die Lokführer streiken. Tja, welcher Depp hat die privatisiert, statt sie Beamte sein zu lassen?

Marktwirtschaft, Wettbewerb und Konkurrenz sind starke Triebfedern, die in vielen Bereichen zu Innovation und Weiterentwicklung führen. Nur hat dies nur bedingt etwas in sozialen, medizinischen und ökologischen Bereichen zu suchen. Aber wie gesagt, die Neokonservativen haben ja seit den 90ern enormen Aufwind gehabt. Unter Schröder und Fischer wurde ja alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest war. Aber man will und braucht mehr!!! Und jetzt trommelt man zum Angriff auf Russland. Kaum hat sich die Lage in der Ost-Ukraine beruhigt, wird ein Politiker in Moskau erschossen und weiter geht der Propagandaangriff. In der presse wird suggeriert, dass es wiedermal Putin war. Gleichzeitig werden im Baltikum 3.000 amerikanische Soldaten stationiert. Deeskalierung sieht anders aus. Davon liest man aber vergleichsweise wenig. Aber auch hier gehts im Grunde nur ums Geld.

Schauen wir mal wie es weitergeht. Es bleibt auf jedem Fall spannend.

Man muss sich aber schon mal fragen, ob diese krankhafte Gewinnsucht, dieses Streben nach immer mehr Profit wirklich die Masse der Menschen glücklicher, gesünder, zufriedener macht, oder ob sie irgendwann aufwachen und merken, dass es nur Verarsche ist und nur die oberen 10.000 wirklich profitiert haben. Aber klar, es braucht eben auch ein Bewusstwerden auf breiter Masse. Und vielleicht ist es ja auch gut so wie es ist, denn wie wusste schon Laotse: In des Übels Übertreibung liegt des Übels Heilung! :-D

—————

Zurück