Ein paar Gedanken zum Tagesgeschehen

25.06.2015 22:33

Angesichts der zunehmenden Eskalation im Konflikt mit Russland (Stationierung von schweren Waffen in Osteuropa), droht einem ja jeder Bissen im Halse stecken zu bleiben. Man fragt sich natürlich, ob man es mittlerweile nur noch mir Volltrottel zu tun hat. Wir könnten hier in Europa so gut leben! Alles ist da! Aber nein, es muss gegen die Nachbarn gestänkert werden. Ich habe schon 2003, als ich mich mal mit dem Zinssystem beschäftigte, erkannt, dass dieses System nur in zwei Szenarien enden kann: Krieg oder Revolution. Dieses System hat diese beiden Ausgänge unweigerlich im System angelegt.

Und jetzt erleben wir eigentlich beides. Kriegsvorbereitungen nach außen und revolutionäre Tendenzen im Inneren Europas. Europa. das ist auch so eine unendliche Gesichte. Wer hat eigentlich noch Lust auf dieses Projekt? Die Menschen haben anscheinend immer mehr die Nase von diesem Europa voll. Jetzt ist man ja dabei, die erste Linke Regierung Europas abzusägen. Die werden keinen Fuß auf die Erde kriegen. Es ist ein Trauerspiel. Zahlen müssen nun die einfachen Leute. Es redet sich ja so leicht, aber wenn einem plötzlich 30% Einkommen gestrichen werden, das Gesundheitssystem zusammenbricht und man ins Bodenlose fällt, dann sieht das alles ganz anders aus. 

Was mich immer wieder erstaunt, ist die Seelenruhe, mit die Menschen weiter vor sich hinleben. Mir ist ja noch eine lebendige Empörung eigen, aber die Meisten haben die Arschruhe weg und akzeptieren das alles ohne zu murren.

Ich muss ja mal ehrlich sagen: ich bin da von den westdeutschen Mitbürgern sehr enttäuscht. Als sie vor 25 Jahren hier ankamen, wussten sie alles besser und haben uns gesagt, wie wir hier gelebt haben. Jetzt hat sich "ihr" großer Bruder als aggressiver Überwachungs- und Folterstaat entpuppt. Aber komischerweise murrt da in Düsseldorf, Heidelberg, Hamburg oder München niemand. Aber auf die ehemalige DDR wurde herabgelächelt. Und jetzt müssten eigentlich mal die Westdeutschen aufstehen und sich für mehr Demokratie, Ende der NSA-Überwachung und mehr sozialer Gerechtigkeit einsetzten. Aber da kommt nicht viel. Das erfüllt mich mit Belustigung und Fassungslosigkeit zu gleichen Teilen. Na der Pispers ist aus Düsseldorf und der Schramm aus Bad Hombung, wenn ich mich nicht irre. Die kann man zur Ehrenrettung heranziehen. LOL

Aber schauts euch an, wie die jetzt die Griechen richtig KO hauen. Alles begleitet mit viel medialen Theater. Grade läuft auf Phönix eine Talkrunde, wo sich ein Mitglied von Syriza gegen zwei deutsche Volltrottel auseinander setzten muss. Einer davon ein Prof. Hüther, dessen Arroganz nicht mehr zu ertragen ist. Das, was man den Griechen verordnet hat, war ja ein Aderlass und jetzt liegt der Patient halbtot da, und der mobilisiert die letzten Reste und ruft: "Schluss mit der Behandlung!", aber mit der Arroganz des Wissenden lächelt man und erklärt dem Sterbenden, dass sein Unwohlsein seine eigene Schuld sei, er habe zuwenig Sport getrieben und zu viel gefressen, mit den 30% Blut hat das nichts zu tun, die wir schon abgezapft haben. Ich musste ausschalten.

Erschreckend wird es, wenn einfache Leute das Problem besser erkennen als die Experten.

Aber ich vermute ja, alles andere wäre wirklich zutiefst verstörend, dass hinter der Austeritätspolitik und seiner Befürworter eine bewusste Entscheidung steht. Mir wären sogar die Illuminaten recht, alles, nur nicht der Gedanke, dass die in ihren Elfenbeinturm sitzten und den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen.

Aber gut. Jeder, der sich mal die Videos von Bernd Senf zun den Ursachen der Weltfinanzkrise angeschaut hat, der sieht das von ihm beschrieben Drama derzeit vor unser aller Augen ablaufen.

Ganz unglaubwürdig wird es ja, wenn die Troika es ablehnt, dass die Reichen mehr zur Kasse gebeten werden sollen. Eine Krähe hackt der anderen eben kein Auge aus. Dieser Europa ist eben ein Europa der reichen Eliten und nicht der Menschen.

Schade irgendwie....

Ist eigentlich schonmal jemanden aufgefallen, dass die Mainstreammedien es immer wieder schaffen, das Mitgefühl in den Menschen abzutöten?

Wenn ich einen Bericht über die Ostukraine sehe, und mir werden tote und verletzte Kinder gezeigt, dann ist die normale menschliche Reaktion Mitgefühl. Man möchte helfen, denn in uns ist Liebe angelegt. Werden diese Menschen aber als Terroristen (Palestineneser), Feinde (Pro-Russisch / Alte Feindbilder), Schmarotzer (Hartz4ler) oder andersweitig verunglimpft, dann verringert sich unser Mitgefühl. Die Hauptaufgabe der Medien besteht aus meiner Sicht nicht darin, zu informieren, sondern Emotionen zu steuern. Und Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Liebe sind genau die Emotionen, die uns zu Menschen machen. Das sind die Emotionen, die friedensstiftend sind. Und die gilt es auszumerzen. Abzutöten. Das war schon immer die Hauptaufgabe der Medien, die ja immer auch unter der Kontrolle von irgendwelchen Reichen und Mächtigen stehen.

Liebe und Mitgefühl wollen helfen, wollen beistehen, wollen schenken. Wollen Frieden und Harmonie schaffen. Das ist nicht im Interesse der Reichen und Mächtigen, wie es scheint.

Wer also bei bestimmten Nachrichten Mitgefühl empfinden, der hat sich nich seine Menschlichkeit bewahrt. Wenn diese Medien also das Mitgefühl, die Menschlichkeit abtöten, brauchen wir dann diese Medien noch? Ich möchte mich nicht gegen ein anderes Land aufhetzten lassen. Weder gegen Russland, noch gegen den Iran, noch gegen Griechenland...

fm4.orf.at/stories/1760113/

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