Eine Aufforderung

04.09.2017 18:01

Hätte ich garnicht gedacht, dass der Blog doch bei einigen gut angekommen ist! Es gab tatsächlich einige Rückmeldungen und ich solle doch bitte weiter machen. Ja gut, wenn das so ist! Und bevor ich mich schlagen lasse!! :-)

Aber im Ernst: wieso schreibt man mir nicht mal eher was? Deswegen meine Bitte für die Zukunft: konsumiert bitte nicht einfach, sondern wenn ihr mir schon keine Rückmeldungen gebt, dann teilt doch wenigstens interessante Beiträge bei Facebook in der Freundesliste oder in den relevanten Rohkostgruppen. Oder wo auch immer das hinpasst.

Ich habe ja meinen Facebook-Account auch vorrübergehend gelöscht, weil ich einfach irgendwo auch das Gefühl hatte, ALLES hängt an mir. Ich meine, wieviele Rohies gibt es denn? Und wollen wir für den Rest unseres Lebens alleine dahocken? Das ist doch Mist! Und überlegt mal, wenn jeder einfach mal was interessantes teil, bei sich in der Freundesliste ist vielleicht auch jemand, der irgendwie auf der Suche ist und dann findet der das und schon geht die Reise auch für denjenigen weiter.

Es braucht einfach mehr Mitmachen und weniger Konsumverhalten.

Aber klar, dass ist es ja, wozu wird hier in der Gesellschaft erzogen werden. Konsumieren. Und ich habe mitbekommen, dass kaum noch jemand wirklich weiter denkt. Und zwar auch an den Nächsten! Es wird gelesen, geschaut, gehört, also konsumiert und es wird nicht mal ein Like bei Videos gesetzt. Es ist die reinste Konsummentalität. Der Typ von Reconquista Germania, was ja ein, ich nenns mal patriotischer Youtube-Kanal ist, hat das ja mal in einer langen Videoanalyse schonungslos für seine Szene analysiert. Und obwohl ich diesen patriotischen Ansatz dort kindisch finde, habe ich mir die ganzen 2,5 Stunden, oder wie lange das dauert, gegeben. Eben weil er Dinge anspricht, die grundsätzlich im Argen liegen.

Schaut mal: die Rohkost, für dich ich stehe, die mache ich nächstes Jahr 20 Jahre. Ohne jemals irgendwelche Zusätze und Supplemente gebraucht zu haben. Zähne sind noch alle drin und schauen ganz gut aus, körperlich bin ich gut drauf, der Intellekt ist immernoch scharf, Biss habe ich auch noch, dazu hat mich diese Rohkost wirklich auch tiefgreifend verändert und auch geheilt. Ein Bericht darüber kommt demnächst.

Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich trotz Blog und Videos und Treffen hier nachhaltig was bewirke. Dabei ist das "Produkt" doch wirklich klasse! Ist genussvoll, heilsam, undogmatisch, naturschutzfachlich korrekt, ökologisch nachhaltig, preiswert und führt nicht in die Isolation wie andere Rohkostrichtungen.

Wieso kommt es dann, dass die vegane Rohkost bei Youtube 5stellige Klickzahlen hat und ich im Bestfall mal knapp 500, im Schnitt aber um die 100 habe?

Wie kommt es, dass so ein gutes Produkt so wenig angenommen wird?

Und da fällt mir vor allem auf, dass es eben erstmal eine reine Konsummentalität gibt. Es wird nichts geteilt, nichts geliked, nichts kommentiert... es wird konsumiert und fertig. Live goes on.

Leute!!! Wacht mal auf! Rohkost ist auch eine soziale Sache. Verantwortung übernehmen! Nicht einfach fressen, verdauen und irgendwo wieder ausscheissen, sondern auch mal mitdenken. Es gibt MILLIONEN Menschen mit Problemen im Deutschsprachigen Raum und für viele wäre die Rohkost eine mögliche (!!) Lösung.

Nur: die erfahren davon entweder einfach erstmal garnichts, oder sie kommen mit der roh-veganen Variante in Kontakt. Und da wissen wir ja alle, wohin das führt. Entweder garnicht erst raus aus dem Kochtopf oder schnurstracks wieder retour.

Deswegen darf ich jetzt jeden Leser auch mal bitten, hier etwas aktiver zu werden. Wieso nicht gute Beiträge über Gartenkultur in einem Gartenbauforum posten? Wieso nicht Beiträge über Sport bei den Sportlern posten? Usw...

Überall sind vielleicht Menschen, die auch erreicht werden wollen. Ob sie das dann auch machen, ist deren Entscheidung, aber zumindest haben sie schonmal was gehört.

Nur, überlegt mal, wenn ich das alles alleine machen muss... dann dauert es nicht lange, und ich haue wirklich in den Sack.

Wer nur konsumiert, ist egoistisch. Wer teilt, denkt auch an den anderen. Das gilt für alles im Leben.

Klar: die Gesellschaftsform hat die Menschen genau dahin erzogen: Konsument. Egoist. Das wars... mehr braucht es nicht mehr.

Wollen wir in so einer Gesellschaft leben??? Na ich nicht!!

Nur muss man auch mal mitkriegen, dass das reine Konsumieren auch nur reiner Egoismus ist. Erst wenn man anfängt, zu teilen (nicht missionieren, TEILEN!) ist man auf der richtigen Spur.

Es braucht also einfach mehr Engagement. Mehr Gemeinschaft. Jeder natürlich so wie er kann, aber da ist noch Lust nach oben.

Es geht im Grunde in erster Linie um Nächstenliebe.

Tut euch selber den Gefallen und teilt mehr. Je mehr man teilt, desto reicher werden alle. Egoismus führt schlussendlich in die Armut, in den Mangel. Es mangelt dann irgendwann einfach an Gleichgesinnten, Freunden, Freundinnen, Geliebten und Spielkameraden für die Kinder...

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