Erdbeeren und Himmelsbeobachtungen

05.06.2017 21:27

Heute gab es die ersten Erdbeeren. Was soll ich sagen? Absolut genial. Sind auch reichlich dran. Und nachdem ich heute 13,5km rennen war, waren die besonders lecker!

 Wir haben gerade auch sehr guten Eisberg- und Kopfsalat. Der sieht zum Teil aus wie aus dem Laden. Portulak habe ich auch das erste Mal gemacht. Der ist auch nicht schlecht.

Ansonsten habe ich heute einen meiner Mitarbeiter erschöpft im Beet liegend gefunden. Habe ihn dann in eine Kiste gepackt und etwas Wasser und etwas Rindfleisch gegeben. Er hat gut getrunken, aber nur wenig gefressen. Ansonsten wirkte er KO. Ich denke mal, er hatte entweder eine ungute Begegnung mit einem Hund, einem Auto oder ist krank oder alt. Keine Ahnung. Gegen Abend ist der dann lebendiger geworden und wollte raus aus der Kiste. Er wirkte aber etwas wackelig auf den Beinen. Habe ihn dann in den Garten gesetzt.

Wir haben ja schon ewig einen Igel im Garten! Vielleicht ist es immernoch der Gleiche und er ist schon uralt. Ich habe für Igel extra einen Reisighaufen liegen, wo die überwintern können. Meine Oldies quaken da immer rum, aber ich bin da recht unerbittlich, weil ich der Überzeugung bin, dass jeder Garten auch eine Dreckecke haben muss, die wieder Tieren wie dem Igel einen Unterschlupf ermöglichen.

Die Generation meiner Oldies haben ja die Welt besenrein ausgekehrt. Da ist ja fast nichts mehr da, da muss man manchmal wieder etwas gegenhalten und sich durchsetzen.

Das ist auch bei einigen Kulturen so. Meine Oldies sind da einfach noch vom alten Schlag. Da muss alles "sauber" sein. Aber ich sehe das anders. Alles darf auch da wachsen und gedeihen, da wo es darf und wo es keinen Schaden macht. So habe ich im Frühjahr ein regelrechtes Verbot ausgesprochen, den Tobinambur und die Himbeeren "sauber" zu machen. Ich erkläre dann zwar auch wieso, aber ich merke, über das Verständnis ist es schwer, die alte Generation noch zu packen. Es ist einfach zu tief drin. Ich erinnere mich ja noch an das Drama, als ich mit Mulchen anfing vor x Jahren.

Wenn ich dann aber "Recht" behalte, sehen sie es schon ein, nur um natürlich beim nächsten Mal sofort wieder in alte Muster zu verfallen. Es ist eben so, je älter desto unflexibler... wird mir wohl auch mal so ergehen.

Dabei ist es ja total einfach zu verstehen: Tobinambur ist eine extrem konkurrenzstarke Pflanze, Himbeeren dito. Die machen sich breit und konkurriert so ziemlich alles weg. Und wenn man das weiss, braucht man nur die jungen Schösslinge etwas freistellen, damit die gut wachsen und dann kann man das einfach belassen. Ab Juni konkurrieren die schon alles weg.

Und wenn das "Unkraut" zu hoch wird, na gut, dann muss ich das auch nicht ausrotten, sondern es reicht eine Regulierung. Und so habe ich jetzt ein schönes Beet mit Klatschmohn und Tobinambur. Auch findet sich dort Gewöhnlicher Erdrauch und einige Grasarten. Absolut nichts besonderes, aber dennoch hübsch anzusehen. Und wenn der Klatschmohn durch ist, ist der Tobinambur groß genug, dass da nichts mehr gegen ankommt. Der Klatschmohn wiederum (und das ein oder andere Gras und Kraut) hat dann aber ausgesamt und nächstes Jahr hat man wieder so ein schönes Beet. Oder es findet sich was anderes...

Gegen Abend habe ich mal wieder den Himmel beobachtet. Es gab Nachmittag ein Gewitter, aber ohne Regen. Hat nur ein paarmal geblitzt und gedonnert. Aber danach war die Atmossphäre wieder klar, frisch und belebt. Ich gehe dann gerne mal auf den Boden und schaue aus der Dachluke. Und nach ein paar Minuten war ich wieder richtig euphorisiert.


Es gab diese schöne Wolkenformation zu sehen. Leider auf den Fotos nicht so gut zu erkennen sind die schönen Cumuluswolken vor den dunklen Wolken.

Die Natur wirkte belebt und erfrischt. Die Blätter saftig grün und die Vegetation wird umso dunkler, je weiter sie Richtung Horizont steht. Die Stimmung in der Nachbarschaft war locker und friedlich. Die Vögel sind ruhig und "normal" herumgeflogen. Der Wind war leicht und "lieblich". Alles in allem eine schöne abendliche Atmosphäre.

Die Kondensstreifen haben sich gleich hinter den Flugzeugen aufgelöst.

Richtung Norden gab es auch schöne kompakte und abgegrenzte Kumuluswolken zu sehen.


Besonders schön: die Sonnenstrahlen, die durch und über den Wolken zu sehen waren. Ich weiß nicht, ob das auf dem Foto gut zu sehen ist. Ein wundervoller Anblick. Erhebend und euphorisierend.

Leider haben nur wenige Menschen einen Blick dafür. Jetzt mit der Smartphonesucht ja noch weniger als früher. Dabei erzählt uns der Himmel so viel! Man muss eben nur mal hinschauen.

Wie gesagt, ich habe schon Stunden damit verbracht, den Himmel zu beobachten. Seit Jugendbeinen. Irgendwie faszinierend, dieser sich ewig wandelnde Anblick. Vielleicht wurde der Blick auch unterbewusst dort hingeleitet, weil man spürt, dass man dort die Lebensenergiehülle der Erde sehen kann. Keine Ahnung, aber ich fand den Anblick eines klaren, schönen Himmels mit schönen Wolken immer irgendwie euphorisierend.

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