Ergänzung Trobriander

25.02.2020 22:59

Also ich habe ja vorhin dieses Video hier verlinkt: www.youtube.com/watch?v=AfkcBb7CQM4

Was mir da auffällt: die wellenartigen Bewegungen der Hüften bei Jungs und Mädels, die Würde, obwohl ja halbnackt und dass es im Grunde genau deswegen nicht "aufreizend" ist.

Verbreitet eine rundum schöne Energie, der Tanz und die Musik. Zaubert eben ein Lächeln aufs Gesicht.

Wer mehr wissen will, um was es da genau geht: ia600602.us.archive.org/7/items/Malinowski_1928_Geschlechtsleben_der_Wilden_k/Malinowski_1928_Geschlechtsleben_der_Wilden_k.pdf

Und Youtube hat dann als Folgevideo das vorgeschlagen: www.youtube.com/watch?v=0D5hByvNlvc

Da sind die Mädels auch oben ohne auf der Bühne.

Aber da sieht man mal so die Unterschiede. Das eine wirkt so unschuldig und doch würdevoll, dass andere irgendwie geisteskrank.

Und das hat Gründe:

Alle Menschen – Männer wie Frauen – leiden mehr oder weniger an chronischen Verkrampfungen des autonomen Muskelgewebes. Reich bezeichnete dies als Körperpanzer. Dieser Panzer entsteht durch die unverarbeiteten Traumata von der Kindheit bis heute. In der Verpanzerung werden diese traumatischen Erlebnisse verborgen und festgehalten. Eingeschlossen.

rette-sich-wer-kann.com/lebendig-gesund/emotionale-lebendigkeit-und-die-emotionelle-pest/

Das ist die eigentliche Heilung, die es braucht und wo die Rohkost quasi nur die Tür öffnet.

Damit man wieder normal im Sinne von gesund und lebendig wird. Nicht einfach in dieser Gesellschaft. Da schaut man ja eher in verkniffene Gesichter und nach den ganzen Kriegen hier, Hungersnöten und Verwüstungen auch kein Wunder. Und wenn man lebendiger wird, dann wird man misstrauisch betrachtet...

Wer an der „emotionellen Pest“ leidet, kommt mit seinem Energiestau nur dadurch zurecht, dass er natürliche Erregung aus seiner Umwelt ausschließt. Er kann natürlichen Ausdruck nicht ertragen, denn er erzeugt in ihm eine unerträgliche Sehnsucht. Er trachtet danach die Sitten und Einstellungen unserer Kultur zu steuern und ist dem Leben gegenüber negativ eingestellt.

Na da gibts ja viele und wer kann sich davon frei machen?

Das hat ja der Maaz gesagt: im Gehirn sind durch die negativen Erfahrungen regelrechte neuronale Autobahnen angelegt und nur mit viel Mühe und Bewusstheit gelingt es, da später neue Pfade anzulegen, die immer wieder neu gegangen werden müssen, sonst sackt man da wieder ab und geht auf die alten Autobahnen zurück.

Im Vergleich zum Charakter der „emotionellen Pest“ ist der „genitale Charakter“ frei fließend, direkt, und dem Leben gegenüber positiv eingestellt. Alle, Frau oder Mann, die an der „emotionellen Pest“ leiden, sind orgastisch impotent.

Also bei den Trobriandern sieht man schon, dass es da freier fliesst als hier. Für Reich waren das die letzte Reste ursprünglichen Menschseins. Bevor sich die emotionale Pest auf der ganzen Welt ausbreitete und überall Schaden anrichtete. Man denkt da ans Corona-Virus, aber was uns wirklich krank macht, ist diese emotionale Pest, die eben dazu führt, dass die Energie nicht mehr frei fliesst und strömt und man deswegen eben unglücklich wird und krank.

DeMeo:

Reichs Theorie, die sich aus der Psychoanalyse entwickelte und später davon abspaltete, beschreibt destruktive Aggression und sadistische Gewalt des Homo Sapiens als einen völlig unnatürlichen Zustand, welcher aus einer traumatisch bedingten chronischen Hemmung der Atmung, des emotionellen Ausdrucks und jeglicher lustorientierter Impulse resultiert. Reich zufolge wird dieses Verhalten im Individuum mittels bestimmter schmerzvoller und lustfeindlicher Rituale und sozialer Institutionen verankert, die bewußt oder unbewußt der Bindung zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Mann und Frau entgegenwirken. Diese Rituale und Institutionen existieren sowohl bei "primitiven" Subsistenzkulturen als auch bei technologisch entwickelten "zivilisierten" Gesellschaften.

www.orgonelab.org/saharasia_de.htm

Diese Verhärtungen gegenüber Kindern kann man überall beobachten. Die Kinderkrippe ist da heute das deutlichste Zeichen frühkindlicher Traumatsierung (Trennung). Und so überträgt sich das dann von einer Generation auf die andere. Ich meine, es ist ja schon vieles besser geworden. Es ist ja vieles bei weitem nicht mehr so schlimm wie früher... aber dennoch ist es noch lange nicht optimal. Neben der Krippe ist ja heute der Kaiserschnitt "in" und damit wird eben auch die natürliche Geburt verhindert und das erste, wo Mutter und Kind zusammen "durch" müssen.

Schlimm ist wohl auch die mangelnde Aufmerksamkeit, weil das Handy ablenkt. Ich fürchte mich jetzt schon vor der Generation, die da nach Blickkontakt und Energie hungerte, aber wo die Mütter lieber aufs Smartphone starrten. Was werden die veranstalten, um immer wieder diese Aufmerksamkeit zu bekommen?

Die Neigung zur emotionellen Pest ist allgemein. Es gibt nicht Pestfreie hier und Pestkranke dort. So wie jeder Mensch irgendwo in der Tiefe eine Neigung zu Krebs, Schizophrenie und Alkoholismus hat, so hat jeder, auch der Gesündeste und Lebensfreudigste, die Neigung zu irrationalen Pestreaktionen in sich.

Da muss man wirklich immer wieder aufpassen und schauen, wie man drauf ist.

Ich schaue immer, ob ich noch Lebendiges ertragen kann, ohne in Wut zu geraten. Ich liebe ja dynamische Flusssysteme, ich habe Stunden auf Sandbänken, Schotterstränden und spärlich bewachsenen Strandabschnitten verbracht. Ich liebe diese Dynamik. Zum Teil haben wir sowas im Job sogar wieder angelegt (www.tdc-zt.at/files/metamodels/id-02-bauphase.jpg).

Oder wenn in der Nachbarschaft oder wo Kinder krakelen und lachen.

Sowie sowas was Ungutes auslöst, wird es Zeit, mal in sich zu gehen und zu schauen, was da los ist.

Reichs sexualökonomischer Betrachtungsweise zufolge verankert sich im Heranwachsenden ein chronischer charakterlicher und muskulärer Panzer, abhängig von Art und Ausmaß der erlittenen Traumatisierungen. Die biophysikalischen Prozesse, die normalerweise zu voller Atmung, emotionaler Ausdrucksfähigkeit und vollständiger sexueller Entladung während des Orgasmus führen, werden von der Panzerung ständig mehr oder weniger blockiert und bauen sich zu innerlich festgehaltenen emotionalen und sexuellen (bioenergetischen) Spannungen auf. Der aufgestaute innere Druck treibt den Organismus - im allgemeinen unbewußt - zu verzerrtem, selbstzerstörerischem und/oder sadistischem Verhalten (Reich 1942, 1949). Dieses Phänomen taucht immer dann auf - und nur dann - wenn versucht wird, die primären biologischen Bedürfnisse und Sehnsüchte des Menschen entgegen der Vernunft zu unterdrücken oder den Anforderungen der "Kultur" anzupassen. Peinigende und lustfeindliche Rituale und soziale Institutionen kamen und kommen in den meisten, aber keineswegs allen historischen und heutigen Kulturen vor. Es gibt beispielsweise einige Ethnien (leider in der Minderzahl), die weder ihren Babies und Kindern bewußt oder unbewußt Schmerzen zufügen, noch die sexuellen Interessen von Kindern oder Erwachsenen unterdrücken. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß es sich hierbei außerdem um gewaltlose Gesellschaften mit stabilen, monogamen Familienstrukturen und freundlichen, liebevollen sozialen Beziehungen handelt.

Ich musste erstmal googlen, ob das so stimmt mit den monogamen Beziehungen bei den Trobriandern und fand diese Info:

Das ist der Titel der anthropologischen Studie von Bronislaw Malinowski. Es ist ein unauslöschbares Dokument dafür wie ein geordnetes Sexualleben in einer Gemeinschaft funktioniert. Sämtliche Praktiken und Institutionen wie das gleichgültige oder wohlwollende Verhalten der Eltern zu den kindlichen sexuellen Spielen, das bukumatula (Ledigenhaus) oder die Jugendweihen und -feste sind darauf ausgerichtet die sexuelle Lust zu befriedigen. Das Regulierungsmoment ist hier also Lust.

Mit dem Heranwachsen nimmt aber auch die Ernsthaftigkeit der Liebesbeziehungen zu. Diese festeren "Dauer"beziehungen dauern nicht ewig, es lässt sich aber auch kein Wochen-, Monats- oder Jahresplan bestimmen. Die Lust reguliert das Geschlechtsleben der Wilden, sie kennt Begriffe wie Monogamie, Polygamie oder Promiskuität nicht. Das sind Begriffe, die von Vertretern einer sexuell ungeordneten Gesellschaft erfunden wurden, die sich zwangsmoralisch reguliert. Die Paare der Trobriander sind ebenso monogam, wie gelegentlich polygam sowie bei Festen sogar promiskue.

www.dasgelbeforum.net/index.php?id=263409

Das scheint mir eine ganz gesunde Sache zu sein. Die meiste Zeit ist man mongam, ab und an wird das erweitert, wenn es sich richtig anfühlt und bei Festen gehts richtig ab. Genau das sieht man ja auch hier noch in unserer Gesellschaft noch in Ansätzen, nur dass dann bei Festen die Schlägereien aus Eifersucht und die Eheszenen nur so hochkochen. Gewalt als Ergebnis unterdrückter und nicht ausgelebter Liebesimpulse.

Rasende Eifersucht als Folge der Unterdrückung des Extatischen?

Edit: Übrigens wurden aus den Jugendweihen im Patriarchat die grausamen Pubertätsriten, die wir gerade an anderer Stelle diskutieren. Auch dieser Übergang ist so eindeutig, dass es mir schwerfällt zu verstehen wie man das übersehen kann, wenn man darauf hingewiesen wird.

Das fand ich damals schon krass, dass zur Jugendweihe irgendwie erstmal die Jugendlichen richtig besoffen gemacht wurden, also später dann kotzten und voll fertig waren. Ich habe mich damals dem entzogen, erinnere mich aber an schlimme Szenen anderer Jahrgänge.

Das hatte nichts mehr von Lust und Liebe.

Wie auch?

Gesellschaften, in denen Babies und Kinder eine Menge Schmerz und Traumata erleiden und ihre emotionelle Ausdrucksfähigkeit sowie das sexuelle Verlangen der Heranwachsenden zerstört werden, zeigen ausnahmslos ein breites Spektrum neurotischer, (selbst-) zerstörerischer und gewalttätiger Verhaltensweisen. Im Gegensatz dazu sind Kulturen, welche ihren Babies und Kindern viel Zärtlichkeit und körperliche Zuwendung angedeihen lassen und sich über deren Gefühlsäußerungen und die Sexualität der Jugendlichen freuen, psychisch gesund und gewaltlos. Der enthnographische Kulturvergleich hat in der Tat ergeben, daß es extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist, eine gestörte, gewalttätige Gesellschaft ausfindig zu machen, die ihren Nachwuchs nicht traumatisiert und sexuell unterdrückt.

Also da ist ja schon einiges besser geworden. Wie sich die Migration dahingegend auswirkt, tja, es ist zu befürchten, dass sich da wieder einiges zum Negativen verändert.

Die größten Grausamkeiten sind wohl heute die Kinderkrippe, also die viel zu frühe Trennung von der Mutter und der Familie, von der Liebesenergie im Grunde. Unnötige Kaiserschnitte aus Profitdenken. Verweigerung der Aufmerksamkeit durch Smartphonenutzung, falsche Ernährung, schreien lassen, Helikoptereltern.

Anderes ist viel besser geworden. Was in den 70ern und 80ern noch Mode war.. Alter...

Na schauen wir mal, ob wir noch die Kurve kriegen.

Das Wissen ist ja da.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück