Erste Radieschen

14.05.2015 20:21

So, heute wieder schön Sport gemacht. In letzter Zeit habe ich ja viel Fleisch gegessen und das merkt man einfach auch beim Sport. Da geht dann noch ein Satz mehr, oder sogar zwei, da hat man mehr Power und auch mehr Kraftausdauer. Man fühlt sich auch allgemein gekräftigt und "kämpferischer". Zack! Noch mal runter und 10 Liegestütze gemacht... nochmal ran an die Stange und bis zum Muskelversagen Klimmziehen trainieren. Ich habe mal gelesen, dass bei den Ring- oder Boxkämpfen in der Antike die Kämpfer, die ja oft aus unterschiedlichen Landesteilen kamen, erstmal vor der Veranstaltung eine zeitlang vegetarisch leben mussten, um Chancengleichheit zu gewährleisten.

Und ab da wirds dann auch wieder interessant: unter evolutionären Gesichtspunkten heisst das ja, dass Fleisch essen stärker macht und somit hat man einen Vorteil bei der Partnerwahl. Allerdings scheint Weizen und andere Getreide dann wieder so aggressiv zu machen, dass überwiegend vegetarisch lebende Völker Zentralasiens ihre Nachbarvölker regelmäßig überfielen und verdrängten.

Und das ist dann wieder ein entscheidender Unterschied: gutes Fleisch macht stark und ausgeglichen, schon auch "kämpferischer" im Sinne von: das Leben angehen. Sich behaupten. Aber es macht nicht mordlustig und zerstörerisch aggressiv. Das scheint mir eher ein Zeichen des Weizens zu sein. Aber gut, sind nur meine eigenen Beobachtungen.

Ansonsten sind die Radieschen und der Salat, sowie viele Kräuter nun soweit. Ich habe ja viele Mischkulturen angelegt. Das sind wirklich oft richtige Versuchslabore. Man muss in 4 Dimensionen zu denken. Was passt zusammen. Was macht sich breit, was lang, was geht unter die Erde, was wird wann reif, bzw. wird wann geerntet. Macht großen Spaß!

Rote Radischen aus dem normalen Handel und helle von Dreschpflegel. 

Hier ein Mischkulturbeet aus Salaten, Kohlarten, Radieschen und Dill, welches auch schon mit Grasschnitt gemulcht wurde. Die Blätter der Radieschen, die ich nicht esse, werden gleich wieder als Mulch eingebracht.

Hier ein Mischkulturbeet aus Erdbeeren und Zwiebeln. Gemulcht wurde noch nicht. Den Anblick von nackter Erde kann hier mittlerweile keiner mehr ertragen. LOL...

Hier ein Beet bestehend aus (von aussen nach innen) Mairübchen, Spinat, Kohlarten, Spinat, Rote Rübe. Dazwischen kommt Dill hoch. Wir haben noch Erbsen und Möhren vergesellschaftet. Schnecken gibts auch, aber wir haben Schneckenkorn eingesetzt. Das funktioniert erstmal ganz gut. Früher hatten wir nie Schnecken, erst seit zwei, drei Jahren haben wir die auch im Garten.

Was auch interessant ist: man entwickelt als Gartenbauer schon auch eine eigene Mentalität. Man bebaut ein Stück Land und somit ist man auch angreifbar gegen Diebstahl, Zerstörung usw. Als Jäger und Sammler zieht man dem Wild hinterher oder bleibt dort, wo es pflanzliche Ressourchen gibt. So aber ist man an seine Scholle gebunden. Es ist wirklich interessant, sich dies zu vergegenwärtigen. Dennoch sehe ich keine andere Möglichkeit grade, in Mitteleuropa eine gute Versorgung hinzubekommen, die auch ökologisch Sinn macht. Na schauen wir mal... :-D

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