Es ist so schlimm

13.03.2020 14:26

Ich hatte ja gerade geschrieben, dass 2008 im Zuge der Finanzkrise viele Geldsystemkritiker im Fernsehen waren, die Videos dieser Leute extrem viele Klicks bekamen und es einen allgemeinen Aufwachprozess gab.

Man ist aber wieder eingeschlafen.

Auf den Nachdenkseiten gibt es einen Artikel, der die die Empfehlungen, Aktien zu kaufen, kritisiert.

Im Januar dieses Jahres gab es wieder mal eine Kampagne für die Geldanlage in Aktien. Am 27. Januar warb Anja Kohl bei „Hart aber fair“ für den Aktienkauf und den Ausbau der „Beteiligungskultur“. DAX damals: 13.375,00, DAX gestern: 9.042,79. Verlust: 4.332 = minus 32,39%. Die NachDenkSeiten haben am 29. Januar über Hart aber fair berichtet. Siehe hier “Ein Leserkommentar zu Hart aber fair „Wer jetzt noch spart, ist selber schuld: Muss uns die Politik vor den Minuszinsen retten?“” . Anja Kohl kann nichts dafür, dass die Aktienkurse eingebrochen sind. Aber sie ist verantwortlich für eine ausgesprochen leichtfertige und leichtsinnige Empfehlung. Wer ihr damals, in den Tagen nach dem 27. Januar gefolgt ist und Angespartes zum Beispiel in Höhe von 10.000 € in Aktien angelegt hat, hat inzwischen nur noch 6761 €. Albrecht Müller.

www.nachdenkseiten.de/?p=59261

Man versucht eben, die Leute ins Casino zu locken. Man appelliert an die Gier und verspricht große Profite (ohne zu Gegenleistung) und dass man sich dann an einem Unternehmen beteiligt.

Kann man ja machen, und es war ursprünglich sicher eine gute Idee.

Es hat sich jetzt aber herausgestellt, und jeder, der Augen hatte, konnte es sehen, dass die ganzen Höhenflüge des DAX nur auf dem Zentralbankspielgeld beruhen und keine seriösen Bewertungen der Unternehmen mehr waren.

Man hat da mit Spielgeld gezockt! Und um das Ganze noch weiter zu treiben, versucht man über solche PR-Aktionen, die Bevölkerung am Spiel zu beteiligen, um dann nochmal die Kurse hochzutreiben.

Irgendwann platzt dann die Blase und das Geld ist futsch...

Oder?

Eben nicht.

Das Geld haben nur andere.

Mein Kommentar auf Facebook:

Das Geld ist ja nicht weg, das haben nur andere. Man hat ja Aktien gekauft, also z.B. 10.000€ in Form von Banknoten hingegeben und dafür Wertpapiere erhalten. Die Differenz, die ~2.300€ sind ja immer noch da. Nur, wer hat die jetzt? :-)

Ganz einfach: wenn ich 10.000€ in bar habe und gehe damit zur Bank, also zum Händler und sage: verkauf mir dafür Aktien, dann verkauft der mir für 10.000€ Aktien, also Anteilscheine an einem Unternehmen. Ich gebe dem das Bargeld, der gibt mir die Wertpapiere. Jetzt geht der Kurs hoch und ich verkaufe diese Aktien wieder, bekomme also wieder Bargeld, mit dem ich einkaufen kann. Sagen wir mal plus 2.000€. Das ist dann das Geld, was irgendwer im System erarbeitet hat, und mir gibt, damit er nun diese Aktien haben darf.

Crasht es, dann nimmt der Wert meiner Wertpapiere ab. Weil es niemand mehr für dieses Geld kaufen möchte. Verkaufe ich dennoch, wie im obrigen Beispiel, bekomme ich nur 6.761€ raus. Dann sagt man, es wurde Geld vernichtet. Aber... wurden die ~2.200€ wirklich vernichtet? Natürlich nicht! Die liegen immer noch beim Händler, beim Unternehmen, auf der Bank!

Das Geld ist also immer noch da, nur hat das eben wer anders!

Verstehen viele nicht.

Kommentar auf Facebook:

Niemand hat das Geld. Dafür habe ich Anteile an einem Unternehmen gekauft (Sachwerte) und die habe ich immer noch zum Teil auch mit Dividenden, die ausbezahlt werden. Die würde ich doch jetzt nicht verkaufen mit Verlust. Verkaufen würde ich evtl.nur mit Gewinn wenn die Werte wieder gestiegen sind und das tun sie bei guten Unternehmen. Ich freu mich einfach über die Dividenden aus meinen Anteilen.

Niemand hat das Geld.. macht euch klar, wer da mit Aktien handelt, wer da Geld investiert und was die von der Sache verstehen. NICHTS.

Bei einem Crash wird einfach Geld umverteilt... das macht die Reichen noch reicher, und zwar indem sie nun, man stelle sich das einfacherhalber mit Bargeld vor, das echte Geld bei sich liegen haben, während man selber nur wertverminderte Anteilsscheine hat, mit denen man nichts kaufen kann.

Man sollte entweder Aktien kaufen, weil man ein Unternehmen gut findet und sich am Erfolg des Unternehmens beteiligen will, dann behält man diese Aktien und bekommt regelmäßig Dividende, also eine Gewinnbeteiligung oder man sollte es lassen.

Zocken sollte man den Zockern überlassen. Ich gehe auch nicht in eine Kneipe, wo professionelle Pokerspieler sitzen, die alle Tricks und Kniffe kennen und frage mich dann, wieso ich am Ende alles, oder viel Geld los bin und die riesen Berge an Chips vor sich liegen haben.

Aber klar, die brauchen ja immer wieder solche Schafe, die sie um ihr Erspartes bringen müssen, sonst würden ihre Erträge ja nicht wachsen. IRGENDWER muss Geld ja erarbeiten. Und an dieses echte Geld wollen die eben ran und dazu locken die die Menschen zum Pokerspiel.

"Niemand hat das Geld".

Das ist der Bildungsstand 2020. Die Menschen verstehen das System nicht, in dem sie leben (gigantisches Zocker- und Betrugssystem). Und das ist gewollt.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. Wer den Blog unterstützen möchte, der darf das gerne tun! :-)

Ich freu mich über jeden Beitrag!

Überweisung:

Matthias Brautschek

SPARDA Bank Berlin e.G.

IBAN: DE 10 1209 6597 0003 8009 19

BIC: GENODEF 1S 10

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

—————

Zurück