Essen fürs Gehirn

29.04.2017 21:25

Gerade gefunden: www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Evolution__Ernaehrung_beeinflusste_die_Hirngroesse_der_Primaten_mehr_als_soziale_Beziehungen1771015590341.html

Primaten, die ausschließlich Blätter fressen, haben im Vergleich zur Körpergröße kleinere Gehirne als andere Primatenarten, die sich überwiegend von Früchten ernähren.

Allein an der Ernährung lässt sich ablesen, wie groß das Gehirn einer Primatenart ist. Besteht die Nahrung nur aus Blättern, ist der Anteil des Gehirns am Körpergewicht geringer als bei Arten, die sich von kalorienreicheren Früchten ernähren. Das ergab die Auswertung der Daten von mehr als 140 Primatenarten, wie amerikanische Biologen im Fachblatt „Nature Ecology and Evolution“ berichten. Ihre Ergebnisse stellen die vorherrschende „Theorie des sozialen Gehirns“ in Frage. Diese erklärt die starke Vergrößerung des Gehirns während der Evolution des Menschen mit dem Vorteil komplexer sozialer Beziehungen, die höhere Denkleistungen verlangen. Doch einen solchen Zusammenhang zwischen relativer Hirngröße und Gruppengröße oder anderen Merkmalen der Sozialstruktur von Primaten lieferten die jetzt analysierten Daten nicht.

Da stellt sich die Frage, was den Mensche nochmal so gepusht hat. Ich tippe ja auch Fleisch und vor allem Omega 3 reiche Sachen aus dem Meer. Ich finde die Wasseraffentheorie ja schon überzeugend. Siehe näheres dazu hier: rohkost4.webnode.com/news/die-wasseraffentheorie/

„Komplexe Strategien des Nahrungserwerbs, Sozialstrukturen und kognitive Fähigkeiten haben sich wahrscheinlich während der Evolution der Primaten parallel entwickelt“, sagt Alex DeCasien von der New York University. „Doch welcher Faktor – Ernährung oder soziale Beziehungen – ist wichtiger, wenn es um die Hirngröße einer Primatenart geht? Unsere Arbeit lässt darauf schließen, dass es die Ernährung ist.“  Einerseits sind Früchte im Vergleich zu Blättern ein energiereicheres und daher vorteilhafteres Nahrungsmittel als Blätter. Andererseits stellt die Nutzung dieser Nahrungsquelle höhere Anforderungen an die Denkleistung als das Blätterfressen: Man muss wissen, wo die entsprechenden Bäume und Sträucher wachsen, wann die Früchte reif sind, wie man sie pflückt und wie eventuell vorhandene Schalen entfernt werden. Der Vorteil, sich von kalorienreichen Früchten zu ernähren, könnte demnach einen Selektionsdruck erzeugt haben, der zur Evolution größerer Gehirne geführt hat.

Ich denke auch gerade nach, wie ich meine Apfelbäume "alternativ" erziehe! lol

Das Forscherteam nutzte sämtliche verfügbaren Daten über Hirngröße und Lebensweise von mehr als 140 Arten von Primaten. Als Maß für die Komplexität der Sozialstruktur dienten Gruppengröße, System der Rangordnungen und Paarungsverhalten. Bei der Ernährung wurde zwischen reiner Blätter- oder reiner Früchtekost, einer Mischkost aus Blättern und Früchten sowie einem zusätzlichen Fleischverzehr unterschieden. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Körpergewichts ergab sich für die Früchte fressenden Spezies eine um 25 Prozent höhere Hirnmasse als für die Blätterfresser. Etwas weniger ausgeprägt war dieser Unterschied auch zwischen Blätterfressern und Allesfressern. Dagegen fanden die Forscher keinerlei Zusammenhang zwischen dem Hirnvolumen und der Größe der Gruppe, in der eine Primatenart lebte, oder anderen Merkmalen der Sozialstruktur. Das steht im Gegensatz zur „Theorie des sozialen Gehirns“, wonach vor allem das immer komplexer werdende Sozialleben als treibende Kraft für die Evolution kognitiver Fähigkeiten wirksam gewesen sein soll.

Schon abgefahren! Das heisst, alleine die Ernährung ist wichtig gewesen, nicht der ganze "Sozialklimbim" lol...

Für die Vorfahren des Menschen war es also vorteilhaft, ihre Ernährung von Blättern auf Früchte umzustellen. Deren höherer Kaloriengehalt unterstützte die dazu notwendige Weiterentwicklung des Denkvermögens. Bei den frühen Menschen erweiterte sich das Nahrungsspektrum noch mehr durch die Nutzung von Knollen und den vermehrten Verzehr von Fleisch. Das war wiederum mit dem Gebrauch von Werkzeugen und Verarbeitungstechniken wie Braten und Kochen verbunden, wozu eine weitere Vergrößerung des Gehirns von Vorteil war. Diese Entwicklungsprozesse gingen mit verbesserten sozialen Fähigkeiten einher, die kooperatives Verhalten und den Zusammenhalt der Gruppe verstärkten und die Grundlage zur Evolution des Homo sapiens schufen.

Ich weiß zwar nicht, wieso Kochen und Braten irgendetwas zu einem verbesserten Gehirn zu tun haben soll. Im Gegenteil! Seit der Steinzeit und mit dem eigentlichen Beginn des Koches ist die Gehirngröße wieder geschrumpft. Vielleicht gab es den "Peak Mensch" ja schon. Und damit meine ich nicht die ganzen neueren Erkenntnisse und Errungenschaften der Technik, sondern vielleicht gab es es mal Menschen, die verbundener und bewusster waren. Oder eben aufgrund der Lebensbedingungen permanent in Bewegung waren und überlegen und Probleme lösen mussten.

Aber wahrscheinlich, wenn man die oben zitierten Aussagen heranzieht, hat sich die Ernährung maßgeblich verändert, so dass tatsächlich die Körpergröße und das Gehirn schrumpfte. Soviel zum Thema Kochen und "gut" für die Entwicklung.

Aber man merkt immer wieder, dass es für alle unglaublich schwer ist, vom Kochen zu lassen.

Mit Ackerbau und Viehzucht kam die Überbevölkerung, das Kochen, der Krieg, Krankheiten, das Gehirn schrumpfte, die Körpergröße dito. Die Quellen dazu kann jeder mal selber googeln. Sind gut bekannt.

Na gut, zurück zu den Jäger und Sammler ist unmöglich. Dazu sind die Menschen schon zu zahlreich. Das hat man ja in Costa Rica gesehen. Wenn man da sammeln geht und die Kokosnüsse sammelt, wird schnell klar, wieviele Menschen wirklich so ernährt werden können. Kleiner Tipp: nicht viele. Innerhalb kürzester Zeit waren mehere Kilometer Strand von 15 Rohköstlern mehr oder weniger leergefuttert. Das geht wirklich recht schnell.

Wir befinden uns gerade wirklich in einer sehr entscheidenden Zeit!

Entweder kriegen wir die Kurve und schaffen es als Menschheit, mit der Verschmutzung der Biophäre aufzuhören, so dass gerade die Omega 3 Quellen wieder ohne Reue gegessen werden können (wie eben fetter Seefisch u.a.), oder aber wir versauen alles weiter und können irgendwann wirklich nur noch vegan essen, was dann zu einer weiteren Schrumpfung des Gehirns führen wird.

Siehe dazu auch hier: www.sott.net/article/203114-Vegetarians-have-smaller-brains

Wir stehen vor so vielen Flaschenhälsen, und haben gleichzeitig die wohl unfähigsten Politiker seit anno Knips. Keine gute Kombination. Und nur weil wir es aus den Hollywoodfilmen so gewohnt sind, heisst es nicht, dass es ein Happy-End geben wird.

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