Fasten Ende

08.04.2018 18:08

So, Fasten beendet. Nach 12 Tagen habe ich gestern wieder feste Nahrung zu mir genommen. Na was heisst feste Nahrung? Bananen sind ja nicht gerade bekannt dafür, fest zu sein, aber ihr wisst, was ich meine.

Wie kams? Eigentlich wollte ich ja 14 Tage voll machen, aber nachdem ich gestern angefangen hatte, im Garten zu arbeiten, dachte ich, nee, so geht das nicht. Und dann habe ich eine Banane gegessen. Und dann merkt man mal, was für Energie in einer einzelnen Frucht steckt! Wow! Sofort konnte ich loslegen und habe recht viel geschafft.

Über den Tag gab es dann noch weitere Bananen und abends noch ein paar Orangen. Ging alles super und heute hatte ich schon wieder Stuhlgang. Das war aber erstmal nur die Heilerde. lol

Na ja, mittlerweile habe ich ja auch schon etwas Erfahrung im Fasten und vor allem im Fastenbrechen. Denn

Jeder Dumme kann fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig brechen. ( George Bernard Shaw )

Da ist was dran und das musste ich wirklich auch lernen. Ich hatte anfangs immer zu schnell wieder "richtig" gegessen und das gab dann schon auch Magendruck, Völlegefühl, einmal musste ich sogar erbrechen. Aber man lernt eben aus seinen Fehlern und mit den Jahren lernt man dies einfach auch. Es hat sich irgendwie eingepegelt, dass ich zumindest einmal im Jahr für mindestens 4-5 Tage faste. Oft ist es ja länger. Aber das kommt immer von innen heraus. Es muss sich gut anfühlen und sollte auf keinen Fall erzwungen werden. Es sollte, von irgendwelchen Entgiftungsaktionen abgesehen, genussvoll und eine angenehme Erfahrung sein. Mehr Ruhe, Klarheit, mal runterkommen, Heilung zulassen.

Ich habe am Anfang meiner Rohkost mal mit drei Tagen angefangen. Mit der Zeit wurde es dann länger. Der Geist gewöhnt sich dann dran, man bekommt einfach auch Erfahrung.

Aber Fastenbrechen will wirklich gelernt sein.

Für mich ist der Klassiker des Fastenbrechens die Banane. Die liefert gleich gut Energie und verdaut sich ja eigentlich von alleine.

Natürlich setzt mit der ersten Mahlzeit der Hunger wieder ein. Und zwar richtig. Zumal wenn man noch im Garten gearbeitet hat. Bin gerade zufällig auf meine ganzen Salatfotos gestolpert beim Aufräumen (Wassn das fürn Ordner?), Hmmm... also das war schon genial! Auch auf Fleisch hätte ich Lust. Na ja, ich habe ja auch abgenommen. Vorgestern lag mein Gewicht bei 69,5kg. Ich habe also in 12 Tagen gute 3-4kg abgenommen. Ich freue mich auch auf Avocados und Grün- und Wildkohl. Der steht noch im Garten.

Im Grunde ist es ganz einfach: man kann einfach nicht gleich wieder loslegen, auch wenn man MEINT man könne es. Das geht dann schnell mal in die Hose und führt zu Beschwerden. Fastenbrechen sollte sich ganz geschmeidig anfühlen.

Ich hatte ja mal eine Liste für mich aufgestellt, welche Produktklassen sich wie verdauen. Hier mal meine persönliche Liste:

1. Ganz leicht verdaulich: Wassermelone, Beeren, Orangen, Tomate, Äpfel.

2. Leicht verdaulich: rohes Fleisch und Fisch, Gurken, Zuccini, Bananen, anderes cremige Obst wie Cherrimoya und andere, Blattsalat.

3. Gut verdaulich: Durian, Jackfrucht, Zuccini, Avokado, Keimlinge wie Linsen, Wildschwein (ist etwas robuster für die Verdauung finde ich, aber darüber lässt sich sicher streiten),

4. Kräftige Verdauung: Gemüse, Wildkräuter, Cashews, Makadamia, eingeweichte Linsen, eingeweichter Hafer.

5. Sehr kräftige Verdauung: Walnuss, Haselnuss, Pekannuss, Knochen.

Das ist so für mich die Reihenfolge, wie es sich für mich anfühlt.

Fastenbrechen geht für mich also am Besten mit obstigen Produkten aus der Kategorie 1 und 2 und dann nach zwei bis drei Tagen ist sogar schon rohes Fleisch drin. Weil das für mich auch leicht verdaulich ist und den Darm nicht mit Ballaststoffen "belastet". Das es schwerer verdaulich sein soll als zum gebratenes oder gekochtes Fleisch ist absoluter Unsinn. Wer sowas sagt hat einfach keine Ahnung. Diplom oder Doktortitel hin oder her. Rohes Fleisch wird nur dann problematisch, wenn man keine Magensäure hat, weil man eh zu oft zu leichtverdaulich isst.

Hatte mal eine Rohkostbekannte, die hat sich da selber soweit getrieben, dass sie nur noch Obst essen konnte. Oder von Milchsäurebakterien vorverdautes Gemüse. Na gut, sie hatte auch psychische Probleme. Aber erst später hat sie sich gefangen und dann wieder "normal" roh gegessen und dann auch wieder "normal" essen können. Es dauerte aber seine Zeit.

Machen ja viele "Instinctos" auch so (was für ein bescheuertes Wort, Burger... Mensch...). Die Ernähren sich ja oft nur noch von Obst und Fleisch, also aus den leichtverdaulichen Kategorien. Alles, was ein bisschen Power für die Verdauung braucht, wird dann gemieden.

Ich persönlich habe es genau andersrum gemacht. Habe eigentlich von Anfang an viele Nüsse, Gemüse, Cashews, Makadamia, Linsen... also im Grunde von oben nach unten gegessen. Es braucht zwar mehr Verdauungskraft, aber man bekommt auch entsprechend Power und wird nicht zu dünn.

Wenn man sich zuviel im unteren Bereich aufhält, dann verliert man irgendwann einfach auch Verdauungskraft. Das ist eben auch wie ein Muskel, der nicht mehr gebraucht wird. Muss er dann mal wieder ran, dann kanns Probleme geben. Deswegen halte ich auch nichts von "keine Nüsse essen" oder solche Empfehlungen. In der Natur macht ja auch niemand solche Ausschlüsse. Und vielleicht hat derjenige schon keine Verdauungskraft mehr und schliesst dann von sich auf andere.

Ansonsten ist das Fasten recht geschmeidig gelaufen. Es ist ja immer anders. Keine Kreislaufbeschwerden, moderater Gewichtsverlust, keine großartigen Erleuchtungen, keine gravierenden Entgiftungsreaktionen (manche sind ja schon beim Fasten eingegangen) ... hat schon gepasst. Es muss aber von innen heraus kommen. Sprich man muss auch dazu bereit sein.

Aber genug vom Fasten geredet.

Gibt jetzt Wichtigeres.

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