Fasten Tag 11

07.03.2019 12:37

Heute ist Tag 11 (von geplanten 12) meiner heurigen Fastenzeit. Der Durst hält sich in Grenzen. Energie gut, aber ich ruhe mich gerade eher aus. Nach 11 Tagen ist da auch etwas die Kraft weg. Gestern war ich irgendwie platt und musste echt mal ausspannen. Hatte sogar nochmal Stuhlgang. Der Körper scheidet eben über den Darm auch entsprechende Sachen aus. Geschlafen habe ich super.

Dann ist morgen noch ein Tag geplant, dann habe ich 12 Tage voll. Diesmal eben fast die ganze Zeit nur Wasser. Tag 1 und 2 gab es jeweils mittags und abends den Saft einer halben Zitrone auf einen halben Liter Wasser, ansonsten tatsächlich reines Wasserfasten.

Gewicht heute früh 70.5 kg. Das sind 4,5 kg weniger als zu Beginn der Fastenkur.

Heute und morgen will ich noch nutzen, um mich etwas zu entspannen. Dem Körper und auch dem Geist etwas Ruhe gönnen. Dann bin ich aber auch froh wenn es vorbei ist. Hier liegen schon 4kg reife Bananen rum. Die sind ja zum Fastenbrechen ideal.

Irgendwelche Gartenarbeiten oder Sport sind gerade nicht drin. Dazu fühle ich mich echt zu schlapp. Aber passt eh so.

Interessant ist, dass ich gerade auf einigen Ebenen mit dem Thema Fasten konfrontiert werde. In der TV-Zeitung meiner Oldies, im Fernsehen, auf Youtube... plötzlich poppt das Thema überall hoch. Na gut, jetzt bin ich fast durch...

Es ist eben immer wieder auch eine krasse Erfahrung, einfach mal nichts zu essen. Den Körper und auch den Geist zu reinigen. Was mir auffällt: ich habe auch keine Lust mehr zu denken. Das reine Dasein reicht vollkommen.

Was interessant ist: das Fasten stärkt das Immunsystem.

Valter Longo, Professor für Gerontologie an der USC Davis School of Gerontology in Los Angeles, hat die Auswirkungen des Fastens bei Mäusen und Menschen erforscht. Er hat beobachtet, dass, wenn diese Säugetiere fasteten, sich ihre weißen Blutkörperchen verminderten. Das Ergebnis war, dass der Körper alte Immunzellen recycelte, wodurch die Produktion von neuen Immunzellen ausgelöst wurde. Im Wesentlichen wirkt Fasten als eine Art von Entgiftung, Ausräumen des Alten und tiefgründige Erneuerung.

Die Forscher sagen, dass das Ergebnis im wesentlichen die Bildung eines vollständigen neuen Immunsystems ist.

www.epochtimes.de/gesundheit/fasten-erneuert-immunsystem-a1295772.html

Also es wirkt sich auch so ähnlich geistig aus. Man gewinnt mal Abstand, man lässt das Alte los und baut danach seinen Körper und auch seinen Geist mit guten rohen Produkten wieder neu auf. Es geht dann irgendwie wieder von Neuem los.

Insbesondere hilft längeres Fasten die Mengen eines Enzyms, als PKA oder Proteinkinase A bekannt, zu reduzieren. Wie frühere Forschungen festgestellt hatten, stützt dies die Regelung der Stammzellenselbsterneuerung und Pluripotenz neben einer Erweiterung der Langlebigkeit. Längeres Fasten hilft auch IGF-1 Mengen zu verringern, ein Wachstumsfaktor-Hormon, das mit Altern, Tumorprogression und Krebsrisiko in Verbindung gebracht worden ist.

Na schauen wir mal. LOL

Ich nehme solche Forschungsergebnisse einfach mal hin und dann schauen wir mal, was es am Ende bringt.

Was ich aber merke: der Körper kann im Fasten auch trainiert werden. Wie schon geschrieben, waren anfangs drei Tage schon eine fast unüberwindliche Herausforderung. Dann kamen mir fünf Tag endlos vor. Dann waren sechs Tage ein riesiger Erfolg. Irgendwann schaffte ich eine ganze Woche und dachte, wow, ist das lange! Irgendwann waren es dann mal 10 Tage und letztes Jahr waren es dann sogar 12 volle Tage. Und dieses Jahr wäre es nochmal eine Steigerung, weil ich voriges Jahr an den ersten 5 Tagen Zitronensaft in Wasser getrunken habe, heuer aber nur an 2,5 Tagen. Und ansonsten eben nur reines Wasser. Davon aber reichlich.

„PKA ist das Schlüssel-Gen, das heruntergefahren werde muss, um die Stammzellen in einen regenerativen Modus zu schalten“, sagt Longo.

„Es gibt das OK für die Stammzellen vorwärts zu gehen und zu wachsen, das gesamte Systems wieder aufzubauen. Und die gute Nachricht ist, dass der Körper die Teile des Systems während des Fasten los werden kann, die beschädigt sein könnten oder alt sind, sich von ineffizienten Teilen zu befreien.

Dieses Gefühl der Befreiung habe ich oft beim Fasten. Keine Ahnung, ob es nur der geistige Widerhall dessen ist was sich da auf der körperlichen Ebene abspielt, oder ob es andere Ursachen hat. Aber im Grunde eh wurscht.

Ich lese gerade, dass beim Fasten der Stoffwechsel aufgrund der Glucoseverbrennung sauer wird. Diesmal habe ich da nichts dagegen unternommen, während der vergangenen Fastenzeiten habe ich aber immer instinktiv Wasser mit Grüner Tonerde getrunken. Interessant, dass das der Körper dann versucht auszugleichen. Diesmal hatte ich aber keine Lust auf Tonerde. Na wird schon passen.

Das Fasten wird heute aber auch therapeutisch bei zahlreichen Krankheiten eingesetzt, zum Beispiel bei metabolischen Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungssystems, kardiovaskulären Erkrankungen und chronischen Schmerzsyndromen. Auch bei der Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen aufgrund von Fehlfunktionen des Immunsystems kann das Heilfasten positiv wirken. Dazu gehören zahlreiche Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, Typ-I-Diabetes, Colitis ulzerosa und Lupus erythematodes. Fasten kann bei diesen Krankheiten zu einer Verbesserung der Immunfunktionen und der entzündlichen Aktivität führen, sollte hier aber wegen der Gefahr von Fastenkrisen unbedingt unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2005/daz-9-2005/uid-13571

Fastenkrisen hatte ich bisher keine. Wie geschrieben auch keine großartigen Entgiftungserscheinungen. Wenn überhaupt. Gut, gestern und heute leichte Kopfschmerzen. Das ist, ich wiederhole mich hier, ein Zeichen, dass die Produkte von der Qualität anscheinend ganz OK waren.

Ach, gestern musste ich an Leberwurstbrötchen denken! Mit Zwiebel. Das Standardessen hier in der DDR während meiner Kindheit. Das gabs oft und anscheinend waren dan noch Erinnerungen in Form von bestimmten Molekülen im Körper gespeichert, die dann wieder freigesetzt wurden.

Also bei der Entgiftung geht es ja zumeist auch so vor sich: man fastet, dann kommen Gedanken an bestimmte Produkte. Man meint dann, oh das könnte ich jetzt essen. Oder man hat zumindest positive Erinnerungen daran. Das ist wahrscheinlich der Zeitpunkt, wenn die Moleküle wieder im Blut sind. Sind die abgebaut, dann verändert sich das und man will das nun nicht mehr. Sprich, wenn man dann nochmal an diese Sachen, in dem Fall die Leberwurstbrötchen, denkt, dann eher mit einem Widerwillen und einem Gefühl von Nein, danke!

Andere Sachen bleiben gleichbleibend attraktiv. So denke ich die ganze Zeit an Hühnchen und Bananen. Da hat sich nicht viel verändert. Aber gut, kommt vielleicht noch. lol

Was ich schon merke, ist eine gewisse selbstgemachte Stresssituation, die entstanden ist, weil man eben gerade bei den rohen tierischen Produkten immer die Fütterungsproblematik hat (und bei den Pflanzen die Düngeproblematik). Dass erzeugt dann eine innere Stresssituation, weil man eben einen Bedarf hat, aber den nicht mit wirklich naturreinen Produkten stillen kann, sondern auf das Zurückgreifen muss, was erhältlich ist. So kommt es zum "Ich brauche es, aber eigentlich will ich DAS nicht". Also Anziehung und Ablehnung zur gleichen Zeit. Was dann auch irgendwo zur Panzerung, zur Abwehr und zum Stress führt.

Nur geht es gerade nicht anders und man muss sich eben erst andere Versorgungsstrukturen schaffen.

Im Grunde geht es ja bei der ganzen Rohkostgeschichte nur darum, so naturrein wie möglich zu essen, damit keine störenden Moleküle, ich schrieb das hier schon im Blog Anfang 2013 [rohkost4.webnode.com/news/das-exophin-problem/] im Körper rumgeistern, die dann sowohl im Inneren, wie auch im Außen (Beziehungen, Liebe), zu Konflikten und Krankheiten führen.

Aber wir leben in einer Kochkostwelt. Über sieben Milliarden Menschen braten, kochen, backen, brutzeln, frittieren und produzieren in den kleinen Öfen zuhause und in den großen Öfen der chemischen, pharmazeutischen und stromerzeugenden Industrien entsprechende Fremdstoffe, die sich sowohl im individuellen Körper, als auch im "Weltkörper" akkumulieren und dort rumschwirren.

Und die eben auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben, aber auch auf die Emotionen, auf die Liebesbeziehungen, auf die Sicht auf die Welt.

Und je schwerwiegender die Belastung mit solchen Fremdstoffen, desto problematischer dann auch die Gesamtsituation.

Ich hatte ja hier mal, durch Zufall eigentlich, es kam so beim Schreiben, rausgearbeitet, dass selbst schon die als relativ harmlos geltende Produkte wie Süßkartoffeln und normale Kartoffeln zu Größenwahn führen.

[rohkost4.webnode.com/news/anmerkungen-zum-maaz-interview/]

[rohkost4.webnode.com/news/sonntag16/]

Anscheinend entstehen da beim Erhitzen Stoffe, die dann dazu führen, dass sich Größenwahn ausbildet. Und wie eben schon gezeigt, geht das schon bei den relativ einfachen, oft primitiv genannten, Kulturen wie den Gartenbaukulturen auf Papua Neuginea los.

Und typisch für die Papuas ist ja diese Verlängerung des Penis mit Holzröhren und allerlei Kram. Hier zu sehen. Nicht jugendfrei. Damals auch bei Eibl-Eibesfeld gelesen. Auch hier kann man das auf Größenwahn zurückführen. Jeder will den Größten haben und steckt sich dann noch ein Holz oben drauf. 

Leider gibt es kaum Forschungen zum Thema. Kochen wird ja zumeist als Errungeschaft, als kulturstiftend und als Zivilisationschritt angesehen, nicht als schlimmer Betriebsunfall.

Deswegen findet sich da gerade keine seriöse Literatur, was da genau beim Kochen selbst einfacher Produkte entsteht und vor allem, welche Auswirkungen das auf die Psyche hat. Zumindest nicht bei den "einfacheren" Sachen. Weizen und Milch, da ist man sich dessen durch die Exorphinforschung schon bewusst, aber was ist mit erhitzten Kartoffeln und Gemüse?

Ich kenne da nur diese Abhandlung, die sich aber weitestgehend auf die Arbeiten von GCB stützt und auch vor allem Weizen und Milch im Blick hat: www.rohkostwiki.de/wiki/Nahrung_und_Psyche

Die Gesichte zeigt aber, dass selbst schon Kartoffeln und Süßkartoffeln irgendwelche Auswirkungen haben. Man kann da aber nur spekulieren. Im Netz fand ich einen "Indiz":

Meine Suchtpflanze heißt auf Lateinisch Solanum Tuberosum. Ich rauche sie nicht, ich esse ihre Knollen. Gebraten, gekocht oder gebacken. Ich achte auf die Qualität, das Herkunftsland, die Sorte und gebe nur ungern etwas davon ab.

Wenn ich sie ein paar Tage nicht eingenommen habe, kriege ich Entzugserscheinungen. Mein Mund wird trocken, die Pupillen erweitern sich und die linke Hand fängt an zu zittern. Fehlt der Nachschub, können Panikattacken und Depression die Folge sein.

www.welt.de/debatte/article13899417/Der-schleichende-Tod-der-Kartoffel-in-Deutschland.html

Wie ernst gemeint ist das? Also auch eher unbrauchbar.

Und so muss man eben damit leben, dass man bis heute noch nicht wirklich naturrein leben kann, sondern noch Kompromisse machen muss. Anders geht es offensichtlich noch nicht.

Aber schauen wir mal, kommt Zeit, kommt Rat! :-)

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