Fleisch bald verboten?

27.01.2019 15:38

Ich hatte ja hier im Blog eh schonmal vorhergesagt, dass irgendwann mal versucht werden wird, den Fleischverzehr zu verbieten. Und genau da sind wir jetzt: www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Wegen-Feinstaub-Belastung-Veganer-fordern-Fleischverbote-fuer-saubere-Luft

Die Vegane Gesellschaft Deutschland fordert von der Umwelthilfe, für die Luftreinhaltung nach Fahrverboten auch Fleischverbote gerichtlich durchzusetzen. „Wer A sagt und gerichtliche Fahrverbote durchsetzt, muss auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen“, sagte Christian Vagedes, Gründer und Vorsitzender des Vereins, der „Welt“.

Also das die Veganer das irgendwann versuchen würden, war mir schon lange klar. Das war angesichts des oft zu beobachtenden missioniarischen Eifers doch auf der Hand liegend. Die Frage war nur, wie man das spielen würde und siehe da, man versucht es nun über die gleiche Schiene wie beim Dieselfahrverbot.

Interessant ist hier, dass im Grunde über das Privatrecht, schließlich klagen hier ja private Vereine und Organisationen, in die Freiheit der Menschen eingegriffen wird. Es erfolgt hier also keine demokratische Abstimmung, sondern private Interessengruppen erzwingen per Gerichtsbeschluss etwas, was Millionen in ihrer freien Entscheidung massiv einschränkt, bzw. einschränken würde. Man versucht hier also irgendwelche Agenden über den Umweg des Privatrechts umzusetzten.

Zu den Hauptverursachern von Feinstaub zählen die Unternehmen der Landwirtschaft, vor allem aber Betriebe mit Massentierhaltung. Die Studie taxiert ihren Anteil an der Gesamtbelastung mit 45 Prozent. Das hängt mit der anfallenden Gülle zusammen, deren Ammoniak-Ausgasungen sich in der Atmosphäre mit anderen Gasen verbinden und zu Feinstaub werden, erklärte Studienleiter Jos Lelieveld bei „Monitor“. Regelmäßig zeigen deshalb Messstationen in Städten mit großen Ställen in der ländlichen Nachbarschaft höhere Feinstaub-Werte als in Großstädten mit viel Verkehr.

Also ganz unbenommen der Tatsache, dass Massentierhaltung eh der Horror ist, muss man sich generell mal fragen, wie gefährlich Feinstaub denn nun wirklich ist. Oder wird hier eine ominöse Belastung nur hergenommen, um irgendwelche Agenden / Ideologien umzusetzten?

Nun haben sich doch mal die Fachleute zu Wort gemeldet, wahrscheinlich weil die jetzt auch merken, dass hier etwas aus dem Ruder läuft:

In einer heute veröffentlichten Stellungnahme äußerte eine Gruppe von mehr als 100 Medizinern erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Methodik bei der Festlegung der Grenzwerte.

Zugleich drängen die Ärzte auf eine Neubewertung der Studienlage. Es gebe derzeit „keine wissenschaftliche Begründung für die aktuellen Grenzwerte“, hieß es in der Stellungnahme. Die Ärztegruppe kritisierte, die Daten zur Gefährdung von Luftverschmutzung seien „extrem einseitig“ interpretiert worden. Andere Faktoren wie Lebensstil, Rauchen, Alkoholkonsum oder Bewegung hätten weitaus stärkere Auswirkungen auf Krankheitshäufigkeit und Lebenserwartung.

Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungs­medizin (DGP), Dieter Köhler, der die Stellungsnahme initiierte, sprach von einer „Ideologisierung“ der Debatte über die Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub. Diese werde noch zunehmen, weil vielen Städten weitere Fahrverbote drohten.

www.aerzteblatt.de/nachrichten/100579/Lungenspezialisten-stellen-Feinstaub-und-Stickoxidgrenzwerte-infrage

Man hat quasi nur geschaut, wie die Belastung mit Feinstaub ist und dann die Krankendaten abgeglichen und aus der Korrelation eine Kausalität gemacht. Dass in den oft belasteten Gebieten zumeist dann auch Menschen leben, die mehr Rauchen, Trinken, generell ungesund leben, weil einkommensschwach, bildungsfern usw. hat man nicht berücksichtigt.

Und das nimmt man dann her, um Dieselfahrverbote, und in dessen Windschatten auch gleich andere Agenden, durchzuboxen.

Aber welchen Wert haben Studien, die von 100 Spezialisten zerpflückt werden?! Die sind ja im Grunde nicht mehr zu vermitteln. Dennoch wird weiterhin Politik über den Umweg des Privatrechts durchgesetzt.

Verbandschef Vagedes kündigt an, auf die Deutsche Umwelthilfe zuzugehen, die in den vergangenen Monaten in etlichen deutschen Großstädten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge gerichtlich durchgesetzt hat. „Wir erwarten von der DUH eine Antwort, ob sie jetzt auch gegen die Fleischindustrie klagt“, sagte Vagedes der „Welt“. Falls nicht, sei die Glaubwürdigkeit der Umwelthilfe aus seiner Sicht komplett zerstört. „Dann zeigt sich, dass es der DUH nicht um die Umwelt geht.“ Vagedes wies auch darauf hin, dass die Massentierhaltung ohnehin als der weltweit größte Verursacher von klimaschädlichem Kohlendioxid gelte.

Der Verein fordert aus diesen Gründen nichts weniger als eine „vegane Wende“. Vereinschef Vagedes: „Wer ehrliche Politik verantwortet, schwenkt jetzt auf einen Kurs ein, der pflanzenbasierte Ernährung massiv fördert und nichtvegane Produkte schrittweise vom Markt nimmt.“

Die Deutsche Umwelthilfe ist ein Verein mit 347 Mitgliedern und die haben Millionen Autofahrer quasi per Gerichtsbeschluss enteignet. Man muss sich eh fragen, wie das alles zustande kommt. Das sieht alles nach einem abgekartertem Spiel aus. Einmal werden Studien sehr einseitig interpretiert. Das wird dann als Grundlage für undemokratisch zustande gekommene Richtlinien hergenommen, in denen Grenzwerte festgeschrieben werden. Und dann klagen private Organisationen und per Gerichtsbeschluss wird das dann durchgesetzt.

Null demokratische Debatte. Es kann ja sein, dass man in einer Demokratie mal alle Vor- und Nachteile auf den Tisch packt, diskutiert und dann festlegt, wo was gilt.

So aber wird zunehmend etwas, was man vielleicht auf demokratischem Weg nicht durchbringt, über den Umweg des Privatrechts durchgebracht.

Genau das Gleiche wurde auch im Naturschutz gemacht. Die NATURA 2000 Richtlinie ist für alle Länder bindend. Sie wurde aber nie diskutiert, sondern es war eine Richtlinie der Europäischen Kommission, die dann in nationales Recht umgesetzt werden muss. Geklagt haben hier auch wieder die Verbände und Vereine.

Man hat also das ganze schon vor 20 Jahren mal durchgespielt und gesehen, wie es funktioniert.

Das alles wurde aber jenseits demokratischer Prozesse abgewickelt. Die nationalen Parlamente durften nur noch ergänzen, aber nichts abschwächen. Taten sie es, wurden entsprechende Klagen eingereicht und das völlig undemokratische Gesetzespaket so umgesetzt.

Jetzt macht man das wieder.

Und die Veganer springen auf den Zug auf und wollen nun die vegane Wende und mehr vegane Produkte. Also nicht etwa offene Diskussion, demokratischer Disput, Fakten auf den Tisch, alle Meinungen mal gehört und dann auch die Freiheit der Menschen beachtend, nein, eine Minderheit versucht nun über das Privatrecht, der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen.

Also mal Klartext: ich halte die Autos in den Städten schon lange für vollkommen irrsinnig und die Massentierhaltung ist grausam und verwerflich, aber: man kann nicht den Diesel als Auto bewerben und es als umweltfreundlich hinstellen, so dass Millionen teure Autos kaufen und das dann einfach verbieten, sondern es gehört einfach mal auf die Tagesordnung, dann wird mal lange und öffentlich diskutiert und man hört sich auch mal die Expertenmeinungen an und dann wird abgestimmt.

So muss das laufen.

Was wir jetzt haben ist eine versteckte (Wirtschafts-) Diktatur.

Wenn man dann die Bundestagsabgeordneten anspricht, sagen die, dass das umgesetzt werden muss, weil es Vorgaben aus Brüssel sind. Und die dort in der Kommission wurden von niemanden gewählt.

Hier wird also Politik an der Bevölkerung vorbei umgesetzt. Aber weil man die öffentliche Diktatur scheut, wird es anscheinend über Eck gespielt und dann so eingelocht.

Gleichzeitig werden aber andere Gesundheitskiller wie Glyphosat und andere Pestizide sogar noch verlängert.

Also das beißt sich und ist inkonsequent und man muss sich fragen, ob hier nicht bestimmte Interessengruppen bedient werden, bzw, ob hier einfach nur bestimmte Agenden umgesetzt werden, die man auf demokratischem Wege so nie hätte umsetzten können.

Wie haben die in Star Wars immer gesagt: Ich habe da ein ganz mieses Gefühl!

:-)

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