Pflanzarbeiten und Frühjahrsmüdigkeit

02.04.2016 19:59

So, alle bisher gekauften und selbst gewonnen Pflanzen sind in der Erde. Gestern und heute haben wir nochmal richtig durchgezogen und viele Sträucher und Himbeeren gepflanzt. Waren nochmal zwei volle acht Stunden Arbeitstage zu zweit. Schon krass, wie sich das doch hinzieht. Man denkt immer, das ist alles in zwei Stunden erledigt, aber so fix gehts wohl nur, wenn man rumpfuscht. Wenns am Ende aber nach was aussehen soll (ich arbeite ja hier an meinem kleinen Rohkost-Sans-Souchi - :-D), brauchts auch seine Zeit. Aber das Wetter war ja super und so haben wir nochmal richtig was geschafft. Aber man muss eben auch Kompromisse machem, da ja schon Bäume auf der Fläche stehen, die ich damals gepflanzt habe, ohne auf Sichtachsen oder etwas Feng-Shui zu achten. Und natürlich habe ich auch einen kleinen Fehler bei der Anlage der Hochbeete gemacht. Aber was solls...dann muss ich eben die Kirche im Nachbarort verrucken! lol

Oder mir fällt noch was geniales ein, wie ich das löse... na schauen wir mal.

 

Hier soll eine Apfelbeerenhecke entstehen:

Für die Pflanzlöcher benutzen wir ein Kompost-Erdgemisch. Das mische ich einfach in der Karre zusammen und fülle die Pflanzlöcher damit auf. Nehme so 50 - 50 Kompost und normale Erde. Der Kompost muss aber reif sein, also es sollten keine Würmer drin sein und er sollte gut riechen. Also nicht irgendwie vergammelt stinken. 

 

Leider habe ich wohl die lokale Population an Nashornkäfern auf dem Gewissen. Ich habe einige große Larven, Puppen und einige adulte Käfer ausgegraben, die ganz tief unten im Kompost hockten. Erst dachte ich, es seien Maikäfer. Später habe ich dann die Adulten gefunden und konnte relativ leicht feststellen, um welche Art es sich handelte. Na, was solls, die sind nicht gefährdet und man braucht ja etwas reifen Kompost für die Pflanzlöcher. Und da hats die leider erwischt. Krass aber, wie tief drinnen die waren. Und schade, dass wir noch keine Hühner haben, da könnte man sowas gleich verfüttern. Es sollte ja nichts umsonst umkommen. Die adulten Käfer habe ich einfach in den anderen Komposthaufen gesetzt und sie wieder mit Erde bedeckt. Mal sehen ob die da bis Juni durchhalten.

 

An die Grundstücksgrenze haben wir Haselnüsse, Kornellkirsche, Kartoffelrose, Kirschpflaume und Apfelbeere in die Hecke gepflanzt. Alles Sachen, deren Früchte man auch essen kann. Es fehlen nun noch Holunder, Felsenbirne, Maibeere, Hundsrose, Sanddorn und verwilderte Pflaumen für die zweite Reihe. Aber alles Schritt für Schritt.

 

Von der heutigen Himbeerpflanzaktion habe ich noch gar keine Bilder gemacht.

 

Zur Frühjahrsmüdigkeit: mir ist aufgefallen, dass ich heuer das erste Mal keine habe. Sonst war ich manchmal im Frühling bleiern müde. Erst dachte ich, es macht ja Sinn, sich nach der langen Dunkelheit in die Sonne zu legen, aber jetzt wurde mir klar, dass meine Couchzeit im Dezember das Geheimnis waren. Normalerweise ist der Dezember der Monat, wo man nichts machen braucht und sich ausruht. Es ist früh dunkel, es gibt nichts draußen zu tun, also kann man sich ruhig mal auf die Couch legen und nichts machen, bevor es so Mitte Januar wieder langsam losgeht. Und genau das habe ich letztes Jahr mal gemacht.

Im normalen Job wird man hingegen gerade vor Weihnachten oft am schlimmsten geknechtet, weil viele Sachen bis Weihnachten abzugeben sind. Und schon kommt man aus der Balance.

 

Es macht ja eigentlich keine Sinn, im Frühling, wenn die Arbeit wieder losgeht, müde zu sein. Eine Kollegin hat das auch mal gemeint, dass es die Frühjahrsmüdigkeit ein Mangel an energetischem Gleichgewicht ist, weil man im Winter die natürliche Ruhe nicht findet. Offensichtlich hatte sie recht!

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