Fruktose und Gicht

02.04.2015 00:46

Heute bin ich in einem Gespräch mit einem rohen Freund auf einen sehr interessanten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fructose und Gicht (Gelenkschmerzen) aufmerksam gemacht wurden, der hier unbedingt erwähnt werden soll. In dem Gespräch wurde auch darauf hingewiesen, dass er selbst den Obstkonsum stark reduziert hat, da es öfters mal zu Gelenkproblemen nach erhöhtem Obstkosum kam. Und tatsächlich konnte ich beim googeln folgende Zusammenhänge finden:

Aktuelle Forschungen haben nun die Entstehung von Gicht auch mit einer erhöhten Aufnahme von Fructose in Verbindung gebracht. die Erklärung liegt darin begründet, dass Fructose den Abbau von Purinen beschleunigt, direkt deren Synthese stimuliert und zur Produktion von Milchsäure führt, die die Ausscheidung der Harnsäuremenge über den Urin verringert. Die Fructose hat demnach grossen Einfluss auf die vorhandene Harnsäuremenge im Blut und somit zwangsläufig auch auf die Entstehung von Gicht https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gicht-durch-fructose-ia.html#ixzz3W6Jpm6J0

Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der übermäßige Obstkonsum sehr viele Probleme nach sich zieht. Egal ob Unter- oder Übergewicht, Karies, Unter- oder Überzuckerung oder Gelenkprobleme. Der Overkill mit vielen Früchten scheint also enorme Probleme nach sich zu ziehen. Es gab ja damals auf Montramé, wo alle fleissig "instinktive Rohkost" praktiziert haben, eine Untersuchung im Rahmen der Giessener Rohkoststudie. Bis auf einem Probanten hatten alle einen zu niedrigen B12 Spiegel. Die Instat - Studie hat ja dann klar gezeigt, dass die Vitamin C Aufnahme deutlich erhöht war. Und googelt man mal den Zusammenhang zwischen Vitamin C und B12, so findet man folgende Informationen:

Welche Faktoren können die Vitamin B12 Aufnahme beeinflussen:

  • Hohe Dosen Vitamin C

  • Hoher Zuckerkonsum

  • Zu scharfes Essen

  • Große Mengen Pseudovitamin B12

www.vitaminb12.de/mangel/

Hohe Dosen Vitamin C und hoher Zuckerkonsum sind ja eng an erhöhten Obstkosum gekoppelt. Pseudovitamin B12 ist dann zu allem Überfluss noch in vielen Rohkostprodukten enthalten. Wie zB. Spirulina und Chorella:

Eine besondere Stellung in der Diskussion um vegane B12-Quellen stellen die Algen dar. Verschiedene Algen, insbesondere Spirulina, Chlorella und Nori, gelten als hervorragende Vitamin-B12-Quellen und werden oftmals auch als solche beworben. xii Im Lichte neuerer Forschung ist aber sehr umstritten, ob Algen nun wirklich vom Menschen verwertbares Vitamin B12 enthalten oder nicht. Der Verkauf entsprechender Produkte ist inzwischen ein lukrativer Markt und es stehen in diesem Bereich vielfach Studien gegen Studien, so dass dieses Thema mit großer Sorgfalt zu betrachten ist.

Um zu verstehen, wie es ursprünglich zu der Annahme kam, Algen würden viel Vitamin B12 enthalten, ist ein kleiner Ausflug in die Messverfahren notwendig. In der Vergangenheit wurde der Vitamin-B12-Gehalt in Nahrungsmitteln mit mikrobiologischen Methoden bestimmt, d.h. durch Bakterien und Algen, die so genannte Corrinoide für ihr Wachstum benötigen. Corrinoide umfassen eine Anzahl von Stoffen, die einen ähnlichen molekularen Aufbau besitzen – unter ihnen auch Vitamin B12. Durch diese Methoden kann also nur der Anteil an Corrinoiden insgesamt, nicht aber der Anteil des für den Menschen verwertbaren Vitamin B12/Cobalamin bestimmt werden.

Heute wird der Vitamin-B12-Gehalt mittels Differential Radioessay und neuerdings IAC-HPLC (Immunoaffinity column – High-performance liquid chromatography) bestimmt, die Vitamin B12 von anderen Corrinoiden besser unterscheiden können.

Der angeblich hohe Gehalt an Vitamin B12 in Algen wie Spirulina wurde von den Herstellern fast ausschließlich mittels mikrobiologischen Methoden bestimmt – ist also in Wirklichkeit nicht der Vitamin-B12-Gehalt, sondern der Corrinoid-Gehalt. Im Vergleich zu Radioessay-Messung zeigten sich extreme Unterschiede, die deutlich machten, dass es sich bei einem Großteil (etwa 80 %) des so gemessenen angeblichen Vitamin B12 wahrscheinlich um humanbiologisch inaktive B12-Analoga handelt.xiii Auch Tests der Vegan Society ergaben, das Spirulina vermutlich keine verwertbare B12-Quelle ist, da es die MMA-Werte nicht verbessert.

Noch besorgniserregender sind Studien, die zeigten, dass die Einnahme von Spirulina und Nori, zwar die B12-Blutserumswerte kurzfristig erhöhte (die ebenfalls auf B12-Analoga anschlagen) die MMA-Werte (B12-Stoffwechselprodukt, eindeutiger Marker für B12) der Patienten sich aber sogar deutlich verschlechterten.xiv Dies wird häufig damit erklärt, dass der extrem hohe Gehalt an B12-Analoga die Aufnahme von echtem Vitamin B12 blockiert und somit die Gesamtaufnahme sogar senkt. (Daniele et. al.)

Einzig für Chlorella deuten verfügbare Studienergebnisse derzeit darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine hochwertige B12-Quelle handeln könnte.xv

Bis zu diesem Thema genauere Kenntnisse und aussagekräftige Studien vorliegen, sollte davon ausgegangen werden, dass Algen keine verlässlichen B12-Lieferanten sind.

Es lohnt sich also wirklich, den hohen Obstkonsum einiger Rohköstler oder ganzer Rohkostrichtungen kritisch zu hinterfragen. Auch auf Montramé, wo ja die instinktive Rohkost erfunden und praktiziert wurde, gab es zumeist mittags große Mengen an süssen Früchten und das Ergebnis waren dann die ganzen Probleme, die damit verbunden waren, also Unter- und Übergewicht, Karies, grade auch bei Kindern, Gelenkprobleme, B12 Mängel usw usw...

Leider ist eine Gemüse-basierte Rohkost zu wenig attraktiv, um gegen die Vielzahl an tropischen Fruchtzuckerbomben anzukommen. Rosenkohl ist eben weitaus weniger sexy als Mangos, Cherimoyas und Papayas. Das ist einfach so. Und es spricht auch nichts gegen den moderaten Obstkosnum, aber die ständige Verfügbarkeit, gepaart mit der regelrechten Sucht nach Zucker bringen die Probleme hervor. 

Hier ist es also unbedingt geboten, mal genauer hinzuschauen und notfalls den Konsum mit dem Kopf zu begrenzen. Gestern habe ich auch mit einem anderen Rohkostfreund telefoniert, der jetzt auch den Zuckerkonsum stark reduziert hat und meinte, dass das nochmal enorme Auswirkungen auf die körperlich-geistige Befindlichkeit hat. Und zwar im positiven Sinne. Mich hat es wenig überrascht, dass zu hören.

Na schauen wir mal, wie sich noch alles entwickelt! So, ab ins Bett, morgen, nein heute, beginnt das Ostertreffen.

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