Für die Bienen

15.04.2018 22:54

Kaum ist ein bisschen Sommer ausgebrochen, schon sind die Rasenmäher im Gange. Und machen erstmal richtig Schaden! Und zwar für die Insektenwelt. Das Gras fängt ja gerade an zu wachsen und die wenigen Blumen, die den häufigen Schnitt vertragen, vor allem Gänseblümchen und Löwenzahn, fangen gerade an zu blühen. Auch die ein oder andere Taubnessel findet sich im Rasen. Zumeist am Rande.

Und genau das ist Bienennahrung!

Wo sollen denn die Bienen, egal ob Haus- oder Wildbiene, noch was finden? Agrarflächen sind für die reinste Wüsten. Und in den Gärten hat man den Menschen einen kuriosen Sinn für "Schönheit" anerzogen. Und als Ergebnis sind eben die Insekten am abnehmen.

Dabei kann man denen schon helfen!

Gärten könnten kleine Zufluchten für Wildtiere sein: für Insekten, Vögel, Igel. Viele Besitzer bevorzugen jedoch kurz getrimmte Rasen, exotisches Begleitgrün oder pflanzen gleich gar nichts, sondern verwandeln Beete in Steinwüsten. Dabei könnten schon kleine Maßnahmen die Vielfalt und Anzahl beispielsweise von Wildbienen dramatisch erhöhen. Das zeigt eine Arbeit von Susannah Lerman vom USDA Forest Service und ihrem Team in "Biological Conservation". Die Wissenschaftler wollten wissen, wie sich unterschiedliche Rasenmähintervalle auf Bestäuber in Gärten auswirken. Sie ließen dazu 16 Rasenflächen in Springfield entweder wöchentlich, alle zwei oder alle drei Wochen trimmen und zählten die Arten und Individuen von Wildbienen, welche diese Testareale aufsuchten. Dabei wurde sichergestellt, dass keiner der Gärten mit Pestiziden eingenebelt wurde, um so genannte Unkräuter zu vernichten.

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