Garten

07.08.2018 21:54

Nach einer recht entspannenden Woche am Neuenhainer See hat mich die Gartenarbeit wieder voll im Griff. Gestern ging es noch, aber heute musste ich wieder so ziemlich alles gießen und schon sind 5 Stunden weg. Es soll zwar mal regnen, aber niemand weiss, ob wir hier was abbekommen werden und die ganzen Bäume und Sträucher brauchen einfach jetzt Wasser.

Es ist eh schon vieles reif, was normalerweise erst Anfang September essbar wird. So sind die Augustäpfel schon durch, die Aronias sind vollreif, die Renekloden sind ein echtes Highlight und auch die Zwetschken sind zwei Wochen eher reif als sonst.

Vieles habe ich garnicht geschafft zu konsumieren. Johannisbeeren und Stachelberren sind mir am Strauch eingetrocknet, obwohl ich da gut gegessen hatte, auch die Japanischen Weinbeeren waren einfach "zuviel". Aber gut, besser so als zuwenig! :-)

Mal schauen, ob es irgendwo noch Äpfel für den Winter geben wird, oder ob die alle schon vorab runterfallen und klein bleiben. Ohne aussreichende Niederschläge kann es da ja Probleme geben. Schauen wir mal. Unsere Bäume bewässere ich ja regelmäßig, aber viele Straßenbäume dürften da vollkommen unterversorgt sein.

Dazu passend: www.heise.de/tp/features/Zerstoererische-Hitzewellen-4130364.html

Während die Menschen auf der Nordhalbkugel noch unter der aktuellen Hitzewelle leiden, werfen wir einen Blick zurück auf das Jahr 2017. Gerade hat die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) ihren offiziellen Klimabericht für das vergangene Jahr vorgelegt. Demnach war es nach 2016 und 2015 das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

Also ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn es nun Herbst wird... ganz ehrlich, ich habe noch 4 Monaten Hochsommer langsam die Sperre. Geht mir gerade so wie damals in Costa Rica, wo ich mich am Ende nach einen frischen, kalten Januartag gesehnt habe. Ich habe echt mal wieder Lust, dem Regen zu lauschen oder durch einen frischen und nassen Wald zu wandern.

Ich war heute noch zum Sport, im Keller ist es ja noch kühler, aber wenn es draussen 36°C hat, dann ist das auch dort nicht mehr so lustig. Morgen solls ja noch heisser werden, dann Gewitter. Aber irgendwie habe ich die Befürchtung, dass wir wieder nichts abkriegen.

Na schauen wir mal...

Doch nicht nur die anhaltend hohe globale Durchschnittstemperatur ist besorgniserregend. Der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre ist auf 405 ppm gestiegen, der Meeresspiegel war im Schnitt seit 1993 um 7,7 cm gestiegen und die Wassertemperaturen in den oberen Ozeanschichten erreichten Rekordwerte. Aufgrund der hohen Meerestemperaturen hielt die Korallenbleiche von Juni 2014 bis Mai 2017 an und hat verheerende Spuren hinterlassen. In manchen betroffenen Riffen sind über 95 Prozent der Korallen abgestorben. In den Polarregionen lag die Meereisbedeckung weit unter dem Durchschnitt, in der Arktis um 25 Prozent, in der Antarktis wurde am 1. Mai sogar die geringste Ausdehnung überhaupt gemessen.

Tja, wir sind mitten drin in der Krise. Oder der Katastrophe, wie man es auch immer benennen will. Die kommt nicht irgendwann, die ist da. Hitze, Trockenheit, Brände, Extremunwetter...alles inklusive.

Neben der Gefahr von Waldbränden haben Hitze und Trockenheit viele weitere negative Auswirkungen auf Menschen und Ökosysteme. Auch wenn der Wald in Deutschland glücklicherweise noch nicht brennt oder glücklicherweise schnell wieder gelöscht werden konnte, so drohen doch Trockenschäden und Baumsterben.

Ganz logisch. Wir sind hier nicht in Spanien oder Frankreich, wo Steineichen und Pinien wachsen, die an solche Klimata angepasst sind, sondern in Deutschland, wo der Sommer im Grunde immer nur ein grün angestrichener Winter war, wie Heinrich Heine treffend bemerkte.

Und wenn sich die abiotischen Standortfaktoren so massiv ändern (und in so kurzer Zeit), dann kommen die Bäume damit einfach nur schwer zurecht... schlimmstenfalls sterben sie sogar ab.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert die Forstwirtschaft in dem Zuge auf, mehr artenreiche Laubmischwälder zu schaffen, die mehr Wasser im Boden speichern können als Wälder aus schnell wachsenden Nadelbäumen. Auch von der schwer getroffenen Landwirtschaft fordert der Umweltverband einen grundlegenden Umbau. Die industrielle Massentierhaltung trage mit ihren Treibhausgasemissionen zur Klimakrise bei. Tierbestände sollten reduziert und an die Fläche gekoppelt werden.

Vollkommen richtige Forderungen. Alles andere macht ja eigentlich keinen Sinn, nur leben wir nicht in einer vernünftigen Welt, sondern in der Diktatur des Irrationalen. Das muss man nicht verstehen, sondern einfach hinnehmen, dass sich da in vielen Bereichen nichts ändern wird.

Das die Land- und Forstwirtschaft eine Mitschuld am derzeitgen Desaster hat, sollte jedem einleuchten, der sich mal mit den aktuellen Produktionsbedingungen beschäftigt hat. Alleine mit der Meloration, also der großflächigen Entwässerung der Äcker, entzieht man enorme Wassermengen der neuerlichen Verdunstung, so dass es eben keine Gewitterbildung mehr gibt und Niederschläge ausbleiben. Dann werden die Böden trockener und bedingen dadurch, dass ganze Regionen trockener werden. Ich hatte hier im Blog schon auf die Zusammenhänge hingewiesen und entsprechende Studien verlinkt.

Gewässer haben mittlerweile für Fische kritische Temperaturen überschritten. Verschiedene Schweizer Medien berichten am Montagmorgen über ein größeres Fischsterben im Rhein. An Messstationen in Deutschland wurde die 28-Grad-Marke überschritten, ab der Fische und andere Tiere an Sauerstoffmangel sterben können. Das führt auch dazu, dass Kraftwerke und Industriebetriebe Kühlwasser nur noch mit Sondergenehmigung einleiten dürfen. So musste beispielsweise das Chemiewerk BASF in Ludwigshafen seine Produktion einschränken. Die Atomkraftwerke Philippsburg und Fessenheim mussten ebenfalls ihre Leistung drosseln.

Grenzen des Wachstums, sage ich da mal. Genau so sehen die aus. Plötzlich muss man ganze Industrien abschalten. Wobei die sich ja schon Ausnahmegenehmigungen geholt haben, wie ich hörte.

Weniger sichtbar leiden Bodenorganismen unter Hitze und Trockenheit, was wiederum Auswirkungen auf ganze Ökosysteme haben kann, warnen Wissenschaftler der Universität Manchester. Bodenorganismen "produzieren" nicht nur den für den Ackerbau notwendigen Boden, sie reinigen auch Wasser und regulieren Treibhausgasemissionen, so die Wissenschaftler.

Sie untersuchten die Auswirkungen schwerer Dürre auf die Zusammensetzung von Mikrobengemeinschaften in Böden in Großbritannien. Dabei wurden von der Dürre betroffene Schlüsselorganismen identifiziert, die in Zukunft weiter untersucht werden sollen. "Diese Arbeit zeigt, dass fortwährende Dürren im Sommer die Bodenbiologie verändern werden. Das ist von Bedeutung, da wir die Ernährungssicherheit gewährleisten wollen, die von gesunden Böden abhängig ist", erklärte Nick Ostle vom Lancaster Environment Centre.

Die Autoren treibt nun vor allem die Sorge um, diese Rückkopplungen könnten einander verstärken. Die Folge wäre dann selbst bei den bisher für das Pariser-Zwei-Grad-Ziel angestrebten Minderungszielen eine "heiße Erde". Die globale Durchschnittstemperatur würde um vier bis fünf Grad über das vorindustrielle Niveau steigen, der Meeresspiegel – innerhalb vieler Jahrhunderte – um zehn bis 60 Meter ansteigen.

"Diese Kippelemente könnten sich wie eine Reihe von Dominosteinen verhalten. Wird einer von ihnen gekippt, schiebt dieses Element die Erde auf einen weiteren Kipppunkt zu. Es könnte sehr schwierig oder sogar unmöglich sein, die ganze Reihe von Dominosteinen davon abzuhalten, umzukippen. Manche Orte auf der Erde könnten unbewohnbar werden, wenn die „Heißzeit“ Realität würde."

Für mich als ökologisch denkenden und ausgebildeten Menschen ist das alles völlig logisch und nachvollziehbar. Da wird das System verändert und dann kippt es in einen neuen Gleichgewichtszustand. Kleine Störungen können noch abgefangen werden, aber bei größeren Störungen kann es irreversible Veränderungen geben.

Sieht man in vielen Bereichen der Natur. Kleine Störungen durch Fischfang? Kein Problem! Fängt man aber den Großteil bestimmter Arten wie den Dorsch weg, kippen ganze Ökosystem in einen neuen Zustand. Dito mit den großen Raubtieren wie Wolf und Bär. Sind die weg, verändern sich ganze Ökosysteme. Deswegen brauchte es ja auch die Nachhaltigkeit, dass man wirklich nur wegnimmt, was auch wieder nachwächst. Oder eben die Idee, dass sich alles gedeihlich entwickeln darf und soll.

Davon haben wir uns als Menschen aber nicht schrecken lassen und shoppen und konsumieren bis zur völligen Erschöpfung der natürlichen Ressourcen.

Nun kann man natürlich sagen, der Mensch kann durch seine Aktivitäten nie und nimmer das Klima beeinflussen, dass kann im Grunde nur die Sonne. Nur, jedenfalls ist das die Aussage von Prof. Harald Lesch, ist die Sonne der am besten beobachtete Stern am Himmel und der zeigt keine veränderten Aktivitäten an, so dass die Sonne als Ursache ausfällt.

Liest man sich die Kommentare unter den Artikeln durch, sieht man auch, wie verbissen hier gestritten wird.

Klimaforschung: Dumm, dümmer, am dümmsten

So in etwa lässt sich 30 Jahre Klimaforschung zusammenfassen.

Datenfälschung, Datenmanipulation etc. Ein Eisenbahner an der Spitze des IPCC der unehrenhaft entlassen wurde. Klimaastrologen die verhaftet wurden.

Climategate und so weiter und sofort. Jämmerlich.

Noch immer keinen Beweis für die Temperaturrelevanz von CO2. Von Wissenschaft kann da keine Rede sein. Demagogen am Werk.

Prügelt das Pack aus den Universitäten, wie eins Jesus die Pharisäer .....

Aber wem erzähle ich das.

Es ist fast sinnlos. Die Zahl der Menschen, die an eine flache Erde glauben vergrößert sich täglich.

Ich finde, dass sind harte Worte! Und jeder bringt seine Argumente ins Feld und am Ende kann man sagen:

Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.

Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust)

Ich finde das auf allen Ebenen beängstigend. Dass sich das Klima erwärmt, kann man ja nun wirklich nicht mehr abstreiten. Aber über die Ursachen streiten sich die Leute wie die Kettenhunde. Da wird alles ins Feld geführt was geht. Jede Seite kämpft verbissen und ich als Laie, der nicht die Zeit und die Muße hat, sich nun erschöpfend ins Thema einzuarbeiten (schließlich haben wir ja nunmal Arbeitsteilung!) muss immer mit dem Misstrauen leben, dass man am Ende doch nur verarscht, kontrolliert und abgezockt wird.

Ich finde das einfach Sch**** und es bestätigt meine These, dass wir als Zivilisation am Ende am Misstrauen eingehen werden.

Wie auch immer... morgen nochmal heiß...noch alles schön gießen, was gegossen werden muss. Das ist nunmal die Wirklichkeit, mit der wir es hier zu tun haben. Egal, was die Ursachen sind...

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