Gartenimpressionen August 2019

16.08.2019 16:17

Mal wieder ein paar Fotos und Gartenimpressionen.

1. Mit guter Bewässerung sieht es heuer nicht schlecht aus. Hat aber auch deutlich mehr geregnet als 2018, was kein Wunder ist, schließlich kam da ja nun fast gar nichts runter. Im großen Ganzen bin ich recht zufrieden bisher. Zumindest was den Garten angeht. Für die Obstbäume war es wieder zuwenig in dieser Saison. Und das sieht man auch. Gerade die alten Bäume fangen nun an, mehr Totholz zu bilden und ein kleiner Koks-Orange ist mir vor Kurzem eingegangen.

Ich gbe da zwar mein Beste, aber man kann dann am Ende den Regen einfach nicht ersetzen.

2. Das Beet, was ich im Frühsommer neu angelegt hatte. Kürbisse und Zuccinies, daneben Apfelbeeren, Äpfel und Plaume.

3. Gurken, Zucchinis, Wildtomaten, Salate, Selleries.

4. Das ist eine Sikah-Gurke (ich hoffe, die heisst jetzt wirklich so). Habe ich von Dreschflegel. Echt lecker! Etwas süßer als normale Salatgurken. Nette Abwechslung.

5. Und sauscharfe kleine Pepperonies:

6. Und Gelbe. Dazu noch jede Menge verschiedenster Paprikas und andere Pepperonies. Ich mag Vielfalt.

7. Knollensellerie, Möhren, Salate als Mischbeete. Wie immer mit allem gemulcht, was irgendwie da war. Grasschnitt ist wegen der Trockenheit schon lange nicht mehr verfügbar. Also nehmen wir zum Teil einfach das Unkraut, was da entfernt wird. Einfach rauszupfen und als Mulch zwischen die Reihen legen.

Ein paar Schwarzwurzeln hatte ich auch noch im hinteren Beet dazwischen, aber das hat nicht funktioniert. Da ist die Konkurrenz mit dem Sellerie zu groß und sie sind deswegen im Wuchs eingeschränkt. Aber gut, wieder was gelernt.

8. Yacon und Kohlrabies in Mischkultur. Geht gut, weil Yaco erst ab Mitte Augist so richtig loslegt und man den Kohlrabie jetzt ernten kann, bevor er überwachsen wird. kurioserweise war der Erdfloh da hinten nicht ganz so gierig.

9. Im anderen Garten ist eine Sonnenblume irgendwie wild aufgegangen. Und wie man sieht, ist sie gigantisch groß geworden.

10. Schwarzwurzeln, diesmal richtig sattgrün und groß und Pastinaken. Daneben Grünkohl und auf der anderen Seite Salate. In dem Beet sind mir aber einige eingegangen. Irgendwer hat die einfach über der Erde abgebissen. Sachen gibts.

11. Salate, noch ein paar Kohlrabies. Hier hatten wir mit Holzhäcksel gemulcht. Und viele Salate haben auch gut überlebt.

12. Mangold. Ab und an recht lecker...

13. Im Gewächshaus gibts neben Melonen noch viele Tomaten.

... kriegen wir nie und nimmer alles aufgefuttert...

14. Weil: es gibt noch mehr Tomaten...

15. Und noch mehr...

16. Aber das war erst das Vorspiel. Der Hauptakt kommt jetzt:

17. Tomaten über Tomaten... ich frage mich, woher die alle kommen. Sind heuer viele neue Sorten und einige davon tragen echt massenhaft.

18. Gelbe, rote, schwarze, grüne, orange, lange, kleine, runde, zylindrische, gestreifte, gezackte und viereckige Tomaten. Alles da. Und Wildtomaten gibts aber auch noch...lol.
Meine Mutter meinte neulich, nächstes Jahr machen wir aber mal weniger. Wer soll das denn alles essen? Ja, ich habe das auch irgendwie falsch eingeschätzt und bin von der Fülle ebenfalls richtig erschlagen. Aber gut, besser als wie zuwenig und die Natur ist eben immer auch üppig und verschwenderisch. Und Spaß machts ja auch...

20. Meine einzige Honigmelone, die ich gerettet habe. Den Rest hätten wir eher ernten müssen. Die sind so innen schwarz geworden. Keine Ahnung, was da passiert ist, aber zumindest gabs im ersten Jahr mal eine. War richtig gut. Nächstes Jahr gerne wieder und dann ist man auch wieder etwas schlauer.

21. Weil es ja noch nicht genug gibt... auch der Pflaumenbaum hängt brechend voll. Was für eine Fülle die Natur hervorbringt. Wahnsinn.

22. Und auch Brombeeren gibt es im Übermaß. Sie schmecken am besten, wenn sie abfallen. Deswegen haben wir da ein Netz drunter.

23. Und mein "Grundnahrungsmittel": Augustäpfel. Gabs heuer auch in Massen. Im Keller stehen zwei große Kisten. Allerdings sind die Früchte eher klein und der Baum macht jetzt mehr und mehr Totholz, sprich, man merkt jetzt zunehmend das Alter und den Wasserstress der letzten zwei Jahre. Aber vom Geschmack einfach nur erstklassig. Alte DDR-Ware. Wir haben noch einen weiteren Baum gepflanzt, aber der wird am Baum mehlig. Geschmack auch klasse, aber man muss ihn zum richtigen Zeitpunkt pflücken, während der alte Baum am besten schmeckt, wenn die Äppel einfach runterfallen und als Fallobst gegessen werden.

Ich habe den verebeln lassen und zwei Halbstämme nachgesetzt. Wäre schon schön, wenn der erhalten bleibt. Aber bis zur ersten Ernte wirds noch lange dauern. Schauen wir mal, ob der Elternbaum noch ein paar Jahre durchhält.

Na ja, es ist wie immer. Wenn man das so sieht, denkt man vielleicht, wow, aber man darf auch nicht die viele Arbeit vergessen, die da drin steckt. Und die Sorgen und bangen Blicke zum Horizint. Muss ich gießen? Kommt der Regen? Wenn ja, hoffentlich aber kein Hagel. Was ist mit den Bäumen? Bewässern? Was sagt die Wettervorhersage?

Aber man hat eben irgendwie so den direkten Erfolg. Das finde ich an der ganzen Sache so genial. Man steckt da was rein und kriegt was raus. So direkt, ohne große Umwege. Und so sollte es ja eigentlich sein. Und man wird dankbar. Weil man merkt, wie immens abbhängig und verletzbar man in seiner Existenz wird. Von den Bienen, den Bäumen, dem Regenwurm, den vielen gefiederten Helfern, die die Schädlinge im Zaum halten, vom Regen, der Sonne, eben von einem weitestgehend intakten Zusammenspiel vieler natürlicher Faktoren.

Gutes Essen ist keine Selbstverständlichkeit. Da müssen immens viele Bedingungen erfüllt sein, damit das was wird. Da kann man wirklich nur DANKE! zum Universum sagen! Für jeden Tropfen Regen, für jede Biene, die da fliegt, für jeden Vogel, der da lebt, für jeden Sonnenstrahl und für die Mithilfe so vieler Mitwesen und Geschöpfe.

Und weil mir das bewusst ist, lasse ich da auch immer wilde Ecken, wo sich das Leben breit machen kann. Derzeit blüht überall die Scharfgarbe. Und so haben die Bienen und die anderen Insekten eben von Anfang April bis zum Herbst irgendwo was, was blüht.

Klar, auch der Garten ist kein Urwald mehr, aber zumindest kann man sich etwas revanchieren.

Ja schauen wir mal, morgen wollen wir noch die Salate für den Herbst / Winter pflanzen. Vor allem Endivien und Raddiccio. Ist mir eh schon länger bewusst geworden: man fährt im Hochsommer zum Treffen und kommt in den ersten Anzeichen des Herbstes zurück. Ab Mitte August merkt man ja schon das wärmere, rötlichere Licht, die kürzeren Tage und die ersten Anzeichen des kommenden Herbstes.

Aber noch ist es nicht soweit!

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