Gartenimpressionen Juni 2019

22.06.2019 15:10

1. Bisher sind die Niederschlagsmengen im Normbereich. Es steht alles recht gut und wir haben auch schon gut geerntet. Viele Salate, Zwiebel, Mairübchen, Dill, Knoblauch, Blumenkohl, viele Kohlrabies, Radieschen, dazu Kirschen, Erd- und Himbeeren und Felsenbirnen.

2. Mischbeete - meine bevorzugte Anbauweise. Hier verschiedene Salate, Kohlrabies, Blumenkohl und vom letzten Jahr kommt der Portulak dazwischen hoch. Passt eh, kann man ja regelnd eingreifen, wenn etwas zu dominant wird.  So kriegt man pro Beet eben einen höheren Ertrag und viele Kulturen unterstützen sich auch gegenseitig. Möhren und Zwiebeln oder Kohl und Dill.

3. Zuccinies und Gurken -  wir mulchen immer fleissig. Mal sehen, ob es was hilft! :-)

4. Mischbeet aus Blumenkohl (oder Spitzkohl, weiß ich gar nicht mehr so genau, lol) und Yacon. Yacon wird erst ab mitte August so richtig groß und bis dahin ist der Kohl dann eh weggefuttert. Dahinter Topinambur. Und ne neue Wassertonne. Spart unglaublich Zeit.

5. Erbsen und andere Kulturen. Die ersten Erbsen sind schon essreif. Mairübchen dito.

6. Wir hatten im Frühjahr kleine Salatpflanzen, die wir dort hingesetzt haben. Haben sich gut entwickelt, aber wir schaffen das Verkonsumieren garnicht. Wird Zeit für ein paar Hühner. Man sieht hier auch den einzigen Dill, der es heuer geschafft hat. Wir hatten sonst den ganzen Garten voll, aber heuer waren die Blattläuse oder irgenwas anderes sehr aktiv. Mal schauen, ob der sich auch noch so gut entwickelt.

7. Ein paar Setzlinge. Vor allem verschiedene Salate.

8. Gewächshaus -  auch mit neuer Wassertonne, was, wie schon gesagt, vieles leichter macht.

9. Bisher steht alles recht gut. Ich muss aber, wenn es richtig heiß ist, zum Teil zweimal gießen. Ist ja dann schlimmer als in Costa Rica im Gewächshaus.

10. Bisher sind die Melonen recht gut im Rennen, aber das sind Zicken und da muss man immer schauen, dass es gut passt am Ende. Aber bisher haben alle zumindest eine Frucht angesetzt. Schauen wir mal...

Ich habe sie auch einfach hochgebunden und heute die Früchte mit einem Sackerl (österr. für Beute, Säckchen) abgefangen. Die werden ja noch schwerer. Letztes Jahr waren sie pünktlich Mitte / Ende August reif. Hängt natürlich vom Wetter ab...

11. Freund von mir hat sich einige IBC-Tanks zugelegt und ich konnte zwei bekommen. Schon eine große Hilfe, wenn man das Wasser sammeln kann. Und kommende Woche rechnet man ja wieder mit Rekordtemperaturen. Schauen wir mal...

12. Dreckecken, oder besser Insektenflächen.

Statt alles kurz zu halten, lasse ich mittlerweile einfach auch Ecken lange ungenutzt liegen. Insekten können sich hier ansiedeln und es blüht auch immer was. Die Sträucher schneide ich dann immer mal frei, damit sie Luft kriegen, aber der Rest darf wachsen und wird dann mal im Juli gemäht.

Es geht ja auch darum, so einen Garten / Grundstück, im Grunde das eigene Leben, etwas in die Natur einzubetten, statt einen Platz zu okkupieren, sich breit zu machen und dann alles bis zur Grasnarbe abzumähen. Mit enormen Zeit- und Energieaufwand. Und natürlich mit viel Lärm. Oder mit Herbiziden, Insektiziden und weiß der Teufel, was so alles bei der chemischer Kriegsführung angewendet wird, zu bekämpfen.

Es soll ruhig Ecken geben, wo es mal wild wachsen darf. Irgendwann wirds dann mal mit der Sense insektenschonend gemäht und fertig. Das geht zum Teil, wenn man alles einrechnet, schneller als mit dem Rasenmäher. Mittlerweile konnte ich meine beiden älteren Mitbewohner auch überzeugen, dass jeder auch aktiv werden muss, zumal wenn das Insektensterben ja mittlerweile im Bewusstsein der Menschen angekommen ist. Aber zum Teil ist das ja auch echt ein innerer Druck, weil man meint, die Leute quatschen schlecht, wenn man was nicht so pflegt, wie es bisher war. Das dauert dann echt, bis wieder mehr Leben zugelassen wird. Genau darum gehts ja: wieder mehr Natürlichkeit, Lebendigkeit, mehr Leben zulassen.

Im Innen wie im Außen.

Klar, sofort von gepanzertem Zivilisationsmensch zum befreiten Wildbeuter zu mutieren wird nicht funktionieren. Bernd Senf sagte zurecht: die Lösung der Blockierung ist die Lösung. Aber sanft, nicht mit Gewalt. Sonst kippt es in noch größere Blcokierungen. Genau so funktioniert das auch hier. Einfach mal was zulassen, mal was wachsen und gedeihen lassen. Was fließen lassen, statt Dauerunterdrückung. Sonst hat man am Ende nur noch diese neumodernen Steingärten, wo alles Leben unterdrückt wird und nur noch die abiotischen, also unbelebten, oder toten Elemente Platz finden.

Schauen wir mal, was das Gartenjahr noch alles so bringt...

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