Gewächshaus und andere Arbeiten

06.04.2019 22:35

Wir haben das Gewächshaus heute dicht gemacht. Also Tür rein und alles so dicht gemacht, dass es nun ein richtiges Gewächshaus ist. Bisher war es ja noch auf einer Seite offen und das ist nur im Sommer nützlich, jetzt, wo die ganzen Pflänzchen erstmal wachsen sollen und es ja durchaus noch kühle Tage geben kann, sollte es schön zu sein. Wir haben auch ein Fliegennetz vor die Tür gemacht, von innen, um die Bienen abzuhalten.

Ich habe heute gut 20 Stück rausgefangen und wieder freigelassen.

Aber ich habe schon wieder neue Arbeit gesehen. Ich will noch eine Tür weiter vorne einbauen, so dass man mal durchlüften kann. Sonst staut sich die Hitze doch arg und ich habe heute meine Jungpflanzen alle reingestellt und die Paprikas waren erstmal etwas überfordert von dem plötzlichen Klimawandel. Aber jetzt abends standen sie wieder kräftig.

Insgesamt haben ich heuer weniger Jungpflanzen wie 2018. Vor allem weniger Physalis. Da gibts ja so zwei Sorten. Einmal die Frühen, auch Ananaskirschen genannt. Die sind kleiner vom Wuchs und auch die Früchte sind kleiner und dann die Andenbeeren, die insgesamt größer werden und deren größere Früchte erst im Herbst, wenn überhaupt, ausreifen. 2018 hatte ich da endsviele Andenbeeren und kaum was ist ausgereift. Das war eine richtige Pleite. Da habe ich heuer nur 5 oder 6 angesetzt. Ananaskirschen gar keine. Habe ich gar nicht mehr bestellt. Irgendwie vergessen. Na dann solls wohl auch nicht sein. Und Tomatillos habe ich auch nicht mehr angesetzt. Da ist es mir beim letzten Mal so richtig übel geworden. So Richtung Sapota Amarillo. Also fällt da schon mal einiges an Jungpflanzen weg. Bringt ja auch nichts. Macht dann nur Arbeit und der Ertrag wird entweder nicht gegessen, weil es andere Sachen gibt, ist gar nicht erst reif oder man muss davon kotzen. Also lieber was anderes dafür machen. Paprikas habe ich heuer deutlich mehr Sorten dafür. Na schauen wir mal...

1. Gestern habe wir dann noch das nun ehemalige Beet hinterm Gewächshaus mit ein paar Bäumen und Sträuchern bepflanzt.

Das Wetter war eher trübe. Das war eine gute Gelegenheit, die Pflanzarbeiten durchzuführen. Hier im Bild sieht man die Bäume und Sträucher, die ich noch gepflanzt habe. Zwei Pfirsiche und eine anscheinend eher robuste Aprikose, Sorte "Hilde". Ist anscheinend ein Zufallssämling. Der Platz ist im Grunde der Sonnigste auf dem Grundstück. Nach hinten ist es etwas geschützt. Na schauen wir mal, ob wir was ernten.

Wichtig ist hier, sich mit dem Nachbarn abzusprechen, weil die Bäume ja höher werden können. Nicht das es dann böse Überraschungen gibt.

Aber wenn sich das alles mal bewächst, was ich hier gepflanzt habe, wird es ein echter Fruchtwald zum Teil. Aber dazu muss eben auch alles schön wachsen und gedeihen. Es dauert eben und im Grunde profitieren dann die Nachkommen mal richtig von der ganzen Aktion. Oder ich, wenn ich alt und grau bin! :-)

2. Und so sieht der Garten zur Zeit aus: noch total verwildert. Aber nur auf dem ersten Blick. Auf den Zweiten: eine einzige Bieneweide. Wir haben bisher in diesem Bereich noch nichts gemacht und es summt und brummt und es ist so richtig Leben drin.

Ich hatte im letzten Jahr eine Stelle, die stark mit Taubessel bewachsen war, als Bienenweide stehen lassen. Und die Taubnessel hat sich, wie die Vogelmiere auch, stark ausgebreitet. Na ja, beides kein Problem, weil leicht zu entfernen bei der Beetbearbeitung. Aber solange ich da noch nicht aktiv bin, was wohl kommende Woche irgendwann der Fall sein wid, können sich hier die Bienen wohlfühlen und sie nehmen das auch gut an. Es summt und brummt und schwirrt und für die ist das im Grunde eine echte Naturwiese.

3. Grünkohl haben wir auch noch reichlich. Esse ich gerne mit Avocado und Zwiebel zusammen. Reich an Kalzium. Das der Boden gut kalziumversorgt ist, sieht man auch am reichen Aufwuchs der Vogelmiere. Die ist ja ein Zeiger für gut versorgte und nährstoffreiche Gärten.

Nach Ellenberg ist sie ein Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine Ordnungscharakterart nährstoffreicher Acker- und Garten-Beikrautfluren (Polygono-Chenopodietalia), kommt aber auch in Gesellschaften der Klassen Secalietea oder Bidentetea vor.

de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Vogelmiere#Vorkommen

Für den normalen Gärtner wäre solch eine Flur natürlich der Graus, aber ich freue mich an den Wildkräutern, die zumeist gut essbar sind und vor allem an dem Gesumme der Bienen, die hier was zum Fressen finden, bevor sie dann eben auf die Blüten der Bäume können, die jetzt alle langsam ins Blühen kommen.

Und zumeist ist der Boden unter solchem Aufwuchs auch locker und und voller dicker Regenwürmer. Bienen, Vögel und Regenwürmern sind ja neben meinen Oldies meine besten Mitarbeiter.

:-)

Das wird sie freuen, dass sie in der gleichen Liga spielen wie Bienen, Regenwürmer und Spatzen! *fggg*

Apropos: die haben sich ja beim Nestbau benommen wie Sau und wir mussten da was absperren, die haben die ganze Styroporschalung rausgeräumt. Wir mussten das irgendwie verhindert und haben dafür eine Alternative angeboten. Die wurde angenommen und jetzt haben meine Mitarbeiter quasi eine neue Wohung.

Es sind Tiere, die machen nichts mit Absicht kaputt. Und wenn man da ein bisschen regelnd eingereift, haben alle ihr Auskommen. Tiere, Pflanzen und Menschen.

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