Grrrr

11.06.2019 22:50

Es regnet. Wurde auch mal Zeit.

Ansonsten habe ich in letzter Zeit einiges an Quellen gesammelt, die immer wieder nur eines bezeugen: So kanns nicht weitergehen!

1. www.nzz.ch/wissenschaft/pestizide-mit-der-luft-ueber-kilometer-verschleppt-ld.1484110?fbclid=IwAR26THYKxNJq-9Q4unyWVYkIpCIo_P4QzlSC3bGFRqFYvdvwQ--DPsMSk_A

Pflanzenschutzmittel können viel weiter fliegen als gedacht – und sie vermischen sich in der Luft zu einem toxischen Cocktail, dessen Gefährlichkeit niemand einschätzen kann. Bis anhin hielt man die Verfrachtung von Pestiziden über die Luft für ein kleinräumiges Problem. Doch immer mehr zeigt sich, dass ein Teil der Wirkstoffe über Kilometer in der Luft verdriftet werden kann.

Es kommen immer schlimmere Wirkzusammenhänge zum Vorschein.

Pestizide landen nie nur an ihrem eigentlichen Bestimmungsort: So ist auch die Abdrift von Pestiziden aus konventionellen Landwirtschaftsflächen auf nahe gelegene Bioflächen ein bekanntes Problem. Deshalb existieren entsprechende Empfehlungen, wie etwa das Spritzen bei starkem Wind zu unterlassen. Und im Rahmen einer Zulassung für ein Pflanzenschutzmittel fliesst laut dem Bundesamt für Landwirtschaft das Risiko mit ein, dass Anwohner einen flüchtigen Wirkstoff einatmen könnten. Auch die Risiken einer Abdrift würden für Mensch, Wasser- und Bodenorganismen berücksichtigt – allerdings nur für angrenzende Flächen. Doch nun bekräftigen neue Untersuchungen frühere Studien, die auf einen weiträumigen Transport von einer Vielzahl von Pestiziden hinweisen.

Also ich habe das ja schon öfters erlebt, wie die gespritzt haben und es dann nach dem Zeug stank. Gott sei Dank schon etwas her, weil zuletzt der Wind aus der anderen Richtung kam.

Ein Nachbar hat erzählt, im sind die ganzen Goldfische eingegangen nach einer Spritzaktion auf dem anliegenden Feld. Und der Teich liegt gut geschützt hinter Gebüsch. Aber hat auch nicht geholfen. Plötzlich schwammen die alle mit dem Bauch nach oben.

Es wird auch keine Rücksicht genommen. Ob da Kinder im Garten spielen oder nicht, es wird rausgehauen.

An allen vier Standorten fanden Karl Bär und seine Kollegen Fluazinam, Captan, Phosmet, Chlorpyrifos-methyl, Dithianon und Imidacloprid. Imidacloprid gilt als extrem giftig für Bienen und andere Insek­ten, weshalb es seit 2019 nur noch in Gewächshäusern verwendet werden darf. Sechs weitere Wirkstoffe wiesen die Forschenden nur im abgelegenen Seitental nicht nach, darunter Thiacloprid. Dieses Insektengift steht un­ter besonderer Beobachtung durch die EU-Kommission, weil es ins menschliche Hormonsystem eingreift.

Tja... was soll man dazu noch sagen? Das Zeug hat man anscheinend überall.

Die Analysen zeigten: Insgesamt hatten sich in den Rindenproben 106 verschiedene Pestizide eingelagert. Einträge seien sogar in Schutzgebieten feststellbar gewesen, die kilometerweit von Anbauflächen entfernt seien, heisst es in der Studie. In über der Hälfte der Proben wurden auch Glyphosatspuren nachgewiesen – obwohl eine Verbreitung dieses Mittels über die Luft im Zulassungsverfahren bisher ausgeschlossen wurde. Das Herbizid binde an Staubpartikel und werde so vom Winde verweht, schreiben die Forschenden.

Also das sind schon massive Probleme, mit denen man hier konfrontiert wird. Wo lagert sich das noch alles ein? Ist "Bio" so überhaupt noch möglich? Oder nur noch eine Illusion?

Gerade dieser Gesamtcocktail sei auch in der Humantoxikologie ein schwieriges Thema. Das sagt Lothar Aicher vom Schweizerischen Zentrum für Angewandte Humantoxikologie in Basel. «Tatsächlich zeigen einige Studien, dass sich Wirkungsmechanismen von Pflanzenschutzmitteln nicht nur aufsummieren, sondern gegenseitig verstärken können.» Die Forschung hierzu stehe aber noch am Anfang. Trotzdem bezweifelt Aicher, dass die Pestizidbelastung in der Atemluft dem Menschen schaden könnte. Denn die Partikel der Pestizide seien per se zu gross, als dass sie über die Lunge in den Körper gelangen könnten. Da fielen andere Risiken wahrscheinlich mehr ins Gewicht, etwa, wenn man auf Lebensmitteln vorhandene Pestizidrückstände schlucke und diese so über den Magen-Darm-Trakt aufnehme.

Na ja, wäre ja mal an der Zeit, sich hier wirklich gangbare Alternativen zu überlegen. Was kann man denn noch mit Genuss essen?

Also diese Welt mutiert immer mehr zum Horrorkabinett. Ist eh schon meine Überlegung, ob die Katharer nicht recht hatten, als sie meinten, diese diesseitige Welt sei die Hölle.

Alle Gruppen verband jedoch eine gemeinsame dualistische Grundüberzeugung, wonach nur die jenseitige geistige Welt gottgeschaffen war, während die irdisch-materielle Welt als Produkt eines bösen Prinzips gesehen wurde.

Wenn man sich das alles mal in Ruhe anschaut, kann man wirklich zu dieser Überzeugung kommen. Es dauert auch ewig, bis sich mal was ändert...

Ich messe ja eine Zivilisation immer daran, wie sie die Kinder behandelt. Na ja, lest selbst:

Bewohner einer kleinen Vinschgauer Gemeinde haben Grasproben in vier Südtiroler Tälern gesammelt und auf Spritzmittel analysieren lassen. Elf der zwölf aufgespürten Substanzen sind hormonell wirksame Stoffe. Vor allem Kinder gelten als empfindlich.

Da hat man eigentlich keine Fragen mehr. Alles liegt offen da. Das falsche Leben, die Folgen daraus, die mangelnde Einsicht, die zunehmenden Krisen, die diese dann erzwingen.

Hormonell wirksam. Muss man sich immer mal wieder klar machen. Auf dem Spielplatz.

Fast ein Viertel der belasteten Spielplätze wies mehr als eine Substanz auf. «Wir sagen seit Jahren, dass die auf den Plantagen versprühten Pestizide auch in unsere unmittelbare Umgebung gelangen», betont Koen Hertoge, einer der Malser Aktivisten und Initiator der Sammelaktion. «Jetzt haben wir die von Politikern und Landwirten immer wieder geforderten Fakten für diese Behauptung geliefert.» Die Studienergebnisse liessen vermuten, dass Pestizide auch auf Gemüse und Obst in Hausgärten landeten.

Im Grunde ist das eine bodenlose Frechheit und eine riesen Sauerei. Und eine massive Respektlosigkeit. Wer Pestizide einsetzen möchte, bitte! Aber dann auch so, dass es eben auf sein Grundstück begrenzt bleibt. Auf welcher mitmenschlichen Grundlage kann man sowas rechtfertigen?

Ich halte das auch für massive Eingriffe in Persönlichkeitsrechte. Artikel 2 Grundgesetz:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Es ist im Grunde nicht erklärbar, wie überhaupt hormonell wirkende Pestizide eine Ausbringungserlaubnis bekommen. Das ist doch, wenn es ums Geschäft geht, alles nur eine Farce. Würde man das Grundgesetz wirklich ernst nehmen, dann dürfte man solche Meldungen nie zu lesen bekommen.

Wie windet man sich da raus? Mit Grenzwerten! Vollkommen willkürlich zum Teil, nie werden die Wechselwirkungen berücksichtigt.

Im Grunde ist die ganze Landwirtschaft in der derzeitigen Verfassung (!!) grundgesetzwidrig.

«Je näher ein Spielplatz an einer Apfelplantage lag, desto höher war die Pestizidkonzentration in den Grasproben», erläutert Caroline Linhart von der Universität Innsbruck, die an der Aufarbeitung der Daten beteiligt war. Zudem spielte die Windstärke eine Rolle. Ein Regenguss nach dem Spritzen erhöhte die Pestizidrückstände im Spielplatzgras ebenfalls.

Die Forscher vermuten drei Verbreitungswege: Offenbar werden Pestizidtröpfchen sowohl während des Spritzens mehr als 100 Meter weit in der Umwelt verteilt als auch später aus der Luft ausgewaschen. Zudem können die Spritzmittel auch mit Bodenstaub aufgewirbelt und durch den Wind verteilt werden.

Ich halte es ja so: jeder soll machen, wie es ihm beliebt. Dein Haus, deine Regeln. Aber geh mir nicht auf den Sack. Behalt deinen Lärm, deine Gifte, deine Abfälle.

Die Frechheit beginnt, wenn Menschen in das Selbstbestimmungsrecht eingreifen.

Das ist nämlich auch im Grundgesetz verbrieft:

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Und zur freien (!!!) Entfaltung gehört eben auch, dass niemand in mein Hormonsystem eingreift. Schon ists aus mit freier Entfaltung.

Es geht eben nur noch um Profite. Um billige Nahrungsmittel. Und das eben auf Kosten anderer. Und genau das halte ich auch für eine Frechheit.

Nochmal was zur freien Entfaltung der Persönlichkeit:

Besorgniserregend seien zum einen die mancherorts festgestellten Konzentrationen, erläutert der Toxikologe Peter Clausing. Bei einem Fünftel der Grasproben seien Rückstände in einer Höhe gefunden worden, die die EU-Grenzwerte für bestimmte Lebensmittel überschritten hätten. Zum anderen handelt es sich bei elf der zwölf auf den Spielplätzen aufgespürten Pestizide um Substanzen, die ins Hormonsystem eingriffen. In Tierversuchen haben bereits geringe Mengen solcher Stoffe ausgereicht, um bei Fischen oder Ratten Schäden im Gehirn, Störungen der Fruchtbarkeit oder des Fettstoffwechsels inklusive Fettleibigkeit hervorzurufen.

Gerade Kleinkinder gelten als besonders sensibel für solche hormon-ähnliche Substanzen. Und genau diese Gruppe hält sich häufig auf Spielplätzen auf, isst dort auch einmal eine Portion Gras oder Sand und nimmt vor allem ihr Znüni oder ihr Zvieri ohne Händewaschen zu sich. Daher geben für Wissenschafter wie Aktivisten die Ergebnisse Anlass zur Sorge.

Diese ganzen Grenzwerte sind zumeist schon ein Industriewitz. Werden ja auch immer wieder mal angehoben. Und man sieht auch, was uns der Nachwuchs wert ist. Nichts. Jeder Obstbauer, der da was anbaut, muss doch sofort reagieren und sagen, Mensch, so kann ich das aber nicht machen! Wird aber nicht gemacht.

Statt dessen wird gemauert, argumentiert, es werden erst Jahre vergeudet mit Studien und Gegenstudien, mit Anwälten, Bürgerinitiativen, Kämpfen... nur um am Ende da rauszukommen, wo man am Anfang an schon stand: wir leben hier ein falsches Leben! Es wird eh nicht mit Pestiziden gehen. Das ist ein Irrweg. Das wissen auch alle. Nur will man diese Erkenntnis noch nicht wahr haben.

Und dann vergehen Jahre...

Hier noch zwei weitere Schmakerl:

2. www.br.de/nachrichten/bayern/vergiftungswelle-insektizid-gefaehrdet-tier-und-mensch,RSRi8nx?fbclid=IwAR1eLvtVVlsqeNn0tNIdNPJyB8bB6sUgn527J2PROGrgWnSoeimBURZJpO8

Um sicherzugehen, dass die Tiere wirklich vergiftet wurden, schickt der LBV sie nach München an das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Tierärztlichen Fakultät. Das Schockierende: In über 80 Prozent der Fälle wird Carbofuran in den Tieren gefunden. Ein Insektizid, das seit zwölf Jahren in der EU verboten ist. Denn: Es ist auch für Menschen hochgiftig.

Wie sagte es Maaz: Wir zerstören die Natur, indem wir unseren Hass hineintragen.

Genau das passiert hier. Irgendwelche Leute, die ihren Hass auf Tiere projizieren, tragen den nun in die Natur und zerstört diese.

3. Das ist auch dazu passend: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Ueberdurchschnittlich-viele-Pestizide-im-bayerischen-Grundwasser-entdeckt-id54522466.html?fbclid=IwAR2_E8cEl6Zq_M1SxOHOjcVoAVOp8WdRpko6EBEmglH11-mu44mEc46ZNP8

Für den Grundwasser-Report wurden von 2013 bis 2016 Proben aus bundesweit rund 14.500 Grundwassermessstellen untersucht. In 18,8 Prozent der Fälle wurden Wirkstoffe oder wirksame Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln gefunden. In 3,8 Prozent der Proben werden sogar die Schwellenwerte der Grundwasserverordnung überschritten. Rund 500 verschiedene Substanzen ließen sich in den Proben nachweisen.

Spuren von Atrazin finden sich auch noch 28 Jahre nach dem Verbot

Besonders stark betroffen ist Bayern. Im Freistaat gebe es überdurchschnittlich viele besorgniserregende Pestizidfunde im Grundwasser, sagt Deligöz. „Bei 29,1 Prozent der Proben wurden gesundheitlich problematische Reste ermittelt.“ Unrühmlicher Spitzenreiter ist Sachsen. Dort wurden sogar in zwei Dritteln der Proben Pestizid-Rückstände gefunden. Manche der Mittel sind längst nicht mehr zugelassen, doch auch nach Jahren finden sich Spuren noch im Grundwasser. Das gilt etwa für das seit 28 Jahren verbotene Unkrautvernichtungsmittel Atrazin.

Es ist überall. Es ist lange dort.. es macht krank. Auf den Kanistern sind oft Totenköpfe. Das spritzt man dann auf die LEBENSmittel.

Mal drüber nachdenken... über diesen Todeskult.

Und damit man das auch mal angesprochen hat:

4. www.oekotest.de/essen-trinken/Mikroplastik-Studie-Erwachsene-nehmen-jaehrlich-bis-zu-212-000-Partikel-auf-_10695_1.html?fbclid=IwAR0KVbVUOvIRNgf5hTEflKHTFvlgv5hVXBZD1n4PqYqgXzSYOYkmRIwi6dE

Kanadische Forscher haben eine Studie veröffentlicht, der zufolge US-Amerikaner jährlich zwischen 81.000 und 212.000 Mikroplastik-Partikel zu sich nehmen könnten. Ihre Schätzungen halten die Forscher eher für zu niedrig.

Mehr als 500 Mikroplastik-Partikel pro Tag könnten Erwachsene in Industrieländern über Nahrung, Wasser und Atemluft aufnehmen. Das legt eine Übersichtsstudie nah, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift "Environmental Science and Technology" erschienen ist.

Für die Analyse hatten Forscher dreier kanadischer Universitäten 26 Studien ausgewertet, die sich mit dem Mikroplastikgehalt in Fischen und Meeresfrüchten, in Zucker, Salz, Honig, alkoholischen Getränken sowie Luft und Trinkwasser befassen. Die Erkenntnisse der Mikroplastik-Studien übertrugen die Forscher anschließend rechnerisch auf offizielle Ernährungsempfehlungen für die US-amerikanische Bevölkerung.

Auch die Aufnahme von Mikroplastik über die Luft ermittelten die Forscher. Obwohl es sich bei den Berechnungen der Forscher nur um grobe Schätzungen handelt, lassen die hohen Zahlen aufhorchen.

Es ist eben ein Spiegel der inneren Vergiftung der Menschheit, die sich auch im Außen zeigt. Als erstes mal die kulinarische Vergiftung, dann die Vergiftung durch Schadmeme, dann die Vergiftung mit unguten Gedanken usw... Und am Ende steht eben das ganze Dilemma.

Die Rohkost wird eine große Rolle bei der Heilung spielen. Soviel steht schonmal fest! Sieht man ja auch hier:

Mit der Rohkost ändert sich eben auch irgendwo die Sicht auf die Dinge. Mit der Entgiftung wird man innen "reiner" und möchte, dass sich das dann auch im Außen widerspiegelt.

Noch ein langer Weg, aber Rohkost wird eine große Rolle spielen.

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