Habe Lust auf Fisch!

04.02.2019 22:03

Aber es gibt keinen guten zu kaufen gerade. Heute stand ich beim Aldi vor dem Kühlregal und geriet arg in Versuchung, mir Bio-Lachs zu kaufen. Ich hatte den ja schon mal, aber der wird ja auch mit hocherhitztem Fischmehl gefüttert und das lagert sich dann auch im Fett ein und schon kriegt man da die volle Dosis ab, die zumeist auch direkt ins Gehirn schiesst.

Deswegen habe ich es gelassen. Aber ich merke, dass mir irgendwas aus dem Meer fehlt. Lust auf Algen habe ich ja auch.

Irgendwie hat das alles immer was von "sich vergiften, um weiterleben zu können". Und genau das sieht man ja auch in unserer Gesellschaft. Dieses Prinzip des Sich vergiften, um weiterleben zu können ist im Grunde ein Grundprinzip unserer Lebensweise. Das sieht man beim Essen, das sieht man beim Trinken, das sieht man im Grunde auch auf größerer Ebene in der Wirtschaft und auch in der Heilkunst.

Überall gilt dieses Prinzip und überall sehen wir die Folgen davon.

Wir brauchen die Migration, um mit schrumpfenden Gesellschaften weiter Wachstum zu generieren, gleichzeitig bringt uns das als "Volk" um.

Wir brauchen Digitalisierung, am Besten schon für Kleinkinder, um weiter Wachstum zu generieren, gleichzeitig verdummen wir damit die Kinder.

Wir brauchen Haarsprays, Lippenpflege, Sonnencreme und viele andere Haushaltsmittel, um Wachstum zu generieren, gleichzeitig schädigen wir damit die Föten schon im Mutterleib.

Wir essen vergiftete und denaturierte Nahrung, um zu überleben, schädigen uns aber auf Kosten einer gesunden Zukunft.

Wir traktieren den erkrankten Körper mit Chemo, damit er weiterleben kann.

Auf allen Ebene finden sich das gerade, kann man das beobachten. Man macht etwas, um jetzt weiterleben zu können, was einem aber auf Dauer schadet.

Das ist im Grunde das Symptom einer schweren Sucht!

Man säuft, weil man im Grunde überleben will, den Alltag überleben will, und vergiftet sich doch immer mehr.

Und mittlerweile ist eben alles von dieser Sucht durchdrungen. Auch die Biolandwirtschaft. Die muss auch profitabel arbeiten, muss Gewinne erwirtschaften, muss Kredite abbezahlen, muss wachsen. Und dann werden eben auch da die Standards runtergesetzt und die Lachse bekommen Biofischmehl.

Vergiften, um weiterleben zu kommen. Auch wirtschaftlich.

Das sind alles keine guten Entwicklungen. Zumindest keine mittelfristig guten Entwicklungen. Freilich kann am Ende auch die Erlösung, die Bewusstmachung, die Änderung stehen. Aber wahrscheinlich wird es vorher mehr als haarig werden.

Wir haben den Punkt einer gesunden Entwicklung, eines segensreichen Fortschritts längst überschritten. Alles, was jetzt kommt, dient dazu, auch noch das letzte bisschen Wachstum herauszupressen, aber eben auf Kosten der Gesundheit, der Intelligenz, um den Preis des Niedergangs in der Zukunft.

Im Grunde eben wie ein schwerst süchtiger Mensch.

Der Danisch behandelt oft das Thema Amygdala und Tribalismus. Wenn man das System "Dopamin" (auch als Synonym für "Glückshormone") untersucht, fällt auf, dass wir die ganze Entwicklung als eine Art Umleiten von natürlichen Glücksquellen in den Konsumbereich deuten können. Was logisch ist, wenn man immer mehr Wachstum generieren muss. Und dann braucht es eben auch Zerstörung der natürlichen Lust - und Glücksquellen wie gesundes köstliches Essen, liebevolle Sexualität, Gemeinschaft und Familie, liebevolle Mütterlichkeit, anregende Kommunikation, Freundschaften, gemeinsame Arbeit und gemeinsames Lernen und gemeinsames Spielen, gemeinsames Naturerlebniss usw...

All diese natürlichen Quellen des Glücks wurden mehr und mehr zerstört (wer isst noch etwas mit Genuss, von dem er weiß, dass es mit Pestiziden behandelt wurde?) und die Dopaminausschüttung im gleichen Atemzug kommerzialisiert. Statt ehrlicher Kommunikation unter der Dorflinde heute Handys und Computer = Zerstörung direkter Kommunikation = weniger Dopamin = Kaufen als Ersatz und Dopaminausschüttung bei neuen Spielzeugen, die erst gekauft werden müssen = Wachstum.

Wie kommt man los von der Sucht?

Im Grunde nur mittels Bewusstwerdung und dann dem Reorganisieren natürlicher Dopaminquellen. Wahrscheinlich braucht es dabei nicht mal großer Entgiftungen und Entzugsanstrengungen. Einfach mehr und mehr natürliche Dopaminausschütter etablieren. Wie in diesem Video beschrieben:

Wirklich gute Vorarbeit haben hier auch die Leute von der Anreizkorrigierten Wissenschaft geleistet. Die haben das bisher am Besten erklärt, wie wir da reinrutschten und wie man da mit mehr natürlichen Dopinquellen wieder aus der Sucht rauskommen.

Da gibt es auch ein Buch dazu: books.google.de/books?id=glYwAwAAQBAJ&pg=PT167&lpg=PT167&dq=anreizkorrigierte+Wissenschaft&source=bl&ots=yRuQhVVdbV&sig=ACfU3U0N5E_c1M_aJbSH-0_V96jAQfcwTQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiK3pbMiqPgAhUJmrQKHe8GDBQQ6AEwAHoECAcQAQ#v=onepage&q=anreizkorrigierte%20Wissenschaft&f=false

Hochgradig interessant. Und die waren damals auch auf dem Rohkostweg!

Und auch Maaz geht in diese Richtung: Mehr Beziehungskultur statt permanentem materiellem Wachstum!

So einfach ist das... und doch so schwierig. Nüchtern hält man es ja mit vielen Menschen nicht mehr aus. Wir sind zumeist alle schon nachhaltig verkorkst, angefüllt mit lustfeindlichen und gemeinschaftsfeindlichen Memen.

Ich war heute zum Sport. Jemand neues kam. Und stank erbärmlich nach Parfum. Da herrscht also der Irrglaube vor, dass man sich eindieseln müsse, um in der Gesellschaft irgendwie akzeptiert zu werden. Vollkommen gruppenfeindliche Meme. Ausser man ist selber schon so hochgradig vergiftet, dass man es nicht mehr als störend empfindet.

Der Kranke ist der Gesunde und der Gesunde ist der Kranke. Sprich, derjenige, der noch Abwehrmechanismen zeigt, der noch leidet, der ist der Gesunde. Der vermeindlich Gesunde ist zumeist schon der, der sich massiv im Toleranzzustand befindet und dessen Körper keine Signale der Abwehr mehr gibt, wenn er mit giftigen Substanzen in Berührung kommt. Oder auch mit unguten Lebenssituationen, schlechter Arbeit, ungesunden Beziehungen. Der wirklich Gesunde leidet an der Situation, während der gesellschaftlich "Gesunde" schon alles an Abwehrreaktionen hat fahren lassen.

Und deswegen konnte ich mich heute nicht zum Biolachs durchringen. Auf Fischmehl habe ich nicht auch noch Lust.

Im Grunde müssen wir, um wieder "ins Lot" zu kommen, tatsächlich die Gifte so gering wie möglich halten und Gemeinschaften etablieren, fördern, begründen. Und das wird eine gigantische Herausforderung, zumal wir ja alle mit Fehlmemen zu tun haben. So einfach wie bei den Ratten wird es wohl nicht werden.

Aber es führt auch kein Weg dran vorbei.

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