Hafer

14.01.2016 21:12

Heute war ich ganz entspannt mit dem Fahrrad zum Sport im Nachbarort. Gewichtstraining und abschließend noch 25 Minuten am Boxsack standen heute auf dem Programm. Das Wetter ist ja mehr oder weniger schon frühlingshaft. Und das Mitte Januar. Zu essen gab es Pferdefleisch (super lecker), Fenchel, Schwarzwurzel, Sellerie, Hafer.

Zum Sport waren heute zwei Jungs, die beide ziemlich beleibt waren. Es ist dann schon erstaunlich, was alles so für Aberglaube bezüglich Ernährung im Volk kursieren. Ich habe ihnen dann den Tipp gegeben, mehr Obst und Gemüse zu essen und weniger Weizenprodukte. Einer sagte etwas sehr interessantes: Wir leben hier in einem Gebiet wo wir eine kuriose Mischung aus Armut und Reichtum haben. Zu arm, um sich gesund zu ernähren, zu reich, um nicht dick zu werden. Er meinte dann, ein Laib Brot ist billiger als eine (!!!) Paprika. Und so sind viele darauf angewiesen, sich von solchen Schrott zu ernähren. 

Und Gärten sind schon wieder Luxus! Das wird ja alles, wenn mal jemand Hartz 4 beantragen muss, mit eingerechnet. 

Abschliessend noch ein paar interessante Links, über die ich gestolpert bin:

Der Verzehr fettreichen Fischs kann das Gehirn tatsächlich vor Quecksilbervergiftung schützen.

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass Quecksilber, das über den Verzehr von Meeresfrüchten aufgenommen wurde, den Verbraucher aufgrund der überragenden und hochwertigen Nährwertqualität des Fisches selbst nicht sonderlich beunruhigen müsse. Gesundheitsbewusste Verbraucher neigen dazu, beim Verzehr von Fisch zurückhaltend zu sein, da sich im Gewebe des Fisches oft Quecksilber angereichert hat.

Kohlekraftwerke etwa belasten die Umwelt sowie Gewässer und die Meere durch die Emission von Quecksilber (insbesondere in Form von Methylquecksilber) stark.

Im Laufe der Zeit rückt Quecksilber in der Nahrungskette so immer weiter nach oben, bis es schließlich auch von Fischen aufgenommen wird. Es stellte sich aber heraus, dass die Nährwertqualität des Fisches möglicherweise die schädigenden Auswirkungen des in dem Fisch vorhandenen Quecksilbers übersteigt.

Dies zeigen Forschungsergebnisse der Universität von Rochester, der Ulster University und des Gesundheits- und Bildungsministeriums der Republik der Seychellen. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten wurden in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können den schädlichen Auswirkungen von Quecksilber entgegenwirken

In Forschungen, die sich über drei Jahrzehnte erstreckten, konnten die Forscher auf den Seychellen zeigen, dass ein hoher Verzehr von Fisch durch Schwangere keine schädlichen Entwicklungsprobleme bei ihren Kindern auslöste. Es treten selbst dann keine Schädigungen auf, wenn die Schwangeren durchschnittlich zwölf Fischmahlzeiten pro Woche zu sich nehmen. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die im Fisch vorhandenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren den negativen Folgen von Quecksilber insbesondere auf das menschliche Gehirn entgegenwirken.

info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/l-j-devon/der-verzehr-fettreichen-fischs-kann-das-gehirn-tatsaechlich-vor-quecksilbervergiftung-schuetzen.html

 ajcn.nutrition.org/content/early/2015/01/21/ajcn.114.100503

Und noch ein interessanter Beitrag, den so macher Rohköstler sicherlich nachvollziehen kann. Sehr lesenswert:

Ich verdaue, also bin ich

Tatsächlich aber beeinflussen die Eingeweide die Funktion des Gehirns auch autonom und ohne vorherige Anweisung. So mehren sich die Hinweise darauf, dass einige neurologische Erkrankungen ihren Ursprung im Bauch haben.

www.heise.de/tp/artikel/47/47027/1.html

Dann noch etwas kurioses:

So wie bei den Rohköstlern letztlich Gesundheitsprobleme plötzlich bei einigen gleichzeitig auftraten, so scheint das auch generell der Fall zu sein. Plötzlich sind drei Berühmtheiten relativ zeitnah gestorben: Lemmy Kilmister (Motörhead), David Bowie und jetzt Alan Rickman. 

Ein Exkollege bei der DASA (Flugzeugbauer) sagte mal: es stürzen immer drei ab...

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