Hambacher Forst

28.09.2018 19:51

Nachmal was zum Hambacher Forst. Da gehts ja gerade richtig rund und gerade alle, die sich "grün" finden, fordern den Ausstieg aus der Kohle.

Was viele einfach nicht verstehen: unser Wohlstand, also so wie er sich gerade darstellt, mit eigenem KfZ, Ölheizung, supervollen Supermärkten, immenser Beleuchtung, medizinischer Betreuung, vielen eletrischen Geräten und Urlaubsreisen nun bis nach Australien und Neuseeland, ist nur auf der Grundlage von Kohle, Gas, Öl und Atomstrom zu haben.

Auf der Grundlage rein erneuerbarer Energie ist der Wohlstand, wie wir ihn kennen, nicht möglich.

Man darf sich da von den Jubelmeldungen der Medien, dass wieder mal ein Tag dabei war, wo knapp 80% des Stroms nun aus Erneuerbare gewonnen wurden, nicht täuschen lassen. Dem gegenüberstehen auch Tage mit nur 5% Erneuerbaren, wenn es nämlich windstill ist und was zählt ist der Gesamtenergieverbrauch, nicht nur der Strom. Siehe hier: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/3_abb_pev-energietraeger_2018-02-14.png

Und da sieht man, dass sich da eigentlich nicht viel verändert hat. Klar, wir haben nun den Anteil der Erneuerbaren auf 13% hochgefahren. Aber diese Energie ist auch nicht sauber. Es braucht dazu seltene Erden, und die Förderung dieser Mineralien ist auch nur eine einzige Umweltsauerei. Das sieht dann so aus: www.taz.de/picture/234391/948/bayanobo-xinhua.jpg

Das sieht auch nicht anders aus wie ein Kohletagebau. Ist aber Gott sei Dank in China, nicht bei uns vor der Haustür [Achtung, Sarkasmus!]

Davon abgesehen haben wir, um auf die 13% zu kommen, das ganze Land verspargelt, einen hohen Blutzoll bei den Vögeln und Fledermäusen, Lärmbelastungen der Dörfer und Gemeinden, wo diese Windräder stehen, wir haben JEDEN ZIPFEL Ackerland für Biogasmais umgenutzt, wir haben hektarweise Grünland, also Wiesen und Weiden, in Äcker eben für diesen Biogasmais umgebrochen und in Östrreich also so wirklich jeden noch so kleinen Bach energetisch genutzt. Von Flüssen wie die Mur ganz zu schweigen.

Bis vor dem Biogasboom wurden viele Äcker aufgrund von Überproduktion stillgelegt. Dort haben sich oft recht schnell Ackerbrachen entwickelt, die dann ein Refugium für Insekten und Vögel waren. Die Zeiten sind lange vorbei. Heute wird versucht, auch noch die letzte landwirtschaftlich wertlose, aber ökologisch wichtige Feuchtwiese umzubrechen, um Mais anzubauen.

Also wir haben es nur mit immensen Aufwand geschafft, von 1% auf 13% zu kommen. Es fehlen also immernoch 87%!!!

Und wie gesagt, Solar braucht auch die seltenen Erden und die Sonne scheint auch nicht jeden Tag.

Wir kommen aus der Wohlstandsfalle nicht mehr raus. Die Leute haben sich jetzt an diesen immensen Wohlstand gewöhnt, denen müsste man sagen: OK, grün geht, bio geht, aber dann nur mit maximal 50 Millionen Leute auf dem Restgebiet Deutschlands und dann mit einem Lebenstil wie 1920.

Das wird dann SEHR lange Gesichter geben.

Es beißt sich eben wirklich alles mittlerweile. Die, die "Hurra! Migration!!" rufen, sind die gleichen, die aus Kohle, Atomkraft und Öl raus wollen.

Also das sind schon krasse innere Widersprüche und so wie ich es jetzt mal verstanden habe, und ohne die freie Energie nach Tesla zu bemühen, kann man nur das eine oder das andere haben. Aber nicht beides.

Es geht nicht!

Endloses Wachstum geht nicht mit rein erneuerbaren Energien. Die Versorgung von immer mehr Menschen geht nicht mit rein erneuerbaren Energien, wachsender materieller Wohlstand geht nicht auf der Grundlage von 100% erneuerbaren Energien.

Woher sollen die weiteren 87% kommen?

Also keine restlichen 10%, machbare 20%, oder herausfordernde 30%. Nein, wir müssen noch 87% der derzeit benötigten Energie aus Erneuerbaren beziehen. Und, damit das System nicht crasht, jedes Jahr noch etwas mehr wachsen.

Na ja, wahrscheinlich wird, um das zu verschleiern, die Schulbildung deswegen immer schlechter. Man kann am Ende der Schulzeit heute zwar keine Prozentrechnung mehr, aber man weiß, dass man tolerant gegenüber Schwule und Lesben sein soll. Also ob man das den Menschen in der Schule beibringen müsste, für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.

Wir produzieren ja nicht nur ein Heer an Psychowracks und Bildungsinvaliden, sondern auch noch ideologisierte Trottel, die meinen, man könne so weiterleben wie bisher, mit Praktikas in Australien und Neuseeland und Wochenendtrips nach Thailand, aber man müsste nur ein bisschen zaubern und sowohl Autos, als auch Heizung, Strom und Licht wären wunderbar sauber und grün.

Aber klar, der Strom aus der Wüste!! Das ist die Lösung!!!

Tja... guckst du hier: www.youtube.com/watch?v=VKa4sq9HVKw

Oder hier: https://www.youtube.com/watch?v=o2suVWiiUYk

Also vielleicht schaffen wir es mit dem Strom aus der Wüste ja auf 50%. Oder gar 70%. Aber selbst dann heisst es immer noch massiver Wohlstandsverlust.

Im Grunde waren wir in Deutschland und dem Rest von Europa auf einem guten Weg. Eine Schrumpfung der Bevölkerung hätte ja auch massiv den Gesamtbedarf reduziert, so dass es eben alleine damit leichter gewesen wäre, den Prozentsatz der Erneuerbaren zu erhöhen. Weniger Menschen bedeutet auch weniger Autos und somit weniger Ölnachfrage. Und die Energie aus den Erneuerbaren würde dennoch bereit stehen.

Statt dessen wird diese hochgradig süchtige Gesellschaft auch in Zukunft versuchen, die Schrumpfung um jeden Preis (!!!) zu vermeiden. Schrumpfung ist nicht vorgesehen. Es dürfen mal Teile der Wirtschaft schrumpfen, klar, aber gesamtwirtschaftlich MUSS es immer weiter wachsen. Sonst bricht das Kartenhaus zusammen. Und dazu wird eben notfalls auch mal die Bevölkerung regelrecht umgebaut. Da werden dann mal die fehlenden Menschen kurzerhand in einer Nacht- und Nebelaktion an allen Gesetzen vorbei importiert. Oder wie man früher sagte: sozialistisch umgelagert. Das ist Beschaffungskriminalität ersten Ranges.

Im Endeffekt kommen wir an der Systemfrage nicht vorbei.

Wir kommen an der Diskussion, wie wir leben wollen in Zukunft, nicht vorbei.

So kann es nicht weiter gehen. Alleine mit erneuerbaren Energien wird es nicht funktionieren, ewiges Wachstum zu generieren. Und mit fossilen Energieträgern ruinieren wir das Klima. Und hier nochmal an die Klimaskeptiker: die Erde hat nur einen Hauch an Atmossphäre. Die ist so dünn, dass sie nur ganz leicht aufgedampft wirkt. Und überall hocken mittlerweile Menschen und blasen alles, was sie in die Finger kriegen und verbrennen können, in die Luft. Das MUSS Auswirkungen haben. Dazu noch die ganzen Sachen wie Atomkraftwerke, Funkmasten und andere Strahlungsquellen, die ja laut Wilhelm Reich DOR, also einer Erstarrung der Atmossphäre verursachen sollen.

Wir müssen unbedingt reden, wie wir anders, gesünder, leben können.

Und wenn es um ein gesünderes Leben geht, kommt man an der Rohkost, an Wilhelm Reich und an Weston Price nicht vorbei.

Und wir kommen auch nicht an einer neuen Bescheidenheit vorbei, an einem bewussten Verzicht, an teilen und nicht herrschen.

Das gesündere Leben will raus. Es will gelebt werden und es sucht sich eben Symptome. Und der Protest im Hambacher Forst ist eben auch eine Kritik an einer gesellschaftlichen Fehlentwicklung. Aber auch die Kritik am massiven Ausbau der Erneuerbaren Energie ist eine Kritik an einer Fehleentwicklung.

Das gesündere Leben kann auch nicht heissen, alles zuzuspargeln und jeden Fluss zuzubauen.

Das gesündere Leben, dass ist eben wieder mehr Liebe, Gemeinschaft, mehr Zusammenhalt, mehr gemeinsame Projekte, mehr Besinnung, wer man ist und wo man herkommt, das ist Ehre auch der Ahnen, Ahnenfrieden eben, dass ist Rohkost und Permakultur, Bio und eben so oft es geht: Licht aus, zeitig schlafen gehen und mehr mit dem Rad fahren.

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